Was bedeutet der TSH-Wert?

Der TSH-Wert ist standardmäßig auf fast jedem Blutbild zu sehen. Bei metabolischen Erkrankungen, besonders aber bei Erkrankungen der Schilddrüse, wird dem TSH-Wert besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Doch was bedeutet der TSH-Wert wirklich, was ist seine Funktion, welche Referenzwerte sind im Normbereich, und was beeinflusst den TSH-Wert?

TSH-Wert

Zuletzt aktualisiert am 25. Juni 2019 um 12:09

Was ist der TSH-Wert?

TSH ist eine Abkürzung und steht für thyreoidea-stimulierendes Hormon, zu Deutsch: Schilddrüsen-stimulierendes Hormon. TSH (auch Thyreotropin genannt) ist ein Hormon, das in der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) produziert wird und die Schilddrüse dazu stimulieren soll, aktive Schilddrüsenhormone zu produzieren. Theoretisch bedeutet ein hoher TSH-Wert auch eine höhere Stimulation für die Schilddrüse.

In der Praxis unterliegt TSH Schwankungen und wird von vielen anderen Faktoren beeinflusst. Etwas verständlicher wird es, wenn der Bildungsweg genauer betrachtet wird:

TSH-Wert, Schilddrüsenhormon
Abbildung. Produktion der wichtigsten Schilddrüsenhormone. Ausgehend von einem Nahrungssignal (Insulin) wird das Sättigungshormon Leptin gebildet. Dies führt nachts in der Hypophyse zur Ausschüttung von TSH, aus dem in der Schilddrüse zuerst fT4, dann in der Leber das aktive Schilddrüsenhormon fT3 gebildet wird. Stress führt zur Inaktivierung von fT3 in rT3. Im Normalfall hemmt ausreichend gebildetes fT3 durch negative Rückkopplung die weitere Bildung von TSH und verhindert so einen zu hohen Anstieg des TSH-Wertes.

Die wichtigste Stelle in der Abbildung ist die, dass der TSH-Wert einer negativen Rückkopplung unterliegt: Aktives fT3 (Trijodthyronin) hemmt in der Hypophyse die Bildung von weiterem TSH. Daher bedeutet in der Praxis ein niedriger TSH-Wert einen hohen fT3 Wert und somit eine aktive Schilddrüse.

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Liegen Schwierigkeiten oder Mangelzustände in diesem Signalweg vor und wird kein fT3 gebildet, welches die TSH-Bildung in der Hypophyse hemmen kann, steigt der TSH-Wert weiter an. Daher wird ein hoher TSH-Wert mit einer niedrigen Schilddrüsenaktivität, einer Schilddrüsenunterfunktion, in Verbindung gebracht.

Eine weitere wichtige Funktion von TSH ist die Anregung der Schilddrüse zum Wachstum. Ein niedriger fT3-Spiegel soll so durch eine größere Schilddrüse kompensiert werden. Daher kommt es bei Menschen mit einer chronischen Schilddrüsenunterfunktion auch zum charakteristischen Kropf – einer stark gewachsenen Schilddrüse aufgrund eines dauerhaft erhöhten TSH-Wertes.

TSH-Wert, Schilddrüsenhormone
Graphische Darstellung der Schilddrüsen-Achse: Das Hormon TRH aus dem Hypothalamus gibt der Hypophyse abhängig von der Tageszeit den Befehl, TSH zu bilden. TSH wirkt auf die Schilddrüse wie ein Wachstums- und Stimulationshormon und bewirkt die Bildung von fT4 und fT3 sowie Calcitonin (Nebenschilddrüse).

Welcher TSH-Wert ist normal?

Der Referenzbereich für den TSH-Wert ist sehr breit und veraltet. In der modernen Medizin wird dann TSH-Wert von 0,27-4,2 mIU/l als normal angesehen.

Moderne wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrung haben jedoch gezeigt, dass ein TSH-Wert von mehr als 2 bereits eine Schilddrüsenunterfunktion entspricht und der Referenzbereich daher von 0,27-2,0 eingegrenzt werden sollte.

