Experten warnen: Nährstoffmangel bei älteren Menschen wird oft unterschätzt

ältere Menschen, Nährstoffmangel

Zuletzt aktualisiert am 1. Juli 2019 um 10:46

Wenn die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit nachlässt, wird das oft dem normalen Alterungsprozess zugeschrieben. Tatsächlich können ein unsicherer Gang oder häufige Infekte aber auch Anzeichen für einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen sein. Auf einem Symposium der Gesellschaft für Biofaktoren e.V. sprachen sich Experten jetzt für mehr Aufmerksamkeit für Nährstoffmangel bei ältere Menschen aus.

Viele Faktoren lösen Nährstoffmangel aus

Ältere Menschen sind häufig nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Das zeigen zahlreiche Studien. In Hamburg kamen diesen Monat renommierte Experten zusammen, um über diese Problematik zu berichten. Die Hintergründe und Möglichkeiten sowie die Notwendigkeit von Therapien standen im Mittelpunkt des fachlichen Austauschs.

Senioren sind vielen verschiedenen Faktoren ausgesetzt, die die Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen erschweren. Häufig verstärken sich diese auch gegenseitig. Der Pharmakologe Prof. Dr. Dr. med. Dieter Loew nennt ein Beispiel: Im Zuge des Alterungsprozesses nimmt die Leistungsfähigkeit des Magen-Darm-Trakts stetig ab. Dadurch wird Nahrung vom Körper schlechter aufgenommen. Das hat zur Folge, dass ältere Menschen schlechter mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt werden. Kommen chronische Erkrankungen und medikamentöse Therapien hinzu, kann es leicht zu einer Mangelsituation kommen.

Dr. des. Uwe Gröber macht auf die Problematik der vielen verschiedenen Arzneimittel aufmerksam. Er berichtet, dass etwa 40 % aller Patienten, die medikamentös behandelt werden, jeden Tag mehr als neun verschiedene Medikamente einnehmen. Durch die komplexen Wechselwirkungen der Arzneimittel mit Nährstoffen, erhöht sich das Risiko für Mangelerscheinungen für diese Menschen.

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Wird Nährstoffmangel nicht erkannt und behoben, drohen teilweise schwerwiegende Probleme. So kann das Immunsystem beispielsweise geschwächt werden. Es kann zu Nervenschäden kommen und Krankheiten wie Osteoporose und Demenz können ausgelöst werden. Außerdem können sich bereits bestehende Erkrankungen verschlimmern.  Die Experten appellieren daher gemeinsam für mehr Aufmerksamkeit für Nährstoffmangel im Alter.

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