Leaky Gut Syndrom von A bis Z

Leaky Gut Syndrom - Mann hält sich schmerzenden Bauch

Zuletzt aktualisiert am 3. November 2018 um 19:57

Heuschnupfen, Müdigkeit, Durchfall, Bauchschmerzen, Entzündungen – mit Leaky Gut Syndrom (zu Deutsch: löchriger Darm) ist nicht zu spaßen. Wenn der Darm Schäden nimmt und Krankheitserreger und Giftstoffe ungehindert in den Körper gelangen können, wird es brenzlig.

Erfahren Sie hier, wie Sie Leaky Gut Syndrom erkennen, was ihn auslösen kann, und wie Sie ihm begegnen können.

Leaky Gut Syndrom - kurze Zusammenfassung
  • Leaky Gut Syndrom ist eine Barrierestörung im Dünndarm. Aufgrund verschiedener Ursachen kommt es zu kleinen Löchern in der Darmwand.
  • Auf diese Weise gelangen Giftstoffe, Krankheitserreger und Allergene in geringen Mengen in den Blutkreislauf und begünstigen Entzündungen, Infektionen, Allergien und im schlimmsten Fall Autoimmunerkrankungen.
  • Es ist möglich, ein Leaky Gut Syndrom zu diagnostizieren und zu reparierenErnährung und Lebensführung nehmen dabei eine zentrale Rolle ein.

Darm Aufbau – unser größtes Organ im Querschnitt

Der Darm ist unser größtes Organ, wenn es um Oberfläche geht. Unser schwerstes Organ ist die Haut. Sie überzieht jedoch nur eine Oberfläche von 2 m². Der Darm hat komplett aufgefaltet eine Oberfläche von 180 m², was einem halben Fußballfeld entspricht1.

Dabei ist der Darm nur wenige tausendstel Millimeter dick, genauer gesagt nur so breit wie eine Zelle.

Eine einzige Zellschicht steht zwischen all den Krankheitserregern, Giftstoffen und Nährstoffen im Darm auf der einen Seite und dem Blutkreislauf auf der anderen Seite. Welche Aufgaben kommen auf diese Zellen zu1?

Nährstoffaufnahme: Selektive Aufnahme von Nährstoffen aus dem Nahrungsbrei.

Barriere: Türsteherfunktion gegen alles, was im Körper nichts verloren hat: Bakterien, Viren, Schimmelpilze, Würmer, Giftstoffe, unverdaute Proteine.

Immunsystem: 70 % aller Immunzellen im Körper sitzen am und im Darm. Was logisch ist, denn hier kommt es zur größten Interaktion mit Krankheitserregern.

Abgabe: Über Gallensalze und andere Mechanismen werden Giftstoffe aus dem Körper in den Darm abgegeben, um über den Stuhl ausgeschieden zu werden. Zum Entgiften des Körpers ist der Darm also auch wichtig.

Darmflora: Im Dünndarm sind es eher weniger, im Dickdarm eine ganze Menge: Mikroorganismen. Bakterien. In jedem Tropfen Dickdarmflüssigkeit sind mehr Lebewesen enthalten, als es Menschen auf der Erde gibt. Die Bakterien dort sind wichtig, um gegen Krankheitserreger vorzubeugen und um unverdauliche Ballaststoffe abzubauen. Denn der Körper profitiert von den Abbauprodukten und von dem, was „gute Darmbakterien“ produzieren: Vitamine, Botenstoffe, gesunde Fette.

Diese vier Aufgaben sind lebensnotwendig für jeden Menschen. Wenn der Darm geschädigt wird, leiden zahlreiche Funktionen im Körper darunter2. Was am Ende auch Autoimmunerkrankungen begünstigt.

Was ist Leaky Gut Syndrom – und wie entsteht er?

Was ist Leaky Gut Syndrom?

Wie gesagt: Der Darm besitzt eine sehr große Oberfläche, ist aber nur sehr dünn. Dünner als ein Haar. Eine einzelne Zellschicht schützt Ihren Körper vor den Mikroorganismen im Darm. Dort sollten sie bleiben. Wenn der Darm platzt und diese Mikroorganismen ungehindert in den Körper gelangen, sterben Sie innerhalb weniger Tagen an einer Blutvergiftung.

Das ist der absolut schlimmste Fall – der selten eintritt. Wahrscheinlicher ist, dass der Darm nicht großflächig aufplatzt, sondern viele kleine Löcher entstehen –  Leaky Gut Syndrom :

