Kein Jod bei Hashimoto – Warum?

Kein Jod bei Hashimoto – Warum

Zuletzt aktualisiert am 24. Juli 2018 um 17:02

Im Dschungel der Weisheiten und Ratschläge bezüglich Hashimoto Thyreoiditis ist es leicht, den Überblick zu verlieren. Da Ärzte in der Regel wenig Zeit für Patienten haben, kommen Erklärungen wie zum Beispiel nach der Hashimoto Diagnose oder der Hashimoto Behandlung viel zu kurz. Es wird einfach gesagt: „Kein Jod.“ Aber warum kein Jod bei Hashimoto? Diese Frage wollen wir hier besprechen.

Warum kein Jod bei Hashimoto?

Jod bei Hashimoto ist so eine Sache. Keine leichte Sache, wie Ihnen jeder Arzt in Deutschland sagen wird. Die meisten Therapeuten sagen das auch. Aber warum ist das so?

Die Schilddrüse benötigt Jod für die Herstellung der Schilddrüsenhormone. Das ist die wichtigste Funktion von Jod im Körper. Zwar benötigt fast jede Zelle im Körper in gewissen Mengen Jod, die Schilddrüse jedoch am dringendsten. Ein gewisser Grundbedarf an Jod sollte der Schilddrüse immer gewährleistet bleiben, um zu funktionieren. Stoffwechselleistung und Lebensqualität gehen sonst verloren.

Besonders bei Hashimoto Thyreoiditis ist Jod eine Zwickmühle – warum?

Die Schilddrüse benötigt Jod, die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse löst jedoch eine kleine Entzündung und einen kleinen Stressreiz aus. Dadurch wird Jod in der Schilddrüse gespeichert. Im gesunden Zustand ist das kein Problem für die Schilddrüse.

Bei Hashimoto Thyreoiditis ist die Schilddrüse chronisch entzündet. Sie reagiert schon auf kleine Reize sensibel. So auch bei geringen Mengen Jod: Es kommt zu Schweißausbrüchen, Herzklopfen, hohem Blutdruck, einer klassischen Schilddrüsenüberfunktion.
Das ist der Fall, wenn Sie versehentlich zu viel Jod gegessen haben. Dieses Jod wird in der Schilddrüse gespeichert und ein kleiner Stressreiz ausgelöst.

Die Schilddrüse benötigt Jod, um zu funktionieren. Bevor Sie Jod wieder zuführen, sollte die Schilddrüse ein wenig Erholung finden. Die Hashimoto Behandlung mit L-Thyroxin ist dazu genauso wichtig wie ein Verzicht auf Jod für etwa zwei Monate.

In dieser Zeit sollten Sie die Schilddrüse mit Nährstoffen und Antioxidantien aufgetanken, damit die Entzündungen reduziert werden und der Autoimmunprozess ein wenig nachlässt.
Ausführliche Informationen über diese Nährstofftherapie finden Sie im Übersichtsartikel Hashimoto Thyreoiditis unter der Rubrik Jod bei Hashimoto sowie unter Hashimoto Ernährung.

Warum zwei Monate auf Jod verzichten?

Sie haben also zwei Monate Zeit, in der Sie auf Jod verzichten. Die Frage, warum kein Jod bei Hashimoto, sollte an dieser Stelle also geklärt sein. Weil Jod vorübergehend ein Stressreiz für die Schilddrüse bedeutet und sie darauf gerade sensibel reagiert.

In diesen zwei Monaten sollten Sie sich möglichst gut an die Hashimoto Behandlung halten und die Hashimoto Ursachen erkennen und beseitigen. In den hinterlegten Beiträgen erfahren Sie mehr darüber.

Gleichzeitig wird die Hashimoto Ernährung zentral werden: Die falschen Nahrungsmittel müssen Sie meiden die richtigen Nahrungsmittel zuführen. Die richtigen Nährstoffe in Form von diesen Nahrungsmitteln und zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel geben der Schilddrüse genau das, was sie in diesem Zustand benötigt: Zeit und Erholung.

Nach diesen zwei Monaten können Sie dann langsam wieder beginnen Jod zuzuführen. Sie beginnen mit kleinen Dosen, 100 µg täglich in der Form von Nahrungsmitteln oder einer halben Tablette Kaliumjodid (aus der Apotheke). Wenn alles gut funktioniert hat, sollten Sie nicht mit den typischen Hashimoto Symptomen auf Jod reagieren (Schilddrüsenüberfunktion bei zu viel Jod).

Dann können Sie sich wöchentlich um etwa 100 µg steigern. Ausführlichere Informationen finden Sie im Beitrag Hashimoto Thyreoiditis in der Rubrik Jod bei Hashimoto.
Dort finden Sie außerdem nützliche Informationen zu den Symptomen, Diagnose, Therapie, Ursachen, Prognose und zur Ernährung und Nährstofftherapie bei Hashimoto.

Die Beiträge auf dem Autoimmunportal sind völlig kostenlos und sollen Ihnen maximal helfen. Nutzen Sie diese Möglichkeit und nehmen Sie Ihre Ernährung selbst in der Hand!
Sollten Sie noch weitere Fragen haben, so stehen wir Ihnen mit der Kommentarfunktion gerne zur Verfügung.

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