Alles zum Epstein-Barr-Virus (EBV) und warum 98 % der Menschheit infiziert ist

Alles zum Epstein-Barr-Virus (EBV) und warum 98% der Menschheit infiziert ist

Zuletzt aktualisiert am 25. Juni 2019 um 12:22

Haben Sie schon einmal vom Epstein-Barr-Virus gehört? Nein? Nun, Sie sind mit einer Wahrscheinlichkeit von 98 % mit diesem Virus infiziert. EBV ist der Auslöser vom Pfeifer‘schen Drüsenfieber und steckt höchstwahrscheinlich hinter vielen „mysteriösen“ Krankheiten mit noch unbekannter Ursache, darunter rheumatoide Arthritis, Lupus Erythematodes, Sjögren-Syndrom, Hashimoto Thyreoiditis, Fibromyalgie und Chronic Fatigue Syndrome. Möchten Sie nun wissen, was Epstein-Barr-Virus wirklich ist und wie es auch bei Ihnen zu diesen Erkrankungen führen kann?

Was ist das Epstein-Barr-Virus?

Epstein-Barr-Virus oder einfach nur EBV ist ein humanpathogenes Virus aus der Familie der Herpesviren, konkret HHV4 (humanes Herpesvirus 4). Es handelt sich um ein DNA-Virus mit Doppelstrang-DNA (Virologen unterscheiden Viren an der „Form“ des Erbmaterials).

Es gibt schätzungsweise 60 Unterarten von EBV, nur die wenigsten sind wirklich gut erforscht. Das Epstein-Barr-Virus wurde erstmals 1964 von den gleichnamigen Forschern Epstein und Barr1-2 entdeckt. Es wurde sofort ein Zusammenhang mit diversen Krebserkrankungen wie Leukämie und malignen Lymphomen (Lymphkrebs) festgestellt.

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Im Laufe der letzten 50 Jahre fand man eine Menge über EBV heraus. Zum Beispiel, dass 98 % der Weltbevölkerung damit infiziert sind. Eine absolute Schocknachricht, wenn Sie uns fragen! Höchstwahrscheinlich sind wir alle infiziert, Sie, wir vom Autoimmunportal, alle. Die 2 % der Nicht-Infizierten lebt wahrscheinlich auf einer einsamen Insel oder in völliger sexueller und hygienischer Distanz – anders geht es nicht.

EBV wird durch Tröpfcheninfektion (Küssen, Niesen, „Schmieren“) sowie durch sexuelle Kontakte oder über die Mutter übertragen. Die Neuinfektion erfolgt in den meisten Fällen im frühen Kindesalter. Bei 30 bis 60 % aller Kinder führt dies zum bekannten Pfeifer‘schen Drüsenfieber, bei dem das Virus die Lymphknoten befällt, sich aber divers und unterschiedlich stark äußern kann.

Heute werden Sie einen ersten Überblick über das Epstein-Barr-Virus bekommen, denn dieses Virus wird massiv unterschätzt und ist noch weitgehend unbekannt.

Unbekannt? Ja, auch nach 50 Jahren Forschung weiß man immer noch nicht, wo dieses Virus herkommt, wie lange es schon derart verbreitet ist und wie man sich dagegen impfen kann. Eine Impfung würde viele Probleme mit einem Schlag lösen. Bei EBV ist es bisher noch nicht gelungen. Hier wartet sicher ein Nobelpreis – möchte jemand?

EBV ist erwiesenermaßen ein Onkovirus, kann also diverse Krebserkrankungen auslösen. Zudem ist mittlerweile bekannt, dass viele Autoimmunerkrankungen durch Epstein-Barr-Virus ausgelöst werden können. Auch dazu soll es heute ausführliche Informationen geben.

Was macht dieses Virus nun so besonders?

Was ist das Besondere am Epstein-Barr-Virus?

Falls Sie es noch nicht mitbekommen haben: 98 % der Weltbevölkerung ist infiziert! In den meisten Fällen bleibt das Virus unerkannt, latent und kann lebenslänglich auf seine Chance warten – und dann zuschlagen. Wenn es im Erwachsenenalter ausbricht, sind die Symptome oft so unspezifisch, dass es häufig falsch diagnostiziert wird: als Wechseljahresbeschwerden oder eine systemische Autoimmunerkrankung. Zudem tritt das Virus in verschiedenen Phasen auf, nicht in allen Phasen ist es nachweisbar, was die Diagnose weiter erschwert.

Es ist schwer begreiflich, dass dieses Virus jeden betrifft, es aber nur schwer verstanden wird. Die vielleicht härteste Tatsache ist die, dass es keine Behandlung für EBV gibt. Keine Impfung, keine medikamentöse Behandlung, keine wirklich durchschlagende Ernährungstherapie mit Erfolgsgarantie. Nichts. Was kann man also dagegen tun? Dazu kommen wir später.

Das Gemeine am EBV ist, dass es meist unbemerkt infiziert und Jahre bis Jahrzehnte auf seine Chance warten kann. Merkt es dann, dass eine Immunschwäche vorliegt, nutzt es seine Chance und bricht aus.

EBV – ein Überlebenskünstler im menschlichen Körper

Nur in seltenen Fällen kann sich der Körper komplett wieder von der Infektion befreien. Hier ist der Grund, warum fast jeder von uns infiziert ist – es aber noch keine Therapie gibt und die Infektion lebenslang bestehen bleibt:

Das Epstein-Barr-Virus befällt die Schwachstelle Ihres Immunsystems und entgeht der körpereigenen Immunabwehr: B-Lymphozyten und B-Gedächtniszellen. B-Lymphozyten sind die Teile Ihres Immunsystems, die Antikörper produzieren (Abwehrproteine gegen Krankheitserreger).

Es wird angenommen, dass EBV die B-Lymphozyten umprogrammiert, damit sie keine Antikörper gegen ihn produzieren können. Falls die Zellen überhaupt mitbekommen, dass sie infiziert sind…

B-Gedächtniszellen haben eine Lebensspanne von mehreren Jahren und können sich fast das komplette Leben eines Menschen an vergangene Infektionen erinnern – und auf Abruf sofort wieder große Mengen Antikörper gegen diese Erreger produzieren. So funktionieren übrigens auch Impfungen.

Wenn EBV nun diese B-Gedächtniszellen infiziert und diese Zellen so eine hohe Lebensdauer haben, nunja: Dann ist es möglich, dass EBV-Infektionen ein Leben lang bestehen bleiben und das Immunsystem ein Leben lang an der Nase herumführen.

Man weiß nicht, wie, doch wenn das Virus merkt, dass eine Immunschwäche vorliegt, dann greift es voll an:

Die 4 Phasen der Epstein-Barr-Virus Infektion

Diese vier Phasen sind eine Annahme und noch nicht gänzlich bestätigt. Wir denken, dass man mit diesen vier Phasen bereits auf dem richtigen Weg ist.

Die vier Phasen erklären, wie eine Infektion und ein Krankheitsausbruch mit EBV abläuft und wie EBV zu chronisch-entzündlichen Erkrankungen führen kann3-5.