  • Die Darmzellen haben eine durchschnittliche Überlebensdauer von fünf Tagen. Das liegt daran, dass sie metabolisch sehr aktiv sind und einem ständigen Bombardement aus Giftstoffen und Krankheitserregern ausgesetzt sind. Sie werden sehr häufig beschädigt. Daher ist es logisch, dass sie sich schnell erneuern müssen.
  • Wenn das Bombardement zu stark wird und Nährstoffe fehlen, damit die Zellen schnell genug nachwachsen können, entstehen Löcher im Darm. Dann ist der Filter dahin und an vielen Stellen können Giftstoffe und Krankheitserreger in den Blutkreislauf gelangen. Die Löcher sind nur punktuell und nur einzelne. Sie häufen sich aber über den Darm hinweg an und können enorme Schäden im Körper nach sich ziehen.
  • Wenn Löcher im Darm entstehen, sprechen wir von Leaky Gut Syndrom – einem „löchrigen Darm“.
  • Diese Löcher können auch entstehen, wenn die Verbindungen zwischen den Darmzellen aufreißen. Diese Zellen sind eigentlich fest miteinander verankert. Die nötigen Proteine heißen Tight Junctions. Es gibt Faktoren, die dazu führen, dass sich diese Verbindungen lösen, beispielsweise Gluten. Auch das hat die Entstehung von kleinen Löchern im Darm zur Folge.
  • Ein ganz wichtiger Risikofaktor zur Entstehung von Löchern aus den oben genannten Gründen ist eine zu dünne Schleimschicht. Die Darmwand ist von einer mikroskopisch kleinen Schleimschicht umgeben, dem sogenannten Mukus. Dieser hat die Funktion, Krankheitserreger von den Darmzellen fernzuhalten und nur Nährstoffe zur Aufnahme in den Körper durchzulassen.

Ist diese Schleimschicht zu dünn oder zu schwach mit antibakteriellen Stoffen besetzt, kommt es zum direkten Kontakt zwischen Darmzellen und Darmflora. Das sollte nicht sein, denn es gibt immer opportunistische Krankheitserreger, die auf ihre Chance warten. Sie attackieren die Darmwand, infizieren sie im schlimmsten Fall und können die Darmwand einreißen.

Leaky Gut
Auf einen Blick: Beim Leaky Gut Syndrom ist die Darmbarriere löchrig, da Darmzellen starkem Stress ausgesetzt sind und schneller absterben, als sie nachwachsen können. Krankheitserreger, Toxine und andere unliebsame Stoffe aus dem Darminneren gelangen so in den Kreislauf. (c) thedrwolfson.com

Sie haben einen kurzen Überblick erhalten, was Leaky Gut Syndrom ist und wie auf mikroskopischer Ebene Löcher in der Darmwand entstehen können.

Ganz wichtig: Wenn Löcher im Darm entstehen, müssen sie geflickt und der Darm regeneriert werden. Zeitnah.

Wie erkennen Sie ein Leaky Gut Syndrom?

Leaky Gut Syndrom – Symptome

Wenn Sie häufig und längerfristig an folgenden Symptomen leiden, könnte ein Leaky Gut  Syndrom hinter Ihren Bauchschmerzen und Verdauungsproblemen stecken:

  • Unregelmäßiger Stuhlgang mit zu flüssiger Konsistenz
  • Häufiger Durchfall mit gelegentlichem Blut im Stuhl
  • Blähungen und Flatulenz
  • Hautunreinheiten
  • Leicht aufgedunsene Haut im Gesicht
  • Häufige allergische Reaktionen und Heuschnupfen
  • Chronische Müdigkeit trotz ausreichend Essen

Besonders der unregelmäßige, inkonsistente Stuhlgang mit gelegentlichem Blut ist ein direkter Marker dafür, dass der Darm Schäden genommen hat. Wenn das der Fall sein sollte, sollten Sie besonders aufpassen.

Diese Symptome sind dauerhaft keine Option für Sie und sollten behandelt werden. Sonst kann es zu zahlreichen Konsequenzen kommen:

Leaky Gut Syndrom und Autoimmunerkrankungen

Wenn Giftstoffe, unverdaute Proteine und Krankheitserreger ungehindert in den Körper gelangen können, wird es gefährlich:

Dann steigt die Gefahr für folgende Begleiterscheinungen6,16:

Besonders die Verbindung mit Autoimmunerkrankungen ist in den letzten Jahren in der Wissenschaft immer offensichtlicher geworden. Ein Leaky Gut Syndrom ist mit so ziemlich jeder Autoimmunerkrankung in Verbindung gebracht worden13,14,16.

Schlimmer: Leaky Gut ist mittlerweile als einer der zentralen Ursachen für die Entstehung von Autoimmunerkrankungen anerkannt. Das bedeutet, dass Autoimmunerkrankungen beziehungsweise ihre Symptomatik verbessert werden können, wenn der Leaky Gut geheilt werden kann.

Wenn Sie die Symptome von Leaky Gut Syndrom bei sich beobachtet haben, was sind die nächsten Schritte? Dann sollten Sie einen guten Arzt aufsuchen und eine mögliche Diagnose stellen lassen:

Leaky Gut Syndrom – Diagnose

Wer diagnostiziert Leaky Gut Syndrom?

Suchen Sie einen Hausarzt, Gastroenterologen, Heilpraktiker, Naturheilkundler, Orthomolekular-, Mitochondrial- oder funktionellen Mediziner auf. Diese Ärzte verfügen über das nötige Wissen und die Methodik, um Leaky Gut zu erkennen und auch zu behandeln.

In der Schulmedizin ist das Leaky Gut Syndrom noch nicht sehr präsent. Daher empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen, der die Methoden der Schulmedizin mit Naturmedizin verbindet. Diese Kombination bietet Ihnen eine gute Grundlage zur Besserung.

Berichten Sie dem Arzt oder Therapeuten von Ihren Symptomen, wie stark sie auftreten und wann. Ein Symptomtagebuch hilft sehr weiter, damit sich der Therapeut einen Überblick verschaffen kann.