Welcher TSH-Wert bei Überfunktion?

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kommt es zu einer erhöhten Bildung von fT3, dem aktiven Schilddrüsenhormon, und einer stärkeren Rückkopplung gegenüber TSH. Ein TSH-Wert von weniger als 0,27 mIU/l entspricht daher einer Schilddrüsenüberfunktion, sollte jedoch zeitgleich mit dem fT3 Wert abgeglichen werden.

Denn für die Diagnose einer Schilddrüsenüberfunktion reicht ein sehr niedriger TSH-Wert nicht aus: Der fT3 Wert (Referenzbereich bis 4-4,4 pg/ml) sollte ebenfalls erhöht sein, damit man von einer Überfunktion sprechen kann.

Welcher TSH-Wert bei Unterfunktion?

Wesentlich häufiger als eine Schilddrüsenüberfunktion kommt in unserer Gesellschaft eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) mit einer Prävalenz von etwa zehn Millionen Menschen in Deutschland vor. Die Schilddrüse produziert (durch verschiedene Ursachen begünstigt) nicht mehr genügend Schilddrüsenhormone und im Blut wird ein erniedrigter fT3-Wert (<3 pg/ml) festgestellt.

An dieser Stelle sollte daran erinnert werden, dass 80 % des fT3 es nicht in der Schilddrüse, sondern in der Leber und in der Peripherie des Körpers gebildet wird. Die Schilddrüse ist hauptsächlich für die Bildung von fT4 zuständig. Da fT3 jedoch teilweise in der Schilddrüse gebildet wird und das in der Peripherie gebildete fT3 weit reichende Wirkung auf die Schilddrüse auswirkt, spricht man vereinfacht von einer Schilddrüsenunterfunktion, wenn auch der fT3 Wert erniedrigt ist. Denn fT3 ist das aktive Schilddrüsenhormon und in seiner Wirkungsweise etwa 20-mal aktiver als fT4.

Die Schulmedizin spricht bei einem TSH-Wert von mehr als 4,2 mIU/l von einer Schilddrüsenunterfunktion. Moderne wissenschaftliche Erkenntnisse und die Praxis haben jedoch gezeigt, dass man bereits bei einem TSH-Wert von 2,0 von einer Schilddrüsenfunktion sprechen kann.

Die häufigste Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion ist Hashimoto Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Immunzellen greifen dabei körpereigene Zellen der Schilddrüse an, beschädigen sie, und es kommt zu einer vermehrten Bildung von Schilddrüsenhormonen, einer Schilddrüsenunterfunktion.

Während eines akuten Hashimoto Schubs werden TSH Werte von bis zu 15 mIU/l beobachtet, was für eine sehr starke Unterfunktion der Schilddrüse und eine mangelhafte Bildung von Schilddrüsenhormonen spricht.

Welcher TSH-Wert in der Schwangerschaft?

Hier gibt es keine allgemeingültige Antwort, da jede Frau ein wenig anders auf die Schwangerschaft reagiert. Es ist bereits vorgekommen, dass es in der Schwangerschaft zu einer Überfunktion, jedoch auch zu einer Unterfunktion kam.

In den meisten Fällen verringert sich der TSH-Wert während der Schwangerschaft, besonders zwischen der 4. und der 12. Schwangerschaftswoche. Das liegt daran, dass das TSH-Hormon dem hCG-Hormon, welches während der Schwangerschaft gebildet wird, ähnelt. Das hCG-Hormon kann daher auch an den TSH-Rezeptor der Schilddrüse binden und dessen Aufgabe teilweise übernehmen.

Durch die negative Rückkopplung kommt es infolgedessen zu einer Reduktion des TSH-Wertes in der Schwangerschaft. Dies ist nicht auf alle Frauen anwendbar, jedoch der weitaus häufigste Fall.

