Warum Vitamin D Mangel bei Hashimoto?

Vitamin D Mangel Hashimoto

Zuletzt aktualisiert am 15. Oktober 2018 um 22:48

Zu Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto Thyreoiditis kommt es, wenn einige Ursachen zusammenkommen, die diese Krankheit begünstigen. Einer dieser zentralen Ursachen ist Vitamin D Mangel. Vitamin D Mangel ist eine generelle Ursache von Autoimmunerkrankungen. Besonders bei Hashimoto Thyreoiditis ist der Zusammenhang mittlerweile sehr klar. Aber warum Vitamin D Mangel bei Hashimoto? Erfahren Sie hier mehr über diese spannende Frage.

Was ist Hashimoto?

Zunächst möchten wir gerne sicherstellen, dass wir unter Hashimoto Thyreoiditis alle dasselbe verstehen:

Bei Hashimoto (Was ist Hashimoto?) kommt es zu einer chronischen Entzündung und zum Abbau der Schilddrüse durch fehlgeleitete Immunzellen. Da ein Abbau der Schilddrüse auch bedeutet, dass weniger Schilddrüsenhormone gebildet werden, kommt es überwiegend zu Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion mit zwischenzeitlichen Symptomen einer Überfunktion (s. Hashimoto Symptome). Die Prognose ist bei Hashimoto sehr schlecht, da Autoimmunerkrankungen als unheilbar gelten und die Ärzte Betroffene auf eine lebenslange Einnahme von Medikamenten (s. Hashimoto Behandlung) einstellen.

Dass Autoimmunerkrankungen unheilbar sind, ist nicht korrekt. Es stimmt aber auch nicht, dass sie heilbar sind: Die Schäden, die durch die Autoimmunreaktion am betroffenen Gewebe entstehen, sind nicht immer komplett reversibel. Von Heilung sprechen wir, wenn der Schaden zu 100 % behoben und das betroffene Gewebe wieder auf den Ausgangszustand gebracht wird. Das ist bei Hashimoto nicht der Fall. Stattdessen sprechen wir von Remission, einem völligen Abklingen der Symptome und einer teilweisen Regeneration der Schilddrüse.

Das sollte auch das Ziel bei Hashimoto sein.

Wie spielt da jetzt Vitamin D Mangel hinein?

Warum ein Vitamin D Mangel bei Hashimoto?

Die Frage sollte andersherum lauten: Warum Hashimoto durch Vitamin D Mangel?

Der Vitamin D Mangel ist schließlich keine Folge von Hashimoto, sondern eine Ursache (s. Hashimoto Ursachen). Zuerst besteht ein Vitamin D Mangel, dann kommt es (deswegen und durch andere Ursachen) zu Hashimoto.

Wie ist da der Zusammenhang?

Wie Sie aus diesem Beitrag (Vitamin D und Autoimmunerkrankungen) herauslesen können, ist Vitamin D Mangel ein generelles Risiko für Autoimmunerkrankungen – nicht nur für Hashimoto. 85 % aller Deutschen leiden unter einem Vitamin D Mangel. Da ist es nicht verwunderlich, dass es aktuell zu so einer Pandemie von Autoimmunerkrankungen kommt.

Die Schilddrüse scheint anfälliger für Autoimmunerkrankungen zu sein, wie Sie in diesem Beitrag (Hashimoto Ursachen) erfahren können.

Vitamin D hat wichtige Aufgaben, die mit Autoimmunerkrankungen und der Vorbeugung vor Autoimmunerkrankungen zusammenfallen:

Wachstumsfaktor

Vitamin D ist ein wichtiger Wachstumsfaktor für Darmzellen. Darmzellen müssen ständig wachsen und sich erneuern, da sie ständig einem Bombardement aus Toxinen, Krankheitserregern und Nahrungsproteinen im Darm ausgeliefert sind. Fehlt der wichtige Wachstumsfaktor Vitamin D, ist es wahrscheinlich, dass die Zellen nicht so schnell nachwachsen wie sie absterben. Es können so Löcher im Darm entstehen. Leaky Gut Syndrom ist die Folge davon und steht als eine Ursache für Autoimmunerkrankungen fest.

Entzündungshemmend

Vitamin D hat im Darm eine wichtige entzündungshemmende Funktion. Soll heißen: je mehr Vitamin D, desto weniger Entzündungen im Darm. Denn Vitamin D wird zur Kommunikation der Darmzellen untereinander und mit der Darmflora benötigt.

Vitamin D Mangel bedeutet, wenn gleichzeitig zu wenige Omega-3-Fettsäuren (Fisch, Meeresfrüchte, Biofleisch, Bio-Eier, (s. Paleo Ernährung) im Darm vorhanden sind, dass es leichter zu Entzündungen kommt (s. Patrick; Ames, 2015).

Und da der Großteil aller Immunzellen im Darm vorliegt, kommt es bei chronischen Darmentzündungen über zwei Ecken auch vermehrt zu Autoimmunerkrankungen – denn chronische Entzündungen sind eine zentrale Ursache für Autoimmunerkrankungen.

Vitamin D Mangel hilft da kräftig mit.

Signalgeber für Immunzellen

Immunzellen gibt es viele verschiedene, wie Sie hier (Autoimmunerkrankungen) nachlesen können. Diese müssen einem natürlichen Gleichgewicht unterliegen. Es gibt Immunzellen, die Entzündungen provozieren und auch gerne aktiv angreifen (z.B. Fresszellen). Und es gibt Immunzellen, die Entzündungen unterdrücken (regulatorische T-Zellen) und bekanntermaßen auch vorbeugend vor Autoimmunerkrankungen wirken.

Letztere benötigen Vitamin D, um zu reifen und somit aktiv zu werden. Bei Vitamin D Mangel kann es also sein, dass zu wenige regulatorische T-Zellen vorhanden sind.

Die Zusammenhänge und wissenschaftlichen Studien finden Sie hier im Beitrag über Vitamin D und Autoimmunerkrankungen. Wir hoffen, Ihre Frage beantwortet zu haben, warum es einen klaren Zusammenhang zwischen Vitamin D Mangel und Hashimoto gibt. Den Vitamin D Mangel zu beseitigen, ist daher ein wichtiger Baustein bei der Hashimoto Behandlung.

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Michaela
Gast
Michaela

Hallo!
Ich habe den Artikel sehr ineressant gefunden. Nur welche Dosierung von Vitamin D wäre sinnvoll?
Liebe Grüße

Sabrina
Gast
Sabrina

Hallo Michaela,

ich persönlich nehme 1.000 i.e. per 12 kg.

In meinem Fall sind das 7.000 i.e., um meinen aktuellen Wert zu halten.

Ich hatte zuvor einen Wert von 4, später 27 und jetzt 33 . Der Wert steigt nur sehr langsam bei mir. Aktuell nehme ich 20.000 i.e. um meinen Wert zu erhöhen (Ziel ist ein Wert von 70).

Ich darf keinen medizinischen Ratschlag geben. Dies ist nur eine Info wie ich es halte.

Gute Videos bietet hierzu auch Dr. von Helden (Youtube).

LG

Sabrina