Haarausfall bei Hashimoto – Warum?

Haarausfall bei Hashimoto – Warum

Zuletzt aktualisiert am 17. Juli 2018 um 15:38

Bei Ihnen wurde Hashimoto diagnostiziert. Sie gehören damit zu 4-8 Millionen Hashimoto Betroffenen allein in Deutschland. Sie sind auch mit den Hashimoto Symptomen bestens vertraut, aber eine Frage bleibt offen: Warum hat man Haarausfall bei Hashimoto? Wie ist da der Zusammenhang? Erfahren Sie hier mehr darüber.

Inhalt:

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Was ist Hashimoto und die Schilddrüse?

Zunächst einige Hintergründe zu Hashimoto der Schilddrüse, bevor wir uns der Frage mit dem Ausfall widmen:

  • 4-8 Millionen Menschen sind in Deutschland von Hashimoto betroffen. 80 % davon sind Frauen. Hashimoto betrifft alle Altersbereiche.
  • Hashimoto Thyreoiditis gehört zu den Autoimmunerkrankungen, bei der Immunzellen körpereigene, gesunde Schilddrüsenzellen als Feind erkennen und angreifen.
  • Die Schilddrüse ist so groß wie eine Walnuss, 25 Gramm schwer und unter dem Kehlkopf zu finden. Sie umschließt die Luftröhre in der Form eines Schmetterlings.
  • Die Schilddrüse produziert wichtige Schilddrüsenhormone, die der Stoffwechsel benötigt. Zwar ist die Schilddrüse nicht lebensnotwendig, aber wichtig für Gesundheit und Lebensqualität. Umso schlimmer, dass es viele Menschen in Deutschland betrifft.
  • Bei Hashimoto Thyreoiditis kommt es zu einem chronischen Angriff von Immunzellen auf die Schilddrüse.

Nach Abklären der Hintergründe wollen wir uns nun der Frage stellen, wie es zum Haarausfall kommt:

Warum Haarausfall bei Hashimoto?

Hashimoto gehört zu den Autoimmunerkrankungen. Bei Autoimmunerkrankungen kommt zu einer Fehlregulation des Immunsystems. Dahinter stecken bestimmte Ursachen, damit es zu so einem unnatürlichen Prozess im Immunsystem kommen kann.

Alle bekannten Autoimmunerkrankungen Ursachen und Hashimoto können Sie nachlesen. Hinter dem Haarausfall steckt eine zentrale Ursache hinter Autoimmunerkrankungen:

Eine Dysbalance der Sexualhormone.

Was haben Sexualhormone mit Haarausfall bei Hashimoto zutun?

Hinter Sexualhormonen verstecken sich Hormone wie Testosteron, DHEA, Pregnenolon, Progesteron, Östrogen. Diese Sexualhormone steuern nicht nur die sexuelle Funktionen des Körpers, sondern auch Gleichgewichte im Immunsystem und die Stärke von Entzündungsreaktionen und Wachstumsprozesse.

Diese Sexualhormone sollten bei Männlein und Weiblein in einem bestimmten Verhältnis vorliegen, damit alles im Körper seine Ordnung hat und alles im Gleichgewicht vorliegt. Besonders das Gleichgewicht der Immunzellen ist hier wichtig.

Durch unsere moderne, unnatürliche und massiv industriell geprägte Umwelt geraten die Sexualhormone aus der Bahn und aus dem Gleichgewicht.

Frauen scheinen hier empfindlich zu sein und so gelangen, unter anderen, die drei Hormone Östrogen, Progesteron und DHEA schnell aus dem Gleichgewicht. Mit ihnen das Gleichgewicht im Immunsystem.

Das ist eine zentrale Ursache hinter Autoimmunerkrankungen. Wenn das passiert, ist das Risiko für Autoimmunerkrankungen erhöht.

Massiver Progesteronmangel, wie er in heutigen Zeiten häufiger vorkommt, ist mit dem Haarausfall assoziiert. Denn Progesteron ist ein wichtiges Wachstumshormon für Haarzellen und Haarwurzeln. Fehlt der Wachstumsreiz, verlieren die Haarwurzeln ihre Haftung und Haare fallen aus.

So ist der Zusammenhang zwischen Hashimoto Thyreoiditis, Autoimmunerkrankungen und Haarausfall. Nicht jede Frau oder jeder Betroffene leidet darunter, was darin liegt, dass die Hashimoto Ursachen individuell sind.

Aber wenn Sie unter Haarausfall und Hashimoto Thyreoiditis leiden, ist der wahrscheinliche Grund dahinter ein massives Ungleichgewicht der Sexualhormone. Lassen Sie bei einem Frauenarzt oder funktionellen Mediziner einen Speicheltest über Sexualhormone durchführen. Besonders auf das Verhältnis Östrogen zu Progesteron ist zu achten.

Lesen Sie außerdem über die ideale Hashimoto Ernährung und Lebensführung, um die Hashimoto Ursachen anzugehen und somit auch das Problem des Haarausfalls zu reduzieren.

Weitere Informationen über Hashimoto

 

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1 KOMMENTAR

  1. Vielen Dank für diesen Beitrag, sowie der vielen anderen! Endlich lese ich plausible Erklärung zu den Zusammenhängen der Symptome meiner Krankheit.
    Bei mir wurde vor einem Jahr Hashimoto diagnostiziert, an den Symptomen hatte ich aber schon lange vorher gelitten, bis sich die Unterfunktion so eingestellt hat, dass es endlich zur Diagnose kam..
    Nun kämpfe ich immernoch mal mehr mal weniger mit der Krankheit, aber es geht mir auf jeden Fall besser seitdem ich meine Lebensweise geändert habe (vor allem lactosefreie Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel A-Z und Stress vermeiden!). Das Haar wird auch langsam wieder dichter.
    Ich habe die Hoffnung auf eine ganzheitliche Heilung noch nicht verloren 🙂

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