Wie Sie sofort und nachhaltig Ihre Leber entgiften können

Leber entgiften - Auswahl grüner, gesunder Nahrungsmittel und Smoothie

Zuletzt aktualisiert am 12. Juni 2019 um 12:56

Die Leber ist neben dem Darm unser zentrales Stoffwechselorgan, kann jedoch in der heutigen Zeit schnell mal überlastet sein. Regelmäßig die Leber entgiften kann also – wenn richtig angewandt – eine ganze Menge bewirken, die Leber wieder unterstützen und den Körper wirkungsvoll entlasten.

Erfahren Sie hier mehr über die Entgiftungsphasen der Leber und wie Sie Ihre Leber entgiften können – wissenschaftlich basiert.

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Der heutige Beitrag ist zu einem Großteil aus unserem bald erscheinenden Buch entnommen. Wenn Ihnen der heutige Beitrag gefällt, können Sie sich schon einmal auf das Buch freuen.

Die Leber – was macht sie?

Die Leber ist mit dem Darm der große Macher im Stoffwechsel. Konkret sieht das so aus, dass Leber und Darm über die Pfortader direkt miteinander verbunden sind.

Wie Sie hier (Magen-Darm-Trakt) nachlesen können, werden die meisten Nährstoffe schon im Dünndarm aufgenommen. Sie gehen hier ins Blut über – in eine große Ader namens Pfortader. Der Name ist sehr passend, da diese Ader wirklich wie eine Pforte ist. Warum?

Weil sie direkt in die Leber geht – die Leber ist neben dem Darm die zweitwichtigste Instanz. Sollten sich Giftstoffe oder unliebsame Stoffe hier im Blut der Pfortader befinden, die dort nichts verloren haben, werden sie von der Leber direkt aus dem Verkehr gezogen, abgebaut und ausgeschieden.

Gleichzeitig hat die Leber – neben der Überwachung des Blutes und der Ausscheidung von Nährstoffen – noch wichtige Aufgaben im Energiehaushalt:

  • Die Leber speichert Kohlenhydrate, baut sie auf und wieder ab.
  • Sie baut Aminosäuren in Kohlenhydrate um und andersherum.
  • Die Leber baut im Falle der Energieknappheit aus Fettsäuren Ketonkörper, die als Alternative zu Glukose dem Gehirn als Energiegrundlage dienen.

Die Leber und Autoimmunerkrankungen

Eine unzureichende Entgiftung über die Leber ist eine der zentralen Autoimmunerkrankungen Ursachen, da es zur Akkumulation von Giftstoffen im Stoffwechsel kommt.

Die Niere scheidet wasserlösliche Giftstoffe aus dem Körper aus. Diese landen im Urin.

Die Leber hingegen entsorgt wasserunlösliche Giftstoffe, indem sie sie mit chemischen Reaktionen (im Anschluss) wasserlöslich macht und dann entweder an den Urin oder in den Darm (über die Galle) abgibt und so ausscheidet.

Durch ungesunde Ernährung, wenig Zeit an der frischen Luft, zu wenig Sonne sowie durch Umweltgifte wird die Leber heute leider immer mehr mit wasserunlöslichen Stoffen überladen. Autoimmunerkrankungen sind ein Weg, das direkt zu erkennen.

Besonders Umweltgifte (Mikroplastik, Xenoöstrogene, Feinstaub, Schwermetalle) setzen sich so in der Leber fest, behindern und überlasten die körpereigene Entgiftungsmaschinerie.

Und gegen diese Umweltgifte lässt sich nicht immer etwas tun. Die Ernährung kann umgestellt werden, aber über die Luft, Wasser und selbst biologisch erzeugte Nahrungsmittel gelangen unvermeidlich auch Umweltgifte in den Körper und in die Leber.

Daher ist es wichtig, gelegentlich eine gute Leberentgiftung durchzuführen.

Es soll zunächst geklärt werden, wie genau die Leber entgiften kann.

Die Grundlagen über Entgiftung im Körper

Leber entgiften – die Phasen der Entgiftung

Der Körper hat verschiedene Wege, um Gift- und Abfallstoffe aus dem Körper zu schleusen. über die Haut (Schweiß), Lunge (zum Beispiel CO2), Darm und Kot, Leber und Galle und Urin.

Natürlich sind diese Wege miteinander verknüpft, werden jedoch der Einfachheit halber hier nur aufgezählt.

Die Grundlage für Entgiftung ist immer eine gesunde Ernährung mit ausreichend Nährstoffen und einer gesunden Lebensweise, die den Körper nicht mit unnötigen Giftstoffen belastet.

Die Leber ist unser zentrales Entgiftungsorgan. In den drei Phasen der Entgiftung kann die Leber entgiften – also Giftstoffe ausscheiden.

Phase 1 – Anhängsel

Die Giftstoffe werden mit Sauerstoff angereichert, das heißt oxidiert, um sie wasserlöslich zu machen. Diese Reaktionen werden durch die Cytochrom P450-Enzyme getätigt, dabei fallen jedoch immer auch freie Radikale an (oxidativer Stress), die mit Antioxidantien neutralisiert werden müssen.

Die Enzyme benötigen für die Reaktionen Co-Faktoren, die über eine gesunde Ernährung gedeckt werden sollten – Kupfer, Mangan, Eisen und Selen sind hier die wichtigsten.

Daher ist eine gesunde und vielseitige Ernährung mit reichlich Obst, Gemüse und hochwertigen tierischen Produkten so notwendig, um auch den Bedarf von Co-Faktoren zu decken.

Phase 2 – Konjugationsphase

In dieser Phase werden andere Gruppen an das Molekül angehängt, um es wasserlöslich zu machen, wie etwa Schwefel-, Methyl-, Acetyl- oder Glucuronsäure-Gruppen.

Kombucha wirkt übrigens unter anderem deswegen so entgiftend auf die Leber, weil Kombucha viel Glucuronsäure enthält.

Die Schwefelgruppen für die Phase 2 werden aus schwefelhaltigen Aminosäuren (Cystein und Methionin) oder aus der Nahrung (Zwiebelgewächse, Fisch und Meeresfrüchte) gewonnen, die Methyl-Gruppen über Vitamin B12 und Cholin (hochwertige tierische Lebensmittel wie Rinderleber/Innereien, Fisch und Bio-Eier).

Die wasserlöslich gemachten Stoffe aus Phase 1 + 2 werden in der Regel an den Urin weitergegeben und ausgespült. Sollten die Modifikationen aus Phase 1 + 2 dafür jedoch nicht ausreichen, wird in Phase 3 die Galle mit einbezogen.

Phase 3 – Ausscheidung

Phase 3 bezeichnet die Ausscheidung der Stoffe über den Darm. Die nach Phase 1 + 2 immer noch unlöslichen Stoffe werden mit Gallensäuren gelöst und an den Darm abgegeben, um im Kot zu landen. An dieser Stelle ist ein gesunder Darm absolut notwendig, damit diese Stoffe nicht wieder über Löcher im Darm (Leaky Gut Syndrom) zurück in den Körper gelangen können.

Immer, wenn jemand seine Leber entgiften will, sollte daher auch auf eine Gesundung des Darms geachtet werden.

Leber entgiften im Alltag

Wenn Sie die Leber entgiften möchten, sollten Sie immer auch auf eine Gesundung des Darms achten. Ansonsten gelangen ausgeschiedene Giftstoffe über Löcher im Darm wieder zurück in den Körper.

Wie das geht, erfahren Sie hier im Beitrag zu Leaky Gut Syndrom und hier (Lebensmittel für einen gesunden Darm).

Neben einer Heilung des Darmes sollte vor jeder Entgiftung auch ein großes Blutbild durchgeführt werden, um etwaige Nährstoffmängel aufzudecken und zu beseitigen.

Erst dann und mit Gesundung des Darms empfiehlt sich eine komplexere Leberentgiftung.

Ein großes Blutbild sollte neben den wichtigsten Mikronährstoffen auch Leberenzyme und Entzündungsmarker beinhalten.

Im Folgenden finden Sie eine Auflistung von Nahrungsmitteln, die die Leber bei der Entgiftung unterstützen. Das geschieht, indem Phase 1 und 2 angeregt werden sowie Co-Faktoren geliefert werden, um diese Reaktionen effizienter ablaufen zu lassen.

Wenn Sie gerade eine Kur zur Entgiftung der Leber durchführen oder Ihre Leber im Alltag mehr unterstützen wollen, können Sie diese Nahrungsmittel verstärkt konsumieren:

Nahrungsmittel, die die Leber unterstützen

  • Kohlgemüse
  • Zwiebelgewächse
  • Beeren
  • Kombucha32 
  • Milchsauer fermentiertes Gemüse (Sauerkraut, Kimchi, Essiggurken)
  • Pilze/Heilpilze18,30
  • Artischocken
  • Cranberries/Preiselbeeren
  • Melonen und Bittermelonen14
  • Grüntee
  • Apfelessig20
  • Bittersalate (Chicorée, Romanesco, Endivie)
  • Rinderleber
  • Knochenbrühe
  • Qualitativ hochwertiger Kaffee8,23
  • Olivenöl (extra nativ, aus Kreta)
  • Kokosöl (extra nativ)
  • Kräuter
  • Zitronen19,33
  • Ingwer4
  • Kurkuma
  • Tee aus Wildkräutern (aus einem oder mehreren): Löwenzahn9-11, Brennnessel, Goldrute, Mariendistel, Birkenblätter, Kamilleblüten, Pfefferminze, Beifuß, Berberitze, Tausendguldenkraut
  • Nahrungsergänzungsmittel, die die Leber unterstützen: Omega-3-Fettsäuren (3 g täglich)17, Curcumin (500 mg täglich)1-2, Vitamin D (5000 I. U. im Herbst und Winter), Cholin7 (bei einer Leberkur oder Fettleber, 2 g täglich), ein gutes Probiotikum.

Bauen Sie diese Nahrungsmittel, Kräuter und Nahrungsergänzungsmittel vermehrt in Ihren Alltag ein. Kümmern Sie sich aber bitte zuerst um Ihren Darm.

Mit der Zeit wird die Leber über eine größere Entgiftungskapazität verfügen. Das gibt Ihnen aber keinen Freischein, um mehr Alkohol, Zucker und Junk Food zu konsumieren!

Denn eine Unterstützung der Leber  bedeutet gleichzeitig, die folgenden Reizstoffe zu reduzieren:

Gluten

– Zucker

– Qualitativ minderwertigen Kaffee oder Tee

– Alkohol

Das war ein Vorschlag, wie Sie Ihre Leber im Alltag wieder mehr unterstützen können. Wenn Sie nun aber eine aktive Leberkur durchführen möchten, wird Ihnen im Folgenden geholfen.

Leber entgiften – Leberkur: Wie kann sie aussehen und was bringt sie?

Grundsätzlich kann fast jeder seine Leber entgiften und das ein- bis zweimal jährlich. Besonders Menschen mit einer gerade überstandenen Lebererkrankung, einer chronischen Entzündung, Autoimmunerkrankungen oder solche, die fortan mehr auf ihre Leber achten wollen, sind mit einer Leberkur gut beraten.

Die Leberkur hat zum Ziel, zuerst den Darm zu flicken, wenn hier Probleme vorliegen, und dann die Leber zu entlasten.

Eine Leberkur kann auch so aussehen, dass ein paar Tage einfach gar nichts gegessen und nur Tee getrunken wird – auch bekannt als Vollfasten. Jedoch wird spezifisch auf die Leber mehr Gutes bewirkt, wenn Sie nicht komplett fasten, sondern auf ein paar Dinge achten.

Kontra – wann eine aktive Entgiftung nicht durchgeführt werden sollte

  • Bei Darmproblemen: Vor einer aktiven Entgiftung sollte zuerst der Darm regeneriert werden
  • Bei einer Schwangerschaft
  • Bei Blutzuckerproblemen
  • Bei Menschen mit Nebennierenschwäche (chronisches Stressproblem): Dann sollte keine aktive Entgiftung durchgeführt werden und Sie sich zuerst um eine Gesundung der Nebenniere kümmern.

Wann eine Leberreinigung durchführen?

Entgiftungskuren bieten sich im Frühjahr und Herbst besonders an, da unsere Umwelt dann im Wandel ist und auch der Körper sich umstellt. Zu diesen Jahreszeiten ist der Körper am empfänglichsten für eine Entgiftung. Daher auch der Begriff “Frühjahrsputz” und nicht “Winterputz”.

Nach jeder Entgiftung sollte kontrolliert werden, ob die Toxine tatsächlich den Körper verlassen haben. Ein großes Blutbild mit Leberwerten, Nährstoffen, Schwermetallen und sonstigen Toxine bietet sich dann an.

Gibt es Nebenwirkungen bei der Leberreinigung?

Während der Entgiftung können Entgiftungssymptome eintreten. Diese sollten von einem Arzt oder Therapeuten verfolgt werden.

Sind die Nebenwirkungen zu stark, muss entweder die Geschwindigkeit oder die Dosis der Wirkstoffe reduziert werden oder zuerst andere im Körper vorliegende Probleme gelöst werden, die die Entgiftungserscheinungen verstärken.

Nebenwirkungen, die auftreten können, sind Durchfall, Hautunreinheiten, Schlafprobleme, Haarausfall und Übelkeit.

Durchfall und Hautuntereinheiten sind völlig normal und nicht problematisch. Sie zeigen eher, dass die Entgiftung gerade aktiv vonstattengeht und stellen keine Kontraindikation dar.

Schlafprobleme, Haarausfall und ständige Übelkeit sind dagegen problematisch und wenn die Symptome zu stark werden, sollte die Kur abgebrochen und zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Je länger die letzte Leberkur/Fastenkur zurückliegt, desto stärker können diese Nebenwirkungen sein.

Ihr Vorgehen bei einer Leberreinigung

– Lösen Sie Ihr chronisches Stressproblem, wenn Sie hier Probleme haben.

– Führen Sie ein großes Blutbild durch und lassen Sie Co-Faktoren (Vitamine, Mineralstoffe) Leberwerte und Schwermetalle messen.

– Führen Sie die Leberreinigung im Alltag (oben) oder eine aktive, zweiwöchige Leberreinigung (im Anschluss) durch.

– Bewegen Sie sich währenddessen viel an der frischen Luft und führen Sie heiße Bäder/Saunagänge durch.

– Lassen Sie sich von einem Therapeuten begleiten.

– Messen Sie nach der Kur noch einmal im Blut nach.

Aktiv Leber entgiften – der Ablauf

Das Entgiften der Leber dauert etwas mehr als eine Woche (acht bis zehn Tage), tut der Leber einen riesigen Gefallen und hilft dem kompletten Stoffwechsel nachhaltig zu mehr Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Parallel zur Leber wird dabei auch der Darm regeneriert.

Phase 1: Tag 1-5

  • Kaffeeverzicht: Streichen Sie für die Dauer der Leberkur Kaffee komplett. Nach der Leberkur sollten Sie auf weniger, dafür aber qualitativ hochwertigen Kaffee setzen.
  • Beginnen Sie jeden Tag mit einem Glas Wasser mit einer Prise Salz und Zitronensaft/Apfelessig.
  • 1 bis 2 Stunden später nehmen Sie mit zwei Gläsern Wasser ein entgiftendes Präparat ein: Aktivkohle, Bentonit oder Heilerde. Auf den Verpackungen dieser Präparate ist meist die korrekte Dosierung angegeben. 10 g sind eine gute Faustregel.
  • Warten Sie 2 Stunden, bevor Sie Tee und Nahrungsmittel zuführen. In den ersten paar Tagen der Leberkur ist alles flüssig.