Phase 1

Es beginnt mit der Infektion, meist im frühen Kindesalter. Das Virus befällt B-Zellen im Blut und vermehrt sich in ihnen. Es führt nicht zu einem Krankheitsausbruch, sondern nur zu einer unbemerkten Vermehrung über mehrere Monate bis Jahre hinweg. Stress und körperliche Belastungen sowie ein Mangel an Zink und B-Vitaminen beschleunigt diesen Prozess und führt zu einem schnelleren Übergang in Phase 2.

Phase 2

Diese Phase ist als Pfeifer‘sches Drüsenfieber (Mononukleose) bekannt und tritt bei 30 bis 60 % aller Neuinfektionen auf. In den USA ist es als „kissing disease“ bezeichnet, da Studenten sowohl viel feiern (und viel küssen) als auch viel lernen. Also Stress und körperliche Belastung in Kombination – beste Voraussetzungen für EBV. Daher kommt es unter vielen Studenten häufig zu einem Ausbruch der Krankheit.

Kinder leiden selbstverständlich auch unter körperlichem und emotionalem Stress, was den Ausbruch der Krankheit begünstigt.

In dieser Phase ist das Virus am ansteckendsten. Betroffene sollten sich daher möglichst abschirmen und verhindern, dass sie Mitmenschen anstecken. Erst in dieser Phase tritt eine erste Immunantwort mit Antikörpern auf die Infektion auf, in Phase 1 noch nicht. Es sind besonders die natürlichen Killerzellen (NK), die nun Jagd auf das Epstein-Barr-Virus machen.

Da EBV das Immunsystem so schlau umgeht, es nun aber zu einer massiven Immunantwort kommt, werden Co-Infektionen begünstigt. Streptokokken sind die häufigsten, sie befallen häufig Mund, Hals und Rachen. Hinter der allseits bekannten Mandelentzündung steckt in vielen Fällen ebenfalls eine Streptokokken-Infektion.

Die Krankheit ist als Drüsenfieber bekannt, was bedeutet, das Virus befällt Lymphknoten und größere lymphatische Organe, Leber und Milz. Je nach Robustheit des Körpers, je nach Unterart des EBV und abhängig von anderen Faktoren kann das Pfeifer‘sche Drüsenfieber wenige Wochen, aber auch mehrere Monate anhalten.

Es wird oft mit anderen Krankheiten verwechselt, deren Symptome sich mit dem Drüsenfieber überschneiden. Darunter fallen vor allem rheumatische Erkrankungen, Chronic Fatigue Syndrome und Fibromyalgie. Diese Erkrankungen treten bei Erwachsenen häufiger auf als bei Kindern, was ein Ausbruch des Pfeifer‘schen Drüsenfiebers bei Erwachsenen schwerer diagnostizierbar macht.

Phase 3

Es muss nicht zum Ausbruch des Pfeifer‘schen Drüsenfiebers kommen, EBV kann auch direkt von Phase 1 auf Phase 3 übergehen. In dieser Phase sind wirklich Antikörper gegen das Virus nachweisbar, gleich mehr dazu unter Diagnose. In dieser Phase verhält sich das Virus symptomlos, zieht sich wieder in die lymphatischen Organe und die B-Gedächtniszellen zurück und wartet auf einen (neuen) Ausbruch. Diese Phase ist latent und kann aufgrund der hohen Lebensdauer der B-Gedächtniszellen Jahre bis Jahrzehnte gehen.

Phase 4

Die lytische Phase der Virusinfektion. Das bedeutet, das Virus tritt wieder aktiv auf den Plan, infiziert Zellen in großem Ausmaß, tötet sie (Lyse) und breitet sich im gesamten Körper aus. Der Auslöser der lytischen Phase ist eine vorübergehende Immunschwäche oder Immundefizienz. Das kann chronischer Stress sein, ein traumatisches Ereignis, der Ausbruch einer anderen Krankheit (auch Krebs) oder die Einnahme von Immunsuppressiva.

In dieser Phase befällt EBV auch andere Organe, die nicht zu den lymphatischen Organen gehören. Es ist nicht klar, wann und welche Organe befallen werden. Es ist bekannt, dass das Virus das zentrale Nervensystem (inklusive Rückenmark), Schilddrüse, Bindegewebe, in seltenen Fällen auch die Haut angreifen kann.

So kommt es in dieser Phase zum Auftreten von „mysteriösen Erkrankungen“, Autoimmunerkrankungen, Krebs und Schilddrüsenerkrankungen.

Wir schreiben hier mysteriöse Erkrankungen, weil diese entweder noch schlecht erforscht sind oder die Ursachen noch nicht eindeutig sind. Wer aber die verschiedenen Hinweise miteinander verbindet, dem fällt auf, dass EBV hinter vielen dieser Erkrankungen steckt oder sie zumindest stark begünstigt.

Autoimmunerkrankungen durch Epstein-Barr-Virus?

Eine ganze Reihe von Autoimmunerkrankungen wurde mit einer kürzlichen Infektion oder mit einem erhöhten Antikörpertiter mit dem Epstein-Barr-Virus in Verbindung gebracht. Darunter Multiple Sklerose, Lupus Erythematodes, Chronic Fatigue Syndrome (Autoimmunerkrankung wird vermutet), Hashimoto Thyreoiditis, rheumatoide Arthritis, Fibromyalgie (Autoimmunerkrankung wird vermutet)6-14.

Umso fataler ist es, wenn diese Erkrankungen mit Immunsuppressiva behandelt werden, um das Immunsystem zu unterdrücken. Was aus schulmedizinischer Sicht sinnvoll ist, aber sehr fatal, wenn EBV die Autoimmunerkrankung ausgelöst hat.

Stellen Sie sich vor, EBV hat das Bindegewebe (bei systemischem Lupus Erythematodes ) befallen und Bindegewebszellen sterben massiv ab – der Körper bildet Antikörper, um die toten Zellen abzubauen. Und dann werden Immunsuppressiva gegeben, um die Autoimmunreaktion zu unterdrücken. Das kann die Autoimmunerkrankung verschlimmern.

Ein Grund mehr warum besonders systemische Autoimmunerkrankungen wie rheumatische Erkrankungen so schwer behandelbar sind und auch sehr individuell ausfallen. Weil natürlich auch die Ursachen von Autoimmunerkrankungen sehr individuell sind.

Nichtsdestotrotz fällt auf, dass die genannten Autoimmunerkrankungen mit EBV sehr stark assoziiert sind.

Bei Multipler Sklerose, Hashimoto Thyreoiditis und systemischem Lupus Erythematodes kommt es bei Betroffenen zehnmal häufiger zum Ausbruch vom Drüsenfieber und zum Nachweis von EBV und spezifischen EBV-Antikörpern als bei Gesunden.

Natürlich sind es bisher nur Theorien, wirklich beweisen könnte man es erst, wenn man EBV-Infektionen beseitigt und dadurch die Autoimmunerkrankung in Remission bringen könnte. Aber es wurde bisher noch kein Gegenmittel oder Impfstoff gegen EBV gefunden. Da Autoimmunerkrankungen so im Aufschwung sind und es in Deutschland mittlerweile 15 Millionen Betroffene gibt, können und wollen wir das nicht hinnehmen und noch weitere zehn oder 20 Jahre warten, bis EBV besser untersucht wurde. Lieber sofort aufklären!

Dies legen wir hiermit fest: EBV ist ein wichtiger Auslöser von Autoimmunerkrankungen – bei rheumatischen und systemischen Autoimmunerkrankungen, aber auch bei Multipler Sklerose und Hashimoto Thyreoiditis ist EBV wahrscheinlich eine der wichtigsten Ursachen.

Es gibt vier zentrale Gründe, die für diesen Zusammenhang sprechen würden:

Vier Gründe, warum EBV Autoimmunerkrankungen verursacht

Wer sich schon einmal näher mit EBV und Autoimmunerkrankungen beschäftigt hat, sieht die Zusammenhänge und auch, dass es absolut Sinn ergeben würde, wenn dem wirklich so ist. Wie gesagt, es sind aktuell nur Theorien, aber sehr gute Theorien!

So könnte EBV konkret Autoimmunerkrankungen verursachen:

1. Grund

EBV befällt B-Lymphozyten und B-Gedächtniszellen. Das Virus umgeht so die körpereigene Immunabwehr, das würde aber auch bedeuten, dass die Antikörperproduktion der B-Zellen beeinträchtigt ist. So kann es zur Falscherkennung körpereigener Antigene als Feind und somit zur Produktion von Autoantikörpern kommen (siehe Ursachen von Autoimmunerkrankungen).

Man kann nicht erwarten, dass eine B-Zelle, die mit EBV infiziert wurde, einwandfrei funktioniert. Eine EBV-Infektion würde erklären, warum es zu Autoantikörpern kommt.

2. Grund

Wenn EBV in Phase 4 ein bestimmtes Gewebe oder Organ befallen hat und das Immunsystem das mitbekommt, bildet das Immunsystem normalerweise Antikörper gegen den Erreger oder die infizierten Zellen. EBV ist ähnlich wie HIV ein Meister darin, sich vor dem Immunsystem zu verstecken.

EBV bietet dem Immunsystem also kaum Antigene, gegen das es Antikörper bilden kann. Also richten sich Immunzellen direkt gegen die infizierten Zellen und bilden Autoantikörper. Sie bekämpfen das infizierte Gewebe und hoffen, so auch EBV zu beseitigen. Das würde das Aufkommen von Autoimmunerkrankungen, besonders der Schilddrüse und des zentralen Nervensystems (Multiple Sklerose) erklären.

3. Grund

Wenn das Epstein-Barr-Virus sich im Bindegewebe manifestiert hat und in Phase 4 (in der lytischen Phase) es zu einem massiven Absterben der Zellen kommt, dann ergießen sich die Zellinhalte in das umliegende Bindegewebe, das Virus breitet sich aus. Das würde erklären, warum Autoimmunerkrankungen der Bindegewebe (systemische Autoimmunerkrankungen wie Lupus oder Rheuma) Autoantikörper gegen zellinnere Bestandteile gerichtet sind. Konkret Autoantikörper (ANA – Antinukleäre Antikörper) gegen DNA, gegen Zellkernproteine, gegen Mitochondrien. Das würde einiges erklären.

4. Grund – die Fasstheorie

Die Fasstheorie wird hier (Autoimmunerkrankungen) ausführlicher beschrieben. Sie erklärt, warum es zu einem bestimmten Zeitpunkt zum Ausbruch von Autoimmunerkrankungen kommt. Weil das Fass überläuft, was in den allermeisten Fällen ein stressiges, traumatisches oder pathogenes Ereignis (schwere Krankheit) ist. Gerade in diesen Phasen geht EBV in Phase 4 über und wird lytisch, weil durch den massiven Stress das Immunsystem unterdrückt beziehungsweise geschwächt ist. Ein EBV-Ausbruch würde daher perfekt zur Fasstheorie passen.

Diese vier Gründe sind logisch und würden absolut Sinn ergeben, warum EBV und Autoimmunerkrankungen so stark korrelieren. Die Forschung ist, was EBV betrifft, relativ langsam, weil EBV natürlich schwer untersuchbar ist und sich gerne unbemerkt in den Zellen versteckt.

Aber es scheint eine ganz zentrale Ursache von Autoimmunerkrankungen zu sein und wir hoffen, dass es hier bald Klarheiten und besonders Gegenmittel geben wird. Vielleicht könnte man so auch der ausufernden Pandemie an Autoimmunerkrankungen endlich Einhalt gebieten.

Was wir bisher noch gar nicht gesprochen haben: Wie EBV nachgewiesen werden kann.

Nachweis einer EBV-Infektion

Wie vorhin angedeutet ist EBV erst spät, also in Phase 3 oder 4, wirklich nachweisbar. Auch bei einem akuten Pfeifer‘sches Drüsenfieber sind nicht immer Antikörper nachweisbar. Erst wenn das Drüsenfieber überstanden ist und sich das Virus wieder in die lymphatischen Organe zurückgezogen hat.

Grundsätzlich sollte gesagt sein, dass Schnelltests gegen das Epstein-Barr-Virus sehr ungenau und nicht empfehlenswert sind. Sehen Sie bitte davon ab.

Ein erster Hinweis für eine EBV-Infektion ist eine Erhöhung der Lymphozytenwerte und der Leberwerte in einem großen Blutbild.

In einem Blutausstrich wird unter dem Mikroskop erkennbar sein, dass es atypische mononukleare Zellen (Lymphozyten) gibt. Konkret haben sie einen deutlich größeren Zellkern und mehr Einbuchtungen auf der Außenhülle.

Der wichtigste Nachweis für EBV ist ein Antikörper (IgG) gegen EBNA-1, was einem viralen Hüllprotein entspricht. Ist dieser Test negativ, sollte ein Nachweis gegen VCA durchgeführt werden. VCA-IgG ist hier häufig, VCA-IgM steht für einen aktuellen und schweren Infekt.

So können akute Infekte besonders in Phase 4 nachgewiesen werden, jedoch sollte noch einmal gesagt sein, dass die Diagnostik hier noch in den Kinderschuhen steckt. Das Virus ist ein Meister darin, sich zu verstecken – vor Immunzellen und vor Chemielaboranten!

98 % aller Menschen sind infiziert und meist ist das Virus nur bei wirklich akuten Ausbrüchen nachweisbar. Was nicht heißt, dass ein negativer Nachweis bedeutet, dass Sie nicht infiziert sind.

Die Forschung über EBV steckt noch in den Kinderschuhen, aber die überwältigenden Hinweise zu Autoimmunerkrankungen können und dürfen wir nicht ignorieren.

Wir haben bereits gesagt, dass es aktuell keine wirkliche Behandlung gegen EBV gibt. Wir können aber sagen, was Krankheitsausbrüche begünstigt und was ihnen vorzubeugen scheint.

Wie Epstein-Barr-Virus behandeln?

Medikamentös ist EBV noch nicht behandelbar, Impfungen gibt es ebenfalls keine. Noch nicht. Was Sie tun können: durch gesunde Ernährung und Lebensführung verhindern, dass das Virus ausbricht, so aber auch eine akute Infektion wieder unter Kontrolle bringen. Diese „Behandlung“ unterteilt sich in 4 Bereiche: Lebensführung, schlechte Nahrungsmittel, gute Nahrungsmittel, Nährstofftherapie.