Zu einer möglichen Diagnose kommt es, wenn folgende Dinge gemessen werden und ein positiver Befund vorliegt:

Permeabilitätstest

Den nun folgenden Tests liegt zugrunde, dass gewisse Zucker normalerweise vom Darm nicht aufgenommen werden. Bei Leaky Gut kann es jedoch zur unfreiwilligen Aufnahme dieser Zucker kommen. Die in den Tests verwendeten Zucker kann der Körper ebenfalls nicht verwerten, und scheidet sie über den Urin wieder aus. Sind diese Zucker also im Urin nachweisbar, gilt das als Diagnose für das Leaky Gut Syndrom:

  • Lactulose-Mannitol-Test
  • Lactulose-Mannitol-Glucose-Test
  • 53Cr-EDTA-Test

Stuhlprobe

Stuhlprobe klingt eklig (ist es auch), kann aber bei Leaky Gut Syndrom sehr wertvolle Informationen liefern:

  • Immunzellen im Stuhl nachweisbar: Bei Leaky Gut können Immunzellen in den Darminnenraum gelangen. Diese sind dann im Stuhl nachweisbar.
  • Calprotectin: Dies ist ein Protein, das sich nur in Immunzellen befindet. Wenn Immunzellen im Stuhl nachweisbar sind, ist es auch Calprotectin.
  • Laktoferrin: Ähnlich wie Calprotectin ist auch Laktoferrin im Stuhl nachweisbar.
  • Blut im Stuhl nachweisbar
  • Sekretorisches IgA: Dieser Antikörper (Immunglobulin) wird von den Paneth-Zellen der Darmwand gebildet und wirkt antibakteriell. Wenn er in hohen Mengen im Stuhl nachweisbar ist, bedeutet das, dass in der Darmwand große Schäden vorliegen.
  • α1-Anti-Trypsin: Dieser Antikörper ist für Leaky Gut charakteristisch und bei vorliegendem Syndrom im Stuhl nachweisbar
  • Zonulin: Kein so verlässlicher Marker, aber immer noch häufig verwendet.

Blutprobe

Bei einer Blutprobe können ebenfalls Marker von Leaky Gut bestimmt werden:

  • hsCRP: Universeller Entzündungsmarker, der aussagt, ob eine chronische Entzündung im Körper vorliegt.
  • LPS: Wenn Bakterien ungehindert in den Blutkreislauf gelangen können, ist LPS nachweisbar. LPS (Lipopolysaccharid) ist Bestandteil von bakteriellen Zellwänden. Der Körper reagiert sehr empfindlich auf LPS mit Entzündung. Dies kann ebenfalls im Blut nachgewiesen werden
  • LBP (LPS-bindendes Protein)
  • α1-Anti-Trypsin im Blut nachweisbar
  • TNFα: Ebenfalls Entzündungsmarker im Blut, der bei chronischen Infekten und Entzündungen stark erhöht ist.
  • sCD14
  • I-FABP (nicht sehr sensitiv, dennoch verbreitet)

Mit diesen Markern ist bestimmbar, ob ein Leaky Gut Syndrom vorliegt oder nicht. In der Regel ist es besser, zu viele als zu wenige dieser Werte zu messen. Viele Ärzte werden sich dagegen sträuben. Für viele Ärzte ist Leaky Gut Syndrom noch immer kein Begriff.

Wenn die Symptome stark auftreten und lange anhalten, sollten Sie darauf bestehen. Im Notfall besteht auch die Möglichkeit, dass Sie einige der Werte auf eigene Kosten übernehmen. Bei starkem Verdacht auf Leaky Gut sollte Ihnen das Geld wert sein, da Leaky Gut zu zahlreichen Problemen im Körper führen kann.

Mit dieser Methode ist Leaky Gut Syndrom diagnostizierbar. Was ist der nächste Schritt?

Wer behandelt Leaky Gut Syndrom?

In der Regel wollen dieselben Ärzte, die Leaky Gut Syndrom nachgewiesen haben, auch behandeln. Je nachdem, wie fortschrittlich Ihr Arzt ist, wird er verschiedene Behandlungen vorschlagen. Weniger fortschrittlich denkende Ärzte werden Cortison, Schmerzmittel, Mesalazin oder Antibiotika verschreiben.

Das sind alles Medikamente, die die Entzündung und Immunreaktionen reduzieren (oder einen Darminfekt beseitigen sollen). Das ist ineffektiv, da Leaky Gut immer eine Ursache hat. Und hier wird nicht die Ursache, sondern nur die Symptome behandelt.

Bei einer Krankheit wie Leaky Gut Syndrom nur die Symptome und nicht die Ursache zu behandeln, ist fahrlässig. Es ist vergleichbar mit einem löchrigen Dach, unter dem sie 24 Stunden am Tag mit einem Eimer und einem Putzlappen stehen und Wasser aufwischen.

Sie behandeln nur die Symptome. Wenn Sie die Ursache des Problems angehen wollen, müssen Sie das Loch im Dach reparieren.

Ähnlich ist es beim Leaky Gut Syndrom: Die Löcher müssen geflickt und die Ursache mit allen Mitteln angegangen werden. Nur die Entzündung reduzieren und aufwischen wird Ihnen längerfristig nicht viel bringen.

