Neue Entdeckung: Vitamin-D-Mangel und Depressionen hängen bei älteren Menschen zusammen

Vitamin-D-Mangel, Depressionen

Zuletzt aktualisiert am 23. Dezember 2018 um 23:46

Depressionen bei älteren Menschen beeinflussen nicht nur die Lebensqualität erheblich. Die Krankheit ist auch ein Risikofaktor für den Rückgang von Funktionen, die Einweisung in ein Pflegeheim und einen früheren Tod. Angesichts der Komplexität von Depressionen, einschließlich der Tatsache, dass die Mehrheit der älteren Menschen nicht diagnostiziert wird, ist die Prävention eine Priorität. Die Identifizierung wichtiger Risikofaktoren ist dabei besonders wichtig. Eine irische Studie zeigt jetzt, dass ein Vitamin-D-Mangel mit einem deutlich erhöhten Risiko einer Depression verbunden ist. 

Mangel an Vitamin D bei älteren, irischen Menschen

Für ihre Studie untersuchten Forscher des Trinity College in Dublin fast 4000 irische Gemeindemitglieder im Alter von über 50 Jahren. Diese wurden auf Depressionen untersucht und ihr Vitamin-D-Spiegel im Blut wurde gemessen. Die Untersuchungen wurden nach zwei und nach vier Jahren wiederholt. 

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Die Forscher entdeckten, dass das Risiko innerhalb von vier Jahren eine Depression zu entwickeln, um etwa 75 % erhöht war, wenn ein Mangel an Vitamin D vorlag. Die Ergebnisse blieben gleich, nachdem auch eine Vielzahl relevanter Faktoren wie depressive Symptome, chronische Krankheitsbelastung und körperliche Aktivität von den Forschern überprüft wurden. Darüber hinaus änderte auch der Ausschluss von Teilnehmern, die Antidepressiva und Vitamin-D-Supplemente nahmen, nichts an den Erkenntnissen.

Das Team um Dr. Robert Briggs, Facharzt für Geriatrie am St. James‘ Hospital Dublin, vermutet, dass die mögliche direkte Wirkung von Vitamin D auf das Gehirn verantwortlich ist. Bei Depressionen im Alter können strukturelle und funktionelle Veränderungen des Gehirns beobachtet werden. Vitamin D könnte eine schützende Wirkung haben und diese Veränderungen abschwächen. Andere Studien konnten bereits zeigen, dass der Vitamin-D-Status auch mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenz, Parkinson und Multipler Sklerose verbunden ist.

Die Forscher zeigen sich hoffnungsvoll, dass die Studienergebnisse erhebliche Auswirkungen auf die Politik und die Praxis von Vitamin-D-Supplementierung bei Depressionen haben wird. 

Die Studie ergänzt die wachsenden Erkenntnisse über den Nutzen von Vitamin D für die allgemeine Gesundheit.

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