Natron und chronische Entzündungen – alle Vor- und Nachteile

Natron und chronische Entzündungen - Alle Vor- und Nachteile

Zuletzt aktualisiert am 25. Juni 2019 um 12:21

In der Alternativmedizin spielt Natron eine große Rolle und hat dort eine große Anhängerschaft. Eine im April erschienene Studie über den Zusammenhang von Natron und Autoimmunerkrankungen hat dem Ganzen einen großen Aufschub gegeben. Aber was steckt wirklich dahinter? Was ist die Wahrheit hinter Natron bei metabolischen Problemen und bei Autoimmunerkrankungen? Kann man mit Natron chronische Entzündungen senken? Das erfahren Sie hier!

Die Chemie hinter Natron

Absolute Grundlage für die Wirkungen von Natron ist ein klein wenig Chemie. Die chemische Formel für Natron lautet NaHCO3, Natriumhydrogencarbonat. In Wasser löst sich Natrium vom Hydrogencarbonat. Hydrogencarbonat ist eine Base und reagiert mit Säuren. Dabei entsteht CO2, die Säuren werden neutralisiert.

Das ist Chemie für Anfänger und ein Grund, warum Natron gerne als Backtriebmittel oder Backpulver verwendet wird. Beim Backen entsteht CO2, der Teig wird dadurch luftiger.

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Natron ist ein beliebtes Hausmittel und sehr effektiv im häuslichen Gebrauch, um chemische Putzmittel zu ersetzen. So eignet sich Natron zum Beispiel, um Deo selbst herzustellen (mit ätherischen Ölen), als Putzmittel, Shampoo und als Basis für Hautcremes.

Sie ahnen, worauf die (vorgeschlagenen) Wirkungen von Natron hinsichtlich Gesundheit abzielen: Natron ist basisch, Ihr Körper tendenziell „übersäuert“. Bei einer ungesunden Ernährung und Lebensführung oder bei chronischen Erkrankungen zumindest. Natron neutralisiert die Säuren, alles wird gut.

Um die Säure-Base-Theorie soll es heute nicht gehen, sondern um Logik und um wissenschaftliche Studien, die die vorgeschlagenen Wirkungen von Natron belegen oder widerlegen.

Natron und Autoimmunerkrankungen – die Vorteile

Beginnen wir mit den Vorteilen, wie sich Natron positiv auf den Körper auswirken kann, besonders bei chronischen Entzündungen und bei Autoimmunerkrankungen.

1. Entsäuert den Magen

Ein übersäuerter Magen kann ein Problem für die Gesundheit sein, da er sowohl Lebensqualität und Nahrungsverdauung sabotieren sowie Sodbrennen und Gastritis begünstigen kann. In den Beiträgen über Gastritis und Reizmagen erfahren Sie, was Sie alles dagegen tun können. Eine einfache Möglichkeit wäre, Natron einzunehmen und so überschüssige Magensäure zu neutralisieren.

Das ist in Ordnung, aber nur bei einem wirklich übersäuerten Magen notwendig.

2. Beseitigt metabolische Azidosen

Mit Azidose ist gemeint, dass der pH-Wert des Blutes gefährlich sinkt, was lebensgefährlich sein kann. Metabolische Azidosen treten bei Diabetes Typ 1, bei einer wirklich grauenvollen Ernährung oder bei anderen Krankheitssituationen (zum Beispiel Nierenprobleme) auf. In einem normalen, halbwegs gesunden Körper treten metabolische Azidosen nicht auf. Auch die Säure-Base-Theorie hat hier ihre Grenzen.

Trotzdem: Bei metabolischen Azidosen ist das Risiko für Nierenversagen und Osteoporose stark erhöht. Hier weisen Studien darauf hin, dass oral zugeführtes Natron entgegenwirken kann. Denn wenn die Salzsäure im Magen neutralisiert ist, wird aus dem Blut wieder neue Säure in den Magen gepumpt. Der pH-Wert des Blutes steigt, wird basischer, was besonders Niere und Knochen freut3-4.