Diese Ratschläge sind bekannt dafür, dass sie Viren entgegenwirken können und das Immunsystem dazu befähigen, die Virusinfektion besser zu bekämpfen. Konkret auf das EBV bezogen gibt es hier noch nicht ausreichend wissenschaftliche Studien, sondern nur Erfahrungsberichte, auf die wir uns hier stützen. Aber wahrscheinlich sind diese Informationen für Sie die besten Informationen, die Sie bezüglich EBV aktuell bekommen können:

Lebensführung

  • Reduzieren Sie Stress in Ihrem Alltag um jeden Preis. Stress abbauen und Stressbewältigung sind wichtig.
  • Verbringen Sie viel Zeit in der Natur und in der Sonne.
  • Schlafen Sie gut und ausreichend.
  • Halten Sie einen guten Tag-Nacht-Rhythmus ein. Ihre innere Uhr beeinflusst Ihr Immunsystem maßgeblich.

Schlechte Lebensmittel – meiden Sie folgende Lebensmittel!

  • Milchprodukte – selbst gemachter Joghurt und Weidebutter scheinen noch in Ordnung zu sein, Käse, Quark, Milch und Frischkäse scheinbar weniger.
  • Gluten und glutenhaltiges Getreide
  • Soja
  • Mais

Vorteilhafte Lebensmittel – konsumieren Sie reichlich davon!

  • Blaubeeren
  • Kokosöl
  • Knoblauch
  • Ingwer
  • Stangensellerie
  • Sprossen
  • Spinat
  • Koriander
  • Petersilie
  • Himbeeren
  • Zitrusfrüchte
  • Grünkohl
  • Süßkartoffeln
  • Gurken
  • Fenchel

Wenn Sie ein einfaches Konzept brauchen, in dem die zu meidenden und die zu verzehrenden Lebensmittel zusammengefasst sind, dann ist das Paleo-Autoimmunprotokoll der wahrscheinlich beste Ansatzpunkt für Sie.

Heilkräuter und Nahrungsergänzungen

  • Katzenkralle
  • Süßholzwurzel
  • Zitronenmelisse
  • Schwarze Holunder
  • Brennnessel
  • Zink
  • B-Vitamine
  • Kurkuma
  • MCT-Öl (Kokosextrakt)
  • Liposomales Vitamin C
  • Spirulina (nicht für Autoimmunerkrankte)
  • Lysin
  • Selen
  • Omega-3-Fettsäuren

Diese Informationen sind die aktuellsten und besten, die Sie zurzeit über das Epstein-Barr-Virus finden können. Lassen Sie uns auf jeden Fall wissen, wie es Ihnen mit EBV ergeht, welche Lebensmittel besonders zu helfen scheinen und welche weniger.

Fazit – Das EBV als Auslöser von chronischen Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen?

Die Hinweise verdichten sich, dass EBV hinter bestimmten Autoimmunerkrankungen und chronisch-entzündlichen Erkrankungen stecken könnte. Hinter vielen Erkrankungen, deren Ursachen noch nicht bestätigt wurden und die schwer bis gar nicht behandelbar sind.

Mit EBV ist 98 % der Weltbevölkerung infiziert, es wurde bestätigt, dass EBV einer der Auslöser diverser Autoimmunerkrankungen und Krebsarten ist.

Umso fataler, dass es bisher noch keine Impfung und keine Gegenmittel gegen EBV gibt. Das Epstein-Barr-Virus ist ein Meister darin, sich vor dem körpereigenen Immunsystem (und auch vor Ärzten) zu verstecken. Oft wartet es Jahre bis Jahrzehnte und nutzt eine stressige Phase oder eine Krankheitsphase aus, um lysogen zu werden und zu einem heftigen Krankheitsausbruch zu führen.

Auch 50 Jahre nach der Entdeckung von EBV steckt die Forschung, Ursachenfindung und Therapie von EBV noch in den Kinderschuhen. Dieser Beitrag soll aufklären, erste Hilfestellung liefern und erklären, warum EBV so stark mit Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht wird.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit EBV, Pfeifer‘sches Drüsenfieber oder damit verbundenen Symptomen? Was hat bei Ihnen bisher gegen das Epstein-Barr-Virus geholfen, was weniger? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen!

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Quellenverzeichnis

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Martin ist studierter Biochemiker und molekularer Biotechnologe (M.Sc., Technische Universität München) und arbeitete in der klinischen Forschung (Universitätsklinikum Erlangen) beschäftigt an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Martin möchte schwere biologische oder medizinische Themen einfach und verständlich beschreiben und Betroffenen so die Mittel an die Hand geben, wieder mehr Kontrolle über ihre Gesundheit zu erlangen. Weitere Beiträge von ihm sind auf den Portalen Primal-State, Edubily, MyProtein, Fairment, Paleolifestyle und SchnellEinfachGesund zu finden.

37 KOMMENTARE

  1. Bei mir ist es wie mit dem Ei und der Henne, was war zuerst da. Zuerst vor über 10 Jahren diagnostiziert Hashimoto, ca 2-3 Jahre später Fibromyalgie mit Fatique und nun aktuell EBV. Der eine Arzt sagt Neuinfektion, eine erfahrene EBV Erkrankte sagt reaktiv.
    Jedenfalls bin ich durch den EBV noch erschöpfter als eh schon durch die Fibro, gesamter Organismus ist durcheinander (plötzlich SD Überfunktion, Herzrasen, hoher Blutdruck, dann wieder normaler Blutdruck aber kaum messbarer Puls und SD UF), wieder extreme Schlafstörungen, umgekehrter Biorhythmus.
    Was mir auf Anraten bisher geholfen hat ist eine Ernährungsumstellung
    Wenig Kohlenhydrate (keine Nudeln), kein Guten (wenig glutenfreies Brot), viel Gemüse (am besten Roh), in sämtlichen Varianten, gekocht nur mit glutenfreien Gewürzen, Kräutern und Brühen, Bitterstoffe in Form von Dragees aus Mangel an frischen Kräutern wie Löwenzahn, kein Zucker, wenn dann Zuckerersatz als Xylith oder Kokosblütenzucker, natürlich kein Alkohol.
    Stress vermeiden ist bei allen Krankheiten angesagt aber in den wenigsten Fällen möglich. Im Gegenteil, gerade durch solche Erkrankungen erfährt man viel Unverständnis von Seiten der Arbeitgeber aber auch um Freundeskreis, was gerade zu Stress führt.
    Es gibt Behandlungsmethoden in Form einer speziellen Art der Nutzung der Akkupunkturpunkte. Diese ist aber nicht billig. (IST-Analyse), die ich noch testen werde.

  2. Ach ja was ich noch vergaß :
    Keine Kuhmilch und Kuhmilchprodukte
    (Butter, Quark, Joghurt, Käse), besser Ziegen- oder Schafmilchprodukte, keine Eier und möglichst noch vorhandene Amalgamfüllungen entfernen lassen.

  3. Seit kurzem kann man den EBV via PCR-Test auch als persistierend mit entsprechenden Titern nachweisen. Die persistierende Form (wie bei mir der Fall) spüre ich tagtäglich am Körper, wird in aller Regel aber von unseren Medizinern und anderen Instanzen geflissentlich ignoriert, was ich als skandalös empfinde.

