Sind Nahrungsergänzungsmittel wirklich notwendig?

Sind Nahrungsergänzungsmittel wirklich notwendig?

Zuletzt aktualisiert am 17. Juli 2018 um 16:33

Auf vielen Gesundheitsportalen und hier auf dem Autoimmunportal, bekommen Sie gelegentlich das Gefühl, dass Nahrungsergänzungsmittel absolut notwendig sind. Das wir gar nicht ohne können. Ist das wirklich so? Lesen Sie hier eine kritische Stellungnahme über Nahrungsergänzungsmittel.

Warum sollte ich Nahrungsergänzungsmittel nehmen?

Grundsätzlich gibt es Nahrungsergänzungsmittel erst seit maximal 100 Jahren. In unserer Ernährung haben sie Jahrmillionen keine Rolle gespielt. Also sollte argumentiert werden, dass unser Körper sie von Natur aus nicht braucht, oder?

Beginnen wir daher mit der Frage, warum Menschen Nahrungsergänzungsmittel überhaupt nehmen:

  • Schlaues Marketing durch die verkaufenden Unternehmen
  • Wissenschaftliche Studien belegen Wirkung X durch Nahrungsergänzungsmittel Y
  • Nährstoffmangel wird festgestellt und man möchte ihn ausgleichen
  • Körper und Gesundheit sollen optimiert werden
  • Ideologische/Religiöse Gründe

Das sind die wichtigsten Gründe, warum Menschen überhaupt Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Wollen Sie wissen, welcher Punkt davon der einzige wichtige Grund ist, warum Sie Nahrungsergänzungsmittel einnehmen sollten?

Es ist die Sache mit Nährstoffmängeln. Das ist relevant und wichtig. Ihn wollen wir gleich noch ausführlicher besprechen. Optimierung, Marketing, Ideologie, … alles unwichtig: Es geht um grundlegende Mängel unseres Körpers, die ausgeglichen werden sollten. Die anderen Gründe sind für uns zweitrangig und kein Grund, dass jeder Ergänzungsmittel einnehmen sollte.

Nahrungsergänzungsmittel – Gesünder dank Wissenschaft?

Bei Nahrungsergänzungsmitteln gilt wie bei gesunden Lebensmitteln oder bei einer neuen Uhr: Wer wirkliche Qualität haben möchte, sollte bereit sein, ein paar Euro mehr dafür auszugeben. Je billiger und je in-transparenter der Hersteller, desto weniger Wirkung ist zu erwarten. Umso höher sind die Risiken, die mit diesen Nahrungsergänzungsmitteln einhergehen.

Grundsätzlich sind Nahrungsergänzungsmittel ein tolles Werkzeug, um den Körper gesünder zu „machen“ – Nährstoffmängel sind kein Spaß und besitzen die Fähigkeit ernsthafte Krankheiten auszulösen oder zu verstärken. Wir möchten, dass Sie wissen, wie dieses Werkzeug eingesetzt wird. Denn selbst mit dem besten Hammer ist es möglich sich den eigenen Daumen brechen, wenn Sie ihn nicht richtig schwingen.

Die 4 Grundregeln bei Nahrungsergänzungsmitteln sind daher:

  • Die richtige Qualität
  • Ein transparenter Hersteller
  • Richtige Dosierung
  • Der richtige Zeitpunkt (sprich, wenn ein Mangel vorliegt)

Dank moderner Technologie ist es möglich, die besten Nahrungsergänzungsmittel heute relativ günstig und in hoher Reinheit herzustellen und zu kaufen. Nie zuvor gab es sowas in der Menschheitsgeschichte – Kräutertinkturen und Heilpilze waren die wahrscheinlich einzigen „Nahrungsergänzungsmittel“, die es bisher gab.

Sie sehen: Es ist nicht zielführend, alles schwarz und weiß zu sehen. Alles muss im Kontext betrachtet werden. Die richtigen Nahrungsergänzungsmittel für die richtigen Bedürfnisse, zur richtigen Zeit, in der richtigen Dosierung.