3. Erhöht pH-Wert des Blutes

Kurzzeitig, wenn einmalig eingenommen, steigt der pH-Wert des Blutes nach Aufnahme von Natron. Jedoch bitte nicht zu viel Natron nehmen, maximal zwei Teelöffel auf einmal. Denn auch eine Alkalose des Blutes (zu basisch) kann lebensgefährlich sein!

Sportler profitieren davon, wenn sie vor dem Sport Natron zu sich nehmen, da das Blut mehr Laktat (Milchsäure) abpuffern kann1. Eine höhere Leistung ist möglich, ebenso ein höherer Energieverbrauch.

4. Senkt Entzündungen und überaktive Immunzellen

Hier kommt ein entscheidender Punkt und das, was die eingangs erwähnte Studie2 ergeben hat: Reagiert die Magensäure mit Natron, wird über den Vagusnerv (der größte Nerv im Körper) die Milz darüber benachrichtigt. Die Milz wiederum reagiert darauf, indem sie weniger entzündungsfördernde M1-Makrophagen (Immunzellen), dafür mehr entzündungshemmende M2-Makrophagen produziert.

Das kann so weit gehen, dass Autoimmunreaktionen reduziert oder gar gestoppt werden könnten. Könnten, wohlgemerkt. Im Menschen fehlen bislang noch Studien, aber diese entzündungshemmende Reaktion könnte wertvoll sein.

5. Natron gegen Krebs

In einzelnen Fällen wird behauptet, dass die regelmäßige Einnahme von Natron Krebs heilen könne. Hier fehlen wissenschaftliche Belege. Alles, was wir wissen, sind Einzelfälle. Theoretisch brauchen Krebszellen ein saures Milieu, um am besten wachsen zu können – theoretisch und hier auch nicht alle Krebsarten. Jede Krebsart ist genau genommen einzigartig.

Den Körper basischer zu machen, könnte das Wachstum des Krebs theoretisch hemmen. Es kann passieren, dass der Körper in eine gefährliche Alkalose gerät. Hierzu möchten wir daher keine Aussage machen und keine Stellung beziehen – nur zu Autoimmunerkrankungen und chronischen Entzündungen.

Gut, das sind erste gute Hinweise, die sagen könnten, wie Natron bei Autoimmunerkrankungen wirken kann. Aber wir wollen auch die Nachteile abwägen.

Natron und Autoimmunerkrankungen – die Nachteile

Ein paar wirklich gute Argumente für Natron sind auf der Plus-Seite zu verbuchen. Kommen wir nun zu den Nachteilen, die auftreten können.

PH-Wert des Magens steigt

Wer keinen wirklich übersäuert Magen hat, aber Natron regelmäßig einnimmt, der geht ein Risiko ein. Ein Risiko, dass der pH-Wert des Magens zu sehr steigt. Es ist aber absolut notwendig, dass der pH-Wert im Magen sauer ist, da der Magensaft nun einmal die Aufgabe hat, Krankheitserreger abzutöten und das Essen vorzuverdauen. Wenn das nicht geschieht, ist das schlecht.

Schlechte Eiweißverdauung

Damit der Körper Eiweiß gut verdauen und aufnehmen kann, muss es im Magen mit Säure in Kontakt kommen. Dann faltet sich die 3D-Struktur der Proteine auf und die Proteine können im Dünndarm leichter abgebaut werden. Ist der Magen nicht sauer genug, leidet die Eiweißverdauung darunter, was nicht nur das Risiko für opportunistische Darminfektionen erhöht, sondern auch für Allergien und Leaky Gut Syndrom.

Darminfekte

Magensäure muss Krankheitserreger aus der Nahrung zuverlässig abtöten können. Wenn das nicht geschieht, besteht ein höheres Risiko für Darminfekte – besonders bei belastetem Essen ist der Körper anfälliger.

Schlechtere Ammoniakausscheidung

Der pH-Wert des Darms sollte – ausgehend vom Zwölffingerdarm Richtung Dickdarm – immer saurer werden. Das ist wichtig, damit Ammoniak, ein Abfallprodukt aus dem Proteinstoffwechsel, an den Stuhl abgegeben werden kann, um es auszuscheiden. Deswegen riechen Stuhl und Flatulenz auch so streng nach Kuhstall. Bei zu viel Natron kann es passieren, dass der pH-Wert im Darm zu sehr steigt. Dann kann Ammoniak nicht mehr gut über den Darm ausgeschieden werden und die Niere muss nachhelfen. Was auf Dauer eine Belastung für die Niere sein kann.