Es empfiehlt sich daher, bei einem Kinderwunsch wichtige Schilddrüsenparameter (auch den TSH-Wert) messen zu lassen. Ganz besonders, wenn Probleme mit der Schilddrüse vorliegen oder in der Vergangenheit vorgelegen haben.

Was beeinflusst den TSH-Wert?

Die vereinfachte Darstellung von TSH besagt, dass dieser lediglich von fT3 abhängt. Bei einer Unterfunktion wird nur wenig fT3 gebildet, und der TSH-Wert steigt an. Und andersherum.

In der Realität hat TSH jedoch noch andere Funktionen und Einflussfaktoren:

So ist TSH nötig, um das für die Schilddrüsenhormone wichtige Jod in die Schilddrüse aufzunehmen. Wird dem Körper über die Ernährung oder über Nahrungsergänzung vermehrt Jod zugeführt, kann der TSH-Wert daher bis zu neun Monate lang erhöht sein. Dies zeigt, dass der Körper über TSH Jodrezeptoren bildet, um dieses in der Schilddrüse zu binden.

Weiterhin ist die komplette Signalkaskade der Schilddrüsenhormone nicht nur von TSH, sondern auch von diversen Nährstoffen abhängig. Fehlen diese Nährstoffe, wird die Kaskade unterbrochen, und es kommt zu einer durch Nährstoffmangel herbeigeführten Schilddrüsenunterfunktion.

Der bekannteste dieser Nährstoffmängel ist ein Jodmangel, der in küstenfernen Regionen der Welt bis vor kurzem (bis es jodiertes Speisesalz gab) zum charakteristischen Kopf führte. Ein absoluter Jodmangel führt daher zu einer Schilddrüsenunterfunktion.

Ebenso sind Eisen, Zink, Selen und die Aminosäure Tyrosin wichtig, um über verschiedene Stufen fT3 zu bilden. Liegt von diesen wichtigen Nährstoffen zu wenig vor, kann es ebenso zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommen.

Für den geübten Blick und bei Vorliegen der Schilddrüsenparameter TSH, fT4, fT3 sowie Zink, Eisen und Selen im Vollblut kann abgeschätzt werden, in welcher Stufe die Bildung der Schilddrüsenhormone unterbrochen wurde, und welcher Nährstoffmangel vorliegt. So ist ein sehr hoher fT4- und ein sehr niedriger fT3-Wert charakteristisch für einen Selenmangel.

Zu guter Letzt sollte noch Stress genannt werden: Psychischer und physischer Stress führen zu einer Inaktivierung von fT3 zu rT3 (reverses fT3) und damit zu einer Erhöhung von TSH. Auch dieses Phänomen, aufgrund einer stressreichen Lebensführung, sollte mit in die Gleichung aufgenommen werden.

Wie schnell reagiert der TSH-Wert?

Wird infolge einer veränderten Ernährung vermehrt Jod zugeführt, oder ändern sich andere wichtige Parameter in der Ernährung wie eine Ernährungsumstellung, kann es zu einer vorübergehenden Erhöhung des TSH-Wertes kommen. Dieser kann bis zu neun Monate erhöht vorliegen und sollte nach dieser Zeit erneut gemessen werden, zusammen mit den anderen wichtigen Schilddrüsen-Werten.

Bei einer akuten Schilddrüsenunterfunktion durch Nährstoffmangel oder einer Entzündung, wie sie bei Hashimoto Thyreoiditis vorliegt, kommt es innerhalb kurzer Zeit zu einer starken Erhöhung des TSH-Wertes. Dann sollte ein großes Blutbild mit allen wichtigen Schilddrüsenparametern sowie die Schilddrüsenantikörper (TRAK, TPO-AK, TG-AK) vorgenommen werden, um zu überprüfen, ob Hashimoto vorliegt.

Bewegt sich der TSH-Wert dauerhaft in einem sehr niedrigen Bereich, sollte eine Untersuchung hinsichtlich Morbus Basedow in Erwägung gezogen werden. Charakteristisch für Morbus Basedow ist ein sehr niedriger TSH-Wert und ein erhöhter TRAK-Wert. Bei Morbus Basedow kommt zur Bildung von Autoantikörpern gegen den TSH-Rezeptor, dies kann als TSH-Rezeptor-Antikörper (TRAK) im Blutbild detektiert werden.

