Wie oft sollte eine Blutkontrolle bei Hashimoto durchgeführt werden?

Blutkontrolle bei Hashimoto

Zuletzt aktualisiert am 25. Juni 2019 um 12:10

Sie sind hier, weil Ihre Hashimoto Behandlung bereits im vollen Gange ist und Sie wissen möchten, wie oft Blutkontrolle bei Hashimoto erfolgen sollte. Diese Frage klären wir hier: Wie oft sollte eine Blutkontrolle bei Hashimoto durchgeführt werden?

Warum eine Blutkontrolle bei Hashimoto?

Ist es nicht in Ordnung, einfach mit der Hashimoto Behandlung zu starten und sich an die Medikamente zu halten? Vielleicht noch die Hashimoto Ernährung umzusetzen und zu warten? Warum eine regelmäßige Blutkontrolle?

Die einfache Antwort darauf ist, dass der Körper ein hochkomplexes und dynamisches Wunderwerk ist. Die Therapie sollte an den Körper angepasst werden. Wie reagiert der Körper auf die Medikamente, wie auf die Ernährung?

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Wie entwickelt sich Hashimoto? Wird Hashimoto besser oder schlechter? Was wirkt, was wirkt nicht?

Blutabnahme ist ein Feedbackmechanismus für Patient und Arzt, um die Behandlung zu überwachen und anzupassen. Das Blut gibt uns die besten Hinweise über die Gesundheit der Schilddrüse. Daher die regelmäßige Blutkontrolle.

Wie oft sollte eine Blutkontrolle bei Hashimoto durchgeführt werden?

Wenn Hashimoto Therapie und Ernährung bei Hashimoto bereits im vollen Gange sind, muss die Überwachung der Blutwerte engmaschig erfolgen. Mit engmaschig ist eine Kontrolle alle vier bis sechs Wochen (im Optimalfall) gemeint.

Seltener sollte es nicht sein, da die Medikamentierung und die Ernährung stets an die aktuellen Werte angepasst werden sollten. Außerdem soll überwacht werden, wie gut Medikamente und Ernährung anschlagen und sich die Werte verbessern.

Bei Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto Thyreoiditis gilt es keine Zeit zu verlieren. Der Autoimmunprozess sollte möglichst schnell gestoppt und die Entzündung reduziert werden. So wird weiterer Schaden an der Schilddrüse verhindert und das Risiko reduziert, dass sich der Autoimmunprozess auf andere Gewebe ausweitet.

Die Blutkontrolle sollte also alle vier bis sechs Wochen erfolgen – auf welche Werte sollte dabei geachtet werden?

Hashimoto Blutkontrolle – diese Werte sollten Sie messen lassen

Wo wir schon einmal beim Thema Blutkontrolle bei Hashimoto sind, ist die folgende Information ebenfalls wichtig für Sie:

Denn bei der Blutkontrolle sollten verschiedene Werte gemessen werden, nicht wie so oft nur TSH. TSH sagt eigentlich gar nichts über die aktuelle Schilddrüsengesundheit aus. Jedenfalls nichts, was wirklich etwas über den Behandlungserfolg aussagt.

Das wissen Sie sicherlich spätestens seit unserem Übersichtsartikel über Hashimoto Thyreoiditis. Sagen Sie das dem Arzt und legen Sie ihm folgende Liste mit Werten, die gemessen werden sollen, vor. Nur dann ist eine wirklich gute Übersicht über die aktuelle Lage im Stoffwechsel und in der Schilddrüse machbar:

  • TSH
  • fT4 (Vorstufe von T3)
  • fT3 (aktives T3)
  • rT3 (reverses, das heißt inaktives T3)
  • TGAK (Thyreoglobulin-Antikörper)
  • TRAK (TSH-Rezeptor-Antikörper)
  • TPOAK (Thyreoperoxidase-Antikörper)
  • Vitamin B12
  • Vitamin D
  • Selen
  • Zink
  • Eisen
  • Alkalische Phosphatase
  • Verdauungsenzyme

Diese Werte sollten nun alle vier bis sechs Wochen gemessen werden. Das meinen wir mit engmaschiger Kontrolle und nur dann ist eine nachhaltige Behandlung möglich. Die meisten Ärzte unterschätzen die Wichtigkeit und Interpretation dieser Werte.

