Alles über Gluten und warum es problematisch ist

Gluten ein Problemprotein

Alle Welt scheint heute über Gluten zu reden: Mal hören Sie, es sei toxisch für den Körper und unbedingt zu meiden. Glutenfrei lebende Stars wie Tom Brady und Nowak Djokovic scheinen dies zu unterstützen. Dann kommen Experten und öffentliche Berichterstattungen und geben Entwarnung vor Gluten und Glutenunverträglichkeit. Aber was ist die Wahrheit? Was ist es und warum soll es schädlich sein?

Erfahren Sie hier mehr über Gluten: Was es ist, warum es schädlich ist, und was Sie tun können.

Gluten - Kurze Zusammenfassung
  • Gluten ist das Speicherprotein im Weizenkeimling, vereinfachend wird der Begriff für alle Speicherproteine in Getreide verwendet.
  • Es ist ein für den menschlichen Verdauungsapparat schwer verdaubares Protein, was zu Schäden im Verdauungstrakt führen kann.
  • Gluten ist ein wichtiges Allergen, begünstigt Entzündungen und Immunreaktionen und auf lange Sicht Leaky Gut Syndrom. Im Falle von Zöliakie ist es eine direkte Ursache für eine Autoimmunerkrankung.
  • Erst die Keimung der Getreidekörner oder die Fermentation zu Natursauerteig schließt Gluten auf und macht es für den menschlichen Körper bekömmlich.

Was ist Gluten?

Was ist Gluten? Beginnen wir klein und an dem Punkt, wo alle Seiten noch einer Meinung sind: Was ist Gluten?

Gluten ist das Speicherprotein des Weizens. Es teilt sich auf in Gliadin (in Alkohol löslich) und Glutenin (in Alkohol unlöslich). Es ist die wichtigste Proteinfraktion in Getreide.

Wie Sie wissen, sind Samen die Sprösslinge vom Getreide. In diesen Körnern ist alles enthalten, was eine neue Pflanze zum Wachstum benötigt: Hauptsächlich Kohlenhydrate als Energiequelle, Faserstoffe für die Festigkeit, Vitamine und Mineralstoffe, und Protein. Gluten ist hierbei das Speicherprotein, um das Wachstum der neuen Pflanze zu gewährleisten.

Jedes Getreide hat sein eigenes Speicherprotein (z.B. heißt es im Hafer Avenin), Gluten ist das Hauptprotein im Weizen. Der Einfachheit halber verallgemeinern wir Gluten auf die Speicherproteine in allen Getreidesorten, weil die Eigenschaften sich ähnlich sind. Das Gluten in Weizen ist für uns mengenmäßig am wichtigsten – und ist tatsächlich das Gluten mit den schädlichsten Wirkungen im Körper.

Ist Gluten ungesund?

Nun, wo geklärt ist, was Gluten ist, steigen wir direkt ein: Ist Gluten ungesund? Hier hören Sie ständig etwas anderes, von allen Seiten gibt es entweder eine Warnung oder Entwarnung. Aber wo liegt die Wahrheit?

Die Wahrheit liegt im Körper: Wie reagiert der Körper auf Gluten? Hat es irgendwelche Vorteile für den Körper oder nur Nachteile? Wie sind die Nachteile messbar?

Dazu werfen wir einen Blick auf die Erfahrung der vielen Therapeuten und Ärzte, die bestimmten Patienten eine glutenfreie Ernährung empfehlen.

Und wir werfen einen Blick in die Wissenschaft: Gibt es wissenschaftliche Studien zu Gluten? Sind die Behauptungen der „Anti-Gluten-Lobby“ solide oder bestehen sie nur aus Behauptungen?

 

Gluten und der Überlebenswille des Getreidesamens

Stellen Sie sich vor, Sie sind eine Getreidepflanze, z.B. ein großer Halm mit Weizen. Sie sind die Mutter, und die vielen kleinen Samen/Körner sind Ihre Kinder, ihre Lebensversicherung. Wenn Sie sich fortpflanzen und vermehren möchten, müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Kinder überleben und nicht gefressen werden.

Wie machen Sie das? In der Pflanzenwelt sehen wir zwei wichtige Prinzipien, wie Pflanzen Ihre Samen schützen:

1. Sie bilden Giftstoffe, die den Fressfeind direkt vergiften oder töten. Giftige Pilze oder die Tollkirsche wären gute Beispiele. Diese Samen würden Sie maximal einmal essen als Fressfeind, dann nie wieder – wenn Sie danach noch leben.

2. Sie machen die Samen für den Fressfeind unverdaulich. Wenn der Fressfeind kommt, und Ihre Kinder essen möchte, sie aber nicht verdauen kann; Wenn Ihre Kinder so unverdaulich sind, dass sie dem Fressfeind schaden, was dann? Dann wird dieser Fressfeind nicht noch einmal kommen und Ihre Kinder belästigen, oder?

Das ist beim Getreide der Fall: Gluten ist ein Schutzmechanismus des Getreides vor Fressfeinden. Getreide enthält viele Abwehrmechanismen, um die Verdauung  des Fressfeindes zu sabotieren und dem Körper zu schaden. Es ist ein wichtiger Abwehrstoff und Erklärungsansatz, warum es so schädlich für den Körper ist.

Ist Gluten ungesund? Wirkungen im Körper

Das Getreide wehrt sich mit allen Mitteln dagegen, gefressen zu werden. Gluten ist nicht nur ein Speicherprotein, sondern gibt dem Getreidesamen auch Struktur. Inwiefern sabotiert es dadurch Ihren Magen-Darm-Trakt?

Unverdaulich

Gluten ist ein Protein; Proteine sind lange Perlenketten aus Aminosäuren, die eine bestimmte 3-D Struktur haben. Es hat eine so komplexe und festgepackte 3D-Struktur, dass es für den Körper sehr schwer ist, diese Struktur zu brechen. Die Magensäure kann nur schwer angreifen, Verdauungsenzyme ebenso wenig. Naturbelassenes, nicht fermentiertes Gluten17-19 ist schwer verdaulich und kein wertvolles, sondern eher ein belastendes Protein für Ihren Körper.

Allergie

In der Biologie lässt sich beobachten, dass Ihr Körper gegen viele Proteine, die er nicht verdauen kann, Allergien entwickelt. Gluten kann entweder unverdaut im Darm bleiben und Schäden anrichten, oder auf anderem Wege unverdaut in den Körper gelangen. Dann ist es ein Fremdprotein, gegen das Ihre Immunzellen Antikörper bilden. So kommt auch eine Glutenunverträglichkeit und Zöliakie zustande.

Enzymhemmung

Gluten selber, und andere Bestandteile in Getreide, hemmen die Verdauungsenzyme, die Kohlenhydrate und Proteine abbauen. Was die Verdauung noch einmal erschwert.

Schlechte biologische Wertigkeit

Die biologische Wertigkeit ist eine Güteklasse, wie wertvoll die in einem Protein enthaltenen Aminosäuren für Ihren Körper sind. Tierische Proteine haben dabei immer eine höhere Wertigkeit als Pflanzen. Besonders Speicherproteine in Pflanzen, also Gluten, verfügen aber über eine schlechte biologische Wertigkeit und bringen Ihrem Körper Gramm für Gramm weniger Nutzen als tierisches Protein.

Wir fassen zusammen: Gluten ist schlecht verdaulich, hemmt Enzyme in der Verdauung, begünstigt Allergien und Glutenunverträglichkeit, und hat einen schlechteren biologischen Nutzen für den Körper als tierisches Protein23.

Das allein reicht für die Aussage, dass Gluten ungesund ist. Gesunde Proteinquellen sabotieren nicht die Verdauung und haben keine schlechte biologische Wertigkeit. Gluten erfüllt diese Kriterien, und schädigt Ihren Körper in einem weit größeren Ausmaß, als es in diesem Abschnitt angesprochen wurde:

Ist Gluten schädlich?

Aus der Tatsache, dass Gluten schwer verdaulich ist, Allergien auslöst und das Immunsystem aktiviert, erwachsen zahlreiche potentielle Gefahren für Ihren Körper23. Weil diese wissenschaftlich haltbar sind, wird die „Anti-Gluten-Bewegung“ immer stärker, und das zu Recht:

Leaky Gut

Über Leaky Gut Syndrom haben wir bereits berichtet. Es kam mehrmals zur Sprache, dass Gluten Leaky Gut auslöst. Aber nicht, wie:

Leaky Gut Syndrom bezeichnet einen undichten Darm. Die Verbindungen zwischen Darmzellen lösen sich, Zellen sterben vermehrt ab und werden schnell genug ersetzt, und in der sehr dünnen Darmschicht entstehen Löcher. Dann sprechen wir von Leaky Gut Syndrom, ein löchriger Darm.

Es gibt einen Botenstoff namens Zonulin, der gelegentlich die Verbindungen zwischen den Darmzellen (Tight Functions) lockert, um einzelne Proteine und Krankheitserreger aus dem Darm durchzulassen. Das ist ein normaler Mechanismus des Immunsystems, um das Geschehen im Darminneren zu überwachen.

Gluten jedoch löst eine massive Bildung von Zonulin aus und damit eine regelrechte Überschwemmung des Körpers und des Immunsystems durch Proteine, Toxine und Krankheitserreger, die sich mitunter im Darminneren tummeln1-2.

Weiterhin greift Gluten die Darmzellen direkt an, bindet sich an sie und löst dort Entzündungen aus. Deshalb ist Gluten so schädlich für den Darm, deswegen wird bei vielen Krankheitsbildern empfohlen, auf jegliches Getreide zu verzichten.

Autoimmunerkrankungen

Gluten begünstigt Leaky Gut Syndrom und somit chronische Entzündungen im Körper, eine Überschwemmung des Körpers mit Allergenen und Krankheitserregern. Das ist der Grund, warum Gluten mit so vielen Autoimmunerkrankungen (zum Beispiel Hashimoto Thyreoiditis, Diabetes Typ 1) in Verbindung gebracht wird.