Wie Sie das tun und umsetzen, ist relativ leicht: Vertrauen Sie auf die richtigen Quellen, die Empfehlungen zu Nahrungsergänzungsmitteln empfehlen. Hersteller dürfen ohnehin kaum gesundheitsbezogenen Aussagen (Health Claims) machen – unabhängige Gesundheitsportale sind in der Lage Ihnen mit wissenschaftlichen Studien und Erfahrungswerten in der Hinterhand Empfehlungen aussprechen.

Der heutige Beitrag soll Nahrungsergänzungsmittel per se nicht loben oder Ihre Sichtweise zerstören, sondern abwägen und kritisch sein. Kritisch besonders, weil es viele Probleme, Risiken und schwarze Schafe auf dem Markt für Nahrungsergänzungen gibt:

Zusatzstoffe, Qualität und Co. – Bewerten des Risikos von Nahrungsergänzungsmitteln

Fast jeder Mensch hat einen oder mehrere Nährstoffmängel, die die Gesundheit auf verschiedene Art und Weisen belasten. Natürlich sollte immer erste Wahl sein, Nährstoffmängel durch gesunde Lebensführung und Ernährung zu beseitigen. Sie finden bei uns daher immer Informationen darüber, in welchen Nahrungsmitteln ein Nährstoff ausreichend enthalten ist.

Manchmal ist es nicht möglich, Nährstoffmängel durch die Ernährung zu beseitigen – dann sind Nahrungsergänzungen eine bequeme und schnelle Lösung. Ein paar Probleme mit Nahrungsergänzungsmitteln im Allgemeinen sollten wir noch ansprechen:

Jeder darf Nahrungsergänzungsmittel verkaufen

Es gibt keine Regulierung, wer Nahrungsergänzungsmittel verkaufen darf und wer nicht. Theoretisch darf das jeder tun. Es ist also wichtig, transparente und hochwertige Anbieter zu kennen, denen Sie vertrauen schenken und bei denen Sie Ihre Nährstoffe beziehen können.

Health Claims

Viele Anbieter treffen immer noch gesundheitsbezogene Aussagen über ihre Produkte, obwohl das nur bedingt erlaubt ist. Bei gesundheitsbezogenen Aussagen und Versprechungen, die Hersteller über ihre eigenen Produkte treffen, sollten Sie immer kritisch sein.

Zusatzstoffe

Es ist nicht reguliert, welche Zusatzstoffe sich in Nahrungsergänzungen mit einschleichen dürfen und welche nicht. Es ist ein Unterschied, ob Weizenstärke als Füllmaterial verwendet wird, oder Hydroxypropylmethylcellulose. Auf Ersteres werden Betroffene der Zöliakie oder Hashimoto Thyreoiditis sensibel reagieren, selbst wenn das Präparat Nährstoffe enthält, die der Betroffene braucht.

Achten Sie also immer auf die Zusatzstoffe: Je weniger, desto besser. Wie bei Lebensmitteln gilt hier die Faustregel: Wenn Sie einen Zusatzstoff ohne Chemiestudium nicht entziffern könnten, im Zweifelsfall die Finger davonlassen!

PS: Hydroxypropylmethylcellulose ist ein beliebter Füllstoff – und ein Ballaststoff. Also völlig unbedenklich. Der wahrscheinlich häufigste, ungefährlichste Zusatzstoff. Diesen einen dürfen Sie sich merken.

Bioverfügbarkeit

Nicht immer kommen Nährstoffe, die oral über Nahrungsergänzungen aufgenommen werden, im Körper an und wirken dort. Das wird Bioverfügbarkeit genannt.

Viele Produkte werden unter falschen Aussagen beworben. Folsäure ist ein gutes Beispiel: 95 % aller Folsäurepräparate oder Kombipräparate mit Folsäure enthalten den Inhaltsstoff „Folsäure“. Jedoch ist Folsäure per se ein chemisch synthetischer Stoff, mit dem Ihr Körper nichts anfangen kann.

