Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) von A-Z

Bei Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) bilden sich an verschiedenen Stellen im Körper, besonders an den exponierten Stellen in Gesicht, Knie, Ellbogen und Arme, weiße Flecken. An diesen Stellen kommt die Produktion des Hautfarbstoffs Melanin zum Erliegen, häufigster Grund dafür ist eine Autoimmunerkrankung. Vitiligo betrifft deutschlandweit etwa 500.000-800.000 Menschen. Wie es dazu kommt, wie es sich äußert, und wie eine Behandlung aussehen könnte, erfahren Sie hier.

Vitiligo Kind Symptome weiße Flecken

Was ist Vitiligo / Weißfleckenkrankheit?

Bei der Weißfleckenkrankheit, auch bekannt als Leucopathia acquisita, sind die Melanozyten der Haut betroffen. Das sind jene Zellen, die das Hautpigment Melanin produzieren, welches der Haut eine bräunliche Färbung verleiht und vor Sonnenschäden schützt. Vitiligo hat viele Ursachen, die wichtigste ist autoimmun bedingt.

Körpereigene Immunzellen werden fehlgeleitet, greifen die Melanozyten fälschlicherweise an und zerstören diese. Im Zuge dessen kommt es zu einer stark eingeschränkten oder an betroffenen Hautstellen gänzlich aussetzenden Produktion des Farbstoffs6-7.

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Die Krankheit tritt mit einer Häufigkeit von 0,5 – 1 % in der westlichen Welt auf, Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer (wie bei den meisten Autoimmunerkrankungen).

Diese weißen Flecken, auch als „Hautflecken“ oder Pigmentstörungen bezeichnet, sind je nach Form der Erkrankung symmetrisch oder asymmetrisch und können sich ausbreiten.

Neben einer autoimmunen Ursache, bei der CD8+ T-Zellen die Melanozyten angreifen, ist eine zu geringe Aktivität des antioxidativen Enzyms Katalase die wichtigste Ursache. Diese Aktivität ist entweder durch einen Gendefekt oder durch Ursachen in der Lebensführung eingeschränkt.

Bei den meisten Betroffenen tritt die Erkrankung erstmals im Alter von 10-30 Jahren auf. Ästhetisch ist die Erkrankung für die Betroffenen meist eine Zumutung und psychologisch eine Belastung, da Mitmenschen häufig nicht verstehen, dass die Erkrankung nicht ansteckend ist.

Wie sieht Vitiligo aus?

Wenn Sie sich gerade nicht sicher sind, wie diese Erkrankung aussieht und wie Sie sie erkennen können, folgt nun eine kleine Hilfestellung:

Kennen Sie die beiden Models Winnie Harlow und Marian Perkins? Diese beiden Models sind von Vitiligo betroffen. Sie stehen jedoch dazu, üben ihren Beruf dennoch aus, und machen die Weißfleckenkrankheit so vor einem großen Publikum publik. Durch sie wird die Krankheit bekannter und auch gesellschaftlich akzeptierter.

Winnie Harlow Vitiligo
Winnie Harlow – ein Model mit Vitiligo.

Michael Jackson ist ein weiterer bekannter Betroffener dieser Krankheit. Jackson erkrankte in jungen Jahren an der Erkrankung (und an Lupus Erythematodes) und aufgrund der sich ausbreitenden weißen Hautflecken ließ er sich bis zu seinem Tode über 40-mal operieren und die Haut komplett aufhellen.

Michael Jackson Vitiligo
Michael Jackson in jungen Jahren, bevor er aufgrund der Erkrankung seine Haut aufhellen ließ.

Dies ist eine Möglichkeit, die Krankheit zu behandeln und, wie Sie noch sehen werden, letzte Bastion der Behandlungsmöglichkeiten. Denn Möglichkeiten zur Behandlung von Vitiligo gibt es einige, von denen die komplette Bleichung der Haut sicher nicht die angenehmste ist.

Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie die Weißfleckenkrankheit erkennen können und wie sie sich äußert:

Die Vitiligo Symptome

An stark exponierten Hautstellen und bei farbigen Betroffenen ist die Krankheit sehr leicht erkennbar. Wie sind die Symptome leicht definierbar und greifbar und welche Symptome machen sich außerdem bemerkbar?

Ein Juckreiz, besonders nach längerem Aufenthalt in der Sonne, ist meist der Vorbote bei der Entstehung der Krankheit. Sind behaarte Körperstellen betroffen, können sich die Haare an den entsprechenden Stellen aufhellen, was besonders bei dunkelhaarigen Menschen sehr auffällig ist.

