Welche Ernährung bei Colitis ulcerosa?

Welche Ernährung bei Colitis ulcerosa

Zuletzt aktualisiert am 25. Juni 2019 um 12:08

Bei Colitis ulcerosa kommt es zu einer chronischen Entzündung des Dickdarms, wie bei Morbus Crohn handelt sich um eine Autoimmunerkrankung. Die Ernährung nimmt großen Einfluss auf die Symptomatik und den Krankheitsverlauf. Doch welche Colitis ulcerosa Ernährung ist optimal und hilft den Betroffenen am meisten?

Colitis ulcerosa – Was passiert im Darm?

Mit der Ernährung sollen bestimmte Probleme im Dickdarm angegangen und verbessert werden. Was ist das Problem bei Colitis ulcerosa und wie kommt es zur Krankheitssymptomatik?

  1. Es ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die sich ausschließlich im Dickdarm abspielt. Der Dickdarm ist weniger mit der Nährstoffaufnahme beschäftigt als der Dünndarm, hat aber wichtige Funktionen bei der Aufnahme von Wasser, einigen Salzen, Vitaminen und Botenstoffen aus der Darmflora.
  2. Die Interaktion mit der Darmflora ist für einen gesunden Körper essentiell, bei Colitis ulcerosa ist diese Kommunikation verloren gegangen. Aktuellen Studien zufolge fehlt es an den Botenstoffen PPAR-γ, Interleukin-9 und Interleukin-10, mit denen sich das Immunsystem auf die ständig wechselnde Darmflora einstellt. Ein Ziel der Colitis ulcerosa Ernährung ist es, diese Botenstoffe vermehrt im Körper zu bilden.
  3. Die fehlende Interaktion begünstigt eine chronische Entzündung der oberen Dickdarmschleimhaut. Auf der einen Seite wandern Darmbakterien in diese Schleimhaut ein und entzünden sie, gleichzeitig bekämpft das Immunsystem sowohl diese eingewanderten Bakterien als auch die Schleimhaut an sich (Autoimmunreaktion). Dadurch ist die Schleimhaut dünner als bei gesunden Menschen, die Aufnahme bestimmter Stoffe wird erschwert.

Das Ziel einer gesunden Colitis ulcerosa Ernährung

Die Ziele einer gesunden Colitis ulcerosa Ernährung sind:

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  • Entzündungslinderung im Darm.
  • Wiederherstellung einer intakten Schleimhaut.
  • Wiederherstellung einer gesunden Darmflora.
  • Beseitigung der Infektion der Schleimhaut mit Darmbakterien.
  • Linderung der Autoimmunreaktion.
  • Wiederherstellung von Gleichgewichten des Immunsystems.
  • Beseitigung von Nährstoffmängeln, die durch die Erkrankung entstehen.
  • Beseitigung weiterer Colitis ulcerosa Ursachen.
  • Dadurch insgesamt Verbesserung der Lebensqualität und Linderung der Colitis ulcerosa Symptome.

Mit einer gesunden Ernährung, die speziell an die Krankheit angepasst wurde, ist dies zu einem guten Teil möglich. Doch ist die Ernährung ausschlaggebend für eine Autoimmunerkrankung?

Kann die Krankheit mit gesunder Ernährung beeinflusst werden?

Von offizieller Seite, der Ärztekammer und in den Massenmedien heißt es, dass die Ernährung keinen Einfluss auf die Erkrankung habe. Wer genauer hinsieht, dem fällt auf, dass in den meisten Fällen betont wird, dass es keine Diät oder Ernährungsform gibt, die der Entstehung der Krankheit effektiv vorbeugt. Dies ist per Definition korrekt.

Was betont wird, dass der Verlauf der Krankheit durch die Ernährung nicht beeinflussbar sei, weder positiv noch negativ. Noch im selben Atemzug folgt, dass die Krankheit allein durch die Genetik bedingt werde.

Dies ist nicht korrekt. Es gibt mittlerweile genug klinische Studien, auch nach Goldstandard (Placebo-Doppelblindkontrolle), die dem widersprechen und die zeigen, dass Ernährung und Nährstofftherapie einen sehr großen Einfluss haben können. Mit einigen Nährstoffen oder Ernährungsformen ist es möglich, ähnlich effektiv wie Medikamente, die Symptome komplett zu unterdrücken (Remission).

Wenn eine gesunde und natürliche Maßnahme wie Ernährung oder Nährstofftherapie zu denselben Ergebnissen wie die Colitis ulcerosa Therapie führt, jedoch ohne Nebenwirkungen und Langzeitschäden, dann sollte diese Intervention erwähnt werden.

