Cannabinoide: Neue Erkenntnisse zur Schmerztherapie bei MS, Rheuma und Fibromyalgie

Cannabinoide: Neue Erkenntnisse zur Schmerztherapie bei MS, Rheuma & Fibromyalgie

Zuletzt aktualisiert am 25. Juni 2019 um 12:15

Dem grünen Kraut wird nicht nur eine schmerzlindernde, krampflösende und entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben. Es kann laut einer Studie, die im Ärzteblatt kürzlich veröffentlicht wurde, auch bei einem breiten Spektrum von Krankheiten eingesetzt werden. Beispiel sind in der Krebstherapie, bei spastischen Schmerzen in der Behandlung von Multipler Sklerose oder Rheumatoider Arthritis.

Aus der Studie geht hervor, dass Cannabinoide vor allem bei chronisch neuropathischen Schmerzen, wie sie etwa bei MS auftreten, wirksam sind. Aber schlecht oder unwirksam bei akuten Schmerzen. In einer kreuzkontrollierten Studie reduzierte Dronabinol Schmerzen bei MS-Patienen um durchschnittlich 3 Punkte auf einer Skala von 0  bis 10 im Vergleich zum Placebo. Weiter Studien weisen darauf hin, dass Cannabinoide auch bei chronischen Schmerzen bei Rheuma und Fibromyalgie wirksam sind.

Gesetzliche Freigabe

Seit März 2018 ermöglicht unsere Gesetzeslage eine Verordnung von Cannabis zu Therapiezwecken. Unter streng festgelegten Voraussetzungen wird es schwer kranken Rheumapatienten nun erstmalig ermöglicht, Cannabisblüten- oder Extrakte auf Rezept in den Apotheken zu erhalten. In Härtefällen übernehmen gar gesetzliche Krankenkassen die Kosten.

Die Neuregelung wurde im «Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften» festgehalten. Bislang mussten die Patienten eine Ausnahmeerlaubnis beantragen und auch die Kosten der Therapie selber tragen.

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Quellenangabe:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/127598/Das-therapeutische-Potenzial-von-Cannabis-und-Cannabinoiden
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