    • Hallo und vielen Dank für Ihre Ergänzung.
      Wir sehen es ähnlich wie Sie: Es gibt sehr verbreitete Gesundheitsprobleme, die in der Medizin noch nicht so wahrgenommen werden, wie sie sollten. Daher berichten wir über viele dieser Dinge.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

    • Hallo, Mari Jo, wo kann man diesen Test machen lassen und welcher Arzt nimmt ihn ernst?

  4. Hallo,
    bin seit Februar 2017 am chronischen EBV erkrankt, incl. chronischem Erschöpfungssyndrom.
    Kämpfe mich seit März 2018 mit Hilfe eines guten Heilpraktikers wieder aus der Geschichte heraus.
    Mit Hilfe der Elektroakkupunktur nach Voll,Homöopathischen Medikamenten und einer Ernährungsumstellung, gibt es kleine Erfolge.
    Alles was mein Immunsystem belasten könnte, soll ich sein lassen.
    – Kein Zucker ,keine Milchprodukte, und Glutenfrei ernähren.
    Bitterstoffe soll ich jeden Tag zu mir nehmen (sind gut für die Leber), hilft gegen Kopfschmerzen.
    (Kann in Form von Tropfen sein – Bitterstern-).
    Viel Obst und Gemüse!! Gesund ernähren und leben ! (Natürlich kein Alkohol)
    Diese ganze Therapie ,einschließlich der Homöopathischen Medikamenten zahle ich aus eigener Tasche,da es ja sonst von der Schulmedizin keine Hilfe gibt.
    Damit ich mein oder „ein“ normales Leben wieder zurück bekomme.

  5. Mir ging es letztes Jahr im November sehr plötzlich sehr schlecht. Meine Blutwerte waren eine Katastrophe, Milz und Leber stark vergrößert. Zu Beginn hatte ich keine Angina o.ä, dafür sehr schnell eine Hepatitis. Gott sei Dank hat meine Ärztin die Symptome trotz fehlender Angina schnell erkannt und tatsächlich, mein Virus war aktiv. Ich war 6 Wochen komplett außer Gefecht gesetzt und konnte in dieser Zeit nichts machen, außer liegen und mich schonen. Auf Grund meiner stark vergrößerten Milz musste ich aufpassen, dass sie nicht reißt. Die Angina kam nach 6 Wochen in leichter Form.
    Am schlimmsten finde ich, dass ich seit dem so oft krank bin wie nie zuvor. Alle 6-8 Wochen liege ich entweder mit einer eitirgen Angina oder einen grippalen Infekt flach. Meine Ärztin sieht aber keinen Zusammenhang zum EBV, da sie der Meinung ist, wenn er einmal ausgebrochen ist kann er nicht mehr krank machen. Ich bin langsam wirklich verzweifelt, weil ich nicht weiter weiß. Ja, ich jabe beruflich viel Streß, aber den hatte ich vorher auch und war nie so oft krank. Habt ihr dieselbe Erfahrung? Besteht da ein Zusammenhang? Bestes Beispiel momentan: vor 4 Wochen hatte ich eine Nasennebenhöhlenentzündung und aktuell eine Bronchitis. Gefühlt habe ich kein existierendes Immunsystem mehr. Was kann ich machen?

  6. @Yasemin
    Jap ähnlich bei mir andauernd krank und alles entzündet. Als würde das Immunsystem mit Papierkugeln auf das Feuer schießen 😀
    Ich war vorher auch top fit und NIE krank.

    Alle Streßfaktoren minimieren, anti inflammatorische Maßnahmen maximieren.
    Keine Zusatzstoffe essen. 700g+ Gemüse/Tag. Keine Milchprodukte/Weizen Müll.
    Valaciclovir ausprobieren. ( Hemmt in der lytischen Phase die EBV Produktion)
    Nicht verzagen & durchhalten.

    Das sind so einige Sachen die mir einfallen.

  7. Danke für diese Abhandlung! Ich leide seit vielen Jahren, nachdem ich das Pfeiffersche Drüsenfieber hatte, an Fibromyalgie, Nahrungsmittelunverträglichkeien, Allergien, Arthrose u. v. m. Ich kann jeden Satz bestätigen. Was mir hilft? Ruhe, Sonne, gute Ernährung, leichte Bewegung, Kurkuma, gute Nahrungsergänzungsmittel. Schmerzen habe ich trotzdem immer.

  8. Danke fuer den Artikel. Ich hatte durch ein vulnerables Immunsysten die Ehre nach meiner Schwangerschaft am Pfeifferischen Druesenfieber zu erkranken. Da meine Hausaerztin nicht in der Lage war, dieses zu hendeln, lag ich neun Wochen im Bett mit schweren Erschoepfungszustaenden. Ein Jahr spaeter verlor ich und heute weiss ich, durch eine Herpes Infektion, meine Schilddruese und rutschte langsam und stetig in die Autoimmunerkrankung Hashimoto T. hinein. Was mich am meisten bedingt, ist der niedrige Wissenstand der Mediziner bei denen ich Vorstellig wurde. Man hat es verschleppt, man hat nicht die Zusammenhaenge erkannt und ich habe Jahre mit Zusammenbruch und schwerer Erkrankung hinter mir.
    Ebenso kann ich nicht nach vollziehen, weshalb ein Nephrologe, Facharzt des Inneren oder Endikronolge dem Patienten nicht erklaeren kann oder will, dass L Thyroxin, speziell T4 nicht bei jedem in der Leber verstoffwechselt werden kann? Die Information, dass es natuerliche Hormone gibt aus Rind oder Schwein, wird gaenzlich unter den Tisch gekehrt.
    Warum wird man in einem Gespraech nicht auf eine Herpes Infektion hingewiesen und dementsprechend behandelt? Warum werden Schilddruesenwerte nicht im Gesamtbild eruiert und gelesen? Warum wird man nicht von Ernaehrungstherapeuten, Immunologen zusaetzlich betreut?

    Wenn ich den heutigen Wissenstand nicht haette – den ich mir selbst recherchiert habe, waere ich wohl heute ein Pflegefall.

  9. Ich danke euch für diese informative Seite…
    Seit 2Wochen Fibromialgie diagnostiziert…aber Schmerzen in Schüben seit 8Jahren etwa…
    Ich habe noch kein Schmerzmittel genommen…
    Nun hat das „Kind“einen Namen….und das ein Virus dahinter steckt…kann ich mir vorstellen…aufgrund meiner Schmerzgeschichten im Körper….
    Ja anscheinend heißt es nun… nur noch tun und lassen was meiner Seele gut tut…
    Was für eine Aufgabe…grins…

  10. Interresante Seite mussich sagen.
    Ich bin Medizinische Fachangestellte und nun zum zweiten mal bzw der EBV hat sich wieder reaktiviert (verständlich Ausgedrückt).
    Beim ersten mal hatte ich großes Glück, dass ich eine top Hausärztin habe. Sie tippte gleich auf den EBV und so stellte es sich dann auch nach dem Ergebnis raus.
    Damals war ich untypisch stark geschwächt, Gliederschmerzen und Muskelschmerzen sowie eine Temperatur nicht höher als 38,5 Grad für einige Wochen.
    Jetzt kam es wie aus dem Nichts. Morgens aufgewacht bzw in der Nacht schon und……… Ich habe kaum noch eine Stimme, bin extrem schlapp, Luftholen und Kehlkopf tut heftig weh. Seit heute habe ich neu Oberbauchschmerzen (zwickt aber zum aushalten). Montag wird ein Ultraschall gemacht.
    Die Laborergebnise von jetzt haben diese Erkrankung leider wieder bestätigt.
    Nun muss ich erstmal schauen, dass ich wieder auf die Beine komme und dann an meinem Umfeld was ändern, damit ich den Viren nicht so auf dem Servierteller präsentiert werde.
    Ich bin gespannt, wenn ich die Nahrungsliste sehr streng umsetze, ob es mir was bringt. Ich werde berichten.
    Beim ersten mal habe ich verschiedene Globuli zu mir genommen, jedoch ohne grossen Erfolg.