Kräutertee (siehe unten), Knochenbrühe (etwa 500ml täglich), Nahrungsergänzungsmittel (siehe unten) und frisch gepresster Saft aus rohem Obst und Gemüse. In dieser Phase werden Giftstoffe aus Leber und Darm abgebaut und nach draußen befördert. Das ist dazu da, um den groben Schmutz zu entfernen und Leber und Darm mal kurz durchatmen zu lassen.

  • Tee und Nahrungsergänzungsmittel nehmen Sie während der Leberkur  bis zum Ende der Kur und eine Woche darüber hinaus die folgenden:

Tee aus Wildkräutern (aus einem oder mehreren): Löwenzahn9-11, Brennnessel, Goldrute, Mariendistel, Birkenblätter, Kamilleblüten, Pfefferminze, Beifuß, Berberitze, Tausendguldenkraut.

Nahrungsergänzungsmittel, die die Leber entgiften unterstützen: Omega-3-Fettsäuren (3 g täglich)17, Curcumin (500 mg täglich)1-2, Vitamin D (5000 I. U. im Herbst und Winter), Cholin7 (bei einer Leberkur oder Fettleber 2 g täglich), ein gutes Probiotikum.

Gehen Sie dann zu Phase 2 über.

Phase 2: Tag 6-8/-10

  • Diese Phase dauert 3 bis 5 Tage je nachdem, wie lange Sie sie aufrechterhalten möchten.
  • Ersetzen Sie die Rohkostsäfte durch Smoothies aus ganzem Obst und Gemüse. So viel Sie möchten, solange es ein Smoothie ist. Ergänzen Sie diese Diät durch milchsauer fermentiertes Gemüse (zum Beispiel Sauerkraut) und Probiotika27,29, um die Darmflora langsam wieder aufzubauen.
  • Wenn Sie gerne hin und wieder etwas Warmes genießen möchten, so können Sie die Rohkostsmoothies gelegentlich durch glatt pürierte Gemüsesuppen ersetzen. Achten Sie hierbei bitte darauf, dass es sich um Nahrungsmittel handelt, die leberunterstützend wirken.
  • Die Entgiftung des Körpers unterstützen Sie außerdem durch Trockenbürsten, Einläufe, Leberwickel, Ölziehen, leichte Bewegung an der frischen Luft und in der Natur sowie Entspannungsmaßnahmen (siehe Stress abbauen).

Phase 3: Tag 9-11

Gehen Sie wieder zu normalen festen Nahrungsmitteln über. Versuchen Sie, in den ersten Tagen nach dem Entgiften der Leber noch reichlich Kräutertee, probiotische Nahrungsmittel, Obst und Gemüse zu genießen.

Achten Sie außerdem in der Ernährung auf die oben genannten Ratschläge für eine gesunde Leber.

Fazit – Aktiv die Leber entgiften kann helfen, muss jedoch behutsam angegangen werden

Viel spricht für Leber entgiften – aktiv – besonders bei Autoimmunerkrankungen. Jedoch ist dieses Thema sehr sensibel und auch Autoimmunerkrankte reagieren oft sensibel darauf, da sie eine geschwächte Entgiftungsmaschinerie aufweisen.

Die Entgiftung sollte von einem Therapeuten überwacht werden und bei einigen Symptomen sollten Konsequenzen wie eine Unterbrechung der Kur in Betracht gezogen werden. Im Normalfall verläuft die Entgiftung jedoch problemlos und kann die Behandlung der Autoimmunerkrankung sehr gut unterstützen.