Die bioaktive Form heißt 5-Methyl-Tetrahydrofolat (5-Me-THF). Das müssen Sie sich jetzt nicht merken, keine Sorge! Es ist wichtig, dass Sie Empfehlungen für Nahrungsergänzungsmitteln nur von Seiten, Portalen oder Experten entgegennehmen, die erfahren und die fachlich geeignet sind, solche Empfehlungen auszusprechen.

Nährstoffmängel – Warum Sie Nahrungsergänzungsmittel nehmen sollten

Der einzige wirklich wichtige Grund, Nahrungsergänzungen einzunehmen ist, Nährstoffmängel zu beseitigen und damit gesundheitliche Wirkungen im Körper zu erzielen. Tatsächlich gibt es ein paar Nährstoffe, von denen fast jeder von uns einen Mangel hat, was natürlich nicht gut für die Gesundheit ist.

Es gibt immer wieder öffentliche Stellungnahmen vom Amt für Risikobewertung oder von der DGE zum Thema Nahrungsergänzungsmittel. Mit dem Ergebnis, dass sie überflüssig sind. Die nationale Verzehrstudie spricht jedoch eine ganz andere Sprache: Es gibt eine ganze Reihe von Nährstoffen, von denen der Durchschnittsdeutsche zu wenig bekommt und einen Mangel aufweist. Diese erfahren Sie am Ende dieses Beitrags.

In unserem Körper unterliegt alles biochemischen Gleichgewichten, Nährstoffe und Vitamine nehmen hier die Schnittstelle ein. Fehlen Nährstoffe, dann drohen Gleichgewichte zu kippen. Dies lässt sich in fast jedem unserer Beiträge über chronische Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen nachlesen.

Was ist der Grund dafür, dass Nährstoffmängel verbreitet sind? Sollte eine gesunde Ernährung nicht theoretisch alle Nährstoffe abdecken, die der Körper braucht?

Die Antwort ist: Ja, theoretisch kann eine gesunde Ernährung das. Praktisch ist das unmöglich. Der Durchschnittsdeutsche ernährt sich nicht gesund, nicht vielseitig genug und es gibt noch weitere Gründe, warum fast jeder von uns Nährstoffmängel aufweist:

6 Gründe, warum fast jeder von uns Nährstoffmängel hat

Sinkende Nährstoffdichte

Durch industrielle Landwirtschaft, ausgelaugte Böden und Züchtung haben unsere Nahrungsmittel heute deutlich weniger Nährstoffe zu bieten als noch vor 100 Jahren. Besonders bei Obst und Gemüse geht es meistens nur um Volumen, weniger um Nährstoffdichte. Sogar bei unseren „Grundnahrungsmitteln“ wie Getreide nimmt die Nährstoffdichte immer weiter ab. Ganz fundamentale Nährstoffe werden nicht mehr gedeckt.

Stress

Ein zentrales Gesundheitsproblem heute ist der massive Anstieg von chronischem Stress in unserer Gesellschaft. Stress entzieht unserem Körper Nährstoffe, indem biochemische Gleichgewicht empfindlich gestört und verschoben werden. So verbraucht ein gestresster Körper beispielsweise deutlich mehr Vitamin B1, Vitamin C und Magnesium als ein nicht gestresster.

Toxine

Dank Chemieindustrie, Pharmaindustrie und industrieller Landwirtschaft finden sich heute viel mehr Giftstoffe in der Umwelt als von der Natur vorgesehen. Diese Giftstoffe landen in der Luft, im Wasser, in Ihren Nahrungsmitteln und am Ende in Ihrem Körper. Das Ausscheiden und Verarbeiten dieser Giftstoffe greift nicht nur Ihren Körper massiv an, sondern erhöht den Verbrauch gewisser Nährstoffe (z.B. Vitamin B und C).

Industrialisierung der Lebensmittel

Jährlich steigt der Anteil von industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln in unserer Ernährung. Der Trend geht immer weiter weg von der Natur und immer mehr hin zu industrieller Nahrung. Sie sollten bedenken, dass bei jedem Verarbeitungsschritt Nährstoffe verloren gehen. Eine Apfeltasche ist keineswegs mit einem frisch gepflückten Apfel vergleichbar.