Vitiligo Hände
Vitiligo an den Händen
Bein Vitiligo
Asymmetrischer Vitiligo-Fall am Fußknöchel.

Als Nächstes bilden sich an betroffenen Stellen unregelmäßig geformte, runde, 1-5 cm große weiße Flecken. Je nach Vitiligo Form können diese unterschiedlich aussehen:

Generalisierte Vitiligo

Diese Form tritt häufiger auf, die Flecken sind symmetrisch angeordnet und spiegeln sich quasi in der Körpermitte. Diese Form unterteilt sich noch einmal in Vitiligo vulgaris, welche häufiger vorkommt, und Vitiligo akrofazialis, welche ausschließlich im Gesicht vorkommt und ich eine landkartenartige Anordnung der Flecken charakterisiert.

Lokalisierte Vitiligo

Diese Form tritt unsymmetrisch auf, dabei sind nur wenige Körperstellen, in Einzelfällen nur eine Körperstelle, betroffen.

Nachdem Sie sich nun gut vorstellen können, wie die Krankheit aussieht, wie sie sich äußert und erkannt werden kann, sollte eine wichtige Frage gestellt werden: Wie entsteht Vitiligo?

Wie entsteht Vitiligo? Die Ursachen im Überblick

Die wichtigste Ursache ist autoimmunen Ursprungs. Wichtig ist zu erwähnen, dass die Ursachen sehr mannigfaltig und individuell sein können und die Wissenschaft Jahr für Jahr hunderte neue Studien mit neuen Erkenntnissen über die Ursachen von Vitiligo veröffentlicht. Die wichtigsten und etabliertesten Ursachen möchten wir Ihnen nun im Überblick nennen.

Alle Vitiligo Ursachen können im Grunde in zwei Hauptursachen unterteilt werden die dafür sorgen, dass es zum Auftreten dieser weißen Flecken auf der Haut kommt21:

  1. Keine Produktion von Melanin. Aus diversen Gründen produzieren die Melanozyten kein Melanin mehr an den betroffenen Hautstellen.
  2. Tod der Melanozyten durch einen autoimmunen Angriff oder eine erhöhte Selbstmordrate (Apoptose) durch die verstärkte Bildung von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS)23.

Nicht jeder Vitiligo-Fall hat einen autoimmunen Ursprung. Die meisten, aber nicht jeder. Das ist ähnlich wie bei Neurodermitis, bei der einige Betroffene Autoantikörper bilden, viele aber nicht. Es ist keine Erkrankung, die immer autoimmune Ursachen hat, jedoch meistens.

Alle nun folgenden Ursachen können diesen beiden maßgeblichen Punkten zugeordnet werden – der ausbleibenden Melaninproduktion oder dem Tod von Melanozyten an betroffenen Hautstellen.

Stress

Bei psychischem Stress kommt es zu einem Ungleichgewicht im Immunsystem, zu einem erhöhten Aufkommen von Entzündungen, zur Bildung von Autoantikörpern gegen Melanozyten, zu Nährstoffmängeln, und zur Beeinträchtigung der Hautgesundheit. Mit Stress als einem wichtigen Knotenpunkt können viele weitere Ursachen als Folgeeffekte ausgemacht werden.

Genetik

Etwa 33 % aller Betroffenen tragen ein Gen in sich (HLA DQ)12, bei der es zu einer erhöhten Präsentation von körpereigenen Proteinen in einem Komplex namens HLA kommt. Immunzellen erkennen diese körpereigenen Proteine dann fälschlicherweise als körperfremd an, bilden Autoantikörper dagegen, und bekämpfen die entsprechenden Zellen. In dem Falle die Melanozyten.

Träger der Genvariante HLA DQ haben ein stark erhöhtes Risiko, an Vitiligo zu erkranken. Diese Eigenschaft ist vererbbar, daher häuft sich die Weißfleckenkrankheit in manchen Familien.

Wichtig: Die Genetik erhöht das Risiko, von der Erkrankung betroffen zu sein, löst sie aber nicht allein aus. Dafür müssen weitere Ursachen hinzukommen.

Sonnenbrände

Sonnenbrände scheinen keine direkte Ursache für Vitiligo zu sein, eher ein wichtiger Auslöser. Soll heißen: Wer aus diversen Gründen eine erhöhte Veranlagung zu der Erkrankung hat, bei dem stellen Sonnenbrände einen wichtigen Auslöser (trigger) dar.

Aufgrund einer großflächigen Schädigung der Hautzellen können Sonnenbrände in seltenen Fällen auch die alleinige Ursache für die Erkrankung darstellen.

