600 000 Kinder starben an verschmutzter Luft im Jahr 2016

Kinder, Luftverschmutzung

Zuletzt aktualisiert am 12. Juni 2019 um 16:00

Über 90 % aller Menschen atmen verschmutzte Luft ein. Kinder reagieren besonders empfindlich. Auf der ersten WHO Global Conference on Air Pollution and Health (Globale Konferenz für Luftverschmutzung und Gesundheit) in Genf wird das Ausmaß jetzt sichtbar: etwa 60 000 Kinder sind im Jahr 2016 durch verschmutzte Luft gestorben.

WHO spricht von globaler Gesundheitskrise

In den letzten hundert Jahren hat sich die Atemluft weltweit durch Abgase drastisch verschlechtert. Auf dieses Problem weist jetzt der aktuelle Bericht der WHO hin: Etwa 1,8 Milliarden Kinder unter 15 Jahren atmen täglich verschmutzte Luft ein, die sich auf ihre Gesundheit und Entwicklung auswirkt. Vor allem ärmere Ländern sind betroffen. Etwa 98 % der Kinder sind dort durch Luftverschmutzung gefährdet, in reicheren Ländern sind es immerhin noch 52 %. Die Schadstoffe beeinträchtigen die Gehirnfunktion sowie die Lungenfunktion der Kleinsten. Außerdem wird durch verschmutzte Luft Asthma ausgelöst und die Entwicklung von Krebs gefördert. Etwa 600 000 Kinder verstarben daran in 2016.

Schon vor Geburt sind die Kleinsten gefährdet. Die Schadstoffe der verschmutzten Luft erreichen das ungeborene Kind über die Plazenta und stören so die DNA, das Wachstum und das Immunsystem der Babys. Eine erhöhte Anfälligkeit für Asthma und Allergien sind die Folge. Bei Schwangeren kommt es häufiger zu Frühgeburten durch Luftverschmutzung.

Die Europäische Umweltagentur veröffentlichte ebenfalls beunruhigende Fakten auf der Konferenz. Laut ihrem Bericht ist Luftverschmutzung auch in Europa eine der größten Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung. Hohe Konzentrationen an Feinstaub, Stickoxide und Ozon in der Luft seien verantwortlich für Millionen frühzeitiger Todesfälle. Nur langsam gäbe es Verbesserungen dank zahlreicher Umweltrichtlinien. Standards der EU und der WHO würden noch immer nicht überall eingehalten.

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Laut WHO muss die Verbrennung fossiler Energieträger verringert und der Verkehr sauberer werden, um das Problem in den Griff zu bekommen. Außerdem müssen Ärzte über die Gefahren durch Luftverschmutzung aufgeklärt werden, um ihre Patienten richtig zu behandeln.

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