  11. Wirklich sehr interessant.
    Ich bin jetzt 30 Jahre alt und seit ca. 10 Jahren quäle ich mich tapfer durch den Alltag. Ich verbringe die kostbarsten Jahre des Lebens damit,mich schlecht zu fühlen. Bei jeder Gelegenheit schlafe ich und wenn ich nicht schlafe,bin ich müde und kaputt. Habe ständig irgendwo Schmerzen. Zudem werde ich oft Operiert wegen irgendwelchen Knoten. Dreimal nun schon am Hals. Nun ein Fibroadenom in der Brust. Es ist nie was Schlimmes. Aber es ist so anstrengend. Seit Jahren wird alle 3 Monate ein Bluttest gemacht um den EBV im Auge zu behalten. Der Titer schwankt total, geht aber nie unter 500.
    Es tut gut, zu wissen, dass ich nicht alleine bin und ich hoffe für alle Betroffenen, dass bald etwas gefunden wird um uns zu helfen.

  12. Hallo zusammen
    Ich habe seit 10 Jahren immer wieder alle 2 Jahre EBV Schübe, zweimal davon im Blut nachgewiesen. Die Schübe sind jetzt schwächer, habe meine Ernährung umgestellt auf ketogene Ernährung. Was mir sehr hilft, ist hochdosiertes Vitamin C, wenn ich was merke, nehme ich bis 15 gr. Vit.C. Dann bin ich 2 bis 3 Tage müde, vorher 4 Wochen krank am Stück. Hoffe es hilft euch ein bisschen.

  13. Mir würde ein adoptiver T-Zell-Transfer einfallen für Betroffene. Ich weiß allerdings nicht, ob und wo sowas machbar ist derzeit. Man weiß eigentlich sehr viel über EBV-spezifische T-Zell-Epitope.

    Da ich nicht weiß, ob ich verlinken darf:
    Adoptiver Transfer EBV-spezifischer T-Lymphozyten bei chronisch aktiver EBV-Infektion
    Adoptive transfer of Epstein-Barr virus-specific T-lymphocytes in a patient with chronic active Epstein-Barr infection
    N. Babel, M. H. Hammer, P. Reinke
    2003

    thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/s-2003-37849.pdf

  14. Hallo, vielen Dank für den super Artikel und die hilfreichen Kommentare!
    Auch wenn sich’s vielleicht dumm anhört. Tut es mir gerade unendlich gut, zu wissen, dass ich nicht alleine bin mit dem Thema. Bis anhin wurde ich nur belächelt….
    Seit 2017 ist das Thema EBV in unserer Familie aktuell, resp. hat einen Namen. Unsere Tochter, damals 14 Jährig, war von einem Tag auf den anderen für 9 Monate sehr krank. Nach 5 Monaten Dauerkopfschmerzen und extremer Müdigkeit, hat ein Naturheiler mir den Tipp gegeben, wir sollen mal EBV testen. Die Werte waren x-fach über dem Normalwert. Leider keine Hilfe vom Schulmediziner, der hat sie nur monatelang krankgeschrieben und Kopfschmerztabletten verschrieben.
    Bis zum heutigen Tag versuchen wir, das Virus in den Griff zu bekommen. Bisher mit mässigem Erfolg. Alle paar Wochen ist sie wieder paar Tage wirklich krank und muss zu Hause bleiben.
    Vor 2 Wochen sind mir die Bücher von Anthony William in die Finger gekommen. Da ich selbst, das EBV Virus in mir trage, und seit Kleinkind an diversen unerklärlichen Krankheitssymptomen leide, bin ich nun seit 2 Wochen Versuchskaninchen.
    Würde mich sehr interessieren, was ihr darüber denkt. Hat vielleicht schon jemand diese Ernährungsweise ausprobiert? Positives oder Negatives damit erlebt?
    Mein Fazit nach 2 Wochen ist: sehr langsam mit Allem beginnen. Ich hab mich da Kopfüber reingestürzt und war mal ne Woche flach. Meine Vorgehensweise ist nicht zu empfehlen 🙂 Ich finde, der Selleriesaft hilft mir sehr, aber nicht mit 5dl beginnen, sondern vielleicht so mit 1dl. Mein Kopf wurde innert Tagen klarer und die Verdauung ist auch schon sehr viel besser.
    Wäre schön, wenn sich an der EBV Front endlich etwas tun würde. So viele Menschen müssten nicht mehr sinnlos leiden…
    Liebe Grüsse

    • Hallo und danke für Ihren Kommentar,
      Die Ratschläge in diesem Beiträge decken sich mit einigen Ratschlägen aus Anthony Williams‘ Buch, jedoch habe ich mich beim Schreiben an der aktuellen wissenschaftlichen Lage als Quelle orientiert, als an ihm. Wenn es Ihnen und Ihrer Tochter dadurch besser geht, wäre das eine große moralische Unterstützung für alle, die diesen Beitrag lesen. Viel Erfolg und Kraft weiterhin!
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

    • Hallo, ich habe das EBV Virus schon seit Kleinkindalter…..mit 28 Jahren dann eine extrem gefährliche Schwangerschaftsvergiftung bekommen. Wir beide haben nur mit Müh und Not überlebt. Vor 6 Jahren kamen die ersten Infos über Ernährungsumstellung usw. Ich fühle mich endlich wie ein Mensch. Fast alle Symptome sind verschwunden. Sehr wichtig. Unbedingt Glutenfrei und Milchfrei leben. Vor kurzen fiel mir das Buch von Anthony williams in die Finger. Seitdem verzichte ich noch komplett auf Eier und Fleisch. Also ja, ich ernähre mich jetzt schon 4 Monate vegan und sogar mein Zyklus hat sich normalisiert. Ich hatte noch leichte Herzrythmusstörungen, und die sind jetzt auch vollends verschwunden. Leberentgiftende Stoffe zu sich nehmen und Mais meiden. Bei den Medizinern konnte ich keine Hilfe bekommen. Aber die Informationen in diesem Buch nützen sehr viel, wenn man bedenkt, dass ich zu 95% aller dort erwähnter Symptome hatte.