Gluten steht damit arg im Verdacht, Autoimmunerkrankungen zu begünstigen. Da Gluten somit auch eine Ursache für Autoimmunerkrankungen zu sein scheint, empfehlen wir überwiegend den Verzicht auf Gluten und Getreide (glutenfreie Ernährung) bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen.

Zöliakie

Zöliakie ist eine bekannte Autoimmunerkrankung im Darm, die auf einer Glutenunverträglichkeit basiert. Gluten ist schwer verdaulich, bindet sich an die Darmzellen5, und stimuliert das Immunsystem in einer Art und Weise, dass das Immunsystem die Darmzellen angreift6,8,11.

Der Mechanismus dahinter ist höchstwahrscheinlich das Binden von Gluten an ein körpereigenes Protein namens Transglutaminase, dieser Komplex wird dann von Immunzellen als körperfremd erkannt25-26.

Gluten ist der direkte Auslöser von Zöliakie, von dieser Krankheit sind etwa 800.000 Menschen in Deutschland betroffen. Hinter vielen Autoimmunerkrankungen ist Gluten nicht der alleinige Auslöser, sondern ein Co-Faktor. Bei Zöliakie jedoch ist es sehr direkt. Bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa wird Gluten noch diskutiert.

Allergien

Gluten ist ein Allergen und das Immunsystem kann darauf allergisch reagieren.

Zudem ist Gluten ein Auslöser von Kreuzallergien. Damit ist die Entstehung von Allergien auf Proteine gemeint, die dem Gluten stark ähneln. Wer allergisch auf Gluten reagiert, verträgt die Kreuzallergene ebenso wenig. Die häufigsten Kreuzallergien scheinen Milchproteine und Kaffee zu sein.

Da Gluten aber auch zu einer chronischen Entzündung9 im gesamten Körper und somit einer chronischen Immunaktivierung führt, ist es sehr wahrscheinlich, dass Gluten auf indirektem Wege auch eine Allergie gegen normale Nahrungsmittel verstärkt.

Wenn Sie unter zahlreichen Nahrungsallergien leiden, sollten Sie einen Blick in Ihren Darm werfen und überprüfen, ob ein Leaky Gut Syndrom und eine Glutenunverträglichkeit vorliegt. Beachten Sie dazu die Glutenunverträglichkeit Symptome.

Immunreaktion

In den Massenmedien verweisen sogenannte Experten gerne darauf, dass Zöliakie-Betroffene nur ein Prozent der Bevölkerung, also 800.000 Menschen in Deutschland, ausmachen. Das sei kein Grund, warum sich die anderen 80 Million glutenfrei ernähren sollten.

Das ist in etwa dieselbe Argumentation wie beim Alkohol: Viele Chinesen und Japaner vertragen nur homöopathische Mengen Alkohol, sie haben sofort einen Vollrausch oder gar eine Alkoholvergiftung. Dieselbe Menge Alkohol wird bei den meisten Europäern keine große Wirkung erzielen.

Aber nur, weil diese kleine Menge Alkohol bei uns Europäern nicht für eine direkte und offensichtliche Vergiftung sorgt, ist das kein Grund, warum Alkohol nicht auch bei uns Schäden im Körper anrichtet. Genau das ist der Fall. Alkohol ist immer schädlich, egal in welcher Menge.

Genau so ist es auch bei Gluten: Sie müssen nicht von Zöliakie betroffen sein, damit Gluten schädlich auf Ihren Körper wirkt. Schädliche Wirkungen lassen sich beobachten, auch bei Nicht-Zöliakie-Betroffenen. Tatsächlich tragen 60 % aller Menschen Antikörper, d.h. Immunproteine, gegen Gluten im Blut.

Das bedeutet, dass das Immunsystem auf Gluten reagiert, auch wenn diese 60 % keine Zöliakie haben. Trotzdem löst Gluten bei einer Mehrzahl der Konsumenten Immunreaktionen und Entzündungen aus.

Opiate

Opiate sind Stoffe, die sich ähnlich wie Opium an körpereigene Schmerzrezeptoren binden und sie blockieren. So wird Schmerz unterdrückt und die Stimmung gehoben. Gleichzeitig machen diese Stoffe abhängig. Wie auch Opium. Warum erzählen wir Ihnen das?

Wir erwähnten bereits des Öfteren, dass Gluten nicht oder nur teilweise verdaut wird. Es können Gluten-Schnipsel entstehen, die eine Opiat-ähnliche Wirkung entfalten3. Bei Milch kommt es übrigens zu einem ähnlichen Prozess, dieser ist bei Gluten nicht so stark, jedoch auch vorhanden.

Daher haben viele Menschen das Gefühl, ohne ihre tägliche Scheibe Wurstbrot nicht auskommen zu können. Der Grund dahinter könnte eine leichte Abhängigkeit von Getreideprodukten sein.

Wir fassen zusammen: Gluten löst eine direkte Allergie gegen Getreideprodukte sowie gegen andere, eigentlich harmlose Nahrungsmittel aus. Gluten begünstigt Leaky Gut Syndrom, beschädigt die Darmzellen, begünstigt Autoimmreaktionen (s. Autoimmunerkrankungen Ursachen), ist die direkte Ursache für Zöliakie, und löst bei einigen Menschen eine Opium-ähnliche Wirkung aus.

Kein leichter Stand, den Gluten gerade hat, oder? Verstehen Sie jetzt, warum so viele Menschen derzeit auf Gluten herum hacken? Die Frage ist nun, warum:

Der Mensch isst Getreideprodukte und Gluten schon seit 10.000 Jahren. Noch nie in der Menschheitsgeschichte wurde Gluten oder Getreide so direkt mit Gesundheitsproblemen assoziiert wie heute. Warum gerade jetzt?

Warum ist Gluten so schädlich?

Verstehen Sie uns nicht falsch: Getreideprodukte und damit auch Gluten haben der Menschheit die Zivilisation ermöglicht. Durch sie kamen wir von unserem Alter Ego Steinzeitmensch fort, erschufen Städte, Technik, Zivilisation, Kultur, Wohlstand. Ohne Getreide wäre das nicht möglich gewesen.

Plötzlich ist das Getreide das Ziel derartige Anschuldigungen. Ist das gerecht?

Ja. Lassen Sie uns erklären, warum:

Zucht

Die wichtigste Art, Getreide zu konsumieren, ist und bleibt Brot. Zumindest in unseren Breitengraden. Brot und Backwaren, in südlichen Ländern auch Nudeln. Viele wichtige Backeigenschaften des Getreides, wie das Aufgehen, das „Fluffige“ beim fertigen Brot, das Knusprige, all das kommt vom Gluten.

Daher wurde im Laufe der letzten Jahrtausende Getreide immer mehr und mehr Gluten gezüchtet, um die Backeigenschaften zu verbessern. In den letzten 100 Jahren hat diese Zucht einen riesigen Fortschritt erzielt – allein in den letzten 100 Jahren hat sich der Glutengehalt in Getreide stärker erhöht als in den 10.000 Jahren davor.

Der Glutengehalt im modernen Weizen7,21-22 hat nichts mehr mit dem natürlichen Glutengehalt in wildem Emmer und Einkorn21-22 gemein.

Bäcker-Industrie und Sauerteig

Die beste Art, Getreide zuzubereiten, war über die gesamte Menschheitsgeschichte hinweg Sauerteig. Der Sauerteig hatte immer mehrere Stunden bis Tage Zeit, aufzugehen. Mikroorganismen wie Hefen und Milchsäurebakterien haben den Teig und das Getreide vorverdaut und somit bekömmlicher gemacht17-19. Auch das Gluten wurde durch diesen Prozess überwiegend abgebaut.

Seit der Industrialisierung hat auch das Bäckerhandwerk eine Industrialisierung erfahren: Alles muss möglichst schnell und möglichst viel gehen.

Sauerteig muss lange gehen, braucht Zeit und Liebe, um ein gutes Sauerteigbrot zu ergeben. In der Bäcker-Industrie hat das heute keinen Platz mehr. Nur selten findet man noch Bäcker, die mit echtem Sauerteig arbeiten und ihn lange gehen lassen, um ihn bekömmlich zu machen.

Wir fassen zusammen: Im Laufe der letzten 100 Jahre wurde das Gluten durch Züchtung immer mehr, der Glutengehalt in Getreideprodukten stieg also stetig an. Außerdem hat Sauerteig keinen Platz mehr in unserer Industriegesellschaft, daher wird das Gluten nicht mehr von Mikroorganismen abgebaut und entfaltet so erst in Ihrem Körper seine schädlichen Wirkungen.

Und genau das ist, um das Ganze abzuschließen, der Grund, warum Gluten so schädlich für den Körper ist.

Ist glutenfrei nur ein Trend?

Solange mit Getreide gearbeitet wird, das ein Maximum an Gluten enthält, und solange das Bäckerhandwerk weiterhin industrialisiert bleibt und Sauerteig keinen Platz mehr hat, so lange werden die Wirkungen von Gluten im Körper auch bestehen bleiben.

So lange wird es auch immer eine Gegenbewegung mit glutenfreier Ernährung geben. Denn solange die Ursachen bestehen bleiben (Industrialisierung, Glutengehalt) werden auch die Symptome (Zöliakie6,8,11, Leaky Gut Syndrom1-2, Reizdarmsyndrom24) fortbestehen.

Solange die Art und Weise, Getreide zuzubereiten, nicht generalüberholt wird, wird auch ein glutenfreier „Trend“ bleiben. Für sehr lange.

Nun wurde lang und ausführlich über die schädlichen Wirkungen von Gluten und die Ursachen berichtet. Sie sind nun verunsichert: Verträgt Ihr Körper überhaupt Gluten? Schaden Sie Ihrem Körper unbewusst durch den täglichen Verzehr von industriell gefertigten Getreideprodukten?

Glutenunverträglichkeit Symptome

Es gibt ein paar Glutenunverträglichkeit Symptome, die einen wichtigen Hinweis darauf liefern können, ob Sie Gluten gut vertragen und ob es Ihrem Körper schadet:

Vernebeltes Gehirn

Nachdem Sie eine größere Portion industriell hergestellten Getreideproduktes (Brot, Nudeln, Backwaren, Kuchen) gegessen haben, macht sich ein seltsamer Nebel in Ihrem Gehirn breit. Sie werden müde, manchmal lethargisch. Konzentration und klare Gedanken werden immer schwerer zu fassen.

Sie schieben es immer auf das Fresskoma, was nach dem Essen ja ganz „normal“ ist.

Tatsächlich ist es ein Zeichen dafür, dass Ihr Körper nicht mag, was Sie da gerade gegessen haben. Nach einer gesunden Mahlzeit, die Ihr Körper einwandfrei verträgt, wird es kein vernebeltes Gehirn geben.

Reizdarm

Lassen Sie eine Zeit lang (idealerweise 30 Tage) jegliche Getreideprodukte weg. Wie fühlen Sie sich? Wie fühlt sich Ihr Darm an? Sind sämtliche Darmprobleme und Ihr Reizdarmsyndrom verschwunden?

Nach dem Monat führen Sie Getreideprodukte wieder in Ihren Ernährungsplan ein: Verschlechtert sich die Lage wieder? Fühlen Sie sich besser oder schlechter? Entwickelt sich wieder ein Reizdarm?

Auch dann ist das ein Hinweis, dass Sie Gluten nicht gut vertragen. Mehr Informationen zu Reizdarm finden Sie in diesem Beitrag (Reizdarmsyndrom).

Allergische Symptome

Führen Sie wie eben angesprochen einen glutenfreien oder getreidefreien Monat durch. Werden Ihre allergischen Symptome besser? Verschwinden sie sogar ganz? Führen Sie dann wieder Getreideprodukte in Ihren Alltag ein und beobachten: Nehmen die allergischen Symptome wieder zu?

Auch das ist ein Hinweis darauf, dass Gluten nicht nur den Darm beschädigt, sondern auch das Immunsystem übermäßig reizt, was Allergien hervorrufen kann.

Was ist mit Sauerteig?

Die meisten negativen Auswirkungen von Gluten auf Ihren Körper, Darm und Immunsystem gelten für industriell hergestellte und nicht-fermentierte Getreideprodukte.

Wenn Sie an gutes Sauerteigbrot kommen oder selbst herstellen, und den Sauerteig lange fermentieren lassen, viel Zeit und Liebe reinstecken, ist es wahrscheinlich, dass das Gluten dann bei Verzehr bereits abgebaut wurde. Dann haben Sie auch nichts zu befürchten.

Tatsächlich ist Sauerteig die einzige Form, wie Getreide konsumiert werden sollte.

Glutenfreie Ernährung

Neben Sauerteig ist eine weitere Möglichkeit, mit dem Gluten-Problem umzugehen, eine glutenfreie Ernährung auszuprobieren. Mit dem Weglassen von Gluten und glutenhaltigen Lebensmitteln fallen bei vielen Betroffenen auch Symptome weniger stark aus. Der Darm kann sich schneller regenerieren, Betroffene von Autoimmunerkrankungen berichten über weniger Symptome.

Aber wie sieht eine glutenfreie Ernährung aus? Wo findet sich überall Gluten in Lebensmitteln?

Gluten Lebensmittel – Vorkommen

Wenn Sie Gluten meiden möchten, sollten Sie um folgende Lebensmittel einen großen Bogen machen:

  • Dinkel
  • Gerste
  • Hafer
  • Hirse
  • Kamut
  • Mais
  • Vollkornreis
  • Roggen
  • Sorghum
  • Weizen
  • Einkorn, Durumweizen, Emmer, Grieß
  • Zwerghirse
  • Bier
  • Suppenbasis und Suppenwürze
  • Weizenkleie
  • Weizenkleber
  • Fertiglebensmittel aller Art
  • Eiscreme
  • Fertigsaucen
  • Seitan
  • Paniermehl
  • Marinade

Es gibt noch andere Stoffe in Getreide, die Ihrem Körper schaden können, wie Trypsin-Inhibitoren12, Lektine, Saponine. Mit Autoimmunerkrankungen ist Gluten wiederholt in Verbindung gebracht worden.

Um Ihrem Darm die Chance zu geben, zu regenerieren, das Immunsystem zu beruhigen, oder auch als aktiver Bestandteil einer Autoimmun-Behandlung, ist eine glutenfreie Ernährung sinnvoll.

Probieren Sie es eine Zeit, etwa 30 Tage, aus. Was haben Sie zu verlieren? Wenn es Ihnen überhaupt nicht taugt und Sie keine Wirkungen an Ihrem Körper beobachten, können Sie nach dem Monat immer noch auf „normal“ zurückgehen.

Aber was, wenn sich etwas fundamental in Ihrem Körper ändert? Ist es nicht diese Möglichkeit wert?

Glutenfreie Ernährung in der Praxis

Sie haben im Laufe dieses Beitrages erfahren, was Gluten ist, was es für Schäden im Körper anrichten kann und in welchen Lebensmitteln es alles enthalten ist. Nun benötigen Sie noch Tipps für den Alltag, um damit umzugehen.

Das bedeutet zum einen, dass Sie wissen, in welchen Lebensmitteln Gluten alles enthalten ist. Eine Auflistung dieser Lebensmittel finden Sie oben.

Der nächste Schritt ist, gute Alternativen für etablierte, gewohnte, aber glutenfreie Lebensmittel/Mahlzeiten zu finden.

Denn Getreide ist ein Grundnahrungsmittel und wird von den meisten Menschen mehrmals täglich konsumiert. Wenn Sie eine glutenfreie Ernährung in Erwägung ziehen, sollten Sie gute Alternativen zu diesen täglichen und gewohnten Lebensmitteln finden:

Brot

Wie erwähnt können Sie Sauerteigbrot ausprobieren. Dazu benötigen Sie einen verlässlichen Bio-Bäcker, der nachweisbar mit Sauerteig arbeitet. Oder Sie stellen selbst her. Ansonsten gibt es mittlerweile getreidefreie Brot-Backmischungen, die ohne Weizen, Roggen, Hafer und Co. auskommen. Suchen Sie im Internet nach „Glutenfreie Brotmischungen“.

Müsli

Auch als Ersatz zu Cornflakes und Haferflocken gibt es mittlerweile gute Mischungen für glutenfreie und getreidefreie Müslis. Suchen Sie im Internet einfach nach „glutenfreies Müsli“, „Paleo Müsli“ oder „Low-Carb Müsli“.

Nudeln

Es gibt Sauerteignudeln, diese schmecken jedoch nicht so gut und befriedigend wie gewohnte Nudeln. Greifen Sie lieber auf Nudeln aus Gemüsebasis zurück, indem Sie mit dem Sparschäler Zucchini, Auberginen, Rettich, Rote Bete oder Möhren schälen und das als Nudelersatz nehmen.

Es gibt auch Nudeln auf Basis von Pseudogetreide wie Buchweizen, das Sie ausprobieren können. Wenn Sie alles nicht vertragen, Ihrem Körper aber etwas Gutes tun möchten, so bleibt nur noch, Nudeln für einige Zeit komplett aus Ihrer Ernährung zu streichen. Greifen Sie lieber auf gesunde Kohlenhydratquellen wie stärkehaltige Gemüse und Obst zurück.

Fertignahrung

Viele gewohnte Fertignahrungsmittel wie Saucen, Tütensuppen, Tiefkühlpizza, Kuchen und Gebäck enthalten Gluten. Wenn Sie gesund leben möchten, dann meiden Sie Fertignahrung und industrielles Essen jeder Art.

Probieren Sie, diese Fertignahrungsmittel selbst herzustellen, ohne dabei die zahlreichen Zusatzstoffe und Chemikalien zu verwenden.

Als nächstes versuchen Sie, dies auch glutenfrei hin zu bekommen. Es gibt mittlerweile auch glutenfreie Pizza (z.B. Lizza) und anderes zu kaufen, was Ihnen den Umstieg erleichtert.

Was ist mit Pseudogetreide?

Glutenhaltiges Getreide ist aus der Familie der Süßgräser (kurzlebige Pflanzen). Pseudogetreide hat zwar die Form von Getreide (Körner), die Pflanzen sind langlebig (Bäume), keine Süßgräser. Sie enthalten kein Gluten, wohl aber Speicherproteine, die nicht gerne gegessen werden.

Sie sind für Ihren Körper nicht so aggressiv wie Gluten, aber trotzdem mit Vorsicht zu genießen. Wir empfehlen, dass Sie in einem glutenfreien Monat testweise auch Pseudogetreide weglassen.

Neben Gluten enthalten Pseudogetreide andere Stoffe, die die Verdauung behindern und das Immunsystem reizen. Wenn Sie also aus bestimmten Gründen Gluten meiden, sollten Sie auch Pseudogetreide meiden, wenn Sie konsequent sein wollen.

Wenn Sie dauerhaft ohne Gluten leben möchten, ist Pseudogetreide hin und wieder eine willkommene Alternative, sollte jedoch nicht auf täglicher Basis gegessen werden.

Fazit – Alles über Gluten und warum es zu meiden ist

Gluten ist ein Speicherprotein in Getreide und findet sich in jedem Getreide in einer ähnlichen Form. So kommt es nicht nur in Weizen (aggressivste Form) vor, sondern auch in Reis, Mais, Dinkel, Gerste, Hafer, Roggen und anderem Getreide.

Aufgrund von Zucht und der Industrialisierung des Bäckerhandwerks ist Gluten im fertigen Getreideprodukt im Übermaß enthalten, da es sich schädlich auf den Körper auswirkt:

So löst es Entzündungen und Immunreaktionen im Körper aus, begünstigt Leaky Gut Syndrom , steht im Verdacht, Autoimmunerkrankungen zu begünstigen, greift die Darmzellen an, löst Allergien aus, und ist direkter Auslöser von Zöliakie.

Um von den schädlichen Wirkungen von Gluten wegzukommen ist es ratsam, Getreide nur noch in Form von gutem Sauerteig zu konsumieren, oder Getreideprodukte jeder Art zu meiden. Eine Getreide- oder glutenfreie Ernährung bietet sich dafür sehr gut an. Die Paleo Ernährung und des Paleo Autoimmunprotokoll beschäftigen sich mit dem Verzicht auf Getreide und bieten gute Alternativen an.

Neben der Vermeidung von Getreide und glutenhaltigen Produkten ist es für eine längerfristige Lösung auch ratsam, gute Alternativen zu gewohnten Getreideprodukten wie Nudeln, Brot, Müsli und Co. zu finden.

Dazu gibt es bereits zahlreich gute Rezeptbücher zu finden, ebenso Bücher für tiefergehende Informationen.

Glutenfreie Ernährung ist kein Trend, solange nachgewiesen werden kann, dass Gluten im Körper Schäden verursacht und sich negativ auf die Gesundheit auswirken kann.

Seien Sie also bitte immer kritisch, wenn Sie in den Massenmedien von sogenannten Experten erfahren, dass dieser Trend zur glutenfreien Ernährung gefährlich und unsinnig ist. Sie haben heute erfahren, dass es weder gefährlich noch unsinnig ist, sondern gesund, auf Gluten zu achten, und das Meiden von Gluten Teil einer gesunden Ernährung und Lebensführung ist.

 

Quellenverzeichnis
  1. Fasano, Alessio (2011): Zonulin and its regulation of intestinal barrier function: the biological door to inflammation, autoimmunity, and cancer. In: Physiological reviews 91 (1), S. 151–175. DOI: 10.1152/physrev.00003.2008.
  2. Lammers, Karen M.; Lu, Ruliang; Brownley, Julie; Lu, Bao; Gerard, Craig; Thomas, Karen et al. (2008): Gliadin induces an increase in intestinal permeability and zonulin release by binding to the chemokine receptor CXCR3. In: Gastroenterology 135 (1), 194-204.e3. DOI: 10.1053/j.gastro.2008.03.023.
  3. Silano, M. and De Vincenzi, M. (1999), Bioactive antinutritional peptides derived from cereal prolamins: A Review. Nahrung, 43: 175–184. doi:10.1002/(SICI)1521-3803(19990601)43:3<175::AID-FOOD175>3.0.CO;2-Z
  4. Bernardo, D et al. “Is Gliadin Really Safe for Noncoeliac Individuals? Production of Interleukin 15 in Biopsy Culture from Noncoeliac Individuals Challenged with Gliadin Peptides.” Gut 56.6 (2007): 889–890. PMC. Web. 29 Aug. 2016.
  5. Doherty, M.; Barry, R. E. (1981): Gluten-induced mucosal changes in subjects without overt small-bowel disease. In: Lancet (London, England) 1 (8219), S. 517–520.
  6. Kalaydjian, A. E., Eaton, W., Cascella, N. and Fasano, A. (2006), The gluten connection: the association between schizophrenia and celiac disease. Acta Psychiatrica Scandinavica, 113: 82–90. doi:10.1111/j.1600-0447.2005.00687.x
  7. Lorgeril, Michel de; Salen, Patricia (2014): Gluten and wheat intolerance today: are modern wheat strains involved? In: International journal of food sciences and nutrition 65 (5), S. 577–581. DOI: 10.3109/09637486.2014.886185.
  8. Rosinach, Merce; Fernandez-Banares, Fernando; Carrasco, Anna; Ibarra, Montserrat; Temino, Rocio; Salas, Antonio; Esteve, Maria (2016): Double-Blind Randomized Clinical Trial: Gluten versus Placebo Rechallenge in Patients with Lymphocytic Enteritis and Suspected Celiac Disease. In: PloS one 11 (7), e0157879. DOI: 10.1371/journal.pone.0157879.
  9. Karin de Punder  and Leo Pruimboom (2013): „The Dietary Intake of Wheat and other Cereal Grains and Their Role in InflammationNutrients 2013, 5(3), 771-787; doi:10.3390/nu5030771
  10. Soares, Fabiola Lacerda Pires; Oliveira Matoso, Rafael de; Teixeira, Lilian Goncalves; Menezes, Zelia; Pereira, Solange Silveira; Alves, Andrea Catao et al. (2013): Gluten-free diet reduces adiposity, inflammation and insulin resistance associated with the induction of PPAR-alpha and PPAR-gamma expression. In: The Journal of nutritional biochemistry 24 (6), S. 1105–1111. DOI: 10.1016/j.jnutbio.2012.08.009.
  11. Falth-Magnusson, K.; Magnusson, K. E. (1995): Elevated levels of serum antibodies to the lectin wheat germ agglutinin in celiac children lend support to the gluten-lectin theory of celiac disease. In: Pediatric allergy and immunology : official publication of the European Society of Pediatric Allergy and Immunology 6 (2), S. 98–102.
  12. Junker, Yvonne; Zeissig, Sebastian; Kim, Seong-Jun; Barisani, Donatella; Wieser, Herbert; Leffler, Daniel A. et al. (2012): Wheat amylase trypsin inhibitors drive intestinal inflammation via activation of toll-like receptor 4. In: The Journal of experimental medicine 209 (13), S. 2395–2408. DOI: 10.1084/jem.20102660.
  13. Slavin, J. L.; Savarino, V.; Paredes-Diaz, A.; Fotopoulos, G. (2009): A review of the role of soluble fiber in health with specific reference to wheat dextrin. In: The Journal of international medical research 37 (1), S. 1–17.
  14. Spreadbury, Ian (2012): Comparison with ancestral diets suggests dense acellular carbohydrates promote an inflammatory microbiota, and may be the primary dietary cause of leptin resistance and obesity. In: Diabetes, metabolic syndrome and obesity : targets and therapy 5, S. 175–189. DOI: 10.2147/DMSO.S33473.
  15. Cordain, L. (2005): „Origins and evolution of the Western diet: health implications for the 21st century“, Am J Clin Nutr February 2005 vol. 81 no. 2 341-354 PMID: 15699220
  16. https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/10-regeln-der-dge/
  17. Cizeikiene, Dalia; Juodeikiene, Grazina; Bartkiene, Elena; Damasius, Jonas; Paskevicius, Algimantas (2015): Phytase activity of lactic acid bacteria and their impact on the solubility of minerals from wholemeal wheat bread. In: International journal of food sciences and nutrition 66 (7), S. 736–742. DOI: 10.3109/09637486.2015.1088939.
  18. Di Cagno, Raffaella; Angelis, Maria de; Auricchio, Salvatore; Greco, Luigi; Clarke, Charmaine; Vincenzi, Massimo de et al. (2004): Sourdough bread made from wheat and nontoxic flours and started with selected lactobacilli is tolerated in celiac sprue patients. In: Applied and environmental microbiology 70 (2), S. 1088–1096.
  19. Raffaella Di Cagno, „Proteolysis by Sourdough Lactic Acid Bacteria: Effects on Wheat Flour Protein Fractions and Gliadin Peptides Involved in Human Cereal Intolerance“ doi: 10.1128/AEM.68.2.623-633.2002Appl. Environ. Microbiol.February 2002 vol. 68 no. 2623-633
  20. Fan, Ming-Sheng; Zhao, Fang-Jie; Fairweather-Tait, Susan J.; Poulton, Paul R.; Dunham, Sarah J.; McGrath, Steve P. (2008): Evidence of decreasing mineral density in wheat grain over the last 160 years. In: Journal of trace elements in medicine and biology : organ of the Society for Minerals and Trace Elements (GMS) 22 (4), S. 315–324. DOI: 10.1016/j.jtemb.2008.07.002.
  21. Sofi, F.; Whittaker, A.; Cesari, F.; Gori, A. M.; Fiorillo, C.; Becatti, M. et al. (2013): Characterization of Khorasan wheat (Kamut) and impact of a replacement diet on cardiovascular risk factors: cross-over dietary intervention study. In: European journal of clinical nutrition 67 (2), S. 190–195. DOI: 10.1038/ejcn.2012.206.
  22. Sofi, Francesco; Whittaker, Anne; Gori, Anna Maria; Cesari, Francesca; Surrenti, Elisabetta; Abbate, Rosanna et al. (2014): Effect of Triticum turgidum subsp. turanicum wheat on irritable bowel syndrome: a double-blinded randomised dietary intervention trial. In: The British journal of nutrition 111 (11), S. 1992–1999. DOI: 10.1017/S000711451400018X.
  23. Sapone A, Bai JC, Ciacci C, et al. Spectrum of gluten-related disorders: consensus on new nomenclature and classification. BMC Medicine. 2012;10:13. doi:10.1186/1741-7015-10-13.
  24. Biesiekierski et al (2011): Gluten causes gastrointestinal symptoms in subjects without celiac disease: a double-blind randomized placebo-controlled trial. Am J Gastroenterol. 2011 Mar;106(3):508-14; quiz 515. doi: 10.1038/ajg.2010.487. Epub 2011 Jan 11.
  25. Espocito et al (2003): Expression and enzymatic activity of small intestinal tissue transglutaminase in celiac disease. Am J Gastroenterol. 2003 Aug;98(8):1813-20.
  26. Alaedini & Latov (2006): Transglutaminase-independent binding of gliadin to intestinal brush border membrane and GM1 ganglioside. J Neuroimmunol. 2006 Aug;177(1-2):167-72.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte hinterlassen Sie uns Ihre Meinung als Kommentar!
Ihr Name (freiwillig)

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere