Hashimoto nach der Geburt – warum?

Hashimoto nach der Geburt Warum

Zuletzt aktualisiert am 31. Juli 2019 um 16:01

Etwa vier bis acht Millionen Menschen leiden in Deutschland an der Autoimmunerkrankung Hashimoto Thyreoiditis. 80 % der Betroffenen sind Frauen. Manche Quellen sprechen sogar von 90 % (1). Nach der Geburt Ihres Kindes wurde die Hashimoto Diagnose gestellt und nun fragen Sie sich: Warum Hashimoto nach der Geburt?

Was ist Hashimoto?

Hashimoto gehört zu den Autoimmunerkrankungen. Bei Autoimmunerkrankungen kommt es zu einer Fehlleitung der Immunzellen. Immunzellen sind normalerweise damit beschäftigt, den Körper vor Krankheitserregern und Giftstoffen zu schützen sowie tote Zellen abzubauen.

Bei Autoimmunerkrankungen greifen sie gesunde, körpereigene Zellen an. Das betroffene Gewebe bei Hashimoto Thyreoiditis ist die Schilddrüse. Diese nimmt beträchtlichen Schaden, ist chronisch entzündet und wird dabei teilweise abgebaut. Infolge von Hashimoto kommt es zu einer Schilddrüsenunterfunktion, da wichtige Schilddrüsenhormone im Körper fehlen.

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Kommen wir zum eigentlichen Thema des heutigen Beitrages.

Warum Hashimoto nach der Geburt?

Hashimoto nach der Geburt?

Auf die genauen Ursachen von Hashimoto werden wir gleich eingehen. Es gibt einen Zusammenhang zwischen Schwangerschaft, Geburt und Hashimoto.

Drei Faktoren die erklären, warum Hashimoto nach Geburt entstehen kann

Immunsystem

Während der Schwangerschaft ist das Immunsystem anders als normal. Der Schutz des Kindes steht im Fokus. Damit das Immunsystem das Kind nicht als „Fremdsubstanz“ erkennt, ist das Immunsystem während der Schwangerschaft dahingehend weniger aktiv als normal. Nach der Geburt des Kindes kann es zu Dysbalancen im Immunsystem kommen, die in der Lage sind Hashimoto auszulösen.

Stress

Eine Schwangerschaft und Geburt sind Stress pur – eine extreme Stresssituation für jede Mutter. Leider stehen akute Stresssituationen mit dem Entstehen von Autoimmunerkrankungen (Autoimmunerkrankungen Ursachen) im Zusammenhang.

Stress begünstigt zudem, dass latente (verborgene) Virus-Infekte wie EBV, CMV oder Varizellen wieder ausbrechen – von diesen ist bekannt, dass sie Schilddrüsenerkrankungen begünstigen.

Nährstoffmangel

Ein Kind im eigenen Leib großzuziehen, verlangt einer Mutter viel ab. Einige Nährstoffe benötigt das Kind zum Wachstum besonders, diese stehen in diesem Fall der Mutter weniger zur Verfügung.

So kann es sein, dass diese Nährstoffe nach der Geburt in dem Maße aufgebraucht sind, dass dadurch Hashimoto Thyreoiditis begünstigt wird. Denn die Nährstoffe, die Mangelware sind (Jod bei Hashimoto, Magnesium, Eisen, Omega-3-Fettsäuren, Zink) benötigt die Schilddrüse für normale Arbeit. Fehlen diese Nährstoffe, kommt es zur Schilddrüsenunterfunktion und zu einer Entzündung, die zu Hashimoto Thyreoiditis führen kann.

Nach der Geburt ist die Lage folgendermaßen: Das Immunsystem muss sich erst noch normalisieren. Es bestehen akute Nährstoffmängel wie Jod und Vitamin D (Vitamin D und Autoimmunerkrankungen). Die Geburt des Kindes ist eine starke Stresssituation für die Mutter. Diese drei Faktoren sind bekannte Hashimoto Ursachen – wenn man das weiß, ist es nicht verwunderlich, dass es nach der Geburt zu Hashimoto kommen kann.
Beachten Sie die weiteren bekannten Hashimoto Ursachen.

Ursachen von Hashimoto

Tatsächlich gibt es einige bestätigte und bekannte Ursachen hinter Hashimoto. Diese Faktoren begünstigen die Entstehung von Hashimoto stark. Hinweis: Hinter den Ursachen sind jeweils Beiträge verlinkt, die sich näher mit der Thematik beschäftigen.

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Diese Faktoren begünstigen erwiesenermaßen die Entstehung von Hashimoto Thyreoiditis. Umso mehr von ihnen zusammenkommen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit.
Was sich hinter diesen Faktoren verbirgt und was das für Sie bedeutet, haben wir ausführlicher im Beitrag über die Hashimoto Ursachen beschrieben. Erfahren Sie dort mehr über die Ursachen von Hashimoto – wir hoffen, das beantwortet Ihre Frage, warum gerade Sie oder Ihr Kind direkt nach der Geburt an Hashimoto Thyreoiditis erkrankt sind.

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Martin ist studierter Biochemiker und molekularer Biotechnologe (M.Sc., Technische Universität München) und arbeitete in der klinischen Forschung (Universitätsklinikum Erlangen) beschäftigt an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Martin möchte schwere biologische oder medizinische Themen einfach und verständlich beschreiben und Betroffenen so die Mittel an die Hand geben, wieder mehr Kontrolle über ihre Gesundheit zu erlangen. Weitere Beiträge von ihm sind auf den Portalen Primal-State, Edubily, MyProtein, Fairment, Paleolifestyle und SchnellEinfachGesund zu finden.

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