Entgiftung – Ist das nötig und wenn ja, wie? – Gastbeitrag

Wir leben heutzutage in einer toxischen Umwelt und sind mehr Giften ausgesetzt als je zuvor. Damit steigt auch ein zunehmendes Bedürfnis nach effektiver Entgiftung. Führende Umweltmediziner sind sich einig: Vergiftung gehört zu den Ursachen vieler chronischer Krankheiten. Dazu kommt die schädliche Wechselwirkung mit EMF (elektromagnetischen Feldern). Wichtig zu wissen ist, dass wir alle genetisch unterschiedlich ausgerüstet sind, was Entgiftung angeht. Das heißt, die einen entgiften schlechter, die anderen besser, und einige fast überhaupt nicht. Je kränker jemand ist, desto schlechter entgiftet er auch in der Regel. Welche Gifte uns heutzutage am meisten belasten, welches die häufigsten Quellen sind und wie Sie sich am besten davor schützen können, erfahren Sie in diesem Kommentar von Unkas Gemmeker.

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Zuletzt aktualisiert am 12. Juni 2019 um 15:46

Was ist Entgiftung?

Mit Entgiftung sind Protokolle und Strategien gemeint, die uns dabei helfen, Giftstoffe aktiv auszuscheiden. Landläufig ist von dem Begriff „Detox“ die Rede.

Mit Entgiftung in unserem Sinne ist allerdings keine 7-tägige Detox-Kur gemeint, sondern eine langfristige Strategie, die effektiv und verträglich Giftstoffe aus dem Körper ausscheidet. Es geht darum, zum einen die Zufuhr von neuen Giften abzustellen und zum anderen die bereits bestehende Giftlast zu reduzieren.

Welche Giftstoffe können sich im Körper ablagern?

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  • Alte Proteine und Zellen
  • Schwermetalle
  • Umweltgifte wie Feinstaub, Xenobiotika und Xenoöstrogene
  • Schimmelgifte
  • Fungizide, Herbizide, Pestizide
  • Entzündungsfördernde Fettsäuren
  • Bakterielle und virale Überbleibsel
  • Allergene, die es in den Blutkreislauf geschafft haben
  • Schleimige Ablagerungen im Darm („Schlacken“)

Einige Gedanken vorab zum Thema Entgiftung

  • Es ist in der Regel nötig, an der Ernährung zu arbeiten und die Nährstoffdichte der Nahrung zu erhöhen.
  • Für das Gelingen eines guten Entgiftungsprotokolls ist das Auffüllen von elementaren Nährstoffen entscheidend. Nur so kann ein gutes Entgiftungsprotokoll auch erfolgreich sein, denn entgiftende Organe wie die Leber benötigen gewisse Co-Faktoren wie B-Vitamine und Schwefel.
  • In manchen Protokollen werden Substanzen angewendet, die es ermöglichen, Giftstoffe zu mobilisieren, zu binden und auszuscheiden.
  • Zusätzlich ist es immer sinnvoll, die eigenen Entgiftungsfunktionen des Körpers zu stärken. Dazu gehörem die zellinterne Entgiftungsleistung via Glutathion und Autophagie und die Phase I und II der Leberentgiftung.
  • Darüber hinaus muss man sich über die Darmgesundheit Gedanken machen, denn viele Menschen leiden heute unter einer beschädigten Darmschleimhaut. Unter dieser Voraussetzung werden Nährstoffe nicht vollständig absorbiert.

Entgiftung muss also immer ganzheitlich betrachtet werden. Der ganze Mensch muss im Fokus stehen, als biologische Einheit, und nicht nur einzelne Teilbereiche.

Entgiftet der Körper nicht von alleine?

Dies ist eine häufig gestellte Frage. Die Antwort auf die Frage, ob der Körper selbst entgiftet, lautet ja und nein:

Der Körper verfügt über die vielfältigsten Wege, um zu entgiften: Über Haut (Schweiß), Lungen (Atemluft), Niere (Harn), Leber und Darm (Kot) entledigt sich der Körper anfallender Abfallstoffe, die er nicht mehr benötigt.