Was wirklich hilft, ist im Folgenden beschrieben:

Leaky Gut Syndrom
Eine ungesunde Ernährung mit viel Zucker und verarbeiteten Nahrungsmittel („Western Diet“) ist der größte Risikofaktor für die Entstehung von Leaky Gut Syndrom.

Was tun bei Leaky Gut Syndrom?

Es ist gleichermaßen wichtig, die Ursachen von Leaky Gut zu beseitigen als auch die Löcher zu flicken.

Wenn Sie einen ganzheitlichen Arzt, Naturheilkundler, Heilpraktiker, Orthomolekular- oder funktionellen Mediziner zur Behandlung haben, ist das ideal. Sie können die hier aufgezeigte Behandlung jedoch auch alleine durchführen. Die Güte der „Behandlung“ können Sie am Rückgang der Symptome und an Ihrem Wohlbefinden festmachen.

Beginnen wir mit den Ursachen: Die folgenden Faktoren lösen Leaky Gut Syndrom aus und verschlimmern die Lage. Versuchen Sie, Ihren Alltag nach und nach gesünder zu strukturieren und auf die folgenden Dinge zu verzichten – oder sie zumindest zu reduzieren:

Gluten

Gluten ist einer der wichtigsten Faktoren, die zum Leaky Gut Syndrom führen können. Es  ist das Klebereiweiß im Getreide, also in Weizen, Dinkel, Gerste, Mais, Roggen. In Sauerteigprodukten ist Gluten kein Problem, jedoch sind Sauerteigprodukte heute eher die Ausnahme als die Regel.

In industriell verarbeitetem Brot, Backwaren und Nudeln ist das Gluten vollständig erhalten. Gluten ist schwer verdaulich und es greift aktiv die Verbindungen zwischen den Darmzellen, die Tight Junctions, an. Gluten kann auf diese Weise direkt Löcher im Darm herbeiführen9-12. Viele Menschen reagieren heute schon darauf mit Glutenunverträglichkeit.

Daher sollten Sie als erstes Gluten, also Getreideprodukte, komplett aus Ihrem Ernährungsplan streichen. Glutenfreie Ernährung also.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte enthalten eine Klasse von zuckerhaltigen Proteinen, die ebenfalls ein massives Problem für die Darmwand darstellen: Lektine. Bei Darmproblemen sollten Sie Hülsenfrüchte meiden, soweit möglich18-19.

Zucker

Industrieller Zucker in großen Mengen ist unser Körper nicht gewöhnt, was man auch im Darm sieht. Genauer gesagt ist das Problem Fruktose, also Fruchtzucker. Er ist der Teil des Haushaltszuckers.

Auch er kann eine Entzündungsreaktion in der Darmwand auslösen21 und die Entstehung von Löchern begünstigen. Versuchen Sie, auf jeglichen industriellen Zucker und Süßigkeiten zu verzichten. Zucker sollte nur noch in Form von Obst und Beeren konsumiert werden.

Fast Food

Industriell verarbeitetes Essen enthält viele giftige Zusatzstoffe und Transfette, die auf verschiedenen Wegen die Darmwand schädigen23-24. Diese Zusatzstoffe kommen in der freien Natur nicht vor. Unser Körper ist sie nicht gewöhnt und sie greifen direkt die Darmwand an.

Es ist empfehlenswert, auf jegliches Fast Food oder industriell verarbeitetes Essen wie Tiefkühlpizza, Kekse, Pommes, Erdnussflips und Eiscreme zu verzichten. Wenn ein Nahrungsmittel Inhaltsstoffe enthält, die Sie ohne Chemiestudium nicht verstehen, lassen Sie bitte die Finger von diesen Nahrungsmittel, die dem Darm schaden.

Greifen Sie auf natürliche und unverarbeitete Nahrungsmittel zurück, wie bei der Paleo Ernährung empfohlen.

Alkohol

Ähnlich wie Zucker kann Alkohol direkt eine Entzündung im Darm verursachen4.

Solange Ihr Darm beschädigt ist, ist es ratsam, den Alkoholkonsum drastisch einzuschränken.

Sport

Wer jeden Tag Leistungssport betreibt, setzt seinen Darm unter Druck. Die ständigen mechanischen Erschütterungen sowie die geringere Durchblutung des Darms können zu Leaky Gut führen22. Sind Sie Leistungssportler und leiden unter den oben genannten Symptomen oder der Diagnose? Dann sollten Sie bis Ihr Darm wieder regeneriert ist, das Sportpensum reduzieren oder zumindest lockerer angehen.

Stress

Bei chronischem Stress bildet der Körper massiv das Stresshormon Cortisol. Es sorgt dafür, dass Energie mobilisiert wird, um dem Säbelzahntiger zu entfliehen.

Zumindest denkt Ihr Körper, dass der Stress auf eine Lebensgefahr zurückzuführen ist. Stress im Alltag und auf der Arbeit führt zu einer ständigen Bildung von zu viel Cortisol. Das Problem an Cortisol ist, dass es das Wachstum von Darmzellen hemmt. Zu viel Stress bedeutet häufig Löcher im Darm.