Weiterführende Informationen über Leberentgiftung

Lesetipps zum Thema Leber entgiften:

Paleo Ernährung und Paleo Autoimmunprotokoll – Die idealen Ernährungsformen für den Menschen

Quellenverzeichnis

Bildquelle: (c) Depositphotos @Roxmiller

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  34. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/php?id=30764
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23 KOMMENTARE

  1. 3 Fragen:

    1. Warum soll man auf den Kaffee verzichten? Mein Arzt (Hepathologe, noch nicht alt, also dürfte noch auf dem Stand des Wissens sein) sagt genau das Gegenteil: Ich soll durchaus eine Tasse Kaffee am Morgen trinken. Das unterstützt sogar die Leber. (Ich habe ua eine nichtalkoholische Fettleber, trotz gesunden Essens seit Jahren. Kein Mensch, wie das kommt. Bisher.)

    2. Warum soll man in dem Glas Wasser am Morgen zu Salz und Zitrone jetzt auch noch Apfelessig nehmen? Ist das nicht nur eine Folge der Modeerscheinung Apfelessig? Zitrone und Apfelessig zusammen würden sich doch doppeln. Es geht (nach Erläuterung meines Internisten zu Sinn und Zweck dieser Zusammenstellung) doch darum, daß dieses Getränk sehr leicht vom Körper aufgenommen wird, weil es dem Blut gewissermaßen nachempfunden ist. Apfelessig ist da meiner Meinung nach überflüssig.

    3. Warum soll man 2 Stunden warten nach dem morgendlichen Ritual mit Wasserkur und Entgiftung mit zB Heilerde? Mir ist momentan folgendes bekannt: 4 Gläser Wasser (davon nehme ich das letzte mit Salz/ Zitrone; ich könnte auch das erste nehmen, aber so ist es einfacher) und danach eine dreiviertel Stunde nichts essen. Ob es nun genau eine dreiviertel stunde sein muß, weiß ich auch nicht. Aber es ist midnestens ein Richtwert. Und in dieser Zeit kann man anderes machen (sich waschen, Zähne putzen, Bett machen, aufräumen …) 2 Stunden zu überbrücken sind da erheblich schwieriger. Das ist mit Hunger verbunden. Die meisten müssen dann schon zur Arbeit. Während der Arbeit essen wird mitunter schwierig …

    Ich hätte noch mehr Detailfragen. aber ich denke, das reicht erst mal.

    • Hallo Anja,
      danke für Ihre Fragen und Ihr Feedback.
      Zu 1.) Es ist eine gekoppelte Darm- und Leberreinigung. Ich stimme Ihnen zu, dass Kaffee gut für Leber und Darm ist – wirkt jedoch auch leicht abführend und kann die Nebenniere stressen, und wir haben daher und durch die Arbeit mit vielen Klienten die Erfahrung gemacht, dass während einer kurzen (7-10 Tage) Reinigung der Verzicht auf Kaffee gut ist. Danach gerne wieder weiter Kaffee trinken. Ansonsten stimme ich Dir voll und ganz zu.
      Zu 2.) Zum Wasser und Salz entweder Zitronensaft oder Apfelessig. Nicht beides, das würde sich doppeln, genau. Wenn ich es missverständlich formuliert habe, ändere ich das gleich.
      Zu 3.) Heilerde, Bentonit und Co. sind Komplexbildner, die Schadstoffe im Darm binden, jedoch auch Nährstoffe. Wenn sie also zeitgleich mit z.B. Gemüse aufgenommen werden, kann der Körper viele Nährstoffe aus dem Gemüse nicht aufnehmen. Daher früh nüchtern erst viel Wasser mit Heilerde, und nach gewisser Zeit erst das Essen. Wenn Dir 2 Stunden zu lang sind, kann ich empfehlen, körperliche Bewegung (Laufen, Spazieren) und Hausarbeit währenddessen zu machen – oder wenn es gar nicht geht, die Zeit auf 90 min. zu verkürzen. Kann Dir jedoch sagen, dass es Gewohnheitssache ist und jeden Tag etwas einfacher fällt.
      Ich hoffe, das hat Ihnen weitergeholfen.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