So, was machen wir jetzt? Es gibt natürlich Vorteile und Nachteile von Natron bei Autoimmunerkrankungen und chronischen Entzündungen. Das fassen wir gleich zusammen und geben einen guten Ratschlag. Zunächst kommen wir aber noch kurz zu Sodbrennen.

Was ist mit Sodbrennen?

Für Sodbrennen gibt es zwei zentrale Auslöser:

1. Der Magen ist übersäuert. Dadurch ist der Magen gereizter und es kann passieren, dass durch einen falschen Würgreflex gelegentlich Magensäure in die Speiseröhre gelangt. Die Zellen dort mögen die Säure gar nicht, folglich entsteht der charakteristische Schmerz – und ein Risiko für Speiseröhrenkrebs.

2. Der Magen ist untersäuert. Sie haben richtig gelesen – untersäuert! Was dann passiert ist, dass deutlich mehr Bakterien im Magen überleben können. Normalerweise sind das nur eine Handvoll, jetzt mehr, weil der Magensaft nicht so sauer ist wie sonst. Diese Bakterien haben natürlich auch einen Stoffwechsel und vergären Nahrungsmittel, die in den Magen gelangen.

Die Bakterien scheiden Gase aus, diese Gase finden sich zu kleinen Bläschen zusammen, die nach oben aufsteigen und in stressigen Augenblicken oder hektischen Bewegungen wie Seifenblasen platzen. Das bedeutet, es spritzt etwas Magensäure, wenn auch nicht zu sauer, in die Speiseröhre. Auch das kann Sodbrennen auslösen.

Direkt von Sodbrennen auf einen übersäuerten Magen und auf Antazida (Magensäurehemmer) zu schließen, stimmt nicht immer. Das kann man sehr einfach herausfinden.

So testen Sie, ob Ihr Magen übersäuert ist

Dieser Test wirkt etwas befremdlich, ist jedoch eine sehr gute Hilfestellung:

  • Lösen Sie 2 Teelöffel Natron in 100 ml Wasser und trinken Sie das. Vor und nach dem Test sollten 2 Stunden Zeit bis zur nächsten Mahlzeit/Tee/Kaffee gelassen werden.
  • Normalerweise bildet sich nun in Ihrem Magen aufgrund der Säure-Base-Reaktion CO2, das als Rülpser wieder entweicht. Je schneller und je stärker diese Reaktion ist, desto saurer ist Ihr Magen. Wenn gar kein Aufstoßer kommt, ist Ihr Magen untersäuert. In beiden Fällen finden Sie in diesem Beitrag (Reizmagen) gute Hilfestellungen.

Besonders, wenn Sodbrennen und ein untersäuerter Magen zusammenkommen, sind viele Betroffene zuerst überrascht. Das kann jedoch auch passieren.

Kommen wir nun zu unserem abschließenden Fazit und zu unseren Empfehlungen zu Natron!

Natron richtig nutzen – so geht‘s!

Natron hat Vorteile, aber auch Nachteile. Einige Vorteile sind wissenschaftlich belegt, andere stecken noch in den Kinderschuhen (wie Autoimmunerkrankungen). Es deutet sich an, dass Natron wichtig werden könnte bei der Behandlung von chronisch-entzündlichen Erkrankungen.