  15. Sehr interessanter Artikel
    Jetzt weiß ich wieso ich an Lymphdrüsenkrebs erkrankt war. Zum Glück überstanden u 10Jahre Krebs frei. Jetzt gute Ernährung + Nahrungsergänzungsmittels

  16. Hallo, meine Tochter, 12 und ich fast 50 haben Ende Januar anhand Pulsuhren festgestellt das wir einen sehr hohen Puls haben. Meine Tochter war kurz darauf sehr schlapp, bei mir kam Atemnot hinzu.
    Das Blutbild ergab eine EBV Infektion bei uns beiden im September /Oktober letzten Jahres. Wir hatten laut Arzt beide Pfeifferisches Drüsenfieber, wobei ich davon gar nichts bemerkte, also zumindest nicht kaputt war, aber als Familienmama funktioniert man ja auch fast immer. 😊
    Die Tochter war 4 Wochen krank und hat viel geschlafen, der Puls ist immer noch oft sehr hoch.
    Bei mir kam noch eine Thrombose und Lungenembolie hinzu.
    Ich stelle nach und nach die Ernährung um und orientiere mich hier an den Büchern von Anthony Williams.
    Zitronenwasser, frischer Selleriesaft, wilde Blaubeeren, Viel Obst und Gemüse, Fleisch und Wurst auf ein Minimum reduziert, möglichst keine Eier und Milchprodukte, kein Zucker., Mehl, Mais.
    Bei Nudeln und Brot und wenn Mehl nehme ich Dinkel.
    Schaue drauf das ich möglichst basische Sachen zu mir nehme.
    Honig vom Imker, nur geschleudert nicht erhitzt.
    Zudem jeden Tag einen Entgiftungssmoothie.
    Nur leider mag meine Tochter die meisten wichtigen, gesunden Sachen nicht.
    Ich nehme noch zusätzlich Zink, Schüsslersalze.
    Ich habe auch noch einen erhöhten Puls, merke aber eine ganz neue Energie in mir, auch durch die Ernährungsumstellung.
    Viel raus in die Natur, dank Hund bei uns die Regel.
    Stress so gut es geht reduzieren, dann bin ich halt nicht perfekt, bzw. es ist nicht super sauber etc.
    Wir tasten uns Schritt für Schritt in ein anderes Leben das gesünder sein soll.

    • Die Ernährungsumstellung ist super! Da Viren keine Lebewesen sind kann man Sie gut durch gesunde Ernährung entgiften.

      Mein Tipp: Lassen Sie den Dinkel weg, der enthält sehr viel Gluten, welches den Darm reizt (leaky gut)

  17. Ich hatte als junges Mädchen Pfeiffersches Drüsenfieber und bekam mit 48 eine starke erosive (Knochenzersetzende) Arthritis. Ich habe alle Rheumamedis bekommen die auf dem Markt sind. Geholfen hat mir eine Infusion mit dem Wirkstoff Rituximab ( Mabthera) Dadurch werden die B- Zellen komplett abgetötet. Ich vermute nach diesem tollen Bericht da einen Zusammenhang. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

  18. Hallo,
    eine Frage: Warum sollen Autoimmunerkrankte Spirulina nicht einnehmen? Eine entsprechende Info wäre prima!

    • Hallo und danke für die Frage,
      Spirulina ist ein Cyanobakterium und enthält LPS, auf welches Autoimmunerkrankte erfahrungsgemäß besonders sensibel reagieren. Chlorella ist eine Mikroalge und weist kein LPS auf.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

    • Hallo Frau Kamm,
      Das ist sehr gut möglich, ja. Virale Erkrankungen sowie eine Schwermetallbelastung werden als sehr wichtige Ursachen für MS gehandelt.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  19. Ich bin 29. Ich hatte mit 13 Jahren das Pfeiffersche Drüsenfieber. Danach jahrelange Depressionen und mit 18 „Hashimoto“ (meine Ärztin hat mir das leider nie gesagt).
    Habe nie meine Regel normal gehabt, und immer viele Schmerzen vom Eisprung bis zur Menstruation (hatte bis vor 2 Jahren eine sehr unregelmäßige Menstruation)
    Habe immer sehr viele Symptome gehabt: Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, erhöhte Temperatur, Unterleibsschmerzen, Übelkeit, Schwindel, keine Energie, Nervenzusammenbrüche und so weiter.
    Vor 2 Jahren lag ich dann nur noch im Bett und konnte mir nicht mal einen Tee kochen. Ich habe verschiedene Diäten ausprobiert und habe mein Leben extrem verlangsamt. Das belastet mich alles sehr, da ich meine Träume alle zur Seite setzen muss. Seit August 2018 esse ich „nach Anthony William“ und ich nehme viele verschiedene Nahrungsergänzungsmittel (Vitamin K, Lysin, Monolaurin, Katzenkralle, Spirulina). Zumindest muss ich nicht mehr den ganzen Tag schlafen. Ich habe mehr Energie bekommen und einige Symptome sind weggegangen, während andere sich konstant halten. Seit 2 Wochen habe ich konstante Unterleibschmerzen und erhöhte Temperatur.
    Ich frage mich, wie lange das alles anhalten soll. Ich dachte, wir leben in 2019, wo wir so viele Probleme lösen können? Gibt es noch irgendetwas, was besser wirkt? Und was das Virus in Schacht halten kann?

  20. Ein interessanter Artikel. Vielen Dank dafür. Was mich jedoch stutzig macht: einerseits wird beschrieben, wie schwierig es ist, den EBV nachzuweisen – und gleichzeitig wird mehrmals verkündet, dass 98% der WELTBEVÖLKERUNG infiziert sind. Woher wissen Sie das?

    • Hallo und vielen Dank für Ihre Nachricht.
      Die hohe Prävalenz von EBV ist aus wissenschaftlichen Untersuchungen bekannt, wobei genaue Zahlen zwischen 90 und 99% variieren. Die Diagnostik hat sich in den letzten Jahren immer mehr verbessert, und entsprechend wurde immer mehr bewusst, dass fast jeder Mensch, der nicht isoliert lebt, infiziert ist (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29525635).
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  21. Hallo Herr Auerswald,
    Sie schreiben in obigem Text „Diese Informationen sind die aktuellsten und besten, die Sie zur Zeit über das Epstein Barr Virus finden können“. Das stimmt wohl. Nur WO kann man Sie finden??
    Ich habe auf Ihrer Seite nach Quellenangaben gesucht, jedoch keine gefunden. (Literatur, Studien…) Vielleicht habe ich sie übersehen?
    Es wäre ja sehr wichtig, dass die Menschen, die das hier lesen, vor allem diejenigen die unter allen möglichen Symptomen leiden, sich noch umfassender informieren können, um heilen zu können.