Umweltgifte

In einigen Berufsgruppen, die beruflich mit bestimmten Umweltgiften zu tun haben (wie Reinigungskräfte oder Chemie-Logistiker), tritt die Krankheit häufiger auf. Bestimmte Umweltgifte, zu denen auch Feinstaub, Abgase, Bleichmittel, Reinigungsmittel, Weichmacher, Xenobiotika und Schwermetalle gezählt werden, scheinen sie zu begünstigen.

Inaktive Katalase

Die Katalase ist ein körpereigenes Enzym, welches das schädliche Wasserstoffperoxid (H2O2) in Wasser und Sauerstoff abbaut. H2O2 entsteht im Stoffwechsel auf natürliche Weise, bei oxidativem Stress und Entzündungen sehr verstärkt.

Ist die Katalase inaktiv, zerfällt das Wasserstoffperoxid aufgrund seiner chemisch reaktiven Natur in reaktive Sauerstoffspezies (ROS), die die umliegenden Zellen angreifen und zerstören können. Ist die Katalase in Melanozyten inaktiv oder sehr wenig aktiv, kann es somit zu einer leichteren Schädigung der Zelle durch ROS kommen. Auch möglich, aber seltener: Ein Gendefekt in der Glutathion-S-Transferase – ein Enzym, das das wichtigste Antioxidans des Körpers, Glutathion, produziert17.

Bei zu viel ROS wird in der Zelle irgendwann die Apoptose, der zelleigene Selbstmord, ausgelöst.

Exkurs Biochemie: Wie führen ROS zu Vitiligo?

  1. ROS hemmen in Melanozyten das Enzym Bioperin Synthase, welches eine wichtige Vorstufe von Melanin bildet.
  2. ROS inaktivieren ein Protein, welches anderen Protein dabei hilft, die richtige 3D-Struktur einzunehmen (Calreticulin, ein sogenanntes Chaperon). Durch die Anhäufung falsch gefalteter Proteine in der Melanozyte werden die entzündungsfördernden Botenstoffe IL-6 und TNF-α ausgeschüttet, welche die Apoptose einleiten können.
  3. ROS locken CD8+ T-Zellen des Immunsystems an, welche über die Botenstoffe IL-6 und TNF-α der Zelle das Apoptose-Signal geben.

Vitamin D Mangel

Vitamin D Mangel ist eine der wichtigsten Ursachen für Autoimmunerkrankungen generell, Vitiligo bildet hier keine Ausnahme26. Durch den Vitamin D Mangel kommt es zu einer eingeschränkten Reifung von Immunzellen, Schäden im Darm und auf der Haut können die Folge sein, ebenso wie eine höhere Entzündungsneigung im Körper. Dies begünstigt die Entstehung von Autoantikörpern, die auch gegen Melanozyten gerichtet sein können.

Schilddrüsenprobleme

Die Wissenschaft ist sich noch nicht sicher, wie genau, aber sie ist sich einig: Schilddrüsenprobleme können Vitiligo begünstigen8,25. Sowohl eine Schilddrüsenunterfunktion als auch die Autoimmunerkrankung Hashimoto Thyreoiditis werden gehandelt, durch eine eingeschränkte Bildung von Schilddrüsenhormonen die Bildung von Vitiligo zu begünstigen. Häufig wird beobachtet, dass zuerst Probleme der Schilddrüse auftreten, und sich dann die Weißfleckenkrankheit entwickelt20.

Nährstoffmängel

Ein Mangel an antioxidativen Nährstoffen wie Selen, Zink, Kupfer oder Mangan begünstigt nachweislich die Entstehung der Weißfleckenkrankheit18,26. Direkte Folge davon ist eine eingeschränkte Funktion sowohl des Immunsystems als auch antioxidativer körpereigener Enzyme wie Katalase oder Superoxiddismutase.

Dies waren die wichtigsten bekannten Ursachen für die Erkrankung. Bitte beachten Sie dabei, dass die Entstehung der Krankheit hoch-individuell und nicht verallgemeinerbar ist: Während bei den einen Betroffenen die genetische Ursache einen wichtigen Beitrag liefert, so liegt es bei anderen an Nährstoffmängeln, oder an bestimmten Umweltgiften und Stress. Bei jedem einzelnen Betroffenen kommt es dann zu einer individuellen Mischung der einzelnen Auslöser, die zum Ausbruch der Erkrankung führen.

Wie verläuft Vitiligo?