Guter Schlaf ist ebenso wichtig für eine gute Entgiftung: Am Abend wird Melatonin freigesetzt, was über die Nacht Körper und insbesondere Gehirn entgiftet. Daher ist eine besonders gute Schlafhygiene und gesunder Schlaf wichtig.

Die Leber ist unser wichtigstes Entgiftungsorgan. Man unterscheidet zwischen Phase I und II der Leberentgiftung:

  • In Phase I der Leberentgiftung (Redox-Phase) werden Giftstoffe funktionalisiert. Dadurch werden sie reaktionsfreudiger und besser transportierbar. Die Cytochrom P450-Enzyme sind dabei die wichtigsten Akteure, und oxidieren die abzubauenden Stoffe, soweit möglich. In diesem Zwischenschritt werden sie allerdings auch mitunter deutlich toxischer.
  • In Phase II, der sogenannten Konjugationsphase, werden die Giftstoffe wasserlöslich gemacht und können dann über die Niere oder bei fettlöslichen Stoffen über den Darm ausgeschieden werden.

Hier beginnt das Drama für viele: An beiden Phasen sind eine Vielzahl von Enzymen beteiligt. Stichworte sind hier die P450 Enzyme, sowie Glutathion-S-Transferase, und viele andere.

Wir hatten bereits angesprochen, dass es sowohl gute als auch schlechte „Entgifter“ gibt. Das kann eine genetische Ursache haben, die sogenannten Polymorphismen. Je nach genetischer Ausstattung funktionieren die P450-Enzyme mehr oder weniger gut. In der Phase II der Leberentgiftung sieht es genauso aus. Auch da können Sie ein guter oder schlechter Entgifter sein, je nach genetischer Ausstattung.

In anderen Worten: Ist Ihr Körper ein guter Phase I-Entgifter und ein schlechter Phase II-Entgifter, haben Sie ein Problem, da Sie nun noch zusätzlich mit den mitunter toxischen Zwischenprodukten der Phase I belastet werden.

Hinzu kommt, dass die Giftlast heutzutage sehr hoch und problematisch geworden ist. Immer mehr menschgemachte Gifte gelangen in die Umwelt und in unseren Körper – letzterer muss dies dennoch „ausbaden“, und benötigt dabei Ihre Unterstützung.

Es gibt heutzutage viele Tausend Gifte in unserem direkten Umfeld. Die meisten davon sind universell nachweisbar – Im Trinkwasser, in der Nahrung, und sogar in Muttermilch.


Für Mütter eine besondere Information: Sie geben bei der Geburt etwa 60 % Ihrer Giftlast an das erstgeborene Baby ab. Deshalb sind die erstgeborenen Babys häufig die kränkeren. Es ist also mehr als ratsam für werdende Mütter, bereits ein Jahr vor der Zeugung mit einem Entgiftungsprotokoll zu beginnen. Männern wird eine Entgiftung etwa 3 Monate vor der Zeugung (falls geplant) empfohlen, da in modernen Zeiten auch die Spermienqualität immer mehr abnimmt.

Während der Schwangerschaft oder der Stillzeit sollte nicht uneingeschränkt aktiv entgiftet werden, da das Baby durch die gelösten Giftstoffe zu Schaden kommen kann. Was Sie dennoch tun können, erfahren Sie im Buch „Richtig Entgiften“. 


Gifte vermeiden

Bevor wir uns dem Thema Entgiftung widmen, ist es wichtig, die Zufuhr von neuen Giften abzustellen. In vielen Bereichen haben wir darauf Einfluss, in anderen nicht. Die größte Kontaktstelle für die meisten Menschen ist die Nahrung, das Wasser, die Luft und unser Wohnraum:

1. Ernährung und Entgiftung

Konventionelle Landwirtschaft (Bild: Fotokostic)
Konventionelle Landwirtschaft (Bild: Fotokostic)

Die meisten Gifte in unserer Nahrung stammen aus dem sogenannten konventionellen Anbau und der Massentierhaltung. Der konventionelle Anbau von Getreide und Gemüse setzt viel Dünger auf verarmten Böden ein und besprüht die Nahrungsmittel regelmäßig mit Herbiziden, Fungiziden und Pestiziden. Allen voran Glyphosat von Monsanto, welches darüberhinaus Arsen enthält. Dies belastet die Böden, das Grundwasser, und die angebauten Nahrungsmittel.

In der industriellen Massentierhaltung werden Tiere nicht artgerecht gehalten. Kühe bekommen anstatt Gras, für dessen Verstoffwechselung sie von der Natur sieben Mägen geschenkt bekommen haben, stattdessen Getreide, Soja, Fischmehl und Co. Dieses Kraftfutter ist alles andere als gesund für die Tiere. Tiere in der industriellen Massentierhaltung werden daher regelmäßig mit Antibiotika, Wachstumshormonen und Medikamenten behandelt.

Diese Substanzen lagern sich im Fettgewebe ein und landen am Ende auf unserem Teller. Da auch das Futter mit Glyphosat behandelt wurde, akkumuliert sich dieses im Fettgewebe der Tiere. Die industrielle Massentierhaltung ist nicht nur grausam und schadet durch den weltweiten Anbau von Futtermitteln in Monokulturen dem Planeten, sondern schadet auch der menschlichen Gesundheit.

Im Sinne Ihrer eigenen Gesundheit und der Gesundheit des Planeten, werden folgende Kriterien für eine gesunde und artgerechte Ernährung empfohlen:

  • Bio-Qualität (Tierprodukte aus Weidehaltung)
  • Produkte aus biodynamischer Landwirtschaft
  • Große Vielfalt an frischem Obst und Gemüse
  • Lokale und saisonale Produkte
  • Möglichst wenig Produkte, die eine Plastik-Verpackung aufweisen
  • Möglichst wenig Produkte aus Übersee
  • Wenig bis keine Fertignahrung, Dosen oder Konserven!

Wasser und Entgiftung

Das Wasser ist eine weitere Quelle für eine stetige Vergiftung des Körpers. Die Wasserqualität des Leitungswassers ist im Gegensatz zu den Behauptungen der offiziellen Behörden alles andere als gut. Leitungswasser wird leider nur auf sehr wenige Giftstoffe untersucht. Es gibt aber mehrere Tausend Giftstoffe in der Umwelt, die sich dort anreichern können.

Dieses Wasser läuft nicht nur aus dem eigenen Hahn, sondern wird auch in kommerziellen Getränken eingesetzt, wie Bier und Softdrinks. Bier ist darüber hinaus auch mit Glyphosat aus dem Hopfenanbau belastet. Da Wasser ein Lösungsmittel ist und wir als Menschen zu einem Großteil aus Wasser  bestehen, sind wir auf eine hohe Wasserqualität angewiesen. Ein gutes Wasser allein entgiftet bereits den Körper. Umgekehrt kann belastetes Wasser den Körper … belasten.

Trinkwasser sollte also von höchstmöglicher Qualität sein. Ideal ist hochwertiges Quellwasser. Für zu Hause ist es empfehlenswert, auf eine gute Filteranlage zurück zu greifen. Brita ist hier eine gute Marke, dessen Aktivkohle-Filter viele Schwermetalle, Schwebstoffe und anderweitige Giftstoffe herausfiltert.

2. Luft und Entgiftung

Luftverschmutzung (Bild: Pixnio)
Luftverschmutzung (Bild: Pixnio)

Die Luft, die wir einatmen, trägt natürlich auch zur Vergiftung bei. Täglich passieren die Lungen circa 11.500 Liter Luft. Dabei lagern sich Verunreinigungen ab, die unser Körper wieder entgiften muss. Je höher also die Luftqualität, desto besser. Oder umgekehrt: Je schlechter die Luftqualität, desto mehr wird Ihr Körper bei der Entgiftung gefordert.