    • Hallo Anja,
      Die NEM’s können Sie auch weiterhin nehmen, das Leber-Protokoll wird die Aufnahme nicht beeinträchtigen. Achten Sie nur darauf, im Abstand von 2 Stunden nach der Einnahme von Aktivkohle, Bentonit, Zeolith oder Flohsamen keine NEM’s zu nehmen – warten Sie hier lieber etwas länger.
      Wenn Ihnen das zu brenzlig ist, hilft es auch sehr, die zur Leber- und Darm-Entgiftung empfohlenen Nahrungsmittel vermehrt in den Alltag einzubauen. Das ist ähnlich effektiv 🙂

      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  2. Hallo Martin,
    ich habe Hashimoto und reagiere auf Fruktose und Histamin. Sollte ich das ganze dann trotz eventuell schlimmen Reaktionen machen oder gibt es da andere Möglichkeiten? Glg

    • Hallo Susanne,
      In dem Fall würde ich Ihnen empfehlen, entweder die Kur zu machen, aber auf fruktose- und histaminreiche Nahrungsmittel zu verzichten. Reis mit Curry und Olivenöl (ein Indisches Gericht namens „Katchari“) ist ein gutes Grundnahrungsmittel während einer aktiven Leberkur und eine gute und vor allem kalorienreiche Alternative zu Obst und Gemüse. Oder Sie versuchen, leber-entgiftende Nahrungsmittel, wie sie im Artikel genannt werden, vermehrt in Ihren normalen Alltag zu integrieren. Dieser Artikel hier ist zusätzlich eine gute Ergänzung 🙂 https://autoimmunportal.de/lebensmittel-fuer-einen-gesunden-darm/
      Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

      Viele Grüße,
      Martin

  3. Hallo Herr Auerswald,

    leide auch schon seit 21 Jahren an Hashimoto und meinem Arzt ist aufgefallen dass sich vor etwa 2 Jahren meine Leberwerte erhoeht haben bzw der Gamma GT Wert bei mir doppelt so hoch ist wie er sein sein duerfte. Ueber die Jahre hat sich bei mir ein komisches Essverhalten eingestellt. Auch leide ich sehr haeufig an Durchfaellen. Ich esse nicht regelmaessig weil ich einfach keinen Hunger habe, vertrage Obst und vieles an Gemuese nicht. Leide zusaetzlich an einer chronischen Urtikaria von der mir kein Arzt sagen konnte woher diese kommt. Leide konstant an Rueckenschmerzen und Schmerzen im Arm auf der rechten Seite, Schlafstoerungen besonders zw. 1 und 3 Uhr Nachts, Muedigkeit, Magen Darm Beschwerden, Abgeschlagen, Ueberempfindlichkeitsreaktionen und fast 10 Monate im Jahr Heuschnupfen oder heuschnupfenaehnliche Symptomatik. Vor kurzem habe ich mit einer Medivitan iV Aufbaukur begonnen was mich wacher gemacht hat, kann einen ganzen Arbeitstag durchhalten und meine Schmerzen sind besser geworden. Ich wuerde gerne meine Leber entgiften, besonders weil ich sehr viel in den letzten Monaten zugenommen habe obwohl sich meine Ernaehrung nicht geaendert hat, bin jedoch besorgt dass es eventuell nicht funktioniert bzw. rein gar nichts bringt. Habe schon von Mariendistel bis Probiotic, ohne Gluten ohne Lactose ohne Zusaetze in der Nahrung alles durch und wirklich nichts schafft dauerhaft Linderung noch veraendert sich mein Gamma GT Wert. Er bleibt konstant auf 90 stehen und bewegt sich nicht. Habe auch eine Weile Sport gemacht jedoch wurden ploetzlich meine Schmerzen so schlimm dass meine Haende taub wurden und mein Arzt es mir untersagt hat. Wie kann ich mir helfen… was kann ich noch tun?

    freundliche Gruesse,
    Liane Ewald

    • Hallo Frau Ewald,
      Ich vermute in Ihrem Darm das zentrale Problem hinter Ihren Symptomen. Ein löchriger Darm (Leaky Gut) kann hier zu einer chronischen Belastung von Körper und besonders Leber führen. Ich empfehle Ihnen einen Naturheilkundler oder funktionell bewandten Arzt, um sich diesem Problem zu widmen. Ergänzend kann ich Ihnen folgenden Beitrag empfehlen (https://autoimmunportal.de/leaky-gut-syndrom/), er ist eine sehr gute Ergänzung zu den in diesem Beitrag geteilten Ratschlägen.