Erhöhter Bedarf

Es gibt Bevölkerungsgruppen, die einen erhöhten Nährstoffbedarf haben und daher einige Nährstoffe zusätzlich ergänzen müssen, damit die Gesundheit nicht darunter leidet:

Wer sollte Nahrungsergänzungsmittel nehmen?

Grundsätzlich sollte jeder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, der Nährstoffmängel aufweist und diese mit gesunder Ernährung nicht beseitigen kann. Es gibt Bevölkerungsgruppen, die ein erhöhtes Bedürfnis einiger Nährstoffe haben:

Sportler

Hochleistungssportler schwitzen mehr, ihre Muskeln müssen mehr leisten und sie haben höheres Bedürfnis nach Regeneration. Das erhöht natürlich das Bedürfnis nach Protein, Salz, Kalium, Magnesium und Vitamin C. Um nur einige Beispiele zu nennen.

Schwangere

Da im Bauch ein neues Leben heranwächst, das ebenfalls Bedürfnisse hat, müssen Schwangere auf einige Nährstoffe besonders achten: Jod, Omega-3-Fettsäuren und Folsäure sind nur drei davon.

Ältere

Im Alter lässt die Kapazität des Stoffwechsels und der Leber deutlich nach. Wer dem nicht entgegenwirkt, erhöht drastisch das Risiko für degenerative Erkrankungen oder Zivilisationskrankheiten. Klassische Mangelnährstoffe im Alter sind Glycin, Vitamin A und Zink.

Chronisch erkrankte

Wenn Gleichgewichte schon gekippt sind und chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Autoimmunerkrankungen bestehen, dann besteht ein erhöhter Nährstoffbedarf. Nährstoffmängel sind ein möglicher Grund für die Ursache der Erkrankung. Sind trotzdem in der Lage dabei zu helfen, die Erkrankung zu behandeln.

Zu jeder chronischen Erkrankung und Autoimmunerkrankung hier auf dem Autoimmunportal finden Sie Empfehlungen zu bestimmten Nährstoffen, die sich lohnen und sich bewährt haben.

Nahrungsergänzungsmittel bei Autoimmunerkrankungen?

Bei Autoimmunerkrankungen ist es wichtig, körpereigene Gleichgewichte wiederherzustellen. Etwa das Immunsystem beruhigen, Entzündungen senken, Nährstoffmängel beseitigen, Darm- und Lebergesundheit wiederherstellen. Dabei sind gezielte Gaben von Nahrungsergänzungsmitteln hilfreich.

Nahrungsergänzungen sind keine Pflicht, sondern eine Option. Die Nährstoffe, die wir hier empfehlen, haben sich entweder in der Erfahrung oder in wissenschaftlichen Studien als wirkungsvoll herausgestellt. Wir verdienen kein Geld, wenn wir Ihnen diese Nährstoffe empfehlen, wir wollen lediglich helfen. Grundsätzlich sollten Sie bei Gesundheitsportalen kritisch bleiben, wenn sich diese über den Verkauf von Nahrungsergänzungsmitteln finanzieren. Wir tun dies nicht.

In den Beiträgen zur Behandlung bestimmter Autoimmunerkrankungen finden Sie immer geeignete Nährstoffe, der dort stehenden Information – in der angegebenen Dosierung – dürfen Sie vertrauen. Bei Zweifeln fragen Sie immer vorher Ihren Arzt oder Therapeuten um Rat.

Welche Nahrungsergänzungsmittel sind sinnvoll?