Was die Luftqualität angeht, haben Sie die Möglichkeit, Ihren Wohnort zu verändern. Für den Innenbereich können auch Luftfilter (HEPA-Filter) und Zimmerpflanzen (wie Moos, Efeu, Lavendel) interessant sein.

3. EMF – Elektromagnetische Felder

Eine der größten modernen Umweltverschmutzungen sind elektromagnetische Felder. Wir finden sie in der direkten Umgebung, in unseren vier Wänden, in unseren Taschen und sogar an unserem Körper. Die Schädlichkeit von elektromagnetischen Feldern auf unseren Organismus ist mittlerweile keine Frage mehr. Es ist daher wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass auch das beste Entgiftungsprotokoll nicht das gewünschte Ergebnis bringen wird, wenn Sie nicht Ihre Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern stark einschränken.


Auch das beste Entgiftungsprotokoll wird nicht das gewünschte Ergebnis bringen, wenn Sie Ihre Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern nicht stark einschränken.


Der eigene Wi-Fi-Router, das schnurlose Telefon, Wi-Fi-Repeater, smarte Elektronik wie Fernseher und alles, was Bluetooth hat, sollte soweit möglich durch kabelgebundene Varianten ersetzt werden. Zumindest in der Nacht sollte alles komplett ausgeschaltet sein (auch das Handy).

Mit einfachen Hilfsmitteln, wie dem Messgerät ESI24 können Sie bereits unbemerkte Strahlungsquellen ausfindig machen. Sie werden in einer EMF-freien Umgebung wesentlich besser schlafen können und dadurch auch besser entgiften. Ein guter Schlaf ist essenziell, um gesund zu werden.

Zähne und Entgiftung

Amalgamfüllung, Quecksilberdampf (Bild: DRosenbach)
Amalgamfüllung, Quecksilberdampf (Bild: DRosenbach)

Ein Auszug aus dem Buch „Richtig Entgiften“ von Unkas Gemmeker:

„Die Zahngesundheit stellt die Basis für jede erfolgreiche Therapie dar. Darin sind sich alle Umweltmediziner einig. Hast du noch Amalgamfüllungen? Wenn nicht, wurden sie ordnungsgemäß entfernt? Wurden deine ehemaligen Amalgamfüllungen überkront? Wenn ja, könnten sich noch Amalgamreste und Splitter unter deinen Kronen oder im Kieferknochen verstecken. Eine Entgiftungskur kann in diesem Fall kaum funktionieren. Hast du Wurzelfüllungen bekommen? Dort lauern Bakterienherde und Bio-Toxine. Das gleiche gilt für unerkannte tote Zähne, wenn der Zahnarzt unabsichtlich den Nerv getroffen hat.

Eine weitere Problematik sind die sogenannten NICOs. Das sind Bakterieneinschlüsse in Hohlräumen im Kieferbereich. Dies tritt vor allem nach Weisheitszahnentfernungen auf. Die dort entstehenden Gifte sind sehr schwerwiegend und belastend. Zudem stellen problematische Zähne immer Störfelder dar, die ganze Meridian betreffen. Das heißt, nachgeschaltete Organe auf dem entsprechenden Meridian können stark in Mitleidenschaft gezogen werden, ohne dass die meisten Menschen die Verbindung zu den Zähnen herstellen. Hast du Metallfüllungen aus Gold oder Titan? Vielleicht hast du sogar verschiedene Materialien im Mund? Es wird heutzutage empfohlen, sämtliche Metalle zu entfernen.

Metalle reagieren wie Antennen auf elektromagnetische Felder. Wenn verschiedene Metalle gleichzeitig eingesetzt werden, kann es zu einem Spannungspotenzial im Mund kommen. Auch sicher kein erwünschter Effekt. Du siehst also, dass deine Zahngesundheit eine absolut entscheidende Grundvoraussetzung für deine Gesamtgesundheit und eine erfolgreiche Entgiftung ist. Leider ist in den meisten Zahnarztpraxen dieses Wissen nicht vorhanden.

