Neue Studienergebnisse: Zusammenhang von Migräne und Vitamin D entdeckt

Vitamin D, Migräne

Was genau Migräne auslöst und was während eines akuten Schubs im Körper passiert, ist wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Entzündungen und ein gestörtes Immunsystem könnten dabei aber eine Rolle spielen. Vitamin D ist in zahlreichen Bereichen des Immunsystems aktiv und wird immer wieder mit Krankheiten wie Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht. Iranische Wissenschaftler untersuchten nun, ob Vitamin D auch Auswirkungen auf Migräne hat. Es zeigte sich: Das Migräne-Risiko sinkt mit steigendem Vitamin-D-Spiegel im Blut. 

Kopfschmerzen und Vitamin-D-Spiegel

Für die Studie verglichen die Forscher der Tehran University of Medical Sciences 70 gesunde Menschen und 70 Menschen mit Migräne, die alle etwa im gleichen Alter waren. Von den Migräne-Patienten litten 34 an chronischer und 36 episodischer Migräne. Den Studienteilnehmern wurden Blutproben entnommen, um den Vitamin-D-Spiegel im Blutserum zu bestimmen. Konzentrationen unter 20 ng/ml wurden als Vitamin-D-Mangel gewertet. Konzentrationen zwischen 20 und 29 ng/ml wurden als ungenügend eingestuft, während Konzentrationen zwischen 30 und 100 ng/ml als ausreichend gewertet wurden. Außerdem füllten die Teilnehmer 30 Tage lang ein Kopfschmerz-Tagebuch aus.

Der Vitamin-D-Spiegel im Blut der Migräne-Patienten war deutlich niedriger als in der Kontrollgruppe. Etwa jede zweite Person mit Kopfschmerzen hatte einen klaren Vitamin-D-Mangel oder einen ungenügenden Vitamin-D-Gehalt im Blut. Bei der Kontrollgruppe waren es lediglich jede vierte Person. 

Der Zusammenhang von Vitamin D und Migräne zeigte sich besonders deutlich bei dem Vergleich der Studienteilnehmer mit hohen und niedrigen Vitamin-D-Werten. Personen mit einem Serum-Spiegel zwischen 50 und 100 ng/ml hatten eine um 80 bis 83 % geringere Wahrscheinlichkeit für Migräne als Personen mit einem Vitamin-D-Mangel. Die Wahrscheinlichkeit an Kopfschmerzen zu leiden, sank mit jeden 5 ng/ml mehr Vitamin D im Blut um etwa 22 %. 

Die Ergebnisse repräsentieren lediglich eine Stichprobe der iranischen Bevölkerung. Die positive Wirkung des Vitamins bei Migräne-Kopfschmerzen muss nun in größer angelegten Studien bestätigt werden.

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