Die Erkrankung kann in jedem Alter ausbrechen, am häufigsten sind jedoch die Lebensjahre 10-30. Dies Körperstellen, welche am häufigsten betroffenen sind, sind die Hände, Finger, Handgelenke, Ellbogen, Unterarme, Füße, Gesicht sowie die Genitalien. Generell sind dabei unter Spannung und Dehnung stehende Stellen wie Gesicht, Ellbogen und Knie am häufigsten betroffen.

Da die Erkrankung Ursachen hat, die nicht nur mit der Weißfleckenkrankheit zu tun haben, kann es neben Vitiligo auch zu weiteren Erkrankungen, sogenannten Co-Morbiditäten, kommen. Typ 1 Diabetes, Hashimoto, perniziöse Anämie sowie kreisrunder Haarausfall (ebenfalls eine Autoimmunerkrankung), werden am häufigsten beobachtet. Gerade bei älteren Betroffenen kommen häufig entzündliche Erkrankungen wie Reizdarmsyndrom, Asthma oder Bluthochdruck hinzu.

Wichtig zu wissen ist, dass sich die Krankheit ausweiten kann, aber nicht muss. Das bedeutet, dass betroffene Hautstellen größer werden, und im Laufe der Jahre neue Hautstellen betroffen sein können.

Ist Vitiligo heilbar?

Offiziell ist Vitiligo wie jede andere Autoimmunerkrankung nicht heilbar. Dies ist jedoch überwiegend eine Definitionssache:

Heilung bedeutet nicht nur ein Ausbleiben der Symptome (Remission), sondern auch eine vollständige Regeneration des Körpers. Da es nicht bei jedem Betroffenen möglich ist, dass die Melanozyten wieder beginnen, gleichmäßig Melanin zu produzieren, ist es auch schwer, bei dieser Erkrankung von „Heilung“ zu sprechen.

Khandavalana Vitiligo Repigmentierung
Diese Bilder zeigen, wie eine Repigmentierung aussehen könnte (links vor, rechts nach Behandlung). Aus Khandavalana et al.
Khandalavala Vitiligo Repigmentierung2
Diese Bilder zeigen, wie eine Repigmentierung (links vor, rechts nach Behandlung) aussehen könnte. Aus Khandavalana et al.
Repigmentierung unter dem Mikroskop, Vitiligo
Repigmentierung unter dem Mikroskop. Die Melanozyten beginnen, wieder Melanin zu produzieren. Aus Mihaila et al.

Was jedoch möglich ist, ist Remission. Diese wurde schon häufig beschrieben und besagt, dass sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet, und es im Gegenteil sogar zu einer spontanen Repigmentierung kommen kann. Dies ist in vielen Erfahrungsberichten und wissenschaftlichen Studien bereits beschrieben worden. Jedoch kommt es nur in den seltensten Fällen zu einer Repigmentierung von 100 %, wahrscheinlicher ist eine Repigmentierung von 50 bis 80 %. Doch allein das ist für viele Betroffene bereits eine deutliche Besserung.

Wie wird Vitiligo diagnostiziert?

Wenn Sie bei Ihnen oder einem Ihnen nahestehenden Menschen die Krankheit vermuten, so ist es sehr ratsam, einen Hautarzt aufzusuchen. Diese Ärzte verstehen sich auf die Diagnose dieser Erkrankung am besten.

Mittels dieser vier Diagnostikmethoden kann der Hautarzt dann die Diagnose stellen:

Hautprobe

Der Arzt kann eine mikroskopisch kleine Hautprobe entnehmen und diese im Labor untersuchen lassen. Dabei wird die Konzentration des Hautpigments Melanin, das Vorliegen CD4- und CD8-positiver Lymphozyten sowie der Marker CXCL9, NLRP122, und CCL2028 untersucht.

Wood-Lampe

Der Arzt kann betroffene Hautstellen mit dieser speziellen Lampe bescheinen. Sollte die Weißfleckenkrankheit vorliegen, ist das unter dem speziellen Lampenlicht an betroffenen Hautstellen als weiß-gelbliches Schimmern erkennbar.

VASI

Dieser Begriff beschreibt den vitiligo area severity index und ist ein Maß dafür, wie schwer die Haut von der Erkrankung betroffen ist. Eine Ausbreitung der Krankheit oder die Repigmentierung wird so im Laufe der Jahre objektiv messbar gemacht.

Bluttest

In einem Bluttest kann der Arzt über ein Labor bestimmte Stoffwechselmarker anfordern lassen, die häufig mit Vitiligo einhergehen, wie etwa Autoantikörper14 gegen die Schilddrüse (TPO-AK, TRAK), gegen den Zellkern (ANA), gegen Magen-Belegzellen (anti-gastric-parietal-antibody), und gegen Mitochondrien.