      Viel Erfolg dabei und viele Grüße,
      Martin Auerswald

  4. Hallo Martin!
    Ich habe noch eine Frage zu den Säften der Aktiv-Kur: Lieber entsaften oder einen Smoothie zu sich nehmen?
    Als Probiotikum könnte ich mir Sauerkraut im Smoothie gut vorstellen, oder?
    Vielen Dank

    Larissa

    • Hallo Larissa,
      In Phase 1 empfehle ich Säfte – in dieser Phase sollen die Ballaststoffe ausbleiben, damit sich Dick- und Dünndarm erholen können. Ab Phase 2 dann Smoothies, welche die Ballaststoffe der Pflanzen enthalten. In Phase 2 eignet sich Sauerkraut (auch in Smoothies) sehr gut als Probiotikum, richtig 🙂

      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  5. Hallo mich würde es interessieren ob ich statt smoothies auch Gemüse Suppen nehmen kann da ich lieber warme Dinge zu mir nehme lg Karin

    • Hallo Frau Schlachter,
      Gemüsesuppen (püriert) sind eine sehr geeignete Ergänzung, vielen Dank für diesen Kommentar. Dennoch empfehlen wir in diesem Falle eine Mischung aus Rohkostsmoothies und Gemüsesuppen für optimale Ergebnisse.
      Viele Grüße und viel Erfolg,
      Martin Auerswald

  6. Hallo Martin,

    vieles in Deinem Beitrag klingt schlüssig, allerdings klingt alles eher Richtung Darmsanierung als Entgiftung. Sind nicht Proteine vor allem für die Konjugationsphase entscheidend?

    Freue mich auf Deine Antwort.

    VG
    Kevin

    • Hallo und danke für die Frage,
      In der Tat handelt sich hier um eine kombinierte Leber- und Darmreinigung, da beide Organe am besten gekoppelt saniert werden sollten. Soll heißen: Keine gesunde Leber ohne gesundem Darm, und andersherum.
      Danke für den Hinweis, im Text hatte sich ein kleiner Fehler eingeschlichen. Die Proteine werden selbstverständlich für die Phase 2 benötigt.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  7. Ich habe immer Bedenken bei Bentonit und Heilerden…dass sie schadstoffbelastet sind, in der Natur kommen je nach Region in den Böden ja auch schädigende Stoffe vor…oder bei Aktivkohle…für kurze Dauer bei Vergiftungserscheinungen oder Verdacht darauf ja aber für mehrere Tage…Kohle ist ja unter Verbrennung hergstellt…kann man da nicht auf Chlorella ausweichen? Sie soll ja auch Giftstoffe binden, wenn ich richtig informiert bin.

    • Hallo Frau Lange,
      Chlorella kann theoretisch genauso Giftstoffe enthalten, wie Aktivkohle auch. Chlorella ist ja auch ein Giftstoff-Binder. Aktivkohle wird medizinisch eingesetzt und ist an sich unbedenklich – es wird ausgeschieden, wie es aufgenommen wird. Gleiches gilt für die Heilerden und Bentonit. Da ist es wichtig, einen guten Hersteller auszuwählen, der auch nachweisen kann, dass die Produkte nicht belastet sind. Luvos fällt mir dazu ein.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  8. Kompliment
    und vielen Dank für die tolle Zusammenfassung, Martin! !
    Leicht leserlich,informativ, ein Gewinn!
    So ist Wissenschaft, wenn sie nicht von Interessen (der Pharma) gesteuert ist…

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