Jedoch hat Natron auch Nachteile, auf die wir achten müssen. Unsere Empfehlungen möchten wir daher im Folgenden zusammenfassen:

  1. Testen Sie zuerst, ob Ihr Magen nicht doch untersäuert ist. Den Test finden Sie oben.
  2. Nehmen Sie Natron 1 bis 3 mal täglich ein, die Dosierung müssen Sie selbst herausfinden. 0,5 bis 2 Teelöffel Natron in einem Glas Wasser ist der grobe Richtwert.
  3. Beginnen Sie mit niedriger Dosierung (0,5 Teelöffel) und niedriger Frequenz (1 mal täglich) und tasten sich langsam nach oben. Beobachten Sie Ihren Körper dabei.
  4. Nehmen Sie Natron immer im Abstand von mindestens 2 Stunden zur nächsten oder zurückliegenden Mahlzeit ein. Andernfalls kann es passieren, dass Ihre Verdauung beeinträchtigt wird und gesundheitliche Konsequenzen drohen.
  5. Beobachten Sie Ihre Gesundheit und Selbstempfinden: Spüren Sie Unterschiede hinsichtlich Symptomatik Ihrer Autoimmunerkrankung/Entzündung? Dann teilen Sie uns das bitte mit.
  6. Missachten Sie bitte niemals Ernährung, Stressreduktion, Lebensführung und gesunden Schlaf. Auch das beeinflusst Entzündungen und Autoimmunerkrankungen maßgeblich. Hier auf dem Autoimmunportal finden Sie dazu wertvolle Informationen.

Fazit – Natron bei Autoimmunerkrankungen

Natron hat Vorteile und Nachteile zu bieten, einige sind logisch, andere sind bereits wissenschaftlich belegt. Grundsätzlich sollte Natron nur eingenommen werden, wenn der Magen nicht untersäuert ist.

Für die Einnahme von Natron gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, unter anderem, sich genug Zeit bis zur nächsten Mahlzeit zu lassen und es nur einzunehmen, wenn Ihr Magen NICHT untersäuert ist.

Ob Natron bei Krebs wirkungsvoll ist, können wir nicht einschätzen. Bei Autoimmunerkrankungen ist es potenziell sehr nützlich, sollte jedoch nicht die Verdauung sabotieren.

In jedem Fall bitten wir Sie, uns Ihre Erfahrungen mitzuteilen und bei Selbstexperimenten Ihren Arzt oder Therapeuten zu konsultieren.

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Quellenverzeichnis
  1. Krustrup, Peter; Ermidis, Georgios; Mohr, Magni (2015): Sodium bicarbonate intake improves high-intensity intermittent exercise performance in trained young men. In: Journal of the International Society of Sports Nutrition 12, S. 25. DOI: 10.1186/s12970-015-0087-6.
  2. Ray, Sarah C.; Baban, Babak; Tucker, Matthew A.; Seaton, Alec J.; Chang, Kyu Chul; Mannon, Elinor C. et al. (2018): Oral NaHCO<sub>3</sub> Activates a Splenic Anti-Inflammatory Pathway: Evidence That Cholinergic Signals Are Transmitted via Mesothelial Cells. In: The Journal of Immunology. DOI: 10.4049/jimmunol.1701605.
  3. Zhang, Bin; Liang, Long; Chen, Wenbo; Liang, Changhong; Zhang, Shuixing (2015): The efficacy of sodium bicarbonate in preventing contrast-induced nephropathy in patients with pre-existing renal insufficiency: a meta-analysis. In: BMJ open 5 (3), e006989. DOI: 10.1136/bmjopen-2014-006989.
  4. Jehle, Sigrid; Zanetti, Antonella; Muser, Jurgen; Hulter, Henry N.; Krapf, Reto (2006): Partial neutralization of the acidogenic Western diet with potassium citrate increases bone mass in postmenopausal women with osteopenia. In: Journal of the American Society of Nephrology : JASN 17 (11), S. 3213–3222. DOI: 10.1681/ASN.2006030233.
  5. Gambino, Alessio; Broccoletti, Roberto; Cafaro, Adriana; Cabras, Marco; Carcieri, Paola; Arduino, Paolo G. (2017): Impact of a sodium carbonate spray combined with professional oral hygiene procedures in patients with Sjogren’s syndrome: an explorative study. In: Gerodontology 34 (2), S. 208–214. DOI: 10.1111/ger.12250.
  6. Hopper, Kate (2017): Is Bicarbonate Therapy Useful? In: The Veterinary clinics of North America. Small animal practice 47 (2), S. 343–349. DOI: 10.1016/j.cvsm.2016.09.005.
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Martin ist studierter Biochemiker und molekularer Biotechnologe (M.Sc., Technische Universität München) und arbeitete in der klinischen Forschung (Universitätsklinikum Erlangen) beschäftigt an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Martin möchte schwere biologische oder medizinische Themen einfach und verständlich beschreiben und Betroffenen so die Mittel an die Hand geben, wieder mehr Kontrolle über ihre Gesundheit zu erlangen. Weitere Beiträge von ihm sind auf den Portalen Primal-State, Edubily, MyProtein, Fairment, Paleolifestyle und SchnellEinfachGesund zu finden.