Du solltest dir daher einen ganzheitlichen Zahnmediziner suchen, der metallfreie Materialien benutzt, Amalgam sicher entfernen kann und immer auch den ganzen Menschen im Auge behält. Beispiele dafür hast du im Kongress gesehen. Sollte irgendein Zweifel bestehen, dass noch Amalgamreste, tote Zähne oder Nikos zu finden sind, solltest du auf jeden Fall deine Zähne grundsanieren lassen, bevor du mit dem Entgiftungsprotokoll anfängst.“

Darmsanierung und Entgiftung

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(Bild: Aaron Amat)

Welche Rolle spielt der Darm bei der Entgiftung, und wie läuft eine gute Darmsanierung ab Ein Auszug aus dem Buch „Richtig Entgiften“ von Unkas Gemmeker“:

„Hippokrates, der Vater der modernen Medizin wusste schon, dass die Gesundheit des Menschen von dessen Darmgesundheit abhängt. Aber gerade um die ist es im heutigen Lebensstil nicht mehr gut bestellt. Stress, Antibiotika, Schwermetalle, Glyphosat und industrielle Kost setzen dem Darm zu.

Der Darm ist ein riesiges Organ, das für die Nährstoffaufnahme verantwortlich ist. Hier sitzen auch geschätzte 30 Billionen Bakterien, die ernährt werden wollen. Diese stellen für den Körper lebensnotwendige Dinge her, wie z.B. kurzkettige Fettsäuren, Neurotransmitter, und Vitamine. Außerdem stellt die Darmflora einen wichtigen Teil des Immunsystems dar, da eine gesunde Darmflora vor krankheitserregenden Keimen schützt.

Funktioniert der Darm nicht richtig, kommt es zu Störungen. Zum Beispiel kann die Nährstoff-Absorption stark eingeschränkt sein. Außerdem kommt es zu der Problematik „leaky gut“. […] Es ist also leicht erkennbar, dass wir uns um unseren Darm kümmern sollten. Alleine deshalb schon, weil wir eine gute Mineralstoffversorgung brauchen, um entgiften zu können. Dafür muss der Darm gesund sein.“

In den Beiträgen über Leber entgiften, Leaky Gut Syndrom, Darmreinigung und Darmsanierung hier auf dem Autoimmunportal finden Sie weiterführende Informationen diesbezüglich.

Leaky Gut Syndrom

Der löchrige Darm ist ein Schaden der Darmschleimhaut. Diese sollte normalerweise geschlossen und intakt sein. Beim „Leaky gut“ ist das allerdings nicht mehr vollständig der Fall. Dadurch entstehen Öffnungen in der Darmschleimhaut.

Als Bild könnte man Türen nehmen, die bei Leaky gut sperrangelweit offenstehen. Durch diese können nun unverdaute Nahrungspartikel, Bakterien und Toxine in den Blutkreislauf eindringen. Das Immunsystem reagiert auf diese Partikel, es entstehen systemische Entzündungen. Dadurch wird das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck, Lebererkrankungen und Autoimmunerkrankungen erhöht.

Der löchrige Darm entsteht durch all die Faktoren, die oben erwähnt wurden, weitere sind im Übersichtsartikel „Leaky Gut Syndrom“ nachlesbar. Schwermetalle können die Darmschleimhaut direkt angreifen. Wenn man einmal einen „löchrigen Darm“ hat, reagiert der Körper auch viel eher auf Gluten, Laktose, Histamin, Casein und weitere potentiellen Nahrungsallergene.

Im Buch „Richtig Entgiften“ ist der Name Programm: Der Darm wird mit einer vorübergehenden Ernährungsumstellung beruhigt. Danach sollen Giftstoffe im Darm gebunden und ausgeleitet , und Nährstoffmängel aufgefüllt werden. Jedes einzelne Element sorgt dafür, dass die anderen Elemente des Programms erfolgreicher werden. Und so entwickelt sich eine positive Dynamik in Richtung Gesundheit.

