Rheumatoide Arthritis – Eine Übersicht

Rheumatoide Arthritis Hände betroffen

Zuletzt aktualisiert am 3. November 2018 um 20:09

Rheumatoide Arthritis ist die am häufigsten vorkommende Rheuma-Erkrankung. Es handelt sich um eine chronisch verlaufende Autoimmunerkrankung der Gelenke, die sehr schmerzhaft ist und die Betroffenen stark in ihrem Alltag einschränkt. Von der Erkrankung sind in Deutschland etwa 800.000 Menschen betroffen.

Die rheumatoide Arthritis Therapie schlägt in der Regel gut an und sollte auf jeden Fall von einer Anpassung in der Ernährung und Lebensführung begleitet werden.

Lesen Sie hier mehr über Symptome, Diagnose, Therapie, Verlauf, Ursachen, Medikamente, Ernährung und gesunde Lebensführung bei rheumatoider Arthritis.

Rheumatoide Arthritis - Kurze Zusammenfassung
  • Rheumatoide Arthritis (RA) ist eine systemische Autoimmunerkrankung, von der in Deutschland etwa 800.000 Menschen betroffen sind.
  • Fehlgeleitete Immunzellen greifen körpereigene Zellen in den Gelenken an und zerstören diese.
  • Charaktieristische Symptome sind chronische Entzündungen im Körper, Fieberschübe, und Schwellung und Schmerzen großer Gelenke mit symmetrischer Ausprägung.
  • RA ist stark progressiv, die Beschwerden nehmen ohne erfolgreiche Behandlung weiter zu und führen im Spätstadium zu Verschleiß und Bewegungslosigkeit betroffener Gelenke.
  • Um dies zu verhindern, ist die Kombination aus schulmedizinischer Therapie und gesunder Lebensführung wichtig.

Rheumatoide Arthritis – Was ist das?

Die rheumatoide Arthritis (RA, auch chronische Polyarthritis) ist eine chronische Entzündung der Innenhaut von Gelenken, Sehnenscheiden und Schleimbeuteln im gesamten Körper. Somit ist der gesamte Bewegungsapparat betroffen.

Die Erkrankung ist eine Autoimmunerkrankung, was bedeutet, dass körpereigene Immunzellen das betroffene Gewebe, hier die Gelenkinnenhaut, attackieren, massiv beschädigen, und zerstören. Es kommt zu einem progressiven Abbau der Gelenke bis hin zum Komplettausfall.

Im untenstehenden Bild sehen Sie den Aufbau eines typischen Gelenks – Ziel der Autoimmunreaktion ist bei RA die grün und blau eingezeichnete Gelenkinnenhaut.

Rheumatoide Arthritis Gelenk Ansicht

Abbildung. Innenansicht eines Gelenks – Die grün markierte Gelenkinnenhaut ist Ziel des Autoimmunangriffs bei rheumatoider Arthritis. Bild von WB Ulrike Möhle.

Im schlimmsten Fall kann sich diese Entzündung auf andere Organe ausweiten.

Was ist Rheuma?

Rheuma und rheumatoide Arthritis werden oft gleichgestellt, sind dies jedoch nicht. Rheuma ist lediglich der Oberbegriff für alle Krankheiten, die Bindegewebe, Gelenke, Knochen und Schleimbeutel befallen können. Unter Rheuma werden ca. 400 verschiedene Krankheiten zusammengefasst, von denen die rheumatoide Arthritis die häufigste Form ist.

Fakten zu rheumatoider Arthritis

Aktuell sind in Deutschland etwa 8 Millionen Menschen von einer Rheuma-Erkrankung betroffen. Die rheumatoide Arthritis ist mit einem Anteil von 10 % die häufigste Rheuma-Erkrankung, mit einer Menge von insgesamt 800.000 Betroffenen.

Theoretisch kann rheumatoide Arthritis auch im Kindesalter auftreten (juvenile rheumatoide Arthritis).

Die Häufigkeit in der gesamten Bevölkerung liegt bei etwa einem Prozent, wobei Frauen dreimal häufiger betroffen sind als Männer (Deutsche Rheuma-Liga). Die Hormone13 haben hier ein Wörtchen mitzureden. Der erste Krankheitsschub tritt im Schnitt bei Männern und Frauen im Alter von 55-65 Jahren auf.

Nachdem wir nun das Was geklärt haben, kommen wir langsam zum Wie: Wie äußert sich die Krankheit und woran kann sie erkannt werden?

Rheumatoide Arthritis – Symptome

Je nachdem, wie akut und aggressiv die Krankheit voranschreitet, kann der erste Krankheitsschub plötzlich auftreten, sich aber auch schleichend ankündigen. Folgende Anzeichen und rheumatoide Arthritis Symptome zeigen sich üblicherweise bei den Betroffenen:

Initialphase (Frühphase):

  • Schwellung von Gelenken mit Flüssigkeitseinlagerung und Schmerzen
  • Symmetrische Symptomatik an den Gelenken, also gleichermaßen auf beiden Seiten
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsabnahme
  • Sehnenscheidenentzündungen
  • leichtes Fieber
  • Nachtschweiß
  • Myalgie (Muskelschwäche)
  • Morgensteifheit

Arthritisphase (Fortschreitung der Krankheit):

  • Gelenksverformungen und Gelenkszerstörungen wie zum Beispiel:
    • Finger verformen sich Richtung Handaußenseite (s. Röntgenbild unten)
    • gebeugte und starre Finger
  • Rheumaknoten unter der Haut in großen Gelenken
  • abnehmende Griffkraft
  • seltener Beteiligung andere Organe: Blutgefäße, Augen, Lunge, Hornhäute, Bindehaut
  • Periphere Arthritis, d.h. auch kleine Gelenke sind betroffen
  • KarpaltunnelSyndrom (Engpasssyndrom Hand) und Ulnarisrinnen-Syndrom (Engpasssyndrom Ellbogen)
  • Bakerzysten (Kniekehle)

Rheumatoide Arthritis Röntgen Hand

Abbildung. Röntgenbild einer Hand einer betroffenen Person mit rheumatoider Arthritis. Deutlich sichtbar die Schwellung der Gelenke und die Umformung von Knochen und Gelenken. Quelle: Wikipedia.

Diese rheumatoide Arthritis Symptome zeigen sich am häufigsten und sind für jedermann feststellbar. Sollten diese Symptome einzeln oder vermehrt und in zeitlicher Regelmäßigkeit auftreten, sollten Sie unverzüglich einen Hausarzt oder Rheumatologen aufsuchen.

