Darmreinigung: Pause für den Darm

Eine Darmreinigung mit Hausmitteln ist oft sinnvoll. Vor einer Darmspiegelung oder einer OP müssen Sie Ihren Darm entleeren. Außerdem ist eine Darmreinigung der erste Schritt bei einer umfassenden Darmsanierung, einer Fastenkur oder einer Diät. Menschen mit chronischen Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung, Durchfall oder Blähungen (Reizdarmsyndrom) profitieren von einer schonenden Darmreinigung mit anschließendem Aufbau der Darmflora. Hier stellen wir Ihnen einfache Methoden vor!

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Warum eine Darmreinigung?

Eine Darmreinigung wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv aus. Das Verdauungssystem beeinflusst nicht nur Ihre Gesundheit, sondern auch Ihre Stimmung.

Bekannt ist seit langem, dass Darm und Gehirn in Verbindung stehen. Hippokrates, griechischer Arzt in der Antike, fasste die Bedeutung des Verdauungssystems in folgenden Sätzen zusammen: „Der Darm ist der Vater aller Trübsal“ und „Alles Übel beginnt im Darm“.

Störungen im Darm und in seiner Verbindung zum Gehirn können Ihre Stimmung enorm beeinflussen (1). Neben Kommunikation über Hormone gibt es sogar direkte Nervenverbindungen zwischen dem Gehirn und dem Verdauungssystem, die vor kurzem entdeckt wurden (2). Über die sogenannte Darm-Hirn-Achse tauschen sich die beiden Organe ständig gegenseitig aus.

Was durch eine Darmreinigung möglich ist

  • Bessere Verdauung
  • Weniger Reizdarm-Probleme (Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Bauchschmerzen)
  • Weniger allergische Reaktionen
  • Reduktion von Kopfschmerzen und Migräne
  • Reduktion chronischer Entzündungen
  • Bessere Konzentration
  • Verbesserte Stimmung
  • Guter Schlaf

Immunsystem und Darm

Die Darmflora spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit und beschäftigt Wissenschaftler nach wie vor sehr stark. Laut einer 2019 veröffentlichten Studie (3) ist ein Protein namens c-Maf maßgebend am empfindlichen Gleichgewicht des Immunsystems beteiligt. Rund 70 % aller Zellen des Immunsystems befinden sich am und im Verdauungssystem.

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Ein Ungleichgewicht in der Darmflora ist deshalb auch bei chronischen Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen ein Faktor, die nicht direkt mit dem Darm im Zusammenhang stehen, zum Beispiel Bluthochdruck, Typ 2 und Typ 1 Diabetes, multiple Sklerose und Lupus Erythematodes (4).

Chronische Erkrankungen belasten den Darm

Bei Stoffwechsel- und Immunerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Zöliakie wird der Darm in Mitleidenschaft gezogen (5). Eine Darmreinigung mit anschließender Darmsanierung und dem Aufbau der Darmflora kann Symptome wie Durchfall, Verstopfung und Bauchschmerzen verbessern (6).

Das Interesse der Forscher am Verdauungssystem ist enorm hoch: Zwischen 2013 und 2017 wurden fast 13.000 wissenschaftliche Texte zu dem Thema veröffentlicht. Diese Informationsflut hat nicht nur positive Seiten, sondern birgt die Gefahr der Vereinfachung:

So kann beispielsweise ein einziges Bakterium fälschlicherweise als Ursache für eine Krankheit dargestellt werden (7). Ein Beispiel wäre Prevotalla copri, ein Risikofaktor für rheumatoide Arthritis (8).

Darmreinigung: Was passiert dabei?

Das gesamte Verdauungssystem des Menschen verbindet Mund und Anus. Der bis zu 12 Meter lange Darm beginnt beim Magen mit dem Zwölffingerdarm. Dünndarm, Dickdarm und Mastdarm schließen sich an. Darmzotten und Mikrovilli, kleine Härchen, vergrößern die Oberfläche der inneren Darmwände auf bis zu 500 Quadratmeter (!).

Darmsanierung-Darmzotten
Vereinfachte Darstellung von Mikrovilli auf den Darmzellen. Durch diese Oberflächenvergrößerung können mehr Nährstoffe aus dem Nahrungsbrei aufgenommen werden.