Ko-Morbiditäten

Der Arzt kann auf gleichzeitig vorliegende Erkrankungen achten, die ebenfalls mit Vitiligo korrelieren. Uveitis (Netzhautentzündung) und die vorhin genannten Autoimmunerkrankungen Typ 1 Diabetes, Hashimoto, perniziöse Anämie und kreisrunder Haarausfall sind damit gemeint.

Vitiligo gehört zu den Erkrankungen, die schnell diagnostiziert werden können, wenn die Symptome eindeutig sind. Nach der Diagnose ist es empfehlenswert, zeitnah mit einer guten Behandlung zu beginnen, damit sich die Erkrankung nicht weiter ausbreiten kann:

Vitiligo Therapie

Die Behandlung unterteilt sich in mehrere Teilbereiche und mehrere Möglichkeiten. Jeder Arzt hat andere Erfahrungen und einen anderen Wissensstand, zudem kann der Patient mitentscheiden. Daher möchten wir nun im Folgenden aufklären, welche Möglichkeiten es zur Behandlung bei Vitiligo gibt, sowie die jeweiligen Vor- und Nachteile nennen:

Vorab zur Therapie

Generell gilt: Je jünger die Betroffenen sind, je dunkler die Haut und je kürzlicher die Diagnose gestellt wurde, desto besser die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Außerdem sei gesagt, dass Laserbehandlungen, wie sie im Anschluss beschrieben werden, nicht das Melanomrisiko erhöhen3.

Ursachen vermeiden

Soweit bestimmte Ursachen bekannt sind, die mit einem Ausbruch der Erkrankung in Verbindung gebracht werden können, sollten diese nach Möglichkeit gemieden werden. Ob sich dahinter nun ein Nährstoffmangel, Stress, Umweltgifte oder eine Nahrungsmittelallergie versteckt; Ursachen vermeiden sollte bei jeder chronischen Erkrankung erste Wahl sein.

Sollten die Ursachen in der Genetik begründet sein, so möchten wir Ihnen ein Geheimnis verraten: Selbst, wenn die Genetik bei Ihnen eine wichtige Rolle spielt und viele Familienangehörige ebenfalls an der Erkrankung leiden; dann ist die Genetik immer nur eine von mehreren Ursachen.

Die Genetik macht den Menschen anfällig für eine Erkrankung, löst sie aber nicht aus. Daher können auch Betroffene, die nachweislich eine genetische Veranlagung für Vitiligo tragen, sehr von der Ursachenvermeidung profitieren.

Lichttherapie / Phototherapie

Obwohl die Lichttherapie bei Vitiligo wissenschaftlich nicht so stark belegt ist wie oftmals angenommen, ist sie doch sehr etabliert. Betroffene werden 2-3-mal wöchentlich mit UV-Licht oder Laserlicht einer bestimmten Wellenlänge bestrahlt. Diese Behandlungsmethode ist nur effektiv, wenn sich die Krankheit aktuell nicht aktiv ausbreitet.

Bei den meisten Betroffenen führt diese Behandlung zu einer Repigmentierung, bei 20 % sogar zu einer vollständigen Repigmentierung. Diese ist jedoch nur vorübergehend: Bei 75 % aller Betroffenen treten die typischen Symptome der Erkrankung nach zwei Jahren wieder auf.

Welche Möglichkeiten der Lichttherapie gibt es?

  • UVB-Behandlung bei 308 nm
  • UVA-Behandlung in Kombination mit lichtsensitivierenden Präparaten
  • Laserbehandlung der betroffenen Hautstellen

Transplantation

Die autologe Transplantation ist eine Behandlungsmethode, die stark im Kommen ist. Dabei werden Betroffenen Melanozyten von einer nicht betroffenen Stelle der Haut entnommen, in der Petrischale vermehrt, und – vereinfacht ausgedrückt – eine betroffene Hautstelle eingepflanzt1.

Neuerdings können sogar iPSC (induzierbare pluripotente Stammzellen) mit genannter Methode vermehrt und übertragen werden. Langzeitstudien werden aktuell durchgeführt, diese Methode ist bislang sehr vielversprechend.

Glukokortikoide und Steroide

Bei einzelnen betroffenen Hautstellen können immunsuppressive Glukokortikoide wie etwa Kortison mittels Creme aufgetragen werden. Dies unterdrückt die Immunzellen im betroffenen Hautareal, sofern eine autoimmune Ursache hinter der Erkrankung steckt.