Es gibt einige besondere rheumatoide Arthritis-Formen, die nicht klassisch verlaufen und teils mit anderen Symptomen assoziiert sind:

  • Caplan-Syndrom: Klassische rheumatoide Arthritis mit zusätzlicher Quarzstaublunge. Bei Bergarbeitern häufiger anzutreffen.
  • Felty-Syndrom: Schwere Verlaufsform, bei Männern häufiger. Zusätzlich zu den Gelenken ist auch die Milz befallen; Leukozyten und Thrombozyten sind stark reduziert.
  • Alters-rheumatoide Arthritis: Leichtere Verlaufsform, bei der nur wenige, große Gelenke befallen sind. Erster Krankheitsschub nach dem 60. Lebensjahr.
  • Juvenile rheumatoide Arthritis: Erster Krankheitsschub in jungen Jahren (< 20 Jahre), meist genetische Prädisposition.
  • Systemische rheumatoide Arthritis (Morbus Still): Ausweitung der Erkrankung auf Leber und Milz, oft tödlicher Verlauf.

Diese besonderen Verlaufsformen treten seltener auf als klassische rheumatoide Arthritis, sollten jedoch auch erwähnt werden.

Sollten Sie bei sich selbst oder einem Ihnen nahestehenden Menschen Symptome bemerken, ist der nächste Schritt das Aufsuchen eines Arztes.

Vorher sei jedoch noch die Frage beantwortet, wie sich die Krankheit entwickelt und die Prognosen sind.

Rheumatoide Arthritis – Prognose und Verlauf

Nach der Auflistung der rheumatoide Arthritis Symptome folgt nun der typische Krankheitsverlauf, der bei Komplikationen bzw. zu später Initiierung der rheumatoide Arthritis Therapie auftreten kann.

Die Krankheit wird in vier Stadien unterteilt:

Stadium 1: Schubweise Gelenkschwellungen, Gelenkschmerzen und Morgensteifheit.

Stadium 2: Abnahme der Gelenkbeweglichkeit, zunehmend Muskelabbau und Knochenabbau.

Stadium 3: Beginnende Zerstörung der betroffenen Gelenkknorpel und umliegenden Knochen. Schädigung des Bindegewebes, dadurch Instabilität und Fehlstellung der Gelenke. Stark eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenke. Eventuelle Ausbreitung auf andere Gelenke wie Halswirbelsäule, Kiefer oder Kniegelenk.

Stadium 4: Gelenkversteifung und Gelenkverformung, die Unbeweglichkeit und Invalidität zur Folge haben. Der/Die Betroffene ist auf fremde Hilfe angewiesen.

Damit es nicht bis zu Stadium 3 oder 4 kommen kann, muss schnellstmöglich mit der Therapie begonnen werden (s. Therapie).

Rheumatoide Arthritis Prognose

Rheumatoide Arthritis gehört zu den Autoimmunerkrankungen und ist somit chronisch und meist lebenslang. Fälle von spontanen Remissionen sind eher selten und das Produkt einer drastischen Umstellung der Lebensführung.

Die rheumatoide Arthritis Prognose ist zwiegespalten: Die Krankheit muss nicht zwangsläufig lebenslang und auch nicht zwangsläufig so schwer verlaufen wie in den vier Stadien aufgezeigt. Ziel ist es, möglichst früh mit der Behandlung zu beginnen, um ein Fortschreiten der Krankheit und eine Schädigung der Gelenke zu bremsen oder ganz zu stoppen.

Sobald dies geschehen ist, und die Medikamention eingependelt wurde, ist es oberstes Ziel, eine gesunde Lebensführung zu etablieren. Dadurch können die Dosen der Medikamente im Bestfall schrittweise reduziert werden, sodass auch Nebenwirkungen minimiert werden.

Eine Remission, also ein komplettes Absetzen der Medikamente, ist möglich, jedoch selten.

Es ist möglich, dass sich die Autoimmunreaktion auf andere Organe oder Gewebe ausbreitet, wenn die Grundursache, die Autoimmunreaktion des Immunsystems, nicht angegangen wird. Klassische Co-Morbiditäten16 bei rheumatoider Arthritis sind Arteriosklerose, Osteoporose, Fibromyalgie oder chronische Infekte.

Rheumatoide Arthritis – Diagnose

Um eine rheumatoide Arthritis Diagnose feststellen zu können, suchen Sie einen Hausarzt, Rheumatologen, funktionellen Mediziner, Internisten oder Orthomolekularmediziner auf. Dieser wird nach den Kriterien des ACR (American College of Rheumatology) von 2010 vorgehen:

Diagnostikkriterien manuelle Untersuchung:

  • Morgensteifheit
  • Gelenkschwellung an mindestens drei Stellen
  • Arthritis an Händen und Füßen, symmetrischer Befall beider Seiten
  • Rheumaknoten an den großen Gelenken
  • Karpaltunnel-Syndrom

Diagnosekriterien Blutbild und Antikörper:

  • BSG (erhöht)
  • C-reaktives Protein (stark erhöht)
  • Rheumafaktor (Autoantikörper, charakteristisch für rheumatoide Arthritis; jedoch nur bei 60% der Betroffenen messbar)
  • ANA 1:>80 (Antinukleare Antikörper)
  • Ferritin (erniedrigt)
  • Synovioanalyse (Gelenkflüssigkeit)
  • Anämie
  • Leukozytose (Dysbalance der weißen Blutkörperchen)
  • Thrombozytose (Dysbalance der Blutplättchen)
  • Erhöhte α2- und γ-Globulin-Bande in der Elektrophorese

Diagnostik bildgebende Verfahren:

  • Gelenksonografie (Ultraschall): Entzündung der Gelenkschleimhaut mit Schwellung, Sehnenentzündung, Zysten, Schleimbeutelentzündung
  • MRT: Knochenmarksödem, Entzündung & Erosion der betroffenen Gelenke
  • Röntgen: Schwellung der Gelenke, Veränderung der Gelenkinnenräume
  • Skelettszintigraphie (auch, um Krebs auszuschließen; durch Gabe radioaktiv markierter Diphosphonate)

Die rheumatoide Arthritis Diagnose ist nicht so 100-prozentig eindeutig wie zum Beispiel Hashimoto Thyreoiditis (Autoimmunerkrankung der Schilddrüse). Das liegt daran, dass die Erkrankung nicht immer seropositiv, sondern teilweise auch seronegativ ausfällt:

Was bedeutet seronegative rheumatoide Arthritis?

Üblicherweise sind bei Autoimmunerkrankungen Auto-Antikörper messbar. Antikörper sind körpereigene Abwehrproteine des Immunsystems; bei Autoimmunerkrankungen entstehen Auto-Antikörper, die körpereigene Zellen als Feind erkennen und somit zum Abschuss freigeben.

Diese Auto-Antikörper sind bei den meisten Autoimmunerkrankungen messbar (seropositiv). Bei rheumatoider Arthritis sind diese Auto-Antikörper jedoch nicht immer nachweisbar, dann ist die Erkrankung seronegativ.

Zu diagnostizieren ist rheumatoide Arthritis dann aber trotzdem – mit der manuellen Untersuchung durch den Arzt, Blutuntersuchung und bildgebenden Verfahren.