Wichtiger Blinddarm

Auf dieser enormen Fläche kann sich um Darmzotten herum viel ablagern. Im Dünndarm geht ein großer Teil der Nährstoffe in das Blut über. Im Dickdarm tummeln sich die meisten Darmbakterien. Der Blinddarm ist übrigens keineswegs überflüssig, wie eine Studie (9) 2018 ergab:

Hier wird ein Großteil eines Antikörper-Typs (Immunglobulin A) gebildet. Er beeinflusst die Qualität der Darmflora und schützt vor Darminfekten.

Im Wurmfortsatz des Blinddarms werden Darmbakterien gelagert. Wenn Sie unter Durchfall leiden oder eine Antibiotika-Therapie durchführen, kommen diese Bakterien zum Einsatz: Sie bilden rasch eine neue Darmflora auf und fungieren sozusagen als „Bakterien-Reservoir“.

Komplette Entleerung

Bei einer Darmreinigung handelt es sich zunächst um die komplette Entleerung des Darms. Mit verschiedenen Methoden wird das Verdauungssystem dazu gebracht, Kot-Reste und Schlacken zu entfernen.

Warum eine Darmreinigung vor einer OP? Bei einer Darmspiegelung (Endoskopie) (10) ist die Darmreinigung unverzichtbare Voraussetzung. Nur in einem leeren Darm können die Ärzte die Darmwände nach Wucherungen absuchen.

Vor Operationen im und um den Darm herum wird heute routinemäßig eine Darmreinigung durchgeführt, meist mit einem Abführmittel. Allerdings veröffentlichten französische Forscher 2009 eine Metastudie, die Ergebnisse von fast 5000 Patienten nach einer Operation am Dickdarm verwertete.

Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass eine sogenannte mechanische Darmreinigung überflüssig ist (11). Eine weitere Metastudie mit über 21.000 Patienten bestätigte dieses Ergebnis (12).

Vorsicht bei Colon-Hydro-Therapie

Alternative Medizin wie Ayurveda, TCM und Naturheilkunde setzen seit langem auf eine Darmreinigung als ersten Schritt bei einer Darmsanierung. Eine Darmreinigung ist nicht zu verwechseln mit dem sogenannten Colon Cleansing, das oft mit Colon-Hydro-Therapie übersetzt wird.

Diese Form der fortgesetzten Darmspülung wurde in den 90er Jahren populär und wird heute noch häufig angewandt. Dabei spülen rund 10 Liter Wasser den Darm aus. Diese extreme Form des Einlaufs wird bis zu 15 Mal wiederholt.

Eine 2011 veröffentlichte Studie (13) warnt jedoch vor Colon-Hydro-Therapie. Demnach gehören Elektrolytstörungen, Darmperforation und Entzündungen durch unzureichend desinfizierte Geräte zu den häufigen Nebenwirkungen.

Was Sie tun können und wesentlich „ungefährlicher“ ist als die Colon-Hydro-Therapie, sind Einläufe. Diese können Sie selbst durchführen – entscheidend ist, dass das Wasser nicht unter Druck in den Darm läuft.

Warum ist Darmreinigung gesund?

Obwohl die Schulmedizin Darmreinigung kritisch beurteilt (14), erscheint sie uns als erster Schritt bei einer Darmsanierung durchaus sinnvoll. Mittlerweile zweifelt kaum noch ein Forscher daran, dass eine gute Darmflora für die Gesundheit eine entscheidende Rolle spielt (15). Bei chronischen Entzündungskrankheiten (16) wird das Wiederherstellen des Mikrobioms im Darm mittlerweile als wichtige Therapiemaßnahme betrachtet, sogar beim Reizdarmsyndrom (17).

Warum ist Darmreinigung so wichtig?

Außer bei einer Operation, einer Darmspiegelung oder als Auftakt zu einer Fastenkur sollte unserer Ansicht nach eine Darmreinigung Teil einer ganzheitlichen Kur sein. Die Reinigung der Darmwände und das Ausleiten von Schadstoffen lassen sich nicht durch eine einmalige Darmentleerung sicherstellen. Wir halten es zudem für ratsam, die Wiederherstellung der Darmflora durch geeignete Ernährung und eine anschließende Darmsanierung zu fördern.