Eine gute Selbsteinschätzung kann auch wertvolle Hinweise liefern. Sie könnten „Leaky gut“ haben, wenn Sie folgende Symptome häufiger an sich beobachten:

  • Chronische Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Depressive Verstimmungen
  • Gelenkschmerzen
  • Gelegentlicher Blut im Stuhl
  • Blähungen
  • Allergien
  • Autoimmunkrankheiten
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Chronische Magen- / Darmprobleme

Darmkur

Das Zeolith aus dem Entgiftungsprotokoll des Buches „Richtig Entgiften“ von Unkas Gemmeker hat eine darmregenerierende Wirkung. Aktivkohle und Heilerde eignen sich genauso.

Doch zunächst muss der Darm entlastet werden: Wenn der Darm entzündet ist, muss man zunächst dafür sorgen, dass die Entzündung abflacht. Dadurch ist, zumindest übergangsweise, eine Ernährungsumstellung erforderlich. In dieser Heilphase wird auf alles verzichtet, was den Darm reizen kann. Diese Umstellung wird für eine Dauer von 4 Wochen empfohlen.

Für die ersten 4 Wochen sollten folgende Nahrungsmittel gemieden werden:

  1. Getreidesorten
    • Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, …
  2. Milchprodukte
    • Käse, Milch, Butter, Quark, Joghurt, …
  3. Nachtschattengewächse
    • Tomaten, Auberginen, Kartoffeln, Paprika, Chili, Goji-Beeren, Pfeffer
  4. Hülsenfrüchte
    • Bohnen, Erbsen, Linsen, Soja
  5. Lektinhaltige Lebensmittel
    • Nüsse, Mais, Erdnüsse, Hülsenfrüchte, Soja, Lupinen.

Stattdessen greifen Sie auf folgende Nahrungsmittel zurück, die den Darm unterstützen:

  • Knochenbrühe (Weidehaltung)
  • Viel Gemüse: bunt, frisch, saisonal, regional
  • Gesunde Fette
  • Hochwertiges Eiweiß
  • Salate mit Wildkräutern und Sprossen
  • Sowie die im Anschluss genannten Nahrungsmittel, die auch der Leber nützen

Nach vier Wochen kann mit der Ernährung fortgefahren werden, wie sie im Abschnitt Ernährung beschrieben wurden.

Sollte die Ernährung zur Darmkur nach vier Wochen keine Besserung gebracht haben, können weitere Darmprotokolle angewandt werden.

Hinweis: Fangen Sie bitte nicht das Entgiftungsprotokoll aus dem Buch „Richtig Entgiften“ an, wenn Sie unter Verstopfung leiden. Sie sollten so oft zur Toilette gehen, wie Sie Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen. Sollten Sie Schwierigkeiten damit haben, könnten Sie das Magnesium L-Threonate am Abend durch 1–2 g Magnesiumcitrat und 10-20g Flohsamenschalen zu Mittag ersetzen.

Aktive Leberentgiftung

Die Leber ist unser wichtigstes Stoffwechselorgan. Über eine gesunde Ernährung haben Sie alle Fäden für eine gesunde Leber selbst in der Hand. Mit den in diesem Beitrag (und im Buch) genannten Ratschlägen zur Ernährung sowie Stressreduktion haben Sie bereits viel Gutes für Ihre Leber getan.

Auf einige Nahrungsmittel und Nährstoffe möchte ich gerne explizit eingehen. Wenn Sie bereits Probleme mit der Leber hatten oder Probleme vermuten, dann empfiehlt es sich, diese Nahrungsmittel vermehrt in den Alltag einzubauen:

Wichtige Nährstoffe und Nahrungsergänzungsmittel:

  • B-Vitamine
  • N-Acetyl-Cystein (2-3g täglich)
  • Curcumin
  • Silymarin (Artischocken-Extrakt)
  • Erdrauch-Extrakt
  • Omega-3-Fettsäuren (Fischöl, Algenöl)

Weitere Tipps zur Entgiftung

Beim Thema Entgiftung kann man viel falsch machen. Einige entgiften zu langsam oder nicht lange genug, andere mobilisieren zu schnell Schwermetalle und riskieren dadurch eine Verschlechterung. Einige glauben sogar, dass das gut und ganz normal sein, wenn man sich bei der Entgiftung schlecht fühlt.