Sie sollten Stress abbauen und aktive Stressbewältigung betreiben.

Nahrungsallergene

Wenn Nahrungsproteine nicht vollständig verdaut in den Blutkreislauf gelangen, wie es bei Leaky Gut Syndrom der Fall ist, bildet das Immunsystem dagegen Antikörper. Es entsteht eine Nahrungsmittelallergie. Die muss nicht zwangsläufig so offensichtlich sein wie bei einer klassischen Erdnussallergie, sondern sie kann subtil und versteckt sein. Diese Allergie äußert sich dann in unreiner Haut, chronischer Müdigkeit und Heuschnupfen.

Nahrungsallergien führen über eine Entzündungsreaktion auch zu Leaky Gut. Lassen Sie daher beim Arzt einen Nahrungsmittelallergie-Test durchführen. Sollte Sie der Arzt dabei nicht unterstützen, empfiehlt sich das Paleo Autoimmunprotokoll. Damit können Nahrungsmittelallergien relativ leicht identifiziert werden.

Oder Sie führen auf eigene Kosten (Kosten 100 €) einen Nahrungsmittelallergietest in Eigenregie durch. Wir empfehlen den Test von www.lykon.de.

Antibiotika

Viel zu häufig werden heutzutage Antibiotika verschrieben, wenn sie nicht notwendig sind. Antibiotika sind bei einer lebensbedrohlichen Infektion eine gute Idee, nicht aber bei Vireninfektionen oder Darmproblemen. Antibiotika radieren alles im Darm aus: Die guten wie die schlechten Darmbakterien. Das kann die Probleme verschlimmern, wenn sich nach der Antibiotika-Kur schlechte Darmbakterien zuerst wieder ansiedeln.

Nehmen Sie Antibiotika nur ein, wenn ein schlimme Infektion vorliegt. Leichte Magen-Darm-Infekte lassen sich bereits mit Probiotika (Joghurt herstellen, Kombucha, Apfelessig) und gesunder Ernährung beseitigen.

NSAID’s (Aspirin & Co.)

Nicht-steroidale Entzündungshemmer oder kurz gesagt Schmerzmittel sorgen aufgrund ihrer Wirkung dafür, dass kleine Blutungen im Darm entstehen. Wenn Sie dauerhaft Schmerzmittel wie Aspirin, Ibuprofen oder Diclophenac einnehmen, zur Blutverdünnung oder Schmerzbetäubung, kann das eine Ursache für Leaky Gut Syndrom sein.

Zu dünne Schleimschicht

Normalerweise liegt eine schützende Schleimschicht zwischen Darmepithel und der Darmflora. Bei Betroffenen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und auch Leaky Gut ist die Schleimschicht deutlich dünner als in gesunden Menschen. Bakterien und andere Erreger können so leichter zum Darmepithel gelangen, dieses infizieren und chronisch entzünden.

Zusatz: SIBO (Infektionen

SIBO steht für eine Überbesiedelung des Dünndarms durch Bakterien oder Pilze. Eigentlich ist der Dünndarm relativ steril im Vergleich zum Dickdarm, kann jedoch bei Problemen stark besiedelt werden. SIBO ist ein wichtiger Auslöser für Leaky Gut Syndrom. Es ist wahrscheinlich, dass Sie SIBO mit den hier genannten Ratschlägen von allein loswerden.

In jedem Fall empfehlen wir Ihnen, den Artikel über SIBO zu lesen, um zu wissen, ob hinter Leaky Gut SIBO stecken könnte.

Dies sind die wichtigsten Risikofaktoren, die Leaky Gut Syndrom begünstigen können. Versuchen Sie, Ihren Alltag kritisch zu überdenken: Wo könnte eine Ursache für Ihre Darmprobleme liegen? Ist es die Ernährung? Sport? Stress? Nährstoffmangel? Seien Sie kritisch mit sich selbst und versuchen, die Faktoren nach und nach zu beseitigen.

Dies ist wichtig, um die Ursachen der Erkrankung direkt anzugehen.

Um längerfristig für Linderung zu sorgen und Leaky Gut Syndrom wieder zu beseitigen, ist es wichtig, auf Nahrungsmittel und Nährstoffe zu setzen, die den Darm wieder reparieren können:

Leaky Gut Syndrom
Eine der besten Möglichkeiten, gegen ein Leaky Gut Syndrom vorzugehen: Eine gesunde und naturbelassene Ernährung.

Was essen bei Leaky Gut Syndrom?

Leaky Gut Ernährung

Es gibt eine bestimmte Ernährungsform, die die besten Ergebnisse beim Leaky Gut Syndrom erzielt. Sowohl in Erfahrung mit Kunden als auch in wissenschaftlichen Studien. Fast alle der gleich folgenden Nahrungsmittel und Ratschläge sind auf diese eine Ernährungsform zurückzuführen. Die Rede ist vom Paleo Autoimmunprotokoll.

Lesen Sie hier mehr über das Paleo Autoimmunprotokoll.

In Kürze: Die Paleo Ernährung ist eine Ernährungsform, die den Speiseplan unserer Vorfahren aus der Steinzeit imitiert. Es mag esoterisch klingen, aber dahinter versteckt sich die vielleicht gesündeste und nährstoffreichste Ernährungsform überhaupt:

Nur naturbelassene und nährstoffreiche Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Eier, Kräuter, Nüsse, Samen und Kaffee oder Tee kommen auf den Speiseplan. Ungesunde Stoffe und potenzielle Reizstoffe werden komplett gemieden.

Das Paleo Autoimmunprotokoll ist eine Anpassung der Paleo Ernährung für Autoimmunerkrankungen und Menschen mit Leaky Gut Syndrom. Zusätzlich zur Paleo Ernährung werden dabei alle Allergene gestrichen. Konkret handelt es sich dabei um Nüsse, Samen, Gewürze auf Samenbasis – und Eier.

Ausführliche Informationen über das Paleo Autoimmunprotokoll erhalten Sie in diesem Artikel.

Folgende Nahrungsmittel sollten Sie verstärkt in Ihren Speiseplan aufnehmen, Diese werden Ihnen helfen, den Darm wieder zu regenerieren, weiterhin die Ursachen anzugehen, eine gesunde Darmflora aufzubauen und den Darm zu flicken:

  • Obst (regional, nach Saison)
  • Beeren
  • Gemüse in allen Formen und Farben
  • Leinsamen3
  • Flohsamen3
  • Kartoffeln und Reis (gekocht und abgekühlt15)
  • Kombucha
  • Joghurt
  • Milchsauer vergorenes Gemüse (Sauerkraut, Kimchi, Essiggurken)
  • Probiotika
  • Kräuter
  • Kurkuma
  • Ingwer
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Olivenöl
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Apfelessig
  • Knochenbrühe (ein bis zwei Gläser täglich)
  • Grüntee
  • Pfefferminz6-7– & Kamilletee

Diese Nahrungsmittel haben sich bewährt, die Wissenschaft würde das so unterschreiben. Diese Nahrungsmittel sind nicht nur gesund und nährstoffreich, sie beseitigen außerdem Ursachen von Leaky Gut. Sie versorgen Ihren Darm mit den Nährstoffen, die er benötigt, um wieder gesund zu werden.

Bei akutem und schmerzhaftem Leaky Gut Syndrom empfiehlt sich die Gabe folgender Nahrungsergänzungsmittel, die effektiv Löcher im Darm flicken können:

Nahrungsergänzungsmittel und Nährstoffe bei Leaky Gut Syndrom

Vor Nahrungsergänzungsmitteln sollten Sie keine Angst haben. Diejenigen, die wir hier empfehlen, haben sich bewährt. Sie sind bei Leaky Gut erprobt und effektiv. Sie unterstützen die Ernährung, sind nicht notwendig, beschleunigen aber den Regenerationsprozess:

  • Vitamin D (Zielwert im Blut: 60-80 ng/ml, Faustregel: 1000 I.U. Vitamin D pro 10 ng/ml Vitamin D-Mangel). Dazu beim Arzt den Blutwert bestimmen lassen
  • Glutamin (zur Darmregeneration 20-30 g täglich, zwei Wochen lang)
  • Knochenbrühe (ein Glas täglich)
  • N-Acetyl-Cystein (übliche Tagesdosis 2-3 g täglich)
  • Curcumin (500-1000 mg täglich)
  • Omega-3-Fettsäuren8,17 / Fischölkapseln (An Tagen, an denen Sie kein Fisch gegessen haben, empfiehlt sich die Gabe von 3-5 g Omega-3-Fettsäuren in Form von Fischölkapseln).

Das war schon das Wichtigste, was Sie über Leaky Gut wissen müssen. Im heutigen Artikel haben Sie erfahren, wie Sie einen Leaky Gut erkennen, diagnostizieren lassen und ihn wieder beseitigen können.

Leaky Gut ist eine zentrale Ursache für Autoimmunerkrankungen und viele andere chronische Probleme, zu denen Allergien, Bluthochdruck und Typ 2 Diabetes5 gehören.

Leider ist Leaky Gut bei Ärzten noch nicht so präsent, wie es sein sollte. Das wird sich hoffentlich in den kommenden Jahren ändern.

Fazit – alles Wichtige über Leaky Gut im Überblick

  • Der Darm ist von der Oberfläche her unser größtes Organ: 180 m², auf zwölf Metern Länge.
  • Er ist mit der Aufnahme von Nährstoffen und mit dem Kampf gegen Krankheitserreger und Giftstoffe beschäftigt.
  • Die Darmwand ist nur wenige tausendstel Millimeter dick. Nur eine einzige Zellschicht steht zwischen Gesundheit und Krankheit. Wenn kleine Löcher im Darm entstehen, können Giftstoffe und Krankheitserreger ungehindert in den Blutkreislauf gelangen.
  • Leaky Gut Syndrom ist eine zentrale Ursache für Autoimmunerkrankungen, da die Bildung von Auto-Antikörpern und molekulare Mimikry befeuert wird. Die meisten Autoimmunerkrankungen sind mit Leaky Gut Syndrom in Verbindung gebracht worden.
  • Wird eine zentrale Ursache der Autoimmunerkrankung, die Probleme im Darm, beseitigt, verbessern sich meist auch die Symptome der Erkrankung. Manchmal reicht die Gesundung des Darms auch schon aus, um die Autoimmunerkrankung in Remission zu bringen.
  • Um Leaky Gut zu beseitigen, müssen die Ursachen erkannt und angegangen werden. Gleichzeitig ist eine richtige Ernährung wichtig. Die richtigen Nahrungsmittel haben die Fähigkeit, den Darm zu flicken und das Problem so zu beseitigen.

Zusammengefasst: Vorgehensweise bei Leaky Gut Syndrom

  • Beobachten Sie die Symptome: Könnte ein Leaky Gut Syndrom vorliegen?
  • Arztbesuch: Kann Leaky Gut diagnostiziert werden?
  • Ursachenbekämpfung: Welche Punkte könnten in Ihrem Alltag einen Leaky Gut begünstigen? Welche Ursachen können Sie beseitigen?
  • Ernährung: Greifen Sie verstärkt zu Lebensmittel für einen gesunden Darm
  • Meiden Sie Nahrungsmittel, die dem Darm schaden
  • Ergänzen Sie mit Nahrungsergänzungsmitteln, die die Löcher im Darm reparieren helfen

Auch interessant für Sie:

Quellenverzeichnis

Bildquelle: (c) Depositphotos @VadimVasenin

  1. Mowat, Allan M.; Agace, William W. (2014): Regional specialization within the intestinal immune system. In: Nature Reviews Immunology 14, 667 EP -.
  2. Veldhoen, Marc; Brucklacher-Waldert, Verena (2012): Dietary influences on intestinal immunity. In: Nature reviews. Immunology 12 (10), S. 696–708. DOI: 10.1038/nri3299.
  3. Adam, Clare L.; Williams, Patricia A.; Garden, Karen E.; Thomson, Lynn M.; Ross, Alexander W. (2015): Dose-dependent effects of a soluble dietary fibre (pectin) on food intake, adiposity, gut hypertrophy and gut satiety hormone secretion in rats. In: PloS one 10 (1), e0115438. DOI: 10.1371/journal.pone.0115438.
  4. Bjarnason, I.; Peters, T. J.; Wise, R. J. (1984): The leaky gut of alcoholism: possible route of entry for toxic compounds. In: Lancet (London, England) 1 (8370), S. 179–182.
  5. Cani, Patrice D.; Osto, Melania; Geurts, Lucie; Everard, Amandine (2012): Involvement of gut microbiota in the development of low-grade inflammation and type 2 diabetes associated with obesity. In: Gut Microbes 3 (4), S. 279–288. DOI: 10.4161/gmic.19625.
  6. Cappello, G.; Spezzaferro, M.; Grossi, L.; Manzoli, L.; Marzio, L. (2007): Peppermint oil (Mintoil) in the treatment of irritable bowel syndrome: a prospective double blind placebo-controlled randomized trial. In: Digestive and liver disease : official journal of the Italian Society of Gastroenterology and the Italian Association for the Study of the Liver 39 (6), S. 530–536. DOI: 10.1016/j.dld.2007.02.006.
  7. Khanna, Reena; MacDonald, John K.; Levesque, Barrett G. (2014): Peppermint oil for the treatment of irritable bowel syndrome: a systematic review and meta-analysis. In: Journal of clinical gastroenterology 48 (6), S. 505–512. DOI: 10.1097/MCG.0b013e3182a88357.
  8. Costantini, Lara; Molinari, Romina; Farinon, Barbara; Merendino, Nicolo (2017): Impact of Omega-3 Fatty Acids on the Gut Microbiota. In: International journal of molecular sciences 18 (12). DOI: 10.3390/ijms18122645.
  9. Doherty, M.; Barry, R. E. (1981): Gluten-induced mucosal changes in subjects without overt small-bowel disease. In: Lancet (London, England) 1 (8219), S. 517–520.
  10. Biesiekierski, Jessica; Newnham, Evan; M Irving, Peter; Barrett, Jacqueline; Haines, Melissa; Doecke, James et al. (2011): Gluten Causes Gastrointestinal Symptoms in Subjects Without Celiac Disease: A Double-Blind Randomized Placebo-Controlled Trial. In: The American journal of gastroenterology 106. DOI: 10.1038/ajg.2010.487.
  11. Drago, Sandro; El Asmar, Ramzi; Di Pierro, Mariarosaria; Grazia Clemente, Maria; Sapone, Amit Tripathi Anna; Thakar, Manjusha et al. (2006): Gliadin, zonulin and gut permeability: Effects on celiac and non-celiac intestinal mucosa and intestinal cell lines. In: Scandinavian Journal of Gastroenterology 41 (4), S. 408–419. DOI: 10.1080/00365520500235334.
  12. Fasano, Alessio (2011): Zonulin and its regulation of intestinal barrier function: the biological door to inflammation, autoimmunity, and cancer. In: Physiological reviews 91 (1), S. 151–175. DOI: 10.1152/physrev.00003.2008.
  13. Fasano, Alessio (2012): Leaky gut and autoimmune diseases. In: Clinical reviews in allergy & immunology 42 (1), S. 71–78. DOI: 10.1007/s12016-011-8291-x.
  14. Hollander, Daniel (1999): Intestinal permeability, leaky gut, and intestinal disorders. In: Current Gastroenterology Reports 1 (5), S. 410–416. DOI: 10.1007/s11894-999-0023-5.
  15. Keenan, Michael J.; Zhou, June; Hegsted, Maren; Pelkman, Christine; Durham, Holiday A.; Coulon, Diana B.; Martin, Roy J. (2015): Role of resistant starch in improving gut health, adiposity, and insulin resistance. In: Advances in nutrition (Bethesda, Md.) 6 (2), S. 198–205. DOI: 10.3945/an.114.007419.
  16. Nouri, Mehrnaz; Bredberg, Anders; Westrom, Bjorn; Lavasani, Shahram (2014): Intestinal barrier dysfunction develops at the onset of experimental autoimmune encephalomyelitis, and can be induced by adoptive transfer of auto-reactive T cells. In: PloS one 9 (9), e106335. DOI: 10.1371/journal.pone.0106335.
  17. Pusceddu, Matteo M.; El Aidy, Sahar; Crispie, Fiona; O’Sullivan, Orla; Cotter, Paul; Stanton, Catherine et al. (2015): N-3 Polyunsaturated Fatty Acids (PUFAs) Reverse the Impact of Early-Life Stress on the Gut Microbiota. In: PloS one 10 (10), e0139721. DOI: 10.1371/journal.pone.0139721.
  18. Pusztai, A.; Ewen, S. W.; Grant, G.; Brown, D. S.; Stewart, J. C.; Peumans, W. J. et al. (1993): Antinutritive effects of wheat-germ agglutinin and other N-acetylglucosamine-specific lectins. In: The British journal of nutrition 70 (1), S. 313–321.
  19. Freed, David L. J. (1999): Do dietary lectins cause disease? In: BMJ 318 (7190), S. 1023–1024. DOI: 10.1136/bmj.318.7190.1023.
  20. Weiss, Scott T. (2002): Eat dirt–the hygiene hypothesis and allergic diseases. In: The New England journal of medicine 347 (12), S. 930–931. DOI: 10.1056/NEJMe020092.
  21. Kavanagh K, Wylie AT, Tucker KL, et al. Dietary fructose induces endotoxemia and hepatic injury in calorically controlled primates. The American Journal of Clinical Nutrition. 2013;98(2):349-357. doi:10.3945/ajcn.112.057331.
  22. Clark A, Mach N. Exercise-induced stress behavior, gut-microbiota-brain axis and diet: a systematic review for athletes. Journal of the International Society of Sports Nutrition. 2016;13:43. doi:10.1186/s12970-016-0155-6.
  23. Lopez-Garcia et al (2005): Consumption of trans fatty acids is related to plasma biomarkers of inflammation and endothelial dysfunction. J Nutr. 2005 Mar;135(3):562-6.
  24. Iwata NG, Pham M, Rizzo NO, Cheng AM, Maloney E, Kim F. Trans Fatty Acids Induce Vascular Inflammation and Reduce Vascular Nitric Oxide Production in Endothelial Cells. Federici M, ed. PLoS ONE. 2011;6(12):e29600. doi:10.1371/journal.pone.0029600.
  25. Bischoff SC, Barbara G, Buurman W, et al. Intestinal permeability – a new target for disease prevention and therapyBMC Gastroenterology. 2014;14:189. doi:10.1186/s12876-014-0189-7.
  26. Lustig et al (2012): Public health: The toxic truth about sugar. Nature. 2012 Feb 1;482(7383):27-9. doi: 10.1038/482027a.

3
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
1 Kommentar Themen
2 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
3 Kommentatoren
Susann GoldauMartin AuerswaldMartina Voigt Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
Martina Voigt
Gast
Martina Voigt

Lieber Herr Martin Auerswald, durch Zufall habe ich ihre Artikel gefunden, finde sie sehr interessant und lehrreich . Ic bin eine gelernte Krankenschwester, 55 Jahre und leide seit ca 12 Jahren an einer Diverticulitis mit bereits einer Sigma- Resektion 2012, habe erneute Schübe, seit Okt. 2017 jede viertel Jahr, habe schon viel Antibotika genommen, aber mich auch schon viel mit Heilpraktik u. Pflanzen beschäftigt, da mein Sohn Pharmazie studiert hat und in einer Apotheke arbeitet. Meine Fragen wären – kann der Darm ein Leaky Gut Syndrom entwickelt haben, -sollte man schon während der Antibiotika Therapie (CRP Werte bis 100 )… Weiterlesen »

Susann Goldau
Admin
Susann Goldau

Hallo Frau Voigt, aus meiner persönlichen Erfahrung heraus würde ich auf jeden Fall bereits während der Antibiotikatherapie mit der Einnahme von Probiotika beginnen. Ich selber nehme während einer Antibiotikatherapie immer ca. 3 Stunden nach der AB-Einnahme Probiotitika ein. Neben Omnibiotik erlebe ich persönlich auch Multidophilus 12 und Eubiol als sehr hilfreich. In der Vergangenheit wusste ich nicht, wie wichtig Probiotika bereits während der AB-Einnahme sind und habe dies teuer bezahlt. Ich kam mit Brechdurchfall und hyperventilierend ins Krankenhaus und litt noch anderthalb Jahre danach unter den Nachwirkungen im Magen-Darm-Trakt. Inzwischen nehme ich immer direkt zum AB Probiotika ein und habe… Weiterlesen »