22 KOMMENTARE

  1. Hallo,
    Mein Name ist Mathis Wetzel und ich bin 28 Jahre alt.
    Ständig habe ich Probleme mit Sodbrennen obwohl ich mich recht ausgewogen Ernähre.Was mich am meisten wundert ist, dass ich nach dem Verzehr einer Banane oftmals sehr heftig Sodbrennen bekomme.
    Eine Magenspieglung habe ich schon hinter mir um der Ursache auf den Grund zugehe.
    Dabei wurde ein leichter Zwergfellbruch diagnostiziert , der mir aber als harmlos verkauft wurde.
    Mit Pantropazol werde ich meine Beschwerden schon gut und langfristig in den Griff bekommen so der behandelnde Arzt…
    Nun ja , ich habe mich mit einem Kollegen über die Beschwerden ausgetauscht und er sagte mir das er bei Sodbrennen auf ein Glas Wasser mit Natron setzt.
    Diese habe ich dann auch vor ca. 5 Tagen das erste ma ausprobiert. Einfach einem Glas mit 250ml stillem Wasser 1 Teelöffel Natron zugegeben und gleich morgens nach dem aufstehen zu mir genommen (ca. 1,5 bis 2 Stunden vor der ersten Mahlzeit).
    Ich habe danach zwar immeroch gemerkt das Magensäure in die Speiseröhre gelang aber diese war lange nicht mehr so agressiv.
    Also ein insgesamt positiver Effekt.
    Die Prozedur wiederholte ich am nächsten Tag erneut.
    Es waren keine negativen Nebenwirkungen zu erkennen.
    Das waren bisher die einzigen bei den Tage an denen ich Natron zu mir genommen habe.
    Darauf folgten 2 Tage Weihnachtsessen mit Alkoholkonsum.
    Nun liege ich mit einer Rachenentzündung und Fieber flach.
    Meine Frage nun lautet: Kann das Natron mit der Rachenentzündung in Verbindung gebracht werden?

    • Hallo Herr Wetzel,
      Unserer Einschätzung nach kann das Natron nicht mit Ihrer Rachenentzündung in Verbindung gebracht werden. Das deftige und reichliche Weihnachtsessen und der Alkohol sind als Ursachen hier deutlich relevanter.

      Viele Grüße und gute Besserung,
      Martin Auerswald

    • Also ich kann Ihnen nur eine OP empfehlen zwecks Zwerchfell bruch in Berlin nachdem loehde Verfahren. Beste Erfahrungen 🙂

      Die rachenentzündung kommt eher von der Säure die hoch steigt 🙂 deswegen unbedingt die OP machen aber auch nur in Berlin nicht die normale Standard Müll OP 🙂

  2. Hallo,
    ich möchte diesen Test mit Soda machen. Nimmt man kaltes oder warmes Wasser? Soda verhält sich nämlich unterschiedlich, wenn es um Wassertemperatur geht.

    Viele Grüße
    R.

    • Hallo und danke für die Frage,
      Wir empfehlen lauwarmes Wasser für diesen Test.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

      • Es heißt, wenn ich Soda im Wasser auflöse, muss dabei ein bestimmtes Geräusch deutlich zu hören sein?
        Für die Entsäuerung empfehlen Sie die gleiche Wassertemperatur?