Nun haben wir ausführlich die Pro‘s und Contra‘s über Nahrungsergänzungsmittel abgewogen und abgeschätzt. An dieser Stelle ist die zentrale Nachricht hoffentlich angekommen:

  • Nahrungsergänzungsmittel sind dazu da, um Nährstoffmängel zu beseitigen oder um Gleichgewichte im Körper wiederherzustellen.
  • Diese Nahrungsergänzungen sollten qualitativ hochwertig, in der richtigen Dosierung und zum richtigen Zeitpunkt gegeben werden.
  • Besonders bei chronischen Erkrankungen ist es wichtig, die richtigen Nahrungsergänzungen in der richtigen Form anzuwenden.
  • Zu wichtigen Autoimmunerkrankungen und chronischen Erkrankungen finden Sie hier auf dem Autoimmunportal Empfehlungen zu Nahrungsergänzungsmitteln.

Wir möchten nun ein paar Nährstoffe aufzählen, die laut nationaler Verzehrstudie bei den meisten Deutschen Mangelware sind. Bei den meisten Menschen ist eine Ergänzung mit diesen Nährstoffen sinnvoll. Vorsichtshalber erfahren Sie noch, in welchen Nahrungsmitteln diese Nährstoffe enthalten sind:

Vitamin D

85 % aller Deutschen haben einen Vitamin-D-Mangel. Über die Nahrung ist Vitamin D nur schwer zu decken, da müssten Sie schon jeden Tag 2 kg Lachs essen. Vitamin D wird tatsächlich auf der Haut gebildet, wenn Sonne einstrahlt. Sonnencreme und Kleidung verhindert das jedoch. Da wir uns zudem insgesamt zu wenig in der Sonne aufhalten, ist ein Vitamin-D-Mangel nur eine logische Konsequenz.

Jod

Jod ist essenziell für jede einzelne Körperzelle, besonders für die Schilddrüse. Jodmangel verursacht Schilddrüsenunterfunktion und kann zu Hashimoto Thyreoiditis beitragen. Der Grund für den weitverbreiteten Jodmangel ist eine Jod-Verarmung der landwirtschaftlichen Böden in Deutschland, sowie, dass Fisch, Algen und Meeresfrüchte immer seltener konsumiert werden.

Selen

In Kanada ist Selen kein Problem in der Bevölkerung, in Deutschland jeden jedoch schon. Warum? Weil die Böden Deutschlands arm an Selen sind und die wichtigsten Quellen für Selen in unserer Ernährung (Innereien, Fisch und Paranüsse) ja nicht auf dem täglichen Ernährungsplan stehen.

Vitamin B

Früher war Vollkorngetreide noch eine relativ wichtige Quelle für Vitamin B. Jedoch wurde Getreide in den letzten 100 Jahren immer weiter gezüchtet, so dass es kaum noch Vitamin B enthält.

Innereien als weitere wichtige Quelle wird nur noch selten konsumiert – Fleisch ist heute wichtigste Vitamin-B-Quelle in unserer Ernährung, jedoch sollte es unverarbeitetes und hochwertiges Fleisch aus artgerechter Haltung sein.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind essenziell für den Körper und wichtige Signalgeber im Immunsystem. Mit fast jeder Autoimmunerkrankung ist ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren (und Vitamin D2-4) in Verbindung gebracht worden. Die Lösung: Fleisch und Eier aus artgerechter Haltung, dazu mehrmals wöchentlich Fisch aus Wildfang.

Chrom und Mangan

Diese zwei Nährstoffe haben essentielle Bedeutung für eine gesunde Regulierung des Blutzuckerspiegels, die meisten Diabetiker weisen einen Mangel von beidem auf und profitieren von einer zusätzlichen Gabe. Natürliche Quellen von Chrom und Mangan sind Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Zwiebelgewächse.

Magnesium

Die wichtigste Quelle für Magnesium ist grünes Gemüse, da Magnesium allen Pflanzen ihre grüne Farbe gibt. Allerdings wird der Magnesiumgehalt in Gemüse immer geringer, da unsere Böden immer weiter auslaugen und die Lebensmittel immer voluminöser gezüchtet werden. Sie müssten jeden Tag mindestens 500 g grünes Gemüse essen, um Ihren Magnesiumbedarf vollständig zu decken.