Mithilfe unseres Schilddrüsenrechners können Sie Ihre Hormonwerte überprüfen und in Relation setzen. Sollten Sie infolge einer Hashimoto Diagnose auf unsere Seite gekommen sein, so können wir Ihnen den Übersichtsartikel über Hashimoto Thyreoiditis sehr empfehlen. Dort finden Sie übersichtlich alles Wichtige, was Sie über Hashimoto Thyreoiditis wissen sollten.

Wie sind Ihre Erfahrungen und Meinungen zum TSH-Wert? Würden Sie gerne etwas ergänzen? Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schauen Sie doch einmal auf unserer Facebookseite vorbei! Außerdem würden wir Sie gern für weitere Informationen in unserer Facebookgruppe Autoimmunportal und in der Facebookgruppe Hashimoto begrüßen.

Quellenverzeichnis

Bildquellen: (c) Depositphotos @marina_ua, designer491

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Martin ist studierter Biochemiker und molekularer Biotechnologe (M.Sc., Technische Universität München) und arbeitete in der klinischen Forschung (Universitätsklinikum Erlangen) beschäftigt an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Martin möchte schwere biologische oder medizinische Themen einfach und verständlich beschreiben und Betroffenen so die Mittel an die Hand geben, wieder mehr Kontrolle über ihre Gesundheit zu erlangen. Weitere Beiträge von ihm sind auf den Portalen Primal-State, Edubily, MyProtein, Fairment, Paleolifestyle und SchnellEinfachGesund zu finden.

12 KOMMENTARE

  1. Und wieder ein sehr guter und hilfreicher Artikel, endlich verstehe ich meine Krankheit etwas mehr, die Ärzte erklären es einem eh nie und auf anderen Websites hat mir immer etwas gefehlt, hier habe ich endlich mal das Gefühl, wirklich umfassend aufgeklärt worden zu sein. Persönliche Erfahrung mit Hashimoto: es wird immer nur der TSH-Wert gemessen, die anderen Werte wurden vermutlich nur ein einziges Mal überhaupt gemessen, daraufhin die Diagnose erstellt – damals war ich 12. Aber angeblich reicht es aus, nur den TSH-Wert regelmäßig zu messen…

    • Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,
      Genau richtig und auf den Punkt – deswegen möchten wir da gerne aufklären und mehr Menschen helfen.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  2. Vielen Dank für den interessanten Bericht. Eine Frage beschäftigt mich schon lange: Wie verhält sich der TSH bei der Einnahme von NDT und Jod?
    NDT supprimiert den TSH und Jod lässt ihn steigen…
    Vielen Dank und herzliche Grüße

    • Hallo Frau Bauersfeld,
      Sehr interessante Frage. Wenn vorher kein Jod eingenommen wurde, und dann Jod + NDT zusammen, sollte für ein paar Monate trotzdem TSH ansteigen, da TSH für die Jodkanäle zur Jodaufnahme wichtig ist. Vorausgesetzt, die tägliche Jodeinnahme übersteigt 500 mcg.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  3. Vielen Dank für die Darstellung der Zusammenhänge bzgl. Ernährung, Stress und TSH. Gilt das auch für Menschen nach Total-OP ohne SD-Restgewebe? Hier wird ja von der SD nichts „nachgeliefert“, Regelkreis unterbrochen. (Denn ich habe eher den Eindruch Stress = Kippen in Überfunktion). Wie ist der biochem. Zusammenhang Cortisol – Thyroxin?
    Und wie ist das in den Wechseljahren? Östrogen geht runter, LT- Bedarf auch? Gefühlt leider nicht linear, sondern sinusförmig. Wie passt man da die Dosis am besten an?