  3. Hallo, ich wollte Feedback zu Natron geben. Bin 52 Jahre und hab seit 18 Jahren collitis ulcerosa im Enddarm. Bin letztes Jahr im Mai auf Artikel über Natron gestoßen und hab es ausprobiert. 1 TL Natron auf 250ml Wasser morgens getrunken. Nach 1 Woche waren alle Beschwerden weg. Hatte trotz Mesalazin Zäpfchen nie komplett beschwerdefreie Zeiten. Seitdem ohne Medikamente komplett beschwerdefrei und Lt Darmspiegelung im Juli in Remission

    • Hallo und vielen Dank für die Mitteilung dieser tollen Nachrichten!
      Alles Gute weiterhin und viele Grüße,
      Martin Auerswald

  4. Guten Abend,
    ich habe seit 20 Jahren einen systemischen Lupus mit einer Manifestation im Blut (hämolytische Anämie).
    Die dargestellten Prozesse zur verringerten Entzündungsneigung durch Natron interessieren mich daher sehr.
    Jedoch habe ich seit vielen Jahren schon keine Milz mehr. Kann der Vagusnerv dennoch auch bei mir die entsprechenden Signale senden?

    Aufmerksam auf Natron bin ich übrigens durch (in letzter Zeit leider gehäufte) Blaseninfekte geworden.
    Beim letzten habe ich recht verzweifelt auf diesen alten Haushaltstipp zurückgegriffen und so den HWI zum 1. Mal ohne Antibiose in den Griff bekommen:)!
    Was ich jedoch nicht verstehe: in dem Zusammenhang wird immer „max 3 Tage lang“ angemahnt.
    Warum eigentlich?
    Wenn Menschen mit Sodbrennen zB absolut regelmäßig (mehrfach pro Woche) zu Bullrich-Tabletten u.ä. greifen…

    In jedem Fall Danke für den tollen Artikel!
    Bin etwas bange ob der Dosis beim Test, aber werde ihn in stabiler Verfassung dennoch machen (ist mit dann bei mir evtl übersäuertem Magen gleich der ganze Organismus gemeint?).

    Freundliche Grüße und danke für Feedback, NP

    • Hallo Frau Polfuß,
      Wir empfehlen das Natron nur wenige Tage einzunehmen, weil es die Magensäure neutralisiert und dadurch die Verdauung beeinträchtigt werden kann. Besonders Autoimmunerkrankte weisen häufig einen Magensäure-Mangel auf, durch mehr Natron würde dies nur noch mehr verschlimmert. Durch den im Beitrag erwähnten Test können Sie gut herausfinden, ob Sie tendenziell zu viel oder zu wenig Magensäure haben, und dann daran anpassen, ob Sie Natron gegen Entzündungen einnehmen möchten, oder nicht. Ob das Natron auch ohne Milz entzündungshemmend wirkt, ist schwer zu sagen. Die Wirkung wird überwiegend durch die Milz übertragen, aber dennoch können Sie gerne für 3 Tage Natron einnehmen und dies ausprobieren – sofern Sie ausreichend Magensäure haben.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  5. Guten Abend,
    ich habe seit 20 Jahren einen systemischen Lupus mit einer Manifestation im Blut (hämolytische Anämie).
    Daher interessieren mich die Darstellungen zum Natron in Bezug auf eine Senkung der Entzündungsreaktionen sehr.
    Jedoch habe ich seit vielen Jahren schon keine Milz mehr. Kann dennoch ein Signal über den Vagusnerv erfolgen?

    Auf Natron bin ich übrigens durch (in letzter Zeit leider gehäufte) Blasenentzündungen gestossen.
    Beim letzten habe ich recht verzweifelt auf dieses alte Hausmittel zurück gegriffen und zum 1. Mal den HWI ohne Antibiose überstanden:)!
    Was mich jedoch wundert: dort wird stets „max 3 Tage“ lang angemahnt.
    Menschen mit Sodbrennen zB aber nehmen doch sehr regelmäßig und häufig Bullrich-Tabletten…
    Warum diese Warnung?

    Den Test werde ich beizeiten auf jeden Fall machen, wenn mich auch die Dosis etwas schreckt.
    Eine Frage dazu noch: wenn der Magen übersäuert ist, ist damit dann auch der ganze Organismus/Mensch gemeint?

    Ich danke für diesen spannenden Artikel und freue mich auf Ihr Feedback, NP

    • Hallo und danke für Ihre Fragen,
      Grundsätzlich nehmen wir etwas Abstand von der klassischen Säure-Base-Theorie, weil sie wissenschaftlich nicht haltbar ist. Bei einer Übersäuerung des Magens hat Natron durchaus seine Daseinsberechtigung, auch über längere Zeit. Die Warnung rührt daher, dass wir in der Praxis ebenso häufig eine Untersäuerung des Magens beobachten, die Symptome aber häufig als Übersäuerung gedeutet werden. Daher ist es sehr empfehlenswert, diesen Test durchzuführen und daran angelehnt Natron einzunehmen, oder nicht.
      Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen damit beantworten.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  6. Hallo, mich interessiert wie lange man Natron einnimmt? In Form einer Kur? Oder Daueranwendung? Oder bei heftigen Beschwerden? Ich möchte es gegen meine Pollenallergie verwenden. LG

    • Hallo Frau Starke,
      Wir empfehlen zu nächst zu testen, ob Sie ausreichend Magensäure besitzen. Da längerfristige Effekte von Natron schwer abschätzbar sind und die entzündungshemmenden Wirkungen besonders kurzfristig bekannt sind, empfehlen wir eine kurze Kur von circa 3 Tagen, an denen Sie früh und abends Natron einnehmen.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  7. Vielen Dank vorab, Herr Auerswald.

    Verstehe ich Sie richtig in der Annahme, dass Sie die in Ihrem Artikel genannten Studienergebnisse für nicht glaubwürdig halten?
    Können Sie die Milz-Frage daher nicht einschätzen?

    Ich habe den Test gemacht… das Aufstoßen kam so schnell, dass ich kaum schlucken konnte;).

    Wenngleich ich sehr gesund esse und auch hinreichend Sport treibe (Alk und Zigaretten sind auch nicht im Spiel), denke ich, dass 20 Jahre Cortison und 10 Jahre zB Azathioprin etc. neben viel privatem Stress in den letzten ca 8 Jahren meine Säure-Kandidaten waren/sind.

    Daher werde ich mal eine Kur (3-4 Wochen) mit Natron (1/2 Tabl Kaisernatron = 0,5mg sollte reichen, oder?) machen und dann sehen, ob ich eine positive Wirkung spüre.
    Und berichten.

    Auf jeden Fall behalte ich die o.g. Dosis als Prophylaxe vor bzw nach GV bei, um einen HWI abzuwehren!
    Evtl auch ein Tipp für andere Frauen.

    Herzliche Grüße, NP

  8. Vielen Dank vorab, Herr Auerswald.

    Verstehe ich Sie richtig in der Annahme, dass Sie die in Ihrem Artikel genannten Studienergebnisse für nicht glaubwürdig halten?
    Können Sie die Milz-Frage daher nicht einschätzen?

    Ich habe den Test gemacht… das Aufstoßen kam so schnell, dass ich kaum schlucken konnte;).

    Wenngleich ich sehr gesund esse und auch hinreichend Sport treibe (Alk und Zigaretten sind auch nicht im Spiel), denke ich, dass 20 Jahre Cortison und 10 Jahre zB Azathioprin etc. neben viel privatem Stress in den letzten ca 8 Jahren meine Säure-Kandidaten waren/sind.

    Daher werde ich mal eine Kur (3-4 Wochen) mit Natron (1/2 Tabl Kaisernatron = 0,5mg sollte reichen, oder?) machen und dann sehen, ob ich eine positive Wirkung spüre.
    Und berichten.

    Auf jeden Fall behalte ich die o.g. Dosis als Prophylaxe vor bzw nach GV bei, um einen HWI abzuwehren!
    Evtl auch ein Tipp für andere Frauen.

    Herzliche Grüße, NP

    • Hallo,
      Die Studienergebnisse halte ich für glaubwürdig, aber von der Säure-Base-Theorie möchte ich Abstand nehmen, da diese wissenschaftlich nicht haltbar ist.
      Ihrem Bericht nach könnte sich eine Natron-Kur lohnen – berichten Sie uns gerne weiterhin, wie es Ihnen damit geht.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  9. Vielen Dank vorab, Herr Auerswald.
    Verstehe ich Sie richtig in der Annahme, dass Sie die in Ihrem Artikel genannten Studienergebnisse für nicht glaubwürdig halten?
    Können Sie die Milz-Frage daher nicht einschätzen?