Eine Darmreinigung routinemäßig, ohne anschließende Darmsanierung und ohne medizinische Indikation durchzuführen, wird nicht empfohlen. Wichtiger ist, außerhalb der Reinigungs- und Fastenkuren auf eine gesunde Ernährung und Lebensführung zu achten.

Warum eine Darmreinigung beim Fasten?

Positive Effekte des Fastens beruhen unter anderem auf der Autophagie. Dieser Begriff bezeichnet den Prozess, dass eine Zelle alte und beschädigte Bestandteile abbaut (18). Fasten aktiviert die Autophagie.

Deshalb ist die Darmreinigung so wichtig: Ein geleerter Darm belastet den Stoffwechsel nicht. So kann die Autophagie theoretisch schneller einsetzen (19).

Praxis: Wie ist die Darmreinigung durchzuführen?

Sie haben einen Arzt oder einen Heilpraktiker, dem Sie vertrauen? In diesem Fall empfiehlt es sich, vor einer Darmreinigung mit Ihrem Experten zu sprechen. Sie können eine Darmreinigung aber auch auf eigene Faust durchführen. Wir teilen diesen Prozess in zwei Schritte ein:

  • Darmentleerung
  • Reinigung der Darmwände und Ausleiten von Schadstoffen

Erster Schritt: Darmentleerung

Am Tag vor der Darmentleerung empfiehlt es sich, auf festes Essen zu verzichten. Das entlastet den Körper vor der großen Kraftanstrengung, die eine Darmentleerung darstellt. Verdünnte Gemüse- und Fruchtsäfte, Kräutertees, Knochenbrühe, probiotische Getränke und leichte Gemüsebrühen sind ideal, um sich einzustimmen.

Es ist ratsam, eine Darmentleerung an einem freien Tag (etwa am Wochenende) durchzuführen. Wie lange die Entleerung des Darms dauert, lässt sich nicht voraussagen. Die unmittelbare Nähe einer Toilette ist auf jeden Fall beruhigend.

Für die Darmentleerung bieten sich folgende Methoden an

  • Glaubersalz und Bittersalz
  • Rizinusöl
  • Sennatee und Faulbaumtee
  • Einlauf

Glaubersalz und Bittersalz

Beide Salze führen zuverlässig zu einer Darmentleerung. Allerdings ist ihr Geschmack nicht Jedermanns‘ Sache. Bei Glaubersalz handelt es sich um Natriumsulfat, während Bittersalz das Sulfat von Magnesium ist.

Sulfat bezeichnet ein Salz der Schwefelsäure – das erklärt den unangenehmen Geschmack. Beide Salze ziehen Flüssigkeit in den Darm. So erhöht sich das Volumen stark und es kommt zur Entleerung.

Für die Darmreinigung lösen Sie rund 30 Gramm Salz in einem halben Liter Wasser auf. Ein Schuss Zitronen- oder Orangensaft kann helfen, diese Lösung zu trinken. Anschließend sollten Sie reichlich trinken – nicht nur, um den Geschmack auszuspülen.

Wichtig: Je mehr Flüssigkeit Sie zuführen, desto gründlicher können die Salze ihre Arbeit verrichten und desto besser können Ihre Nieren arbeiten. Ideal wären bis zu zwei Liter Flüssigkeit, am besten Wasser oder ungesüßter Kräutertee. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, mindestens einen halben Liter nach zu trinken.

Als Richtwert für die Dosierung gilt folgende Daumenregel: Ein Viertel bis die Hälfte Ihres Körpergewichts in Kilogramm ist die Menge in Gramm für die Salze.

Wie schnell das Salz wirkt, ist verschieden. Manche Menschen reagieren bereits innerhalb von 15 Minuten auf das Abführmittel. Bei anderen kann es bis zu zwei Stunden dauern, bis sich der erwünschte Effekt einstellt.