Im Folgenden soll es daher um eine gesunde und an Colitis angepasste Ernährung gehen, mit der Sie den Krankheitsverlauf und die Symptomatik positiv beeinflussen können.

Colitis ulcerosa Ernährung – Was hilft bei Colitis?

Wie bereits erwähnt gibt es Ernährungsmaßnahmen, die Betroffenen mit großem Erfolg und lang anhaltender Wirkung helfen können. Diese möchten wir Ihnen vorstellen.

Das Paleo-Autoimmunprotokoll bei Colitis ulcerosa

In einer 2017 durchgeführten Studie bekamen 15 Betroffene der Colitis ulcerosa und Morbus Crohn (langjährige Patienten) für 11 Wochen eine Ernährungsumstellung verschrieben (Konijeti, 2017).

Diese Ernährung ist als das Paleo-Autoimmunprotokoll bekannt. Dies ist eine Abwandlung der Paleo-Ernährung (Steinzeiternährung), die speziell für Autoimmunerkrankte entwickelt wurde. Sie soll nicht nur eine maximale Anzahl an Nährstoffen in den Körper bringen, sondern gleichzeitig Allergene und Reizstoffe, die Darm und Immunsystem reizen, meiden.

Dies ist eine wichtige Grundlage, um Darm und Immunsystem zu beruhigen, Entzündungen zu lindern und die Schleimhaut zu regenerieren. Ausführliche Informationen über das Paleo-Autoimmunprotokoll entnehmen Sie bitte dem hinterlegten Beitrag. Dort finden Sie ebenfalls Listen mit Nahrungsmitteln, die in dieser Ernährungsform wichtig sind oder gemieden werden.

Hier ein paar Rezepte:

Um auf die genannte klinische Studie zurückzukommen:

Nach 11 Wochen befanden sich 73 % der Versuchsteilnehmer in Remission. 73 % Remission bei Colitis uclerosa sind vergleichbar mit Erfolgen durch Medikamentengaben wie Mesalazin, wenn nicht gar mehr. Zudem ist eine Ernährungsumstellung günstiger und mit weitaus weniger Nebenwirkungen verbunden.

Klinischen Studien zufolge gibt es noch eine weitere Ernährungsform, die sich bei Colitis ulcerosa bewährt hat.

SCD bei Colitis ulcerosa

Eine dem Paleo-Autoimmunprotokoll nicht unähnliche Ernährungsform hat sich ebenfalls bewährt: SCD, was für specific carbohydrate diet (spezifische Kohlenhydrat-Ernährung) steht. Ersten Interventionsstudien zufolge 2-5 ist die SCD ähnlich effektiv wie das Paleo-Autoimmunprotokoll und beide in Kombination könnten noch mehr für Betroffene bereithalten.

Der SCD liegt die Vermeidung bestimmter Oligosaccharide zugrunde. Diese Oligosaccharide sind kurze Zuckerketten auf Fructose-Basis (FODMAP‘s), die der menschliche Körper nicht aufnehmen kann. Jedoch nehmen Darmbakterien diese Zucker auf, vergären und verstoffwechseln sie. Besonders jene Darmbakterien, die sich in der Schleimhaut eingenistet haben, benutzen diese FODMAP‘s als Nahrungsgrundlage, was eine Grundlage für die Entzündung in der Darmschleimhaut darstellt.

Fallen diese FODMAP‘s weg, halten die Darmbakterien sich nicht lange in der Schleimhaut, und die Schleimhaut kann sich erholen. Ebenso verbessert sich die Kommunikation zwischen normaler Darmflora und Immunsystem, und es kommt zu einer gesteigerter Bildung von IL-9, IL-10 und PPAR-γ. Genau das sind die Ziele der Colitis ulcerosa Ernährung.

Diese Ernährungsform ist erst seit wenigen Jahren bekannt und konnte noch nicht im großen Ausmaß untersucht werden. In ersten Studien wurde eine hohe Wirksamkeit belegt, groß angelegte klinische Studien werden in Kürze folgen.

Welche Nahrungsmittel sollten bei der SCD vermieden werden?

  • Weizen und andere Getreideprodukte sowie Pseudogetreide.
  • Hülsenfrüchte.
  • Zucker sowie zuckerhaltige Produkte.
  • Honig.
  • Steinobst.
  • Zitrusfrüchte.
  • Verarbeitetes Fleisch.
  • Kohl und Zwiebelgewächse.
  • Süßstoffe.
  • Stärkeersatzprodukte wie Pfeilwurzel, Carob, Tapioka.
  • Milchprodukte.
  • Instantkaffee und Instanttee.
  • Bier.
  • Konserven.

Zu Steinobst, Zitrusfrüchten, Kohl und Zwiebelgewächsen sei gesagt, dass es sich im Allgemeinen gesunde Nahrungsmittel hält. Wir empfehlen Ihnen, diese Nahrungsmittel im Zuge der SCD für eine Zeit lang komplett zu vermeiden und zu beobachten, wie sich das auf die Krankheit auswirkt. Erfahrungsgemäß wird die SCD zu einer starken Besserung führen, ebenso wie das Paleo-Autoimmunprotokoll.

Sie können dann gerne testweise geringe Mengen von Steinobst, Zitrusfrüchten, Kohl oder Zwiebelgewächsen konsumieren und beobachten, wie sich das auswirkt. Blähendes Obst und Gemüse kann durch die FODMAP‘s die Colitis ulcerosa Symptome wieder anheizen, in einzelnen Fällen werden sie dennoch in geringen Mengen vertragen.

Im Zweifelsfall lassen Sie die genannten Nahrungsmittel weg, Sie können aber auch erst austesten.

Empfehlenswerte Nahrungsmittel bei Colitis ulcerosa

Im Zuge des Paleo-Autoimmunprotokolls und der SCD sowie in klinischen Studien wurden folgende Nahrungsmittel mit einer Verbesserung der Symptomatik in Verbindung gebracht und sind bei Colitis ulcerosa empfehlenswert:

  • Fisch (Wildfang).
  • Bio-Fleisch.
  • Bio-Eier.
  • Fermentierte Nahrungsmittel wie Sauerkraut, Kimchi, Joghurt, Kombucha, Apfelessig.
  • Knochenbrühe.
  • Grünes Gemüse, besonders Blattgemüse wie Spinat, Feldsalat, Löwenzahn und Wildkräuter.
  • Beeren, besonders Blaubeeren und Aroniabeeren.
  • Fernöstliche Gewürze wie Ingwer, Kardamom, Fenchelsamen und Kurkuma.
  • Cranberrys.
  • Granatäpfel.

Nicht empfehlenswerte Nahrungsmittel bei Colitis ulcerosa

Diese Nahrungsmittel wurden mit einer Verschlechterung der Symptomatik in Verbindung gebracht und es empfiehlt sich, diese für eine Zeit lang aus der Ernährung zu streichen, um zu beobachten, ob sich die Symptome verbessern.

(Diese Ratschläge stimmen größtenteils mit der SCD überein):

  • Glutenhaltiges Getreide.
  • Zucker.
  • Fruchtsäfte.
  • Fast Food.
  • Salz – auch salzreiches Essen wie Wurst und salziger Käse.
  • Hülsenfrüchte.
  • Alkohol.
  • Milchprodukte.
  • Honig.
  • Zitrusfrüchte und Steinobst.
  • Zwiebelgewächse und Kohl.

Ausführliche Informationen zu den erwähnten Ernährungsformen finden Sie außerdem im Übersichtsartikel Colitis ulcerosa.

Kohlenhydrate oder Fett – Was ist besser bei Colitis ulcerosa?

Hier scheiden sich die Geister, ob eine kohlenhydratreiche oder kohlenhydratarme Ernährung für Betroffene der Colitis ulcerosa besser ist. Die Erfahrung und die Wissenschaft haben gezeigt, dass es nicht in erster Linie um die Makronährstoffverteilung geht, sondern um die Lebensmittel selbst. Es ist empfehlenswert, gesunde und natürliche Lebensmittels zur Grundlage der Ernährung zu machen, und sich weniger auf die Makronährstoffe zu fixieren.

In zweiter Linie ist es eine gute Faustregel, auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Fetten und Kohlenhydrate zu achten. Weder das eine noch das andere Extrem scheint längerfristig gut zu helfen – ein ausgewogenes Verhältnis bildet eine Grundlage.

Sie können gerne ausprobieren und experimentieren, mit welchen Makronährstoffen es Ihnen am besten geht. Wir empfehlen Ihnen, zunächst auf die empfohlenen Maßnahmen zu setzen und danach die Makronährstoffe zu modulieren.

Naturheilkunde bei Colitis ulcerosa

Mit Naturheilkunde sind in dem Feld Nährstofftherapie, Kräutertherapie und weitere Maßnahmen wie Akupunktur, Klangtherapie, Aromatherapie und Massagen gemeint. Die Naturheilkunde wird immer besser erforscht und ist besonders bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen eine gelungene und wirkungsvolle Ergänzung.

Im Übersichtsartikel Colitis ulcerosa finden Sie wertvolle Informationen über Kräutertherapie und Nährstofftherapie bei Colitis ulcerosa. So viel können wir Ihnen jetzt schon verraten:

Einige Kräuter und Nährstoffe bzw. Nahrungsergänzungsmittel wie Weihrauchextrakt, Curcumin oder fettlösliche Vitamine und Vitamin D, haben sich in klein angelegten wissenschaftlichen Studien als sehr wirkungsvoll herausgestellt. Sie stellen eine gute Ergänzung zur Colitis ulcerosa Therapie und einer gesunden Colitis ulcerosa Ernährung dar. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Übersichtsartikel.

Zusammenfassung – Colitis ulcerosa Ernährung

Entgegen häufiger Meinung hat die Ernährung bei Colitis ulcerosa einen unterschätzten Einfluss auf den Krankheitsverlauf und die Symptomatik. Die Ernährung liefert die Grundlage für das Immunsystem, einen gesunden Darm und einen gesunden Stoffwechsel.

Auf viele Nahrungsmittel reagieren Betroffene allergisch oder sensibel, andere Nahrungsmittel scheinen zu helfen und die Entzündungen zu lindern.

In kürzlich durchgeführten klinischen Studien wurden das Paleo-Autoimmunprotokoll und die SCD als wirkungsvolle Ernährungsmaßnahmen bestätigt.

Bitte beachten Sie: Jede Erkrankung ist individuell und keine Regeln sind verallgemeinerbar. Die Ratschläge, die wir hier teilen, sind aus der Praxis und aus wissenschaftlichen Studien, haben jedoch keinen allgemeingültigen Charakter. Am Ende reagiert jeder Körper auf bestimmte Nahrungsmittel (und Medikamente) anders, jedoch können wir Ihnen hier Mut zusprechen: Mit einer gesunden Ernährung ist es möglich, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

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Wie sind Ihre Erfahrungen bei Colitis ulcerosa? Was hat Ihnen bisher geholfen, was weniger? Wir würden uns über Ihren Kommentar freuen!

Quellenverzeichnis
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Martin ist studierter Biochemiker und molekularer Biotechnologe (M.Sc., Technische Universität München) und arbeitete in der klinischen Forschung (Universitätsklinikum Erlangen) beschäftigt an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Martin möchte schwere biologische oder medizinische Themen einfach und verständlich beschreiben und Betroffenen so die Mittel an die Hand geben, wieder mehr Kontrolle über ihre Gesundheit zu erlangen. Weitere Beiträge von ihm sind auf den Portalen Primal-State, Edubily, MyProtein, Fairment, Paleolifestyle und SchnellEinfachGesund zu finden.

6 KOMMENTARE

  1. Vielen lieben Dank für den ausführlichen und toll geschriebenen Bericht.
    Bin 53 Jahre alt. Hab seit meinem 14. Lebensjahr Schuppenflechte, seit dem 18. Lebensjahr Colitis Ulcerosa, und seit 15 Jahren Hasimoto. Hab Azathioprin fast 20 Jahre genommen, drei Plattenepizellkarzinome auf der Hand bekommen, dann Adalimumab für zwei Jahre gespritzt, dagegen Antikörper gebildet und aktuell aus heiterem Himmel eine Psoriasis Athritis mit Krankenhausaufenthalt bekommen:
    Wohl als Nebenwirkung vom Adalimumab. :/

    Und nun stand ich vor der Entscheidung den nächsten biologischen Wirkstoff namens Tofacitinib zu nehmen oder mal was ganz anderes zu probieren.

    Nach Rücksprache und unter Beobachtung meiner Gastroenterologin, meines Rheumatologen und meines Hausarztes hab ich jetzt seit 1,5 Wochen radikal meine Ernährung umgestellt.

    Und aktuell was soll ich sagen, bessert sich tatsächlich mein gesamter Zustand.
    Ich schleiche gerade das Kortison aus, nähme zusätzlich selbstgemachte Kurkuma/Ingwer Kapseln und mein Stuhl und Schmerzverhalten bessert sich zunehmend. 🙂

    Will jetzt nicht zu euphorisch rüberkommen, aber für mich war das gerade der Weg mal etwas anderes auszuprobieren und ich denke im Zuge das ich unter ärztlicher Beobachtung stehe, kann ich nur gewinnen. We will see…

    Vielen Dank für die tollen Impulse und weiter so. Eure Seite ist genial. 😀

    • Hallo und vielen Dank für Ihre Nachricht,
      Dann wünschen wir Ihnen weiterhin alles Gute und viel Erfolg. Lassen Sie es uns gerne wissen, wenn Sie noch Fragen haben.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  2. Hallo vielen Dank für die Zusammnstellung der Informationen,
    aber ich muss hier leider gleich kritisch werden.
    Die Auflistung der möglichen Ernährung finde ich eher noch verwirrender als hilfreich.
    Wenn ich das Autoimmunprotokoll und die Empfehlung von SCD vergleiche werden genau gegensätzliche Dinge behauptet.
    Z.B. sind beim Autoimmunprotokoll Honig Zitrusfrüchte, Steinobst, Zwiebelgewächse und Kohl auf der Empfehlungsliste und bei der SCD dagegen auf der kleinen Liste der Dinge die man besser meiden sollte.
    Die NO-GO Liste des Autoimmunprotokolls ist dagegen schon so lange, dass man eigentlich gar nicht mehr satt werden kann (da keinerlei Kohlenhydrate mehr übrig bleiben).
    Keine Kartoffeln, keine Nudeln, kein Reis, kein Quinoa, keine Nüsse, kein Mais, etc…
    Die halbe Liste der Dinge die man noch Essen darf besteht aus Tieren.
    Wie soll man da als Vegetarier je satt werden? Ich kann mich doch nicht nur von Obst und Gemüse ernähren! Da komm ich aus dem Essen ja gar nicht mehr raus, weil ich nicht satt werde.
    Wenn ich dann noch beim Autoimmunprotokoll die Zwiebel und Kohlgewächse rausstreiche, wie bei der SCD empfohlen bleibt wirklich endgültig gar nix mehr übrig.
    Also wie Anfangs erwähnt empfinde ich diesen Vergleich eher noch verunsichernder als hilfreich, da sich in den beiden Listen widersprochen wird.

    Welche Vorgehensweise ist denn mehr zu empfehlen? Gibt es denn keine neutralen Lebensmittel? Oder eine Unterscheidung der „NO-GO“ Aufzählung welche Dinge wirklich richtig schlecht sind. Es wird ja wohl nicht alles gleich schlecht sein.

    • Hallo und danke für Ihre Nachricht,
      Das Autoimmunprotokoll und SCD sind zwei verschiedene Ernährungsformen, die sich in der Praxis und in wissenschaftlichen Untersuchungen als sehr vorteilhaft herausgestellt haben. Eine Mischung aus beiden ist nicht möglich – aber Sie können sich, wenn Sie möchten, für eine der beiden Formen entscheiden und sie ausprobieren. Bei ausbleibendem Erfolg dann die andere Form.
      Das Autoimmunprotokoll ist vegetarisch möglich, wird jedoch nicht empfohlen. Natürlich ist die Nahrungsmittel begrenzt, aber immer noch ausreichend für eine gesunde und vielseitige Ernährung. Konzentrieren Sie sich in dem Fall auf die Nahrungsmittelgruppen, die übrig bleiben – Tausende unserer Leser führen das Autoimmunprotokoll seit Jahren durch, die Umstellung ist schwer, aber lohnt sich sehr.
      Wenn Sie weitere Fragen haben, stehe ich gerne zur Verfügung.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  3. Hello, Martin!

    Danke sehr für diesen Beitrag. Eine Mitarbeiterin hat Colitis ulcerosa und ihr geht’s nicht gut. Sie spricht kein Deutsch, ich bin selber im Ausland selbständig und suche gerade Wege ihr zu helfen. Die Chemie die sie von den Ärtzten bekommt hilft halt nicht sehr. Ich habe die Ernährungsumstellung empfohlen. Suche gerade Infos, was sie genau essen darf was nicht. Gibt es Beispiel-Ernährungspläne? Ich bräuchte mehr Infos damit ich nichts Falsch mache.

    Danke sehr!

    • Hallo Ibrahim,
      Danke für die Nachricht! Das Paleo Autoimmunprotokoll (https://autoimmunportal.de/paleo-autoimmunprotokoll/) ist ein guter Start, ergänzend dazu die SCD-Diät. Die Bücher „Paleo Therapie“ und „Paleo (R)Evolution“ kann ich dazu empfehlen, vom Paleo Autoimmunprotokoll gibt es auch gute Kochbücher.
      Viel Erfolg und viele Grüße,
      Martin Auerswald

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