Die übliche Lehrweise über die Schilddrüse ist, TSH zu messen und vielleicht den ein oder anderen Antikörper. Und das war’s.

Wie Sie aber jetzt wissen und wie Sie auch in unserem Übersichtsartikel über Hashimoto Thyreoiditis nachlesen können, gehören mehr Werte dazu, um einen wirklichen Überblick über die Gesundheit zu erhalten.

Nehmen Sie sich das bitte zu Herzen und legen Sie dem Arzt diese Liste vor. Sollte Ihre Krankenkasse diese Werte nicht übernehmen, können Sie diese Kosten auch selbst übernehmen und sich anschließend vom Ihrem Arzt beraten lassen. Der Unterschied für die Hashimoto Behandlung ist sehr groß.

Ergänzend dazu lesen Sie bitte den Beitrag über die Hashimoto Ernährung, in der auf die Ernährung und die Nährstofftherapie eingegangen wird. Beides ist ebenso sehr, sehr wichtig.

Für Ihre weitere Behandlung wünsche ich Ihnen daher viel Erfolg!

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Martin ist studierter Biochemiker und molekularer Biotechnologe (M.Sc., Technische Universität München) und arbeitete in der klinischen Forschung (Universitätsklinikum Erlangen) beschäftigt an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Martin möchte schwere biologische oder medizinische Themen einfach und verständlich beschreiben und Betroffenen so die Mittel an die Hand geben, wieder mehr Kontrolle über ihre Gesundheit zu erlangen. Weitere Beiträge von ihm sind auf den Portalen Primal-State, Edubily, MyProtein, Fairment, Paleolifestyle und SchnellEinfachGesund zu finden.

1 KOMMENTAR

  1. Schön und gut, bringt aber nichts, wenn es kein Arzt, weder, bei mir mittlerweile 5 Hausärzte und 3 Endokrinologen, messen noch überhaupt Ahnung haben, was sie damit anfangen sollen und schon gar nicht von Patienten gesagt bekommen wollen, wie man es angeht.
    Die letzte Endokrinologen hat mir gesagt, das ich froh sein soll, Hashi zu haben, da man ihn ja so gut über TSH einstellen kann und, dass meine Dauer- Erschöpfung nicht davon komme, da mein fT3 um die 30 % liegt, da ja der fT4 dafür ja über 110% ist und somit der TSH in Ordnung ist…. weiß ja nicht, was die da alles auswendig lernen, aber dem Patienten helfen sie damit nicht.
    Hab mittlerweile so viele Autoimmunerkrankungen, dass ich sehr viele Ärzte kenne und bis jetzt keinen getroffen habe, der sich nur annähernd mit der Schilddrüse oder Autoimmunerkrankungen auskennt oder zu mindestens Interesse zeigt – schnelles Geld und weg mit dem nichts einbringendem Patienten.
    Solche Bluttests kosten richtig Geld, das machen sie im Höchstfall nur am Anfang, bei verdacht und dann nie wieder, ich hab schon über 22% die Diagnose Hashi (0,6ml gesamt Volumen ), zuvor Sarkoidose auf der Lunge, Zöliakie, Asthma, Rheumatische Arthritis, Nagel Psoriasis, Augen Geschwüre ( Unterernährung), Lipödem, Sjögren Syndrom, Zencker-Divertikel, Chronische Tubenventilationsstörung, Runde Einblutungen im Auge, … ohne die Erkrankungen die, noch nicht diagnostiziert sind, weil man gar nicht mehr behandelt wird, weil man zu viel kostet. Man legt mir sogar nahe Antidepressiva zu nehmen, wohl eher weil man da gut mit verdient….

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