    Alexandra

    • Hallo Frau Blumenthal,
      Ganz unten im Beitrag finden Sie als aufklappbares Fenster das Quellenverzeichnis zu wissenschaftlichen Studien. Diese können Sie gerne als Ausgangspunkt verwenden, um sich noch tiefer in das Thema einzulesen.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  22. Hallo, gibt es auch einen Zusammenhang von EBV zur Gürtelrose? Beides sind Herpes Viren. Ich bin inzwischen über 60 Jahre alt und nicht mehr berufstätig.
    Die Gürtelrose hat mich nun, zwar erst einmal dafür aber heftig, neben allen möglichen hier beschriebenen Autoimmunerkrankungen nun auch erreicht.Seit Jahren versuche ich mit Unmengen von Nahrungsergänzungesmitteln (Vitamin D3, K2, Zink, Magnesium, Selen ) u.a. die rheumatoide Atritis in den Griff zu bekommen. Die Schilddrüse ist wegen Hashimoto raus, 3 x Krebs im Frühstadium erkannt und rausoperiert.
    Viele Grüße

    • Hallo Frau Bark,
      Beides sind Herpes-Viren, dennoch sind es zwei unterschiedliche Erkrankungen. Es ist bekannt, dass aktiver EBV einen Ausbruch der Gürtelrose begünstigt, und andersherum.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  23. Hallo,
    zunaechst mal: Dies ist eine wirklich tolle, informative Seite und ich bin froh dass ich sie gefunden hab (bisher nichts Aehnliches in Deutschland gefunden)!
    Kurz zu meiner Story: Ich plage mich schon seit Jahren mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen herum; mit dem was ich jetzt weiss, haengen diese vermutlich alle irgendwie zusammen. Schuppenflechte seit meiner Jugend, Magen-/Darmprobleme, Endometriose, Probleme schwanger zu werden/bleiben, Fehlgeburten, Schilddruesenprobleme, PMS/extreme Stimmungsschwankungen, Depressionen, Aengste, Energieabfaelle, etc.
    Ich habe mehrere Jahre in den USA gelebt, bin dort vor ca. zwei Jahren bei einem Naturheilkunde-Arzt nach Bluttests mit Hashimoto’s und diversen anderen Problemen diagnostiziert wurden (leaky gut, etc.). Er schlug eine AIP Diaet vor, die ich auch drei Monate sehr strikt befolgt habe. Mein Energie wurde besser, meine Magen-/Darmprobleme waren weg; fuer mich der groesste Erfolg war aber nach diesen drei Monaten, dass meine Schuppenflechte fast komplett weg war!!! Etwas, was mir – wenn ueberhaupt irgendwann – lange davor nicht mehr geglueckt war. Leider habe ich dann den Fehler gemacht, Lebensmittel nicht wieder nach und nach einzufuehren um zu sehen auf welche ich wirklich sensitiv reagiere um diese aus meiner Ernaehrung wegzulassen… Zwar verzichte ich seitdem weiterhin weitestgehend auf Gluten, Milchprodukte und einiges mehr, hab es aber bis jetzt nicht wieder geschafft, diesen „Erfolg“ von vor zwei Jahren zu wiederholen.
    Etwa ein Jahr nach der AIP-Diaet war ich bei einer anderen Naturheilkunde-Aerztin in Behandlung, die wieder viele Bluttests gemacht hat. Sie meinte, ich haette kein Hashimoto’s (mehr), dafuer aber eine „leichte Reaktivierung des Epstein-Barr-Virus“, eine MTHFR-Mutation, diverse Lebensmittel-Empfindlichkeiten (wobei diese Tests ja nicht immer ganz akkurat sind).
    Ausserdem wurden bei verschiedenen Bluttests bei Allgemeinaerzten unabhaengig voneinander schlechte Leberwerte festgestellt.
    Nachdem ich mich selbst weiter ueber all diese Dinge informiert hatte, machte vieles einen Sinn. Vor allem das Epstein-Barr-Virus. Denn ich hatte vor dieser Diagnose monatelang Energieprobleme/Schwaeche/Muedigkeit, einen „heissen“ Kopf (leicht erhoehte Temperatur), Kopf-/Gliederschmerzen, etc.
    Eines Tages war ich „richtig“ krank geworden, mit hohem Fieber und Grippesymptomen. Es wurde eine Blasen-/Harnwegsentzuendung festgestellt, bei der aber selbst nach zwei Runden Antibiotika keine Besserung eintrat.
    Da zu der Zeit – und bereits seit mehreren Jahren – mein Privat- und Berufsleben sehr stressig war, habe ich dann, nach einigen Ueberlegungen, meinen Job gekuendigt und bin nun seit November letzten Jahres wieder in Deutschland fuer einige Zeit um mich im Kreise meiner Familie zu erholen.
    Ich denke dass bei mir – wie sicher bei vielen Menschen – eine Kombination von Dingen vorliegt: Burn Out/Erschoepfungsdepression, plus EB-Virus und andere koerperliche Probleme. (Die Frage ist was kam zuerst…?!)
    Nun hat sich mein Stress in einigen Dingen bereits reduziert, aber da ich – zugegebenermassen – vor allem ernaehrungsmaessig wenig konsequent war in den letzten Monaten, geht es mir nun koerperlich wieder zunehmend schlechter. Ich finde es auch (generell) schwieriger als in den USA, geeignete Lebensmittel zu finden.
    Lange Rede, kurzer Sinn, meine Fragen: Wo kann ich in Deutschland, im Idealfall in der Naehe von Kassel, einen Arzt finden der sich mit Autoimmunerkrankungen, EB-Virus, leaky gut, etc. auskennt und diese behandelt? Und was sind gute Quellen fuer geeignete AIP-Lebensmittel?

    Ich bin dankbar fuer Tips, Ratschlaege, Empfehlungen!!

    Vielen Dank im Voraus!
    Allen mit aehnlichen Problemen und mysterioesen Krankheitsbildern alles Gute fuer die Genesung! 🙂

  24. Hallo,
    meine Infektion liegt jetzt bereits 27 Jahre zurück. Spät erkannt, daher verschleppt, und das CFS kam noch dazu.
    Seitdem ständige Entzündungen, Stoffwechselstörung, Aortenklappeninsuffizienz, Aortenaneurysma, Magen-Darmprobleme, Allergie, div. Nahrungsmittelunverträglichkeiten, phasenweise Ganzkörperschmerzen, depr. Verstimmungen.
    Mir wurde die SD entfernt, dadurch habe ich jetzt eine Nebenschilddrüsenunterfunktion.
    Die Gebärmutter kam raus. Wegen einer chronischen Sinusitis wurde ich ebenfalls operiert.
    Aktuell kläre ich noch ab, ob sich da noch Arthrose zugesellt.

    Wünsche allen Betroffenen nur das Beste. Von einer, die mehr als genervt ist vom Pfeiffer.

  25. Ich bin an Rheumatoider Ahrtritis , Colitis ulcerosa, und seit neustem an MS erkrankt. Als Kind war ich Monatelang am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt. Schon lange sehe ich hier einen deutlichen Zusammenhang. Von meinen Ärzten werde ich aber immer nur belächelt, oder es wird bestritten. (Verschwörungstheorie) Nachdem ich diesen Artikel gelesen habe fühle ich mich bestärkt. Ich nehme sehr viele Nahrungsergänzungsmittel und leider auch ein Immunsuppresiva. Ich bin davon nicht begeistert, habe aber Angst es wegzulassen. Gibt es Erfahrungen bei Autoimmunerkrankten die keine Immunsuppresiva einnehmen? Sie fördern ja geradezu den Eppsteinbarvirus. Ich habe auch beobachtet, dass unter dem ersten und allen weiteren Schüben der MS meine Lippen voller Herpesbläschen war und ist. Ist doch bestimmt auch zusammen hängend.

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