    • Hallo und danke für Ihren Kommentar,
      Nach Entfernung der Schilddrüse wird lebenslang mit Hormonen gearbeitet, weswegen weniger TSH produziert wird. Ohne Schilddrüse und Hormone würde der TSH-Wert immer weiter steigen, weil das Feedback zur Drosselung durch fT3 fehlt.
      Cortisol führt zu einer Inaktivierung von fT3 in das inaktive rT3, was über Wegfallen des Feedbacks zu einer Unterfunktion führen kann (weniger fT3, mehr TSH).
      In den Wechseljahren ist es tatsächlich eher eine Sinus-Kurve, ja. Die hormonellen Schwankungen machen eine Anpassung der L-Thyroxin-Dosis schwer, Schilddrüsenspezialisten kennen sich jedoch in der Regel damit gut aus. Der Zusammenhang zwischen Östrogen und der Schilddrüse ist zudem bis heute schwer erforscht – wahrscheinlich lässt die Schilddrüsenaktivität im Alter nach, weil es an Wachstumsstimuli (Östrogen, Testosteron, Wachstumshormon) fehlt und zudem die Schilddrüse eher zu Entzündungen neigt (nachlassende Produktion antioxidativer Enzyme).
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  4. Ich möchte gerne wissen, ob ich bei meinen nachstehenden Angaben eine Schilddrüsenunterfunktion habe. Sollte es zutreffen, bitte ich um einem Behandlungsvorschlag. TSHB= 2.97 und FT4=10.0

  5. Vielen Dank für den wertvollen Artikel. Ich habe eine Testosteronersatztherapie begonnen. Seitdem ist mein TSH-Wert und mein ft4-Wert niedrig.
    TSH 0,7 (0,25-4,04)
    ft3: 71%
    ft4: 10%

    Wie kann man das interpretieren?

    LG Roland

    • Hallo Roland,
      Ein niedriger TSH-Wert spricht dafür, dass Ihre Schilddrüse aktiver ist und mehr aktive Schilddrüsenhormon (fT3) gebildet wird. Solange TSH niedrig und fT3 ansprechend hoch ist (60-100%), würde ich mir über fT4 keine Sorgen machen. Wenn Sie mögen, können Sie Ihren Konsum an Jod- und Selenhaltigen Nahrungsmitteln erhöhen (Fisch und Meeresfrüchte).
      Da sich Schilddrüsenhormone, Dopamin (Glückshormon) und Testosteron gegenseitig beeinflussen kann man auch davon ausgehen, dass die Testosterontherapie die Schilddrüse angeregt hat. Im Gegenzug regt die Schilddrüse die Testosteronproduktion weiter an.

      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  6. Herzlichen Dank für den informativen Artikel. Leider fand ich darin keine Hilfe in Bezug auf meine persönliche Situation.
    Ich leide seit Jahrzehnten unter einer SD-Unterfunktion und unter Knoten in der SD. Behandelt wurde es lange ausschließlich mit Thyronajod, was auch erfolgreich war. Seit ein paar Jahren geht der fT3-Wert immer weiter runter (20%). Zuletzt war auch der fT4 Wert entsprechend niedrig (30%). Der TSH-Wert hingegen ist nicht, wie erwartet hoch, sondern inzwischen negativ. Mein Hausarzt will die Hormone senken, aber die freien Werte sind ja schon ganz unten und es geht mir auch nicht gut: ich bin extrem müde und nicht leistungsfähig.
    Wie kann ich das deuten?

    • Hallo Frau Strunz,
      Dieser Fall ist selten anzutreffen, aber möglich. In unserem Übersichtsartikel über Schilddrüsenunterfunktion (https://autoimmunportal.de/schilddruesenunterfunktion/) finden Sie hoffentlich weitere Informationen.
      Wurde ein Hashimoto bei Ihnen ausgeschlossen? Könnte ein Nährstoffmangel (Eiweiß, Jod, Selen, Vitamin B, Zink), chronischer Stress oder eine lange Diät dahinterstecken?
      Viele Grüße und viel Erfolg,
      Martin Auerswald

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