    Ich habe den Test gemacht… das Aufstoßen kam so schnell, dass ich kaum schlucken konnte;).
    Wenngleich ich sehr gesund esse und auch hinreichend Sport treibe (Alk und Zigaretten sind auch nicht im Spiel), denke ich, dass 20 Jahre Cortison und 10 Jahre zB Azathioprin etc. neben viel privatem Stress in den letzten ca 8 Jahren meine Säure-Kandidaten waren/sind.
    Daher werde ich mal eine Kur (3-4 Wochen) mit Natron (1/2 Tabl Kaisernatron = 0,5mg sollte reichen, oder?) machen und dann sehen, ob ich eine positive Wirkung spüre.
    Und berichten.

    Auf jeden Fall behalte ich die o.g. Dosis als Prophylaxe vor bzw nach GV bei, um einen HWI abzuwehren!

    Evtl auch ein Tipp für andere Frauen.
    Herzliche Grüße, NP

  10. Vielen Dank vorab, Herr Auerswald.
    Verstehe ich Sie richtig in der Annahme, dass Sie die in Ihrem Artikel genannten Studienergebnisse für nicht glaubwürdig halten?
    Können Sie die Milz-Frage daher nicht einschätzen?
    Ich habe den Test gemacht… das Aufstoßen kam so schnell, dass ich kaum schlucken konnte;).
    Wenngleich ich sehr gesund esse und auch hinreichend Sport treibe (Alk und Zigaretten sind auch nicht im Spiel), denke ich, dass 20 Jahre Cortison und 10 Jahre zB Azathioprin etc. neben viel privatem Stress in den letzten ca 8 Jahren meine Säure-Kandidaten waren/sind.
    Daher werde ich mal eine Kur (3-4 Wochen) mit Natron (1/2 Tabl Kaisernatron = 0,5mg sollte reichen, oder?) machen und dann sehen, ob ich eine positive Wirkung spüre.
    Und berichten.
    Auf jeden Fall behalte ich die o.g. Dosis als Prophylaxe vor bzw nach GV bei, um einen HWI abzuwehren!
    Evtl auch ein Tipp für andere Frauen.
    Herzliche Grüße, NP

  11. Auf Empfehlung einer Bekannten nehme ich seit 5 Wochen täglich vor dem zu Bett gehen ein TL Natron in einem Glas Wasser zu mir. Beim ersten Mal bekam ich sofort eine gute Portion CO2 zurück (s. Test zur Magenübersäuerung).

    Meine Bekannte hat mir gesagt, dass man eine Übersäuerung des Körpers am Geschmack der Natronlösung erkennen kann. Je salziger die Lösung schmeckt, desto übersäuerter ist der Körper. Binnen einer Woche hat sich bei mir der Geschmack von stark salzig nach gering salzig geändert. Auch das ein wichtiger Indikator. Ein bisschen salzig sollte die Lösung schmecken, sonst droht Untersäuerung.

    Zusätzlich nehme ich während des Sports (Volleyball, Tischtennis) 1 TL Natron auf 1 Liter Wasser. Seitdem ich das mache, habe ich am nächsten Tag deutlich weniger Muskel- und Mobilitätsbeschwerden.

  12. Wäre es im Zweifelsfall, ob man über- oder untersäuert ist, ein Kompromiss, Natron mit Ascorbinsäure zu mischen (z.B. 2:1), was zudem noch den Vorteil der Vit. C-Aufnahme hätte?

    • Hallo Frau Lück,
      Die Kombination mit Natron wird sich nicht nennenswert auf die Aufnahme von Vitamin C auswirken. Bei einem gereizten Magen ist die Abpufferung von Vitamin C mit Natron ein guter Kompromiss. Im Falle eines übersäuerten Magens kann es sinnvoll sein, mit Natron entgegen zu wirken, bei einem untersäuerten Magen empfehlen wir kein Natron.

      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

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