Cannabis hat Einfluss auf Entzündungen im Darm

Cannabis, Entzündungen

Viele Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn berichten, dass sich ihre Symptome durch Cannabiskonsum verbessern. Wissenschaftler der University of Massachusetts Medical School und der University of Bath haben jetzt scheinbar die Erklärung dafür gefunden. Sie zeigten, dass ein körpereigner Botenstoff, der einem Cannabiswirkstoff ähnelt, Entzündungen im Darm bei Mäusen kontrolliert und verhindert. 

Cannabis wirkt anti-entzündlich im Darm

„Es gibt viele Berichte über die Vorteile von medizinischem Cannabiskonsum, aber bisher gab es keine Studienergebnisse, die das Ganze untermauerten“, sagte Beth A. McCormick, Professorin für Mikrobiologie und physiologische Systeme an der University of Massachusetts Medical School. Jetzt gelang es den Forschern erstmals den biologischen Mechanismus hinter dem Effekt aufzuklären. 

Sie entdeckten, dass Darmentzündungen durch zwei wichtige Prozesse reguliert werden. Der erste Prozess, der in bereits früheren wissenschaftlichen Studien identifiziert wurde, fördert eine aggressive Immunantwort im Darm. Diese zerstört gefährliche Krankheitserreger, kann aber auch die Darmschleimhaut schädigen, wenn Immunzellen wahllos angreifen.

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Der zweite Weg, der in dieser Studie erstmals beschrieben wird, schaltet die Entzündungsreaktion über einen speziellen Botenstoff ab. Dabei handelt es sich um den Neurotransmitter Endocannabinoid, der dem Cannabinoid in Cannabis sehr ähnlich ist. Ist Endocannabinoid nicht vorhanden, gerät der Entzündungsprozess aus dem Gleichgewicht und kann unkontrolliert verlaufen, wenn die körpereigenen Immunzellen die Darmschleimhaut angreifen.

McCormick und ihre Kollegen glauben, dass die Cannabinoide, die durch den Cannabiskosum in den Körper gelangen, die Darmentzündungen genau so lindern, wie es die körpereigenen Endocannabinoide normalerweise tun würden.

Die neuen Erkenntnisse stammen bisher nur aus Experimenten mit Mäusen. Die Forscher hoffen aber, dass ihre Ergebnisse dabei helfen, neue Wege für die Behandlung von Darmerkrankungen beim Menschen zu finden. 

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