Empfehlenswert ist, nach dem Trinken einen ruhigen Ort aufzusuchen, sich zu entspannen und mit einem Buch auf die eintretende Wirkung zu warten.

Sanfte Entleerung durch Rizinusöl

Die abführende Wirkung von Rizinusöl ist seit Jahrtausenden bekannt. Rizinusöl wirkt im Dünndarm. Dort wird Ricinolsäure freigesetzt. Wie genau diese Fettsäure die Darmentleerung bewirkt, ist bisher nicht bekannt. Eine 2012 veröffentlichte Studie (20) lässt vermuten, dass Rizinusöl auf die Prostaglandin E-Rezeptoren im Dünndarm wirkt.

Wichtig! Schwangere Frauen sollten auf keinen Fall Rizinusöl einnehmen, weil es Kontraktionen der Gebärmutter auslösen kann.

Für eine Darmentleerung nehmen Sie ein bis drei Esslöffel Rizinusöl oder eine entsprechende Menge Kapseln am Morgen ein. Anschließend sollten Sie viel trinken. Einige Stunden nach der Einnahme kommt es zu Entleerungen mit breiartigem Stuhl.

Sennestee und Faulbaumtee

Sennablätter und die Rinde des Faulbaums sind bewährte, milde, natürliche Abführmittel. Die Wirkung tritt rund sechs bis acht Stunden nach der Einnahme ein. Deshalb ist es ratsam, den Tee abends vor dem Einschlafen zu trinken. Wichtig bei beiden Tees ist, ihn mehrere Stunden ziehen zu lassen.

Für Sennatee übergießen Sie zwei Teelöffel Blätter mit einem Viertel Liter Wasser und lassen die Mischung mindestens fünf Stunden lang ziehen. Von der Rinde des Faulbaums brauchen Sie einen Teelöffel. Lassen Sie die Rinde 12 Stunden lang in einem viertel Liter Wasser einweichen. Vor dem Trinken können Sie den Tee erwärmen.

Es ist auch möglich, fertigen Abführtee zu trinken. Beachten Sie dafür die Hinweise auf der Packung. Für eine Darmentleerung können Sie die normale Dosis für Verstopfung verdoppeln.

Einlauf: Schnelle Wirkung

Ein Einlauf hat den Vorteil, dass er schnell wirkt und dass Sie dafür nur das entsprechende Gerät und Wasser brauchen. Ein Einlauf eignet sich in erster Linie für die Reinigung des Dickdarms, weil das Wasser den weiter innen gelegenen Dünndarm bei richtiger Durchführung nicht erreicht.

Das eingeleitete Wasser regt die Darmperistaltik an und transportiert den Darminhalt auf schonende Weise ab. Einen Einlauf führen Sie am besten in Ihrem Badezimmer durch. Wichtig ist, das Einlaufgerät wesentlich höher als Ihren Körper zu befestigen. Ein weicher Teppich oder ein flauschiges Handtuch ist ideal, damit Sie bequem liegen.

Wichtig: Legen Sie sich auf die linke Seite, während Sie den Einlauf durchführen. So erreicht das Wasser den kompletten Dickdarm, aber nicht den Dünndarm.

Das Endstück des Schlauches können Sie mit etwas Gleitcreme oder Öl einreiben, bevor Sie es in den After einführen. Ein oder zwei Liter handwarmes Wasser oder Bio-Kaffee reichen in der Regel aus, um eine Darmentleerung herbeizuführen.

Häufige Darmreinigung: Was ist zu beachten?

Diese Methoden der Darmentleerung eignen sich nicht für das Heilen von chronischer Verstopfung. Sie leisten bei einer einmaligen Darmreinigung gute Dienste. Wenn Sie zu häufig abführen, können Sie Ihrem Verdauungssystem schaden (21). Veränderungen des Elektrolythaushalts können beispielsweise zu Herz-Kreislauf-Problemen und zu Ödemen führen.