Dies waren die wichtigsten Quellen für Nährstoffe, bei denen die meisten Deutschen einen Mangel aufweisen. Sie haben von Nährstoffen erfahren und wie Sie sie über die Nahrung decken. Wenn das nicht möglich ist und oder trotzdem ein Mangel vorliegt, sind Nahrungsergänzungen eine gute Wahl. Jedoch sollten Nahrungsergänzungsmittel nur punktuell gegeben werden, wenn ein Nährstoffmangel nachgewiesen wurde oder eine bestimmte Erkrankung besteht. In unseren Beiträgen finden Sie dazu weitere Informationen.

Abschließend möchten wir noch kurz die Frage klären, wie ein Nährstoffmangel nachgewiesen werden kann:

Wie lassen sich Nährstoffmängel nachweisen?

Die einfachste Möglichkeit ist natürlich ein großes Blutbild, das die wichtigsten Blutmarker misst. Einige Nährstoffmängel lassen sich leicht nachweisen, viele äußern sich jedoch subtil und indirekt. Dazu brauchen Sie auf jeden Fall einen belesenen Arzt oder Therapeuten, der Nährstoffmängel anhand Ihres Blutbildes oder anhand Ihrer Gesundheit erkennt.

Oder Sie kennen ein geeignetes und mit Fachexpertise bestücktes Gesundheitsportal, dem Sie vertrauen. Was wir auf dem Autoimmunportal tun ist Aufklärungsarbeit – wir dürfen nicht diagnostizieren und keine Nahrungsergänzungsmittel verschreiben. Wir weisen lediglich auf die richtigen Türen, durch die Sie hindurch gehen können.

Fazit – Nahrungsergänzungsmittel, ja oder nein?

Nahrungsergänzungsmittel sind ein Weg, gesundheitlichen Problemen und Ungleichgewicht im Körper entgegenzuwirken. Sie empfehlen sich besonders, wenn Nährstoffmängel vorhanden sind. Für ein optimales Wirken ist es immer die beste Lösung, auf ganze Nahrungsmittel zu vertrauen als auf isolierte Nährstoffe.

Isolierte Nährstoffe in Form von Nahrungsergänzungen sollten nur angewandt werden, wenn Nährstoffmängel über die normale Ernährung nicht beseitigt werden. Dann sind sie in der Lage ein wertvolles Hilfsmittel sein.

Vergessen Sie niemals, dass isolierte Nährstoffe dazu fähig sind in hoher Konzentration andere Wirkungen im Körper zu erzielen als ganze Nahrungsmittel. Daher sollte die Gabe immer gezielt und kontrolliert erfolgen.

Ein guter Therapeut ist dafür unbedingt notwendig, um Sie optimal zu beraten. In unseren Beiträgen finden Sie ergänzende Informationen.

Weitere Artikel:

Quellenverzeichnis
  1. Berg, Anna L.; Rafnsson, Arnar T.; Johannsson, Magnus; Hultberg, Bjorn; Arnadottir, Margret (2006): The effects of adrenocorticotrophic hormone and cortisol on homocysteine and vitamin B concentrations. In: Clinical chemistry and laboratory medicine 44 (5), S. 628–631. DOI: 10.1515/CCLM.2006.114.
  2. Cantorna, Margherita T.; Mahon, Brett D. (2004): Mounting evidence for vitamin D as an environmental factor affecting autoimmune disease prevalence. In: Experimental biology and medicine (Maywood, N.J.) 229 (11), S. 1136–1142.
  3. Kriegel, Martin A.; Manson, JoAnn E.; Costenbader, Karen H. (2011): Does vitamin D affect risk of developing autoimmune disease?: a systematic review. In: Seminars in arthritis and rheumatism 40 (6), 512-531.e8. DOI: 10.1016/j.semarthrit.2010.07.009.
  4. Rosen, Y.; Daich, J.; Soliman, I.; Brathwaite, E.; Shoenfeld, Y. (2016): Vitamin D and autoimmunity. In: Scandinavian journal of rheumatology 45 (6), S. 439–447. DOI: 10.3109/03009742.2016.1151072.

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei