Erfolg für foodwatch: Landliebe zieht umstrittene Kakaowerbung zurück

Landliebe, foodwatch

Zuletzt aktualisiert am 30. November 2018 um 22:00

„Kakao steigert die Intelligenz“, „macht geistig fit“ und „Kakao zum Frühstück verursacht weniger Karies als Wasser“! Mit solchen Aussagen bewarb Landliebe Schulkakao, der wegen seines hohen Zuckergehaltes in der Kritik steht. Die Verbraucherorganisation foodwatch mahnte die Molkerei deshalb im vergangenen Monat ab. Mit Erfolg – Landliebe zog jetzt die unerlaubten Werbeaussagen zurück!

Landliebe unterzeichnet Unterlassungserklärung

Nach einer Abmahnung von Foodwatch hat Landliebe letzte Woche unerlaubte Werbeaussagen über gezuckerten Schulkakao zurückgezogen. In einer Unterlassungserklärung verpflichtete sich die Molkerei, solche Aussagen nicht mehr zu nutzen. Die Elternbroschüre zum Schulmilchprogramm wurde zurückgezogen und unzulässige Werbung für den Kakao von der Internetseiten entfernt. 

In den Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg werden derzeit Milchgetränke mit Zuckerzusätzen staatlich gefördert. Berlin und Brandenburg hatten die Subventionen mit den unzulässigen Werbeaussagen von Landliebe begründet. foodwatch fordert den Stopp der staatlichen Förderung von zuckerhaltigen Mischgetränken an Schulen. „Um die staatlich geförderte Überdosis Zucker weiterhin gewinnbringend an die Schulen liefern zu dürfen, hat Landliebe jahrelang unzulässig Märchen über die vermeintlich positive Wirkung von Schokomilch verbreitet. Schlimm genug, dass einige Bundesländer das bis heute unkritisch mitgemacht haben – wenn es den Bundesländern um die Gesundheit der Kinder und nicht um den Profit der Milchindustrie geht, sollte mit dem Zuckermilchprogramm in Schulen nun endlich Schluss sein“, sagte foodwatch-Geschäftsführer Martin Rücker. Auch von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner erwartete er Einsatz: „Es kann nicht sein, dass sich Frau Klöckner einerseits für Zuckerreduktion ausspricht und andererseits ohne mit der Wimper zu zucken hinnimmt, dass der Zuckerkonsum an den Schulen staatlich gefördert wird“, so Martin Rücker.

Zahlreiche Zahnmediziner, Kinderärzte und Ernährungsexperten sprechen sich klar gegen eine Abgabe von gezuckerter Milch an Schulen aus. Auch die offiziellen Richtlinien der Europäischen Union empfehlen keine Förderung für das Schulprogramm aus gesundheitlichen Gründen.

Folgen Sie uns auf unserer Facebook-Seite „Autoimmunportal“ und treten Sie in unsere Facebook-Gruppe „Autoimmunportal“ ein.

Dann teilen Sie den Beitrag gerne per Facebook oder auch auf anderen sozialen Netzwerken!

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei