Stress verändert das Gehirn

Stress, Gehirn

Schon lange ist wissenschaftlich bewiesen: Zu viel Stress hat negative Auswirkungen auf den Körper und steht im Zusammenhang mit zahlreichen Erkrankungen. Jetzt haben Wissenschaftler der UT Health San Antonio herausgefunden, dass Stress auch das Gehirn verändern kann. Werden hohe Konzentrationen des Stresshormons Cortisol über längere Zeit vom Körper ausgeschüttet, kann es zu Gedächtnisverlust und leichten Hirnschrumpfung kommen. Sogar junge Menschen unter 50 sind davon betroffen. 

Wenn Stress dem Gehirn schadet

Für die Studie führten die Forscher verschiedene Gedächtnistests an über 2000 Frauen und Männern durch. Die Studienteilnehmer waren gesunde Menschen mittleren Alters (Durchschnittsalter 48), die keinerlei Zeichen von Demenz aufwiesen. Die Teilnehmer mit höheren Cortisolspiegeln schnitten bei Gedächtnistest im Vergleich mit den Teilnehmern mit normalen Hormonspiegeln schlechter ab. Anhand von MRI-Scans wurde außerdem das Gehirnvolumen bewertet. Bei gestressten Teilnehmern kam es zu einer leichten Gehirnschrumpfung. Diese Effekte waren bei Frauen stärker ausgeprägt, was wohl auf hormonelle Unterschiede zurückzuführen ist. 

Besorgniserregend: Selbst junge Teilnehmer waren betroffen! „Wir fanden Gedächtnisverlust und Gehirnschrumpfung bei relativ jungen Menschen, lange bevor irgendwelche Symptome zu sehen waren. Es ist nie zu früh, um Stress zu reduzieren. “, sagte Dr. Sudha Seshadri, Professor für Neurologie an der UT Health San Antonio gegenüber dem amerikanischen Nachrichtensender CNN.

Frühere Studien konnten bereits zeigen, dass es eine Verbindung zwischen dem Stresshormon Cortisol und Demenz gibt. Der Fokus der Studien lag dabei aber hauptsächlich auf älteren Menschen und auf ihrem Erinnerungsvermögen. Ob hohe Cortisolspiegel in jungen Jahren ebenfalls mit Demenz zusammenhängen, müssen weitere Studien klären. Bis dahin gilt: Den Stress so gut es geht reduzieren! Sport, Mediation, soziale Kontakt und genügend Zeit für sich selbst können dabei helfen!

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