Nach diesen Schritten sollte die Diagnose eindeutig feststehen – oder auch nicht, wenn es noch einmal gut gegangen ist. Im Falle einer Diagnose sollte keine Zeit verloren und sofort mit der Therapie begonnen werden:

Rheumatoide Arthritis – Therapie

Bei der rheumatoide Arthritis Therapie gilt das Sprichwort „Hit hard and early“ (Früh und hart durchgreifen). Das bedeutet, die Therapie wird sofort und mit teils hohen Medikamenten-Dosierungen begonnen, um ein Fortschreiten der Krankheit und somit Abbau der betroffenen Gelenke weiter einzuschränken und zu verhindern.

Bitte beachten Sie: Die Entscheidung, bei welchem Arzt Sie sich behandeln  lassen, liegt ganz bei Ihnen. Wenn Sie mit Ihrem aktuellen Arzt nicht zufrieden sind, steht es Ihnen offen, zu wechseln. Wir empfehlen Ihnen einen Arzt, der die Methoden der Schulmedizin (Symptombehandlung) mit denen der Integrativen/Funktionellen Medizin (Ursachenbehandlung) verbindet. So haben Sie die besten Chancen auf Besserung und Remission.

Dafür eignen sich funktionelle Mediziner, ganzheitlich denkende Rheumatologen und Internisten, Orthomolekular- und Mitochondrialmediziner. Sie werden wahrscheinlich mit der üblichen schulmedizinischen Therapie beginnen, welche Ihnen eine vorübergehende, starke Linderung verschaffen wird. Anschließend bietet sich eine Ursachenbehandlung mit den später genannten Methoden an.

Die schulmedizinische rheumatoide Arthritis Therapie wird in drei Stufen unterteilt:

Stufe 1: Basistherapie:

In dieser Phase sollen zunächst die Entzündungen in den Gelenken und im gesamten Körper gelindert werden. Dazu werden Schmerzmittel (z.B. Paracetamol, Aspirin) verschrieben, um dem Patienten wieder ein halbwegs schmerzfreies Leben zu ermöglichen.

Weiterhin soll mit dem Verschreiben von Glukokortikoiden das Immunsystem so weit gehemmt werden, dass die Autoimmunreaktion gestoppt wird.

Diese Phase dauert etwa 4-16 Wochen, da nicht jeder Körper die Medikamente sofort gut verträgt und sich die pharmazeutischen Konzentrationen erst einpendeln müssen, um ihre volle Wirkung zu entfalten.

Erzielt die Basistherapie keine ausreichende Wirkung, wird zu Stufe 2 übergegangen:

Stufe 2: Biopharmazeutika

In dieser Phase werden Schmerzmittel mit Biopharmazeutika und speziellen rheumatischen Medikamenten (DMARD’s) kombiniert.

Biopharmazeutika sind komplexe Medikamente, die entweder sehr selektiv im Körper ein bestimmtes Protein hemmen oder ein bestimmtes körpereigenes Protein imitieren sollen. Die in der Therapie bei rheumatoider Arthritis verwendeten Biopharmazeutika sind die folgenden:

  • TNFα-Antikörper
  • Anakinra (IL-1ß-Antikörper)
  • Rituximab (CD20-Antikörper)
  • Abatacerpt (T-Zell-Aktivierungs-Hemmer)

DMARD’s (spezifische Rheuma-Medikamente) nehmen in dieser Phase eine Schlüsselrolle ein:

  • Methotrexat3-6,20 (Standard bei RA)
  • Leflunomid
  • Hydroxychloroquin
  • Cyclosporin A
  • Sulfasalazin

Teilweise – für bessere Ergebnisse – wird Methotrexat (MTX) in dieser Phase kombiniert

MTX + Sulfasalazin + Hydroxychloroquin

MTX + Leflunomid

MTX + Biopharmazeutikum

Stufe 3: Invasive Methoden

Ist die Krankheit schon zu weit fortgeschritten – oder wirken die Medikamente schwächer als gedacht, kann an einzelnen größeren Gelenken operativ eingegriffen werden.

Denn im späteren Verlauf der Krankheit sind die beteiligten Gelenke teils oder schon vollständig zerstört, verformt und bieten dem Patienten keine nennenswerte Funktion mehr.

Daher gibt es die folgenden operativen Möglichkeiten, um Linderung zu erreichen:

  • Gelenkprothese
  • Gelenkversteifung
  • Gelenkresektion (Abtragung der Gelenkinnenhaut)
  • Synovektomie (Entfernung Gelenkhaut)
  • Gelenkflächenkorrektur (Sicherstellung einer gleichmäßigen Gelenkbelastung durch Knochenkorrektur)

Die rheumatoide Arthritis Therapie ist in jedem Fall sehr hart und viele Medikamente werden zeitgleich verschrieben. Jedoch sind die Mittel jahrelang erprobt und senken verlässlich die Entzündungen im Körper und die Schmerzen bei den Betroffenen. In den meisten Fällen wird das Fortschreiten der Erkrankung gestoppt oder zumindest stark reduziert. Daher ist es so wichtig, die Therapie so schnell wie möglich zu beginnen.

Natürlich haben die genannten Medikamente neben ihrer Wirkung auch starke Nebenwirkungen, und das nicht zu wenig. Jedoch steht zuerst die Linderung der Schmerzen und Entzündung im Vordergrund.

Also halten Sie sich bitte auf jeden Fall an die von Ihrem Arzt verschriebene Medikamention. Sobald diese eingependelt sind, ist das oberste Ziel, durch gesunde Lebensführung und geeignete ergänzende Therapie in der Lebensführung die Dosis der Medikamention möglichst weit zu verringern, sodass auch weniger Nebenwirkungen auftreten.

Medikamentöse Therapie bei RA – Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen14 bei der medikamentösen Behandlung von rheumatoider Arthritis:

  • Infekte durch virale oder bakterielle Erreger
  • Blutungen
  • Diarrhö (möglicherweise Reizdarmsyndrom)
  • Allergien
  • Übelkeit
  • Wassereinlagerungen in Gesicht und Beinen
  • Kopfschmerzen
  • Hautausschlag
  • Magen-Darm-Trakt-Probleme
  • Nierenschäden
  • Leberschäden
  • Osteoporose
  • Methotrexat-Resistenz

Diese Nebenwirkungen sind sehr hart und sehr vielseitig, jedoch in der Regel insofern gerechtfertigt, als dass die Symptomatik, Schmerzen und das Fortschreiten der Erkrankung zumindest gebremst wird. Denn wenn die Medikamention anschlägt, ist immer noch genug Zeit, sie durch Anpassungen in der Lebensführung zu reduzieren. Das ist dann das nächste Ziel.