Kortisontherapien sollten nur vorübergehend sein, da sie längerfristig zu Nebenwirkungen führt – sowohl auf der Haut als auch systemisch (im Körper). In den letzten Jahren kamen neue Klasse von Immunsuppressiva bei der Vitiligo Behandlung dazu: die Calcineurin-Inhibitoren. Sie wirken auf den Körper bezogen ähnlich wie Kortison.

Immunsuppressiva wirken immer nur für die jeweilige Behandlungsdauer, nicht darüber hinaus. Da Autoimmunerkrankungen schubweise auftreten bzw. sich rasch ausbreiten können, sind Immunsuppressiva vorübergehend, während eines aktiven Krankheitsschubs, oftmals eine gute Wahl. Längerfristig sollten sie nicht eingenommen werden.

Farbausgleich

Erinnern Sie sich an das, was wir vorhin über Michael Jackson geschrieben haben? Bei sehr starker psychischer Belastung und bei Empfehlung durch einen Psychiater kann ein Farbausgleich bei Betroffenen durchgeführt werden. Vereinfacht ausgedrückt, wird die Haut im gesamten Körper durch einen chemischen oder chirurgischen Eingriff gebleicht, sodass sich betroffene und nicht-betroffene Hautstellen nicht mehr unterscheiden.

Diese Methode wird als letzter Ausweg angesehen, wenn es für den oder die Betroffenen einfach nicht mehr weitergeht. Diese Behandlungsmethode ist unumkehrbar.

Selbstbräuner

Sind nur einzelne Hautareale betroffen und breiten sie sich aktuell nicht aus, können Betroffene unter Umständen mit Selbstbräunern nachhelfen, und so für einen künstlichen Farbausgleich sorgen. Die Erfahrungen gehen hier weit auseinander, genauso wie die Empfehlungen. Aber diese Möglichkeit besteht in der Tat.

Camouflage

Dieser Punkt könnte besonders für unsere weiblichen Leser interessant sein: Bei sichtbaren betroffenen Hautarealen ist es teilweise möglich, mittels Kosmetik die weißen Flecken zu kaschieren. Auch dies ist eine rein optische Behandlungsmethode, die der Krankheit nicht an die Wurzel geht, sondern sie nur kaschiert.

Gesunde Ernährung und Lebensführung

Autoimmunerkrankungen haben immer zu einem überwiegenden Teil ihre Ursachen in der Ernährung und in der Lebensführung und sind dementsprechend auch behandelbar. Bei der Weißfleckenkrankheit sind wissenschaftliche Studien im Internet zu finden, sie sind jedoch nicht so ausführlich und auch nicht so zahlreich wie bei anderen Autoimmunerkrankungen wie zum Beispiel multiple Sklerose, oder Hashimoto.

Dennoch ist es möglich, der Erkrankung durch eine gesunde, natürliche und an die Krankheit angepasste Lebensführung entgegenzuwirken. Darüber soll es im Folgenden gehen:

Ernährung Vitiligo
Eine gesunde Ernährung nimmt auch bei Vitiligo eine wichtige Rolle ein.

Was hilft bei Vitiligo?

Nun wollen wir aus unserer Erfahrung und aus wissenschaftlichen Studien die Faktoren zusammentragen, die sich in Sachen Ernährung und Lebensführung bei Vitiligo bewährt haben. Mit diesen Lebensbereichen haben Sie die Ursachen und die Behandlung der Erkrankung zu einem großen Teil selbst in der Hand. Diese Möglichkeit sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

Ein Einzelfall: Mann heilt Vitiligo mit Schwefelpulver und Gurkenscheiben

Vor wenigen Monaten wurde diese Einzelfallstudie16 veröffentlicht und hat hohe Wellen geschlagen. Darin wird ein Mann beschrieben, der mittels Schwefelpulver (MSM) und Gurkenscheiben (auf die Haut gelegt, reich an Antioxidantien) seine seit Jahren bestehende Vitiligo anscheinend geheilt hat. Dies ist nur ein einzelner Fall, wer jedoch genau in die wissenschaftliche Literatur blickt bemerkt, dass sich solche Einzelfälle häufen. Dies gibt einen ersten, schönen Hinweis darauf, dass es möglich ist, mittels Ernährung und Lebensführung der Krankheit entgegenzuwirken:

Fettlösliche Vitamine

Die fettlöslichen Vitamine A, Vitamin D 27,25 und Vitamin E konnten bereits bei vielen Autoimmunerkrankungen in Kombination wirkungsvolle Ergebnisse erzielen. Auch bei Vitiligo scheint eine Kombination als Vitamin A, D und E Ursachen der Erkrankung zu bekämpfen, indem es die Zahl autoreaktiver T-Zellen mindert, die Entzündungsneigung des Körpers reduziert, und entzündungslindernde Immunzellen (regulatorische T-Zellen2) erhöht. Darüber hinaus helfen diese Vitamine dabei, Probleme im Darm zu beseitigen.