Ein paar allgemeine Tipps:

Ein gutes Entgiftungsprotokoll ist ein Drahtseilakt zwischen einer guten Entgiftungsleistung und einer optimalen Verträglichkeit. Ein gutes Protokoll erfordert reichlich Erfahrung und Fingerspitzengefühl.

Alle Nahrungsmittel, die Schwefelgruppen enthalten, helfen Ihnen bei der Entgiftung. Das sind Knoblauch, Porree, Zwiebeln, Meeresfrüchte, Radieschen, aber auch Eier und Fleischprodukte. Wenn Sie Knoblauch nicht vertragen, kann das ein Hinweis darauf sein, dass Ihr Körper ein schlechter Entgifter ist. In diesem Fall ist es ratsam, vorsichtig mit Knoblauch umzugehen.

Um die Entgiftungsleistung der Leber in der kritischen Phase II zu unterstützen, ist der organische Schwefel oder auch MSM sehr wirkungsvoll.

Um die Gifte im Darm zu binden, werden in der Komplementärmedizin Aktivkohle, Zeolith und Chlorella benutzt. Gerade bei den letzten beiden müssen Sie allerdings penibel auf die Qualität achten, weil Sie sich ansonsten mehr mit den Entgiftungsmitteln vergiften, als dass Ihr Körper irgendetwas ausscheidet.

Um für Sie die Spreu vom Weizen zu trennen und Sie Schritt für Schritt durch die Entgiftung zu führen, habe ich ein Buch geschrieben.

Das Buch bietet Ihnen ein perfekt abgestimmtes Entgiftungsprotokoll an, was schnell genug entgiftet aber absolut verträglich ist. Ein Dutzend hochrangiger Experten aus dem Bereich der Umweltmedizin haben das Protokoll bestätigt und für gut befunden.

Dazu gebe ich Ihnen ganz konkrete Empfehlung für die Produkte und Entgiftungsmittel, die wirklich gut und sicher sind.

Buchtipp: Richtig Entgiften von Unkas Gemmeker. Wie Sie schnell und sicher Gifte ausleiten können, ohne dass Sie dabei zu Schaden kommen. Empfehlungen für gute und sichere Produkte inklusive.
Buchtipp: Richtig Entgiften von Unkas Gemmeker. Wie Sie schnell  und sicher Gifte ausleiten können, ohne dass Sie dabei zu Schaden kommen. Empfehlungen für gute und sichere Produkte inklusive.*

Fazit – Entgiftung 2.0

Entgiftung ist heutzutage wichtiger denn je. Dem massiven Vormarsch der neurodegenerativen, autoimmunen und metabolischen Krankheiten muss aktiv entgegengetreten werden.

Ich hoffe, ich konnte Sie mit diesem Artikel inspirieren und Bewusstsein dafür schaffen, wie wichtig heutzutage Entgiftung geworden ist.

Ich persönlich habe viel von der Entgiftung gewonnen: Ich habe meine Gesundheit zurückbekommen – und die gebe ich nicht mehr her.

 

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Unkas Gemmeker ist bekannt durch den erfolgreichen Gesundheitspodcast bio 360* https://bio360.de/. In seinem Podcast kommen führende Experten zu Wort, wie zum Beispiel Dr. Joachim Mutter zum Thema Entgiftung. Er ist außerdem der Moderator des Online-Entgiftungskongresses 2019. Im Kongress interviewt er 27 führende Experten im Bereich Umweltmedizin und Entgiftung. Seine größte Freude ist es, den Menschen komplizierte Sachverhalte in einfachen und verständlichen Worten näherzubringen. Mit seinem Podcast Bio 360 inspiriert er täglich Tausende Menschen.

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