Additive Therapiemöglichkeiten

Die Therapie bei rheumatoider Arthritis ist nicht nur auf die drei Stufen beschränkt, sondern wird nach und nach ausgeweitet und soll den Betroffenen wieder ein Stück Lebensqualität zurückgeben. Neben der gesunden Ernährung und angepassten Lebensführung (s. rheumatoide Arthritis Ernährung) können die folgenden Anwendungen verschrieben werden:

  • Krankengymnastik
  • Kälte- & Wärmetherapie
  • Massage
  • Schulung der Patienten
  • Gelenkspunktion und Akupunktur
  • Gehhilfe
  • Orthopädische Schuhe und Einlagen

Diese Möglichkeiten ergänzen die schulmedizinische Therapie sehr gut. Beachten Sie dazu ergänzend Ernährung und Lebensführung.

Rheumatoide Arthritis – Ursachen und Risikofaktoren

Was passiert im Gelenk?

Wie zu Beginn des Artikels aufgezeigt ist rheumatoide Arthritis eine Autoimmunerkrankung9,17 der Gelenke und gehört zu den Rheumaerkrankungen. Infolge einer Autoimmunreaktion greifen Immunzellen körpereigene Fibroblasten, spezielle Knorpelzellen in den Innenhäuten der Gelenke, an und attackieren und zerstören diese.

Die Folge ist eine chronische Entzündung der betroffenen Gelenke, da die Gelenkinnenhaut ein zentraler Bestandteil eines jeden Gelenks ist.

Durch die chronische Entzündung kommt es zu Wassereinlagerungen im Gelenk und somit zur Schwellung. Gleichzeitig wird die Gelenkinnenhaut stark beschädigt, wobei das Risiko einer Arthrose besteht, ebenso möglich ist jedoch eine Wucherung der betroffenen Gelenkinnenhaut.

Im Falle einer Wucherung dehnt sie sich aus, verdrängt Knochen und Knorpel und führt zu einer Deformierung des betroffenen Gelenks.

Durch die Autoimmunreaktion lösen sich gelegentlich einzelne Zellen oder ganze Stücke des Knorpels oder der Gelenkinnenhaut. Dies hat eine weitere Autoimmunreaktion zur Folge, da durch die losen „Gewebestücke“ nur noch mehr Immunzellen angelockt werden und die Entzündung verschlimmern.

Durch die Immunzellen wird die Sekretion von Entzündungs-Botenstoffen wie TNFα und IL-1 dadurch weiter verstärkt.

Symptome und Ursachen können unterschiedlich sein und sollten zu einer individuellen Behandlung führen.

Ursachen und Risikofaktoren

Im Vergleich zu anderen entzündlichen Autoimmunerkrankungen sind die rheumatoide Arthritis Ursachen deutlich schlechter erforscht. Es ist nicht eindeutig, was ursächlich für den Autoimmunprozess und die Entzündung der Gelenke steht. Man weiß, was im Gelenk passiert, aber nicht, wie es dazu kommt.

Man weiß , welche Anwendungen die Symptome reduzieren, die Schmerzen mildern und die Entzündung reduzieren. Dadurch lässt sich revers nachvollziehen, was die Reaktion auslöst.

Neben der Genetik spielen Faktoren der Lebensführung eine bedeutende Rolle – neben Rauchen und Infekten besonders die Ablagerung bestimmter Giftstoffe in den Gelenken:

Genetik

Eine familiäre Prädisposition spielt bei dieser Autoimmunerkrankung eine Rolle. Denn die rheumatoide Arthritis tritt in manchen Familien gehäuft auf und so scheint ein bestimmter Genotyp häufiger von der Krankheit betroffen zu sein. Jedoch ist der Faktor Genetik nicht so stark wie bei anderen Autoimmunerkrankungen wie zum Beispiel Diabetes Typ 1.

Bei eineiigen Zwillingen ist mit einer Wahrscheinlichkeit von 15-20 % der zweite Zwilling ebenfalls betroffen, wenn der erste erkrankt ist. Eineiige Zwillinge sind genetisch identisch, ein Vorkommen von 15-20 % zeigt, dass die Genetik nur eine Nebenrolle spielt.

Der Risikofaktor liegt hier in einem Genotyp HLA-DRB1, der für einen Abschnitt des HLA (oder MHC-Komplex) von weißen Blutkörperchen eine Rolle spielt. Dieser Abschnitt ist für die Erkennung von Fremdstoffen für die Immunzellen von großer Wichtigkeit, für die Unterscheidung zwischen Freund und Feind.

Diese Ursache ist bei Autoimmunerkrankungen verzerrt, und eine Mutation in diesem Bereich kann für eine schlechtere Unterscheidung zwischen Freund und Feind sorgen und somit Autoimmunerkrankungen begünstigen.

Rauchen

Raucher scheinen häufiger an rheumatoider Arthritis zu erkranken als Nichtraucher. Der Grund könnte eine Ablagerung von Giftstoffen aus dem Zigarettenrauch in den Gelenken sein. Aufgrund der schlechten Durchblutung der Gelenke werden die Giftstoffe nur schwer wieder abgebaut.

Warum sich die Giftstoffe in den Gelenken ablagern, ist nicht bekannt. Sie scheinen an bestimmte Zellstrukturen oder Proteine in der Gelenkinnenhaut zu binden und diese zu verändern. Immunzellen erkennen diese veränderte Struktur, sehen darin einen mutmaßlichen Feind und bekämpfen ihn.

Ein wichtiger Faktor zum Vorbeugen und bei der Behandlung rheumatoider Arthritis ist der Verzicht auf jeglichen Rauch.

Infekte

In der Wissenschaft setzt sich zunehmend durch, dass Infekte Autoimmunerkrankungen Ursachen sein können. Grund ist die sogenannte molekulare Mimikry:

Einige Proteine auf der Oberfläche der Erreger ähnelt in der Struktur körpereigenen Proteinen. Infiziert dieser Erreger nun den menschlichen Körper, erkennt das Immunsystem sowohl den Erreger als auch die körpereigenen Zellen und verliert die Fähigkeit, zu unterscheiden. Die Folge ist eine Bekämpfung beider, in diesem Fall also der Gelenke und der Erreger.

Mit rheumatoider Arthritis sind die beiden bakteriellen Erregerstämme Prevotella und Borrelia (Borreliose) sowie Parovirus B1925 (Ringelröteln) in Verbindung gebracht worden. Bei Verdacht auf rheumatoide Arthritis kann zusätzlich ein Antikörpertest auf die Erreger durchgeführt werden.

Leaky Gut

Ein kaputter Darm (löchriger Darm, engl. Leaky Gut Syndrom) gilt mittlerweile als eine der wichtigsten Ursachen für Autoimmunerkrankungen. Denn der Darm hat nicht nur die Aufgabe, Nährstoffe aufzunehmen, sondern ist auch eine Barriere gegen alle Mikroorganismen und Toxine im Darm. Die Darmwand ist nur wenige tausendstel Millimeter dick (eine Zellschicht) und somit anfällig für chronische Schäden.

Sind die chronischen Schäden zu stark, können Löcher in der Darmwand entstehen. Werden diese Löcher nicht rechtzeitig geflickt, können Fremdkörper aus dem Darm in den Blutkreislauf gelangen und eine systemische Entzündung auslösen. Durch diese systemische Entzündung und die zahlreichen Giftstoffe, die in den Körper gelangen, ist das Immunsystem zunehmend überfordert – das Risiko für Autoimmunerkrankungen steigt stark an.

Besonders bei rheumatoider Arthritis ist ein kranker Darm ein zentraler Auslöser. Es sollte parallel zur schulmedizinischen Therapie eine Regenerierung des Darms angestrebt werden (s. Ernährung). In der Regel führt allein dies zu einer starken Verbesserung der Symptomatik.

Diese Risikofaktoren und Ursachen sind mittlerweile gut erforscht und tragen erwiesenermaßen zur Entstehung der Erkrankung bei. Wissen ist gut, Vorbeugen ist besser – zusammen mit einer gesunden Lebensführung und der empfohlenen schulmedizinischen Therapie wird die Krankheit hier von mehreren Seiten angegangen.

Wie könnte eine rheumatoide Arthritis Ernährung und angepasste gesunde Lebensführung bzw. Alternativmedizin bei rheumatoider Arthritis aussehen?

Rheumatoide Arthritis – Ernährung

Die Ernährung ist ein zentraler Faktor, um der Krankheit aktiv zu begegnen. Auch wenn viele Ärzte es verneinen, ist bei rheumatoide Arthritis Ernährung ebenso wichtig wie eine gute medikamentöse Therapie. Oder, um es in einem alten Sprichwort zusammenzufassen:

Wer nur Medikamente nimmt und die Ernährung außer Acht lässt, der nutzt nicht das volle Potenzial des Arztes. – Chinesisches Sprichwort

Die ideale Grundlage für eine gesunde Ernährung bei rheumatoider Arthritis: Frisches Obst und Gemüse.

Soll heißen: Die Medikamente werden sehr viel besser anschlagen, wenn die Ernährung angepasst wird, genauso gut hat die Ernährung die Macht, von sich aus die Symptomatik der Krankheit deutlich zu verbessern und eventuell sogar in Remission zu bringen.

Im Folgenden werden wir uns um die Nahrungsmittel kümmern, die empfohlen werden und jene, die gemieden werden sollten. Außerdem werden hilfreiche Nahrungsergänzungsmittel, Kräuter und Kräuterextrakte der Alternativmedizin genannt. Abschließend wenn einige Empfehlungen zu allgemeinen Lebensführung, sowie einer guten Klinik, ausgesprochen.

Vorwort zur Ernährung: Wie Sie gleich bemerken werden, bewegen sich fast alle Nahrungsmittel, die wir bei rheumatoider Arthritis empfehlen und nicht empfehlen – im Bereich einer Paleo-(Steinzeit-)Ernährung.

Die Paleo Ernährung imitiert den Speiseplan unserer Vorfahren aus der Steinzeit und ist die nährstoffreichste und schadstoffärmste Ernährungsform, die es gibt – bei vielen Autoimmunerkrankungen hat allein diese Ernährung schon für bedeutende Verbesserungen bei Betroffenen bewirkt.

Konkret werden bei dieser Ernährung in nur Nahrungsmittel empfohlen, die es schon immer gab: Obst, Gemüse, Knollengemüse, Beeren, Nüsse, Samen, Fleisch, Fisch, Eier, Kräuter, Tee, Knochenbrühe. (Fleisch und Eier nehmen bei rheumatoider Arthritis keine Rolle ein, spielen aber bei Paleo im Normalfall eine wichtige Rolle).

Gemieden wird „neuzeitliche“ und industrielle Nahrung, die weniger nährstoffreich ist und auf lange Sicht mehr Probleme als Nutzen bewirkt: Fast Food und Fertignahrung, Zucker, Getreide, Milchprodukte, industrielle Speiseöle (Rapsöl, Sonnenblumenöl & Co.), Hülsenfrüchte.

Dies als kleine Einleitung. Wenn Sie mehr über diese Ernährungsform erfahren möchten, können Sie hier mehr über die Paleo Ernährung lesen.

Die folgenden Tipps orientieren sich an der Steinzeit-Ernährung und sind überwiegend vegan. Was das konkret bedeutet, werden Sie gleich erfahren. Wenn die gleich folgenden Ratschläge zu viele werden – denken Sie an die Steinzeit-Ernährung und, dass diese einzelnen Ratschläge darauf hinauslaufen – und Sinn für den Körper machen:

Ernährung – Zu genießen:

Vegane Ernährung15,26: Mit Ausnahme von Fisch und Kollagen/Knochenbrühe scheint die vegane Ernährung der effektivste Ernährung-Typ bei rheumatoider Arthritis zu sein. Grund ist die Vermeidung zahlreicher Stoffe aus tierischen Produkten, die bei rheumatoider Arthritis die Entzündung unnötig befeuern können. Außerdem ist eine Reduktion der Eiweiße bei RA ratsam.

Fisch33: Die Nährstoffe im Fisch, allen voran die Omega-3-Fettsäuren, spielen eine wichtige Rolle, um die Entzündungen im Körper und des Immunsystems zu reduzieren. Essen Sie daher mehrmals wöchentlich Fisch (vornehmlich fetten Seefisch), Meeresfrüchte und Algenprodukte.

Knochenbrühe24,27: Knochenbrühe aus Geflügel hat in klinischen Studien eine gute Wirkung erzielt, um Schmerzen und die Symptomatik bei Betroffenen der rheumatoiden Arthritis zu reduzieren.

Gemüse: Gemüse ist eines der weiteren zentralen Bestandteile der Ernährung. Die zahlreichen pflanzlichen Nährstoffe, Vitamine und Ballaststoffe sind wichtig, um nicht nur den Magen-Darm-Trakt zu sanieren, sondern auch dem Immunsystem die Nährstoffe zu geben, die benötigt werden.

Fermentiertes Gemüse: Milchsauer vergorenes Gemüse hat bei rheumatoider Arthritis in Studien tolle Wirkungen erzielt, um die Darmflora in einen nicht-entzündlichen Zustand zu versetzen, was das Immunsystem stark unterstützt; greifen Sie daher täglich nicht nur zu rohem und gekochtem Gemüse, sondern auch zu milchsauer vergorenem Gemüse.

Dies können Sie selbst herstellen (z.B. Sauerkraut, Kimchi, Essiggurken), oder Sie kaufen aus einem guten Supermarkt oder Biomarkt ein.

Kräuter: Nutzen Sie zahlreiche Kräuter in der täglichen Küche. Möglichst frisch und möglichst vielseitig; die ätherischen Öle in Kräutern beruhigen Darm und Immunsystem.

Beeren und Sauerkirschen7: Diese Sorten sind sehr reich an bestimmten Polyphenolen, die ebenfalls in der Lage sind, Entzündungen zu reduzieren und die Durchblutung in den Gelenken zu verbessern. Es ist dabei egal, ob die Sauerkirschen als ganzes Obst oder als Saft konsumiert werden. Beeren sind ganzjährig tiefgekühlt verfügbar.

Leinsamen: In Salaten und Müsli machen sich Leinsamen sehr gut. Sie enthalten neben entzündungslindernden Omega-3-Fettsäuren Ballaststoffe in großer Menge, was die Darmgesundheit zusätzlich unterstützt. Zwei Esslöffel Leinsamen (ganz oder geschrotet) sind eine gute Faustregel und helfen zusätzlich.

Zitrusfrüchte: Orangen, Zitronen und Limetten enthalten ebenfalls Polyphenole, die bei RA zu helfen scheinen. Der Grund dafür ist eine verbesserte Durchblutung und Reduktion der Entzündungen.

Pflanzliche, gesunde Fette: Da tierische Produkte stark reduziert werden, sind pflanzliche Fette11 wichtige Energielieferanten für den Körper. Besonders zu empfehlen sind Nüsse (eine Handvoll täglich), Oliven, Olivenöl, Avocado‘s und Kokosprodukte aller Art. Diese sollten neben Gemüse und Beeren die Basis der Ernährung ausmachen.

Kurkuma, Ingwer, Ginseng: Diese drei fernöstlichen Gewürze und Tees lindern ebenfalls die Symptome der Erkrankung. Greifen Sie also täglich zu diesen drei Produkten in Form von Gewürzpulver oder Tee.

Lakritz: Ein Stoff im Lakritz namens Glycyrrhizin kann die Wirkung von Glukokortikoiden imitieren. Gelegentliches Naschen von Lakritz (zuckerarme Produkte) oder Süßholz-Produkten kann die Medikamention von Glukokortikoiden reduzieren.

Echinacea2 (Sonnenhut)-Tee: Enthält eine ganze Reihe von Polyphenolen, die speziell bei Arthritis helfen können.

Fasten: Gelegentliches Fasten hat ebenfalls die Kraft, die Symptomatik stark zu verbessern. Das Fasten sollte in Absprache mit einem guten Arzt oder Therapeuten erfolgen.

Die genannten Nahrungsmittel sollten die Basis Ihrer Ernährung ausmachen. Gute Ernährung unterstützt die schulmedizinische Therapie und kann einen bedeutenden Unterschied ausmachen.

Zusätzlich zu den Nahrungsmitteln, die verstärkt konsumiert werden sollten, ist der Verzicht auf Reizstoffe wichtig:

Eine schlechte Grundlage für die Ernährung bei rheumatoider Arthritis und mögliche Ursache: Zucker, Fast Food, stark verarbeitete Nahrungsmittel

Ernährung – Zu vermeiden

Zucker und Zuckerersatz: Diese schaden nicht nur dem Darm, sondern sie erhöhen auch die Ablagerung von Harnsäurekristallen in den Gelenken. Dies ist bei rheumatoider Arthritis in einem gewissen Ausmaß der Fall, da Harnsäure eine Notlösung des Körpers ist, um mit Entzündungen fertig zu werden. Dies schadet jedoch auf lange Sicht dem Gelenk umso mehr. Es empfiehlt sich daher, auf Zucker und gezuckerte Produkte weitgehend zu verzichten.

Frittiertes und Fast Food1: Der hohe Gehalt an gesundheitsschädlichen Transfetten und anderem, was dem Körper nicht gut tut, sollte Grund genug sein, jegliches Fast Food zu meiden.

Rotes Fleisch (Arachidonsäure): Diese Fettsäure, die nur in tierischen Produkten wie rotem Fleisch und Eigelb vorkommt, befeuert Entzündungen in den Gelenken bei rheumatoide Arthritis sehr stark. Ein zentraler Bestandteil ist die Vermeidung aller Nahrungsmittel, die Arachidonsäure in größerer Menge enthalten. Alle Arten von rotem Fleisch und Eigelb sind daher bis auf Weiteres zu meiden.

Gluten10,15: Das Weizenprotein Gluten schädigt die Darmwand besonders bei Autoimmunerkrankungen sehr stark und verstärkt die Entzündungsreaktion in den Gelenken. Zusätzlich wird das Immunsystem durch Gluten stark gereizt. Meiden Sie daher alle Nudeln, Brot und Backwaren, die nicht auf Sauerteig beruhen. Oder anders: Konsumieren Sie Nudeln, Brot und Backwaren nur, wenn sie aus Sauerteig hergestellt wurden. Ansonsten ist eine glutenfreie Ernährung die bessere Option.

Hülsenfrüchte: Hülsenfrüchte enthalten in hohem Maße Lektine, eine Klasse von zuckerhaltigen Proteinen. Werden Hülsenfrüchte nicht richtig gekeimt und abgekocht, greifen Lektine die Darmwand an, können unverdaut in den Körper gelangen und lagern sich bevorzugt in Gelenken ab, was die Symptomatik bei rheumatoide Arthritis weiter verschlimmert. Versuchen Sie , Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen für eine Weile zu meiden.

Alkohol: Alkohol betäubt zwar den Schmerz bei Betroffenen, verschlimmert die Lage durch Schäden im Darm, an Immunzellen und in den Gelenken zusätzlich. Beschränken Sie daher Ihren Alkoholkonsum auf 1 Portion täglich oder weniger.

Nachtschattengewächse: Diese Gemüse-Familie mit Ursprung in Südamerika wird bei RA häufig nicht vertragen – Grund ist eine Klasse von Abwehrproteinen namens Lektinen, die rheumatoide Arthritis-Betroffene besonders hart zu treffen scheinen. Es handelt sich um Paprika, Chili, Auberginen, Tomaten und unreife Kartoffeln. Versuchen Sie, diese Gemüsesorten für eine Weile zu meiden und beobachten Sie, ob sich die Symptomatik dadurch verbessert.

Nahrungsallergien: Grundsätzlich sollten alle Nahrungsmittel, auf die Ihr Immunsystem allergisch reagiert, aus dem Speiseplan gestrichen werden. Fordern Sie bei Ihrem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker einen umfangreichen Nahrungsmittelallergietest an. Zur Not kann ein Test auch in Eigenregie (www.lykon.de) durchgeführt werden. Kostenpunkt: 100 €.

Kaffee und Schwarztee: Diese zwei Getränke sollten bis auf weiteres gemieden werden, da sie eine zusätzliche Reizung des Immunsystems zur Folge haben können. Nutzen Sie in dieser Zeit lieber reichlich Grüntee18 und Ingwertee23, beide lindern die Beschwerden bei RA.

Eine angepasste Ernährung ist sehr wichtig und wird durch Nahrungsergänzungsmittel und Kräuterextrakte unterstützt:

Nahrungsergänzungsmittel bei rheumatoider Arthritis

Vitamin D28-32: Etwa 80 % aller Menschen in Deutschland haben einen Vitamin D Mangel,  auch im Sommer. Vitamin D ist nicht nur für die Darmgesundheit wichtig, sondern auch für ein ausgereiftes Immunsystems. Fast alle Autoimmunerkrankten haben einen Vitamin D-Mangel und ein Beheben dieses Mangels kann den Krankheitsverlauf deutlich verbessern.

Messen Sie Ihren Vitamin D Spiegel bei einer Blutuntersuchung (Zielwert: 60-80 ng/ml). Eine gute Faustregel sind 1000 I.U. Vitamin D täglich pro 10 ng/ml Vitamin D-Mangel. Bei einem Wert von 20 ng/ml ergänzen Sie z.B. mit täglich 4000-6000 I.U. Vitamin D.

Hühner-Kollagen24,27: Entweder in Form eines täglichen Glases Knochenbrühe oder täglich 10 g als Nahrungsergänzungsmittel. Kollagen ist das wichtigste Protein in allen Bindegeweben im Körper, besonders in Gelenken. Die Ergänzung mit Kollagen hat in Studien bei rheumatoider Arthritis bereits geholfen.

Curcumin8: Neben dem Einsatz von Kurkuma in der Küche wird auch die Einnahme als Nahrungsergänzung empfohlen. Zu beachten ist eine Mischung aus Curcumin und Bioperin für die beste Wirkung.

Magnesium34-36: Studien zeigen, dass Betroffene unter einem mehr oder weniger starken Magnesium-Mangel leiden. Eine Ergänzung von 500mg Magnesium täglich (zusätzlich zu reichlich grünem Gemüse) könnte die Lage zusätzlich verbessern.

Folsäure34-36: Neben grünem und frischen Gemüse (roh) könnte eine Ergänzung mit Folsäure in seiner aktiven Form Methyl-Tetrahydrofolat (200-400µg täglich) zusätzliche Linderung verschaffen. Es wird mittlerweile bei zahlreichen Erkrankungen der Gelenke eingesetzt.

Coenzym Q10: Dieser Vitalstoff gewinnt zunehmend Aufmerksamkeit bei chronisch -entzündlichen Erkrankungen. Bei rheumatoider Arthritis scheint Q10 zu wirken – eine übliche Tagesdosis ist 100-200mg.

Alternativmedizin – Kräuterextrakte

Nun fragen Sie sich , warum nach Ernährung und Nährstoffen auch noch Kräuterextrakte eine Rolle spielen sollen. Es ist nicht unser Ziel, Ihnen so viele Ratschläge zu geben, bis es zu viel wird, nein.

Vielmehr versuchen wir, Ihnen möglichst viele Wege zur Besserung zu empfehlen. Rheumatoide Arthritis ist eine furchtbare Erkrankung mit schlechter Aussicht auf Besserung, wenn nur auf Medikamente vertraut wird. Daher würden wir sowohl auf Ernährung als auch auf Nährstoffe und Kräuterextrakte vertrauen.

Alle drei Dinge haben sich im Laufe der Jahre bewährt und alle haben für sich für Besserung bei Patienten gesorgt. Alle drei Faktoren zusammen jedoch bewirken tolle Besserungen in der Lebensqualität. Besonders Kräuter und Kräuterextrakte sind in der Volksmedizin seit tausenden von Jahren bewährt und sollten ebenso eine Rolle spielen wie Ernährung.

Früher wurden Krankheiten generell mit Kräutern und Kräuterauszügen behandelt und wurden seit dem Aufkommen der Pharmaindustrie vergessen. Heute weiß man jedoch, dass viele Kräuter bei bestimmten Krankheitsbildern tolle Wirkungen erzielen, die besonders bei rheumatoider Arthritis Potenzial besitzen. Außerdem stand Kräuter im Vergleich zu Medizin frei von Nebenwirkungen und günstig zu erwerben.

Die zusätzliche Ergänzung mit Kräuterextrakten, die sich in der Volksheilkunde und Naturmedizin seit Jahrtausenden bei rheumatoiden Erkrankungen bewährt haben, ist daher ratsam. Diese Ergänzung ist nicht sehr teuer, kann jedoch potentiell ebenfalls helfen.

Bei einer einschneidenden Erkrankung wie rheumatoide Arthritis sollten Sie jede Hilfe nehmen, die Sie finden können. Kräuter gehören dazu22:

  • Teufelskralle
  • Weihrauch
  • CBD-Öl (5% bzw. 10%)
  • Brennnessel19
  • Tigergras (Gotu Kola)
  • Koriander

Diese Kräuter und Kräuterextrakte (eines oder mehrere Präparate) lassen sich ebenfalls in Form von Nahrungsergänzungsmitteln in Kapselform leicht konsumieren. Beginnen Sie bei jeweils einer Portion täglich und erhöhen Sie schrittweise, um eine Wirkung festzustellen.

Die Ernährung und Nahrungsergänzung wird unterstützt durch Interventionen, die in den Alltag integriert werden können:

Therapie im Alltag bei Rheumatoider Arthritis

Folgende Faktoren helfen erwiesenermaßen und lassen sich einfach in den Alltag integrieren:

Sport: Bewegung sollte täglich auf dem Plan stehen. Je nach Schwere der Erkrankung kann es sich um einen Spaziergang, eine Wanderung, leichten Kraftsport oder Joggen handeln. Der Sport sollte angepasst an das Krankheitsstadium erfolgen.

Physiotherapie: Diese kann vom Arzt verschreiben werden und unterstützt ähnlich wie Sport.

Sonne: Die Sonne hat stark heilende Eigenschaften bei allen möglichen chronischen Erkrankungen – rheumatoide Arthritis gehört dazu. Nutzen Sie täglich die Kraft der Sonne durch ein ausgedehntes Sonnenbad. Je nach Temperatur mit möglichst viel Haut in der Sonne und ohne vorheriges Auftragen von Sonnencreme. 30 Minuten täglich ist eine gute Faustregel.

Stressabbau21: Stress in allen Formen trägt erheblich zur Verschlimmerung der Krankheit bei. Dieser Stress kann sowohl durch die Ernährung, jedoch auch durch schlechten oder zu wenig Schlaf und durch einen stressigen Alltag erfolgen. Besonders der Stress im Alltag wird häufig unterschätzt, achten Sie daher auf Stress abbauen und Stressbewältigung auf der Arbeit und Privat.

Wärmeanwendung: Gelegentliche Saunagänge, um die Durchblutung zu fördern und die Entzündung zu reduzieren, haben sich ebenso bewährt wie heiße Bäder.

Kälteanwendung: Genauso wie Wärme hat Kälte die Fähigkeit, Entzündungen zu reduzieren und die Durchblutung anzuregen. Ein Abwechseln zwischen Wärme- und Kältetherapie erzielt dabei die besten Wirkungen. Kälte lässt sich am besten durch kalte Duschen oder Wechselduschen integrieren. Wenn dies hilft, können auch kalte Bäder genommen werden.

Ergänzend: Rheuma-Kochbuch „Köstlich essen – Rheuma“

Empfohlene Klinik: Zu guter Letzt noch eine Empfehlung für eine gute Klinik zur Behandlung von rheumatoider Arthritis. Es handelt sich um die Naturheilklinik Essen. Hier wird ganzheitlich gearbeitet, also neben der medikamentösen Therapie wird auch auf eine angepasste Ernährung und additive Behandlungen geachtet. Und das Wichtigste: Die Behandlung in dieser Klinik wird i.d.R. von den Krankenkassen getragen.

Bis zu diesem Punkt haben Sie viele Auflistungen, Erklärungen und Vorschläge erhalten, mit denen Sie aktiv werden können. Abschließend möchten wir Ihnen eine praktische Anleitung mitgeben:

Unsere Empfehlungen zur sofortigen Umsetzung bei rheumatoider Arthritis

Ausgehend von der Diagnose möchten wir Ihnen nun eine Schritt-für-Schritt-Anleitung geben, mit der Sie gegen die Krankheit aktiv vorgehen können:

  1. Nehmen Sie die vom Arzt verordneten Medikamente ein, fragen Sie nach Nebenwirkungen und was Sie dagegen tun können. Wenn die Medikamente/ Ihnen gesundheitliche Probleme bereiten, informieren Sie sich bitte über alternative Therapiemöglichkeiten. Ein Absetzen der Medikamente ohne ärztliche Kontrolle kann problematisch sein. Ein empfehlenswertes, längerfristiges Ziel ist, die Dosierungen der Medikamente zu reduzieren, um Nebenwirkungen und Langzeitschäden zu minimieren.
  2. Suchen Sie sich in Ihrer Nähe einen Arzt, funktionellen Mediziner, Rheumatologen, Heilpraktiker oder ganzheitlichen Mediziner mit Erfahrung über Typ 1 Diabetes. Fragen Sie dazu Ihren aktuell behandelnden (Haus-)Arzt oder nutzen dazu die Google-Suchfunktion: z.B. „Funktionelle Medizin Karlsruhe“. Empfehlungen von anderen Betroffenen z.B. aus Selbsthilfegruppen können hier sehr hilfreich sein. Nutzen Sie dazu gerne unser Forum, um sich mit anderen Betroffenen diesbezüglich auszutauschen.
  3. Achten Sie darauf, dass der Therapeut Methoden der Schulmedizin mit den in diesem Artikel beschriebenen Methoden der Ursachenfindung, Ernährung, Lebensführung und Nährstofftherapie verbindet. Die Suche nach einem entsprechenden Therapeuten kann langwierig sein, lohnt aber!
  4. Ziehen Sie eine Ernährungsumstellung oder einen Nahrungsmittelunverträglichkeitstest in Betracht. Sollten bei Ihnen Lebensmittel gefunden werden, auf die Sie laut Test allergisch reagieren, sollten Sie diese für mindestens 30 Tage meiden und beobachten, ob sich Ihr Wohlbefinden verbessert. Eine Ernährungsumstellung sollten Sie mindestens 30 Tage konsequent ausprobieren, ehe Sie ein ausreichendes Fazit ziehen können.
  5. Versuchen Sie, die Ratschläge bezüglich gesunder Lebensführung umzusetzen, um Ihr Leben nach und nach gesünder zu gestalten.
  6. Hinterfragen Sie alltägliche Gewohnheiten, und Ursachen, welche die Erkrankung begünstigt haben könnten.
  7. Lassen Sie eine Nährstoffanalyse bei einem erfahrenen Therapeuten durchführen und füllen Sie vorhandene Nährstoffmängel auf.
  8. Ziehen Sie einen Schwermetall-Belastungs-Test bei einem diesbezüglich geschulten Therapeuten in Erwägung. Bei zu hoher Belastung kann eine Entgiftung unter therapeutischer Anleitung empfehlenswert sein.
  9. Dokumentieren Sie Ihr Befinden mit einem täglichen Eintrag in ein Tagebuch. Beobachten Sie die Auswirkungen bestimmter Faktoren der Lebensführung und Ernährung auf Ihren Krankheitsverlauf und lernen Sie so Ihren Körper und Ihre Krankheit besser kennen.
  10. Lassen Sie sich regelmäßig ärztlich untersuchen. Die hier genannten Maßnahmen können beispielsweise dazu führen, dass sich Ihr Bedarf an Medikamenten reduziert. Eine Dosisanpassung ist dann notwendig.

Fazit – Diagnose, Therapie, Ursachen und Ernährung bei Rheumatoider Arthritis

Rheumatoide Arthritis (RA) ist eine Autoimmunerkrankung der Gelenke. Immunzellen attackieren dabei Zellen in der Gelenkinnenhaut, beschädigen und zerstören diese. Die Folge ist entweder ein komplettes Abbauen der Gelenke – oder eine Wucherung der beschädigten Gelenkinnenhaut, was umliegende Knochen und Knorpel verdrängt, deformiert und beschädigt.

Die Folge ist ein Gelenksverschleiß der schlimmsten Art, Betroffene klagen neben einer starken Schwellung, Rheumaknoten und Schmerzen über eine abnehmende Motorik in den betroffenen Gelenken.

Die Standardtherapie erfolgt neben der Schmerztherapie mit Glukokortikoiden, DMARD’s wie Methotrexat und Biopharmazeutika. Dieser Therapie sollte gefolgt werden, und sobald sich die Medikamente eingependelt haben und die Symptome und Schmerzen dadurch kontrolliert werden, ist eine Anpassung in der Lebensführung wichtig:

Die Ernährung sollte angepasst und durch Nahrungsergänzungsmittel, Kräuterextrakte und andere Therapien wie Kälte und Wärme unterstützt werden.

Rheumatoide Arthritis ist eine chronische und meist lebenslange Erkrankung. Die Schwere der Erkrankung hat der Betroffene jedoch durch die Medikamention und Lebensführung selbst in der Hand. Es ist möglich, die Symptomatik stark zu reduzieren, das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern und eventuell sogar in Remission zu gehen.

Eine Kurzfassung des heutigen Beitrages finden Sie hier: Was ist rheumatoide Arthritis?

Wie sind Ihre Erfahrungen mit rheumatoider Arthritis? Was hat Ihnen bereits helfen können? Wir würden uns sehr über Ihren Kommentar freuen!

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Ergänzend über Rheumatoide Arthritis:

Merkblatt 1.2 „Rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis)“. 7. Auflage, 2011

  • Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)

„Was ist eine Rheumatoide Arthritis?“ http://mb.dgrh.de/rheumatoidearthritis.html

  • Biesalski, H. K., et al., Ernährungsmedizin (2004), Thieme Verlag

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