Coimbra-Protokoll

In unseren Facebook Gruppen, die mittlerweile über 20.000 Menschen umfassen, werden immer wieder positive Erfahrungsberichte beim Coimbra-Protokoll bei Vitiligo beschrieben. Das Coimbra-Protokoll ist ein Hochdosis-Vitamin D-Therapie speziell für Autoimmunerkrankte. Bei Vitiligo gibt es von Professor Coimbra aus Brasilien sogar eine Pilotstudie9, die eine gute Effektivität bescheinigt. Wir empfehlen, sich einen geeigneten Therapeuten in der Umgebung zu suchen, der mit dem Coimbra-Protokoll arbeitet.

Glutenfreie Ernährung

Auch eine glutenfreie Ernährung scheint bei der Weißfleckenerkrankung für Besserung zu sorgen13. Gluten ist eine wichtige Ursache für Beschwerden des Darms und des Immunsystems und steht mit vielen Autoimmunerkrankungen in Verbindung. Auch mit Vitiligo. Eine glutenfreie Ernährung ist hier sicherlich einen Versuch wert.

Ernährung reich an Antioxidantien

Der Behandlungserfolg bei Vitiligo scheint mit der Zahl und der Vielzahl an Antioxidantien in der Ernährung zu stehen und zu fallen5,11. Je gesünder die Ernährung, je natürlicher und unverarbeiteter die Lebensmittel, desto besser. Die Paleo-Ernährung ist eine Ernährungsform, die genau das beinhaltet, auch das Paleo-Autoimmunprotokoll hat bei Vitiligo schon vielen Menschen geholfen. In den hinterlegten Beiträgen erfahren Sie mehr darüber.

Ein kurzer Überblick über Lebensmittel, die sehr viele Antioxidantien enthalten und vermehrt in den Alltag eingebaut werden können:

Beseitigung von Nahrungsmittelallergien

Nahrungsmittelallergien können offensichtlich (zum Beispiel die klassische Erdnussallergie) oder weniger offensichtlich vorliegen. Letztere treten sehr häufig auf, bleiben über Jahre unbemerkt, und sabotieren schleichend den Stoffwechsel und das Immunsystem.

Ein Test auf Nahrungsmittelallergien beim HNO-Arzt oder bei guten Anbietern wie Cerascreen oder Lycon kann hier für Klarheit sorgen. Die mit Vitiligo am häufigsten in Verbindung gebrachten Nahrungsmittel, die Sie gern testweise für 30 Tage meiden könnten, sind Weizen, Milch, Zucker, und Eier.

Reichlich Bewegung

Regelmäßige Bewegung ist wichtig für Ihren Körper. Dies steigert nicht nur die Durchblutung, die Muskelfunktion und die Mitochondrien, sondern beruhigt auch das Immunsystem und scheint sich bei der Erkrankung sehr positiv auszuwirken. Bewegung in an der frischen Luft, in der Sonne und in der Natur, ist hier als Goldstandard zu betrachten.

Am empfehlenswertesten sind zudem die Sportarten, die Ihnen am meisten Spaß machen. Denn diese benötigen keine Überwindung und sind problemlos in den Alltag integrierbar.

Mit dem Rauchen aufhören

Die Schwere der Erkrankung korreliert sehr stark mit Zigarettenkonsum. Dieser schädigt nicht nur die Lunge, sondern über Feinstaub und proentzündliche Stoffe auch das Immunsystem, und somit die Haut. Überdenken Sie bitte, falls vorliegend, Ihren Zigarettenkonsum.

Kräuter und Extrakte

Kräuter und frische Gewürze sind bei Vitiligo im Ernährungsalltag eine sehr gute Wahl, bestimmte Stoffe können jedoch auch isoliert als Nahrungsergänzung eingenommen, oder in Form von Cremes auf die Haut aufgetragen werden. Mit folgenden Kräutern und Extrakten wird immer wieder eine Besserung der Erkrankung beobachtet10:

  • Ginkgo
  • Cantaloupe
  • Grüntee
  • Khellin
  • Süßholz
  • Tribulus Terrestris
  • Curcumin
  • Silymarin

Diese Extrakte sind sicherlich einen Versuch wert. Berichten Sie uns gern von Ihren Erfahrungen damit.

Stressreduktion

Stress hängt mit der Erkrankung zusammen wie kaum ein anderer Faktor. Es wird sehr empfohlen, Stress als Ursache für die Erkrankung im Alltag zu identifizieren und nach Möglichkeit zu vermeiden. Gesunde Stressbewältigung ist ebenso wichtig wie aktive Stressreduktion. In den hinterlegten Beiträgen erfahren Sie mehr dazu.

Leben mit Vitiligo

Das Leben mit der Weißfleckenkrankheit kann sehr belastend sein. Nicht nur wird man von mit Menschen kritisch beäugt oder direkt der Körperkontakt vermieden (was unsinnig ist, da die Erkrankung nicht ansteckend ist); auch der Blick in die Zukunft fällt oft schwer: Denn es ist nie klar, ob sich die Erkrankung noch ausweitet, verschlimmert, oder nicht. Diese Ungewissheit ist eine psychische Belastung für die Betroffenen.

Auch ästhetisch leiden die meisten Betroffenen darunter, da diese weißen Flecken optisch nicht tragbar sind, und es wird viel versucht, um diese Flecken zu kaschieren. Vorurteile und Hänseleien, besonders bei Kindern, kommen häufig vor.

Umso wichtiger ist es, eine gute Therapie einzuleiten, und mittels Ernährung und Lebensführung in Ursachen Erkrankung möglichst weit entgegenzuwirken. Wenn eine Besserung eintritt, wird das Leben mit Vitiligo zumeist einfacher.

Vorsicht vor starker Sonneneinstrahlung!

Melanin bildet die Haut als Antioxidans, um sich vor den potenziell schädlichen Folgen von Sonnenlicht zu schützen. Da bei Vitiligo betroffene Hautareale kein Melanin aufweisen, sind diese Stellen einem erhöhten Risiko für Sonnenbrand und auch Hautkrebs ausgesetzt. Sie sollten daher vor zu starker und direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Sollten das größere Hautareale bei Ihnen sein, ist es ratsam, auch in den Sommermonaten über eine Ergänzung mit Vitamin D nachzudenken, um einem Mangel vorzubeugen.

Zusammenfassung – Die Weißfleckenkrankheit im Überblick

Bei Vitiligo kommt es zum Auftreten von weißen Flecken an verschiedensten Körperstellen, besonders an exponierten Körperarealen und jenen, die unter Dehnung und Spannung stehen. Etwa 800.000 Menschen sind in Deutschland betroffen, Tendenz wie bei allen Autoimmunerkrankungen: steigend.

Die Erkrankung ist nicht ansteckend, dennoch ist es für Betroffene schwer, aufgrund der Ästhetik, oder Ausgrenzungen und Hänseleien mit der Erkrankung zurechtzukommen. Depressionen treten häufiger auf.

Die Behandlung ist von Therapeut zu Therapeut unterschiedlich, die Lichttherapie und die Behandlung mit Glucocorticoiden ist am verbreitetsten. Doch die Transplantation mit Melanozyten oder Stammzellen (autolog)15 ist stark im Kommen und könnte in Zukunft eine echte Alternative darstellen.

Die wichtigsten Ursachen für die Erkrankung liegen in der Lebensführung begründet, so in der Ernährung, Nährstoffmängeln, Stress, Umweltgiften. Und in der Genetik.

Bei der Erkrankung greifen Immunzellen die melanin-produzierenden Zellen auf der Haut (Melanozyten) an und zerstören diese. Das ist die wichtigste zelluläre Ursache für die Erkrankung. Die Erkrankung ist meist autoimmun, aber nicht immer: Zudem kann die Ursache sein, dass die Melanozyten starkem Stress ausgesetzt sind, und entweder kein Melanin mehr produzieren oder direkt absterben (Apoptose).

Die Komplementärmedizin weiß mit ein paar Methoden, der Krankheit entgegenzuwirken. Das Coimbra-Protokoll und fettlösliche Vitamin im Allgemeinen sind hier sehr verbreitet, genauso wie eine gute Stressreduktion, eine gesunde und antioxidantienreiche Ernährung, Bewegung, guter Schlaf, und bestimmte Kräuter und Extrakte.

Auch die Behandlung ist hoch individuell und Betroffene berichten sehr häufig, dass sie ein paar Methoden ausprobieren müssen, um die für sie optimale Behandlung zu finden. Sie möchten wir auch dazu ermutigen.

Wie sind Ihre Meinungen und Erfahrungen mit Vitiligo? Würden Sie gern etwas ergänzen? Freuen uns auf Ihren Kommentar!

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