Zweiter Schritt: Reinigen und Ausleiten

Nach der anfänglichen Darmentleerung geht es darum, die Darmwände von restlichen Schlacken zu befreien und Schadstoffe auszuleiten. Dafür haben sich folgende Stoffe bewährt:

  • Heilerde, Bentonit oder Zeolith
  • Ballaststoffe: Flohsamen und Leinsamen (in Wasser eingeweicht und aufgequollen)

Heilerde: Natürliche Schwämme

Heilerde wirkt im Darm wie Schwamm, der Schadstoffe und tote Bakterien in sich aufsaugt. Bei dieser Art natürlicher Tonerden handelt es sich meist um Aluminium-Silikate, die auch Kalkspat, Feldspat und Dolomit sowie Spurenelemente enthalten können.

Heilerde wird normalerweise gut vertragen, auch von Patienten mit Reizdarm (22). Es gibt Heilerde, die speziell für die Darmreinigung hergestellt wurde. Die Partikel haben dabei eine große Oberfläche und können viel adsorbieren.

Bentonit aus Vulkanasche

Bentonit erhielt seinen Namen von der Benton-Formation im US-amerikanischen Bundesstaat Wyoming. Dieses Gestein enthält bis zu 80 % Montmorrillonit, das hohe Mengen von Wasser aufnehmen kann und stark aufquillt.

Bentonit entsteht aus vulkanischer Asche, die verwittert. Bentonit wirkt entgiftend, weil es zahlreiche Toxine mit negativer Ladung aufnehmen und aus dem Körper transportieren kann (23).

Poren in Zeolith

Bei Zeolithen handelt es sich um Aluminiumsilikate mit einer kristallinen Struktur, zum Beispiel Kieselerde. Sie kommen in der Natur vor, können aber auch künstlich hergestellt werden. Zeolithe haben gleichförmige Poren oder Kanäle, weil Sauerstoffatome die Aluminium- und Silizium-Atome verbinden.

Sie zeichnen sich durch eine große, innere Oberfläche aus, deren Gerüst negativ geladen ist. Deshalb können sie wie Bentonit viele Schadstoffe absorbieren und aus dem Körper ausleiten. Eine 2015 veröffentlichte Studie (24) hat gezeigt, dass die 12-wöchige Einnahme von Zeolith die Darmwände verbessern kann und entzündungshemmend wirkt.

Heilerde, Bentonit und Zeolith können Sie problemlos über einen längeren Zeitraum hinweg zwei- bis dreimal am Tag einnehmen. Als Dosierung wird ein Teelöffel auf ein Glas Wasser empfohlen, das Sie früh auf nüchternen Magen sowie vor oder nach dem Essen trinken.

Ballaststoffe: Flohsamen und Leinsamen

Die Wegericharten Plantago psyllium und Plantago indica wirken fast wie Zauberkünstler auf den Darm: Sie können das 50-fache ihres Gewichts absorbieren.

Mit Wasser formen sie ein Gel, das Entzündungen im Darm hemmt (25). Außerdem fördern Flohsamen die Muskelbewegungen des Darms und damit die Ausscheidung.

Ein bis zwei Teelöffel Flohsamenpulver lösen Sie morgens in einem Glas Wasser auf und trinken die Mischung sofort. Flohsamenpulver kann sich in kürzester Zeit in eine gelartige Masse verwandeln, die Sie nicht schlucken können. Anschließend trinken Sie ein weiteres Glas Wasser, damit die Flohsamen im Darm schön aufquellen. Das können Sie bis zu dreimal täglich wiederholen.

Leinsamen wirken ähnlich, aber sie müssen geschrotet werden. Leinsamen quellen im Darm stark auf, bilden ebenfalls eine Art Gel und regen die Darmtätigkeit an. Außerdem haben sie einen ausgleichenden Effekt auf die Darmflora (26).

Leinsamen nehmen Sie nur einmal am Tag ein, am besten morgens nach dem Aufstehen. Rühren Sie zwischen ein und drei Esslöffel Leinsamenschrot in ein Glas Wasser ein und trinken Sie anschließend ein weiteres Glas Wasser.

Perfekt: Ballaststoffe und Mineralerde

Ideal für die Reinigung der Darmwände ist ein Shake, der Flohsamenschalen und Mineralerde kombiniert. Dafür brauchen Sie einen Schüttelbecher für Cocktails. Geben Sie einen Teelöffel Mineralerde mit einem Teelöffel Flohsamen und 400 ml Wasser in den Becher und schütteln Sie kräftig.

Am besten wirkt der Shake zwei Stunden nach oder eine Stunde vor einer Mahlzeit. Sie können das Getränk für die Darmreinigung zwei- oder dreimal am Tag problemlos trinken.

Aufbau der Darmflora

Während und nach einer gründlichen Darmreinigung kann es nützlich sein, der Darmflora besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Die Schlüsselworte sind hier Prä- und Probiotika: Nützliche Darmbakterien und Ballaststoffe, die diese ernähren. In dem Absatz über Ernährung finden Sie weitere Hinweise.

Darmreinigung: Wie lange und wie oft?

Die Antworten auf diese Fragen hängen von Ihrem Wohlbefinden, Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand und Ihrem Alter ab. Generell lässt sich folgende Faustregel für die Dauer formulieren:

  • Jünger als 20 Jahre: zwei bis vier Wochen
  • Zwischen 20 und 30 Jahre: drei bis acht Wochen
  • Zwischen 30 und 40 Jahre: vier bis zwölf Wochen
  • Älter als 40 Jahre: vier Wochen bis sechs Monate

Wie oft Sie eine Darmreinigung durchführen, hängt von Ihren Symptomen ab. Wenn Sie wieder verstärkt an Blähungen, Durchfall oder Verstopfung leiden, kann eine Darmreinigung mit schonenden Methoden in der Regel nicht schaden.

Wichtig: Die Anwendung von Glauber- und Bittersalz, abführendem Tee sowie Rizinusöl sollte nicht längerfristig durchgeführt werden, sondern nur kurzweilig (maximal 2 Tage). Die oben genannten Faustregeln beziehen sich auf eine längerfristige Darmkur mit Komplexbildnern und Ballaststoffen (Leinsamen, Flohsamen), wie sie beschrieben wurde.

Darmreinigung: Die Ernährungsfrage

Wichtig ist neben der Ernährung, dass Sie bei einer Darmreinigung viel trinken. Wasser ist bei fast allen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt. Eine gute Versorgung mit Wasser unterstützt nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch die Arbeit von Heilerde und Faserstoffen.

Dabei werden Ablagerungen und tote Zellen leichter aus dem Körper gespült und außerdem Leber und Niere bei der Arbeit unterstützt.

Darmreinigung: Was essen?

Ihr Körper braucht jetzt gesunde Ernährung. Das bedeutet, viel Obst und Gemüse für Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien. Fisch und Meeresfrüchte liefern gesunde Fettsäuren. Mageres Hühnchenfleisch aus biologischen Quellen ist ebenfalls empfehlenswert.

Ballaststoffe sollten ebenfalls nicht fehlen, weil sie nützliche Darmbakterien ernähren (27). Wir empfehlen auch den Verzicht auf Gluten, weil eine glutenfreie Ernährung die Darmgesundheit fördert (28).

Glutenfreie Pseudogetreide wie Buchweizen, Quinoa und Amaranth können Weizen ersetzen. Allerdings sollten Sie diese Getreidesorten gut einweichen, ausspülen und gar kochen, um den Gehalt von Saponinen zu minimieren.

Fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Sauerkraut, Kefir, Wasserkefir, Apfelessig und Kombucha sind ideale Quellen für ein reiches Spektrum guter Darmbakterien, die sich nun im gereinigten Darm ausbreiten können.

Es ist auch möglich, Darmbakterien als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Honig wirkt ebenfalls ausgleichend auf die Darmflora (29).

Was trinken?

Kräutertees mit Honig statt Zucker oder Süßstoff sind ebenso empfehlenswert wie verdünnte Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz. Grüne Smoothies (30) und Gerstengras (31) unterstützen die Entgiftung und können helfen, Entzündungen zu hemmen. Kaffee (32) und Tee (33) liefern viele Antioxidantien, um freie Radikale unschädlich zu machen.

Darmreinigung: Was nicht essen?

Raffinierter Zucker (34) und synthetische Süßstoffe (35) wirken jetzt noch schädlicher als sonst, denn sie können den Neuaufbau der Darmflora beeinträchtigen. Außerdem fördert Zucker Entzündungen im ganzen Körper (36). Deshalb raten wir Menschen mit Autoimmunerkrankungen, Industriezucker so gut es geht zu vermeiden. Alkohol sollten Sie ebenfalls vermeiden (37).

Ruhe für Körper und Seele

Eine Darmreinigung kann bei Menschen mit chronischen Krankheiten, Darmproblemen und Autoimmunerkrankungen wie eine Kur wirken. Eine Entleerung des Darms mit anschließender Reinigung und Ausleitung von Schadstoffen kann nicht nur Symptome wie Verdauungsbeschwerden lindern. Durch die direkte Verbindung von Darm und Gehirn wirkt sich diese Maßnahme in der Regel auch günstig auf Ihre Stimmung aus. Sie werfen im wahrsten Sinn des Wortes Ballast ab.

Regelmäßige Bewegung und Entspannungsübungen unterstützen die Regeneration Ihres Verdauungssystems zusätzlich.

Es wird empfohlen, eine Darmsanierung anzuschließen.

Abschließend möchten wir Ihnen die Kernpunkte der Darmreinigung zusammenfassen:

Darmreinigung – Überblick und Zusammenfassung

1. Tag: Vorbereitung

  • Körper mit verdünnten Säften, Gemüsebrühen und Kräutertee einstimmen. Körperliche Bewegung einbringen.

2. Tag: Darmentleerung durch Abführen

  • Glauber- oder Bittersalz: Morgens 30 Gramm in ¼ l Wasser trinken, mit zweitem Glas nachspülen, anschließend reichlich trinken. Wirkung kann bereits nach wenigen Minuten einsetzen.
  • Rizinusöl: Morgens 1-3 Esslöffel Öl einnehmen, anschließend viel trinken. Wirkung erfolgt nach mehreren Stunden.
  • Senna- und Faulbaumtee: Tags zuvor Tee zubereiten, am Abend zuvor trinken. Im Lauf des Vormittags erfolgt die Darmentleerung.
  • Einlauf mit 1-2 l Wasser oder Bio-Kaffee. Die Wirkung tritt sofort ein.

Ab 3. Tag: Reinigung der Darmwände und Ausleiten von Schadstoffen

  • 3- bis 4-mal am Tag Heilerde, zum Beispiel Bentonit oder Zeolith, trinken oder Ballaststoffe wie Flohsamenpulver oder Leinsamen einnehmen
  • Bewährt hat sich auch die Kombination von Ballaststoffen mit Heilerde
  • Glutenfreie Ernährung mit viel Obst und Gemüse, gesunden Fettsäuren und hochwertigen Proteinen unterstützt die Darmreinigung
  • Fermentierte Lebensmittel liefern nützliche Darmbakterien. Ballaststoffe aus glutenfreiem Getreide und Pseudogetreide unterstützen den Aufbau der Darmflora.
  • Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern am Tag.
  • Meiden sollten Sie bei einer Darmreinigung Zucker und Alkohol sowie industrielle Speiseöle und Lebensmittel aus industrieller Produktion mit chemischen Zusatzstoffen.
  • Bewegung und Entspannungsübungen unterstützen die erholsame Wirkung der Darmreinigung zusätzlich.

Haben Sie Informationen für unsere Leser zum Thema Darmreinigung? Wir würden uns über einen Kommentar sehr freuen!

Quellenverzeichnis
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Kornelia ist ausgebildete Redakteurin, Buchautorin und freie Texterin. Ihre Erfahrung mit Ess-Störungen hat sie in drei Kochbüchern beschrieben, die alle den Gourmand World Cookbook Awards von Edouard Cointreau gewonnen haben. Ihr Buch Cooking for Happiness hat sogar den Titel ‘Best in the World’ in der Kategorie Innovativ erhalten. Neben Ernährung faszinieren sie vor allem Themen im Bereich Gesundheit. Ihr umfangreiches Wissen in diesen Gebieten stellt sie leicht verständlich dar. Besonders liegt ihr eine ganzheitliche Sicht der menschlichen Existenz im Allgemeinen und Körperfunktionen